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Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
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Erschreckend
ist hier bestenfalls der Versuch eine mangelhafte Fertigung, gezeigt in Bildern und Film, als allgemeine Wirklichkeit darzustellen...
mal abgesehen von einigen profitablen Industriezweigen - dazu zähle ich auch die deutsche Automobilindustrie, deren Kunden beim aktuellen Portfolio der Hersteller offensichtlich bereit sind jeden Preis zu zahlen - hat in den letzen 10 Jahren in den mir bekannten metall- und kunststoffverarbeitenden Betrieben (100-500 Mitarbeiter)eine Wandlung stattgefunden. Durch Kostendruck, reduzierte I+R (Invest- und Reparatur)Etats, "outgesourcten" Instandhaltungspersonals und ähnlichen kostensenkenden oder profitsteigernden Maßnahmen (je nach Standpunkt)wird das Arbeitsumfeld nicht mehr so instandgehalten, wie es erforderlich ist. Und so wird mit Tape gesichert und improvisiert, weil auf die Schnelle keine ordungsgemäße Reparatur möglich ist. Durchgeführt wird dies noch von motivierten Mitarbeiter, die trotz aller Widrigkeiten sehr gute Produkte herstellen wollen und ein Interesse am Überleben ihrer Betriebe haben.
Ich möchte Ihre jahrzehntelange Erfahrung nicht in Abrede stellen, aber zumindest für einen Teil der Klein- und Mittelbetriebe ist dies "globalisierte" Wirklichkeit.