Deute immer mit dem Finger auf die Brust der Person, mit der Du fotografiert wirst. Du wirst dynamisch aussehen. Und kein Fotoeditor kann dich aus dem Bild schneiden.

— Ken Auletta

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Pisaner

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 11. Oktober 2007 - 11:06
DingDongDilli schrieb:

Nein. Eine Laufbodenkamera zu benutzen, hat nichts Elitäres. Aber damit anzugeben bzw. sich für einen besseren Fotografen zu halten, als welche die nicht wissen, wie man damit umgeht, DAS ist elitär!

Ich fürchte daß Du recht hast. Ich halte tatsächlich denjenigen Künstler seines Faches für den besseren, der dessen Werkstoff und dessen Werkzeug so sehr beherrscht, daß er damit die Ausdrucksmöglichkeiten seines Mediums in allen Facetten nutzen kann, ja sogar den Eindruck beim Betrachter zu hinterlassen vermag, diese Grenzen zu überschreiten oder zu erweitern.
Der Gegensatz dazu ist Malen nach Zahlen. Das würde mir eben nicht reichen.

DingDongDilli schrieb:

Wenn Du so glücklich bist, warum glaubst Du dann deine Leidenschaft für die analoge Fotografie verbissen verteidigen zu müssen, wenn Du meinst, sie würde angegriffen werden?!? Könntest Du doch achselzuckend bzw. müde lächelnd wahrnehmen, wenn Du die analoge Fotografie wirklich liebst...

Nun liegt der Liebesbeweis für die Fotografie, egal ob analog oder digital, natürlich ausschließlich in guten Fotos. Und selbst die Liebe nicht zur Fotografie, sondern zum Motiv, läßt sich damit unmittelbarer zeigen.

Deshalb macht es mich glücklich, meine Fotos selbst zu machen, egal, ob analog oder digital. Ich beherrsche beide Wege und wähle nach Aufgabe und Situtation. Und diese freie Wahl meines Mediums will ich mir auch nicht von eifernden Digipickeln ausreden lassen.
Es sind die Digipickel, die in dieser Diskussion über den Planfilm herziehen, ohne dessen Ausdrucksmöglichkeiten auch nur im Mindesten selbst erreicht zu haben, jedenfalls in der weit überwiegenden Mehrheit.

Ich bin so "elitär" zu behaupten, ich wisse besser als Deine Gesichtserkennungsautomatik, wie mein Foto aussehen soll. Ich weiß sogar, auf welchem Auge in welchem Gesicht der Fokus liegen soll. Und ich verfüge über die"Geschicklichkeit" den Fokus dorthin zu legen.

Die polemische Erwähnung der Camera Obscura kannst Du Dir sparen, weil jene uns nicht die Augenblickhaftigkeit der Fotografie zu zeigen ermöglicht.
Die Gesichtserkennung ist dagegen nur ein Behelf, um die mangelnde Kontrolle über den Autofokus zu kompensieren.
Wenn Du mit diesen Vorgaben von Canikolympustaxny zufrieden bist, sei glücklich. Mir hülfe eine solche Inkarnation der Motivklingel kein bißchen weiter. Mich machen meine Bilder zufriedener.

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