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Nur so zu Nachdenken
Wenn ich die Diskussion hier so mit verfolge, fällt mir etwas besonders auf:
Kaum ein Oldtimer-Fahrer äussert sich in verächtlicher Art und Weise über die Autotechnik von Heute und über die jungen Fahrergenerationen. Auch die Super-8-Filmer gehen still und leise ihrem Hobby nach, ohne auf irgendwelchen Diskussionsplattformen über die moderne Camcorder-Technik und über die Besitzer von Camcordern herzuziehen. Liebhaber alter Grammophon-Aufnahmen verurteilen nicht die MP3-Generation und selbst bei den Computerfreaks (die dafür bekannt sind, gerne in einschlägigen Foren herum zu trollen) würde kaum ein C64- oder Atari-XL-Fan auf den Gedanken kommen, moderne PCs und deren Besitzer auch nur mitleidig zu belächeln. Keiner von denen glaubt ernsthaft an eine Renaîssance der alten Oldsmobiles, der Super8-Filmtechnik, der Grammophone oder der Heimcomputer; sie haben sich alle damit abgefunden, dass sie z.T. in der Vergangenheit leben und haben keine Komplexe daraus entwickelt. Ganz im Gegenteil: Sie stehen dazu, treffen sich unter Gleichgesinnten, unternehmen gemeinsame Aktivitäten, lassen sich auch von moderner Technik begeistern – und vor allem lassen andere Leute in Ruhe!!!
Nur die "Liebhaber" der traditionellen Photographie äussern sich in abfälliger Art und Weise über die digitale Fotografie, die neuen Fotografiergewohnheiten und die Besitzer von Digitalkameras. Dann schwadronieren sie entzückt über die Renaîssance der traditionellen Fotografie und geben sich einer armseligen Form von Elitarismus hin. Da kann man sich echt fragen, ob Fotografen die intoleranteren und konservativeren Menschen sind. Das ist schade, denn das verleiht einem der schönsten Hobbys dieser Welt (natürlich nur rein emotional und subjektiv gesehen) ein schlechtes Image und eigentlich gilt ja der Fotograf als weltoffener Mensch...