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Fotografische Modetrends machen oft aus den gesunden Augen eines Fotoamateurs kranke.
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Erschreckend...
ist hier bestenfalls der Versuch eine mangelhafte Fertigung, gezeigt in Bildern und Film, als allgemeine Wirklichkeit darzustellen.
Dargeboten wird die Montage von Hochpreiskameras (inkl. elektronischer Baugruppen) bei der auf den Fotos nicht einmal ansatzweise die Beachtung von ESD-Richtlinien zu erkennen ist. ESD-Schutz z.B. durch Potentialgleichheit von Lötkolben, Arbeitsplatten/-Aufnahmen und Werker (Hangelenkband) ist bei Einsatz musealer Betriebsmittel auch kaum zu erreichen. Ein besonderes Tollstück ist in dem Filmchen das Handling der Verschluß-/Blendensteuerungs-Einheit (?). Weitere Detailhinweise verkneife ich mir.
Über Reinraumbedingungen sollte man bei diesem Bild-/Filmangebot wohl kaum zu reden. Vielleicht reicht es für den Anfang ja schon Schutzverkleidungen an Polierböcken nicht mit Tape zu sichern und für eine gewisse Grundsauberkeit zu sorgen. Die Fotos mit der "kalibrierten" Mikrometerschraube und der Messuhr mit Halter bieten sich hier an.
Sicherlich ist auch trotz Zertifizierung Schrott zu produzieren. Aber immerhin wird durch systematische Hinterfragung und resultierenden präzisen Vorgaben, auch im Qualitätsbereich, der Weg hierzu schwer gemacht.
Im übrigen reden wir hier nicht über asiatische Zulieferer sondern über "deutsche Präzisionshersteller".
Nach einigen Jahrzehnten an verantwortlicher Stelle für Produktionstechnik (Mechanik / Elektronik) und der Kenntnis von Fertigungsstätten internationaler Konzerne maße ich mir schon ein Urteil an.
Leider hat der Rest unserer Kameraindustrie im Gegensatz zu unserer Autoindustrie den Weg in die Zukunft nicht gefunden.