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Adams
Dein Stativ hast Du dir wahrscheinlich selbst geschnitzt und über das Zonensystem kannst Du nur lachen, weil Du ein lebender Belichtungsmesser bist, was?!?
Das Zonensystem enthält tatsächlich ein systematische Einschränkung, weil Adams durch die Beschränkung auf den HC110-Entwickler eine möglichst lineare Schwärzungskurve erzeugt und im weiteren vorausgesetzt hat. Wie er selbst schreibt, konnte er vergleichbare Ergebnisse zum Beispiel mit D-76 nicht erreichen.
Die lineare Schwärzungskurve ermöglichte ihm, die relative Lichtunempfindlichkeit seines Belichtungsmessers dadurch zu kompensieren, daß das Zonensystem letzten Endes eine Messung auf die Lichter bedeutet.
Eine souveräne Ausnutzung der Belichtungsschwelle als Maß für die Mindestbelichtung, oder der Ausgleichswirkung des D-76 geht deshalb im Zonensystem verloren.
Insofern vergrößert das Zonensystem den Aufwand der nachfolgenden Vergrößerung - einer der wesentlichen Gründe, weshalb es in der Pressefotografie nie angewandt wurde - und verzögerte, durch das Verlagern des Problems der Schattenmessung ins Labor, den dort eigentlich viel sinnvolleren Einsatz von Konstrastmessungen, wiederum wegen der damals noch mangelhaften Meßempfindlichkeit der Sensoren.
Anders als bei Witzen, hört man beim Fachwissen ja meistens auf zu lachen, sobald man es verstanden hat.
Zumindest bei den in Europa ausgestellten Bildern von Adams ging das noch weiter, so in Richtung Tränen. Denn, wie Du vielleicht selbst gesehen hast, sind die meisten so schlampig geprintet, daß man sich fragt, ob seine Laborassistenten das Zonensystem eigentlich selbst verstanden haben. Die Bilder enthalten an Nachbelichtungen, grobem Abwedeln und lokalem Kontrastverlust alles, wovor er uns mit dem Zonensystem doch so eindringlich bewahren wollte.