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junge Generation?
...die junge Generation zu einer Renaissance traditioneller Photographie inspirieren, die sich an der Freude im Umgang mit Großvaters alter Spiegelreflex-Kamera festmacht.
Ist damit diese Generation gemeint, die völlig überfordert wäre, mit ausschließlich Blende, Verschlußzeit und Fokus ein erkennbares Foto zu belichten?
Eine Fotografie 2.0, bei der eine technische Beherrschung soweit als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann, daß es - Überraschung! - auf einmal wieder um Inhalte gehen könnte? (Der Begriff "Kunst" statt Inhalte hat sich ja schon selbst ad absurdum geführt, die "Reportage" fast ebenso.)
Fotografie als Massenmarkt hat immer den Bildungsgrad eben dieser Masse angezeigt. Und das tut sie auch weiter: Diese junge Generation kann nur einen Knopf auf ihrem Mobiltelephon drücken. Diese junge Generation wirft Opas Kameratasche fort, ohne hineinzuschauen, weil sie den Platz für die leeren Kartons ihrer Fernseher braucht.
Ein Bildungsgrad, der diese fotografische Technik beherrschen würde, oder irgeneine andere, ist von denen nicht gewünscht, die mit Lizenzgeldern großes Geld verdienen. Wer soll sich denn unternehmerisch dem entgegenstellen? Wer soll denn eine Industrie aufrechterhalten, die dem Individuum die freie Entscheidung zwischen Konsumption und eigenem Ausdruck ließe?
Wo gibt es Abnehmer für eine schöpferisch-kritische Reportage? Wo gibt es Kunst, die den Betrachter einen Schritt weiterbringt? - Oh, das ist zu viel verlangt? Tja, dann bleibt wohl doch nur Konsumieren.