Fotografie ist für mich das Festhalten eines Augenblicks, der vorbeigeht und der wahr ist.

— Jacques-Henri Lartigue

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Also, die Bilder von Herrn Todd

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. September 2007 - 19:37

sind topp (aus meiner Sicht). Kein belanglos-banales Bildkauderwelsch, das man heute an allen Ecken in die Augen gesalbt bekommt. Vor allem als Großvergrößerungen werden sich die Bilder gut machen. Natürlich ist das auch Geschmacksache. Wobei Ausdruck, Bildkomposition, Farbdarstellung und Bildwirkung schon über viele Generationen, in vielen Jahrhunderten zu anerkannten Prinzipien entwickelt worden sind und hier in wirklich bildwirksame Ergebnisse umgesetzt wurden. Erst die Moderne hat versucht, diesen "akademischen" Ansatz ganz bewusst zu ignorieren und zu anderen Bildaussagen zu kommen. Wobei in dem Fall die Bildkomposition nicht das Hauptziel, sondern die -aussage das entscheidende Thema ist. Das bedeutet aber nicht, dass, in anderen Fällen, die Prinzipien der Ästhetik außer Kraft sind. Und die lassen sich eindeutig nachvollziehen und bewerten. Darüber hinaus scheint mir Herr Todd ein Bilderzähler zu sein, der uns von kurzen Bildmomenten berichtet. Schattenfänger scheint mir dafür tatsächlich der richtige Begriff zu sein. Ein schönes Leitmotto.

Dass ein Fotokünstler die Gelegenheit nutzt, sich auch einem großen Leserkreis vor zu stellen: Gratulation Herr Todd! Es ist sicher nicht leicht, in einem begrenzten Kreis seine Werke an den Mann, die Frau zu bringen. Und dafür ist das Medium Internet perfekt. Dass es hier einige Co-Künstler gibt, die das etwas neidisch-abträglich bewerten, muss nicht stören. Der Rest wird es für gut befinden. Weil Kunst im Verborgenen nun Niemandem nützt und wie jedes Produkt eben auch beworben sein muss.

Der Streit um die analoge und digitale Fotografie ist wie so immer, ein Streit um des Kaisers Bart. Fotografen werden die digitale Fotografie nutzen, genauso wie nicht Wenige die analoge Fotografie nutzen werden. Bei Bildern, wie sie Herr Todd vorstellt, sehe ich in Zukunft keinen zwingenden Grund, die analoge Fotografie zu bevorzugen, wenn sie innerhalb bestimmter Flächengröße bleibt. Bei großformatigen Wiedergaben, mit einer hohen Detaildichte und in der Ausgabe mit Fotobelichter auf Fotopapier oder konventionell ist jedoch nach wie vor das analoge MF der Hit. Aber, am Ende entscheidet einfach die Neigung des Fotografen, zu welcher "Maschine" er greift. Das Endergebnis wird wohl immer mehr oder minder das Gleiche sein.

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