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Total null Ahnung :-D
die Funktionsweise eines Spiegelkastens sehr wohl bewusst. Über viele Jahre Praxis mit Nikon SLRs und Mamiya 645 Pro haben da deutliche Spuren hinterlassen. Das Konzept ist in meinen Augen gekennzeichnet durch eine mechanisch-optische gekoppelte Vorrichtung zum Zwecke der direkt möglichen Sicht auf das zu fotografierende Objekt und der Kontrollle der Auswirkung der Einstellungen auf das fotografische Ergebnis. Bei einem 6x6-Schacht noch dazu mit Klasse Randabdunklung, bei ungünstigem Licht mit nahezu Null Sicht und dann immer aus der Froschperspektive. Na super. Der Gigantoprismensucher für diese Teile macht die Sache auch nicht recht viel besser. Jedenfalls hatte ich immer Probleme, in dem engen Suchfeld alles Wichtig zu überschauen. Don Plattnase lässt grüßen.
Nun ist es ja so, dass ein Sensor eigentlich in der Lage ist, das Ergebnis über einen elektronischen Ausgabeweg, abgekoppelt von mechanisch-optischen, starren und unflexiblen Zwischenlösungen auszugeben. Oh ja, höre ich schon wieder die Aufschreie: "...nichts kann die Objektebene so gut wiedergeben, wie die Mattscheibe". Siehe vorher.
Wenn man die derzeitige Ist-Situation anschaut, o.K. Aber, muss man das als gegeben akzeptieren? Ich denke, nein. Was hindert die Hersteller daran, statt der analogen Vorrichtung Spiegelkasten einen livefähigen Sensor, einen einigermaßen kräftigen und schnellen Grafikprozessor und ein hochauflösendes, bewegliches Grafikdisplay einzubauen, das für eine qualifizierte Bewertung des Bildergebnisses mehr als tauglich ist. Im Prinzip sind alle Komponenten dafür vorhanden. Von Bluetooth für die direkte Übertragung auf einen nebenstehenden Rechner zur direkten Kontrolle des Bildergebnisses und zur direkten Beurteilung für den Auftraggeber, will ich da gar nicht reden. Das kann heute jedes Handy im Prinzip realisieren. Bei einem Digitalteil in derzeitiger Kostenordnung, dürften solche Kleinigkeiten eigentlich überhaupt kein Thema sein. Das gilt auch für die Grafikausgabe generell. Im Verhältnis zu dem Sensor, ist (in meinen Augen) die derzeitige Grafikausgabe und -verarbeitung in den Rückteilen bestenfalls rudimentär, bzw. teilweise in der Praxis kontraproduktiv, weil umständlich und schwerfällig. Wenn man sich erst mal an die Bildgestaltung über das Display gewöhnt hat, wird man schnell die Finger von "Altgedientem" lassen. Da kann man sich drauf verlassen.
Gut Klick!
Mensch, liest Du eigentlich was Du hier reinschreibst? Mal abgesehen davon, dass Du Spiegelreflexkameras technisch wirklich nicht verstanden hast, ist offensichtlich, dass Du null Erfahrung mit richtigen Digitalkameras hast. Für Dich ist ein elektronischer Sucher EINFACHER und besser als eine DIREKT optische Mattscheibe ohne bewegliche Teile die auch keinen Strombedarf hat. Ein Live-Preview Sensor willst Du mit einem zusätzlichen elektronischen Sucher? Alles ziemlich praxisuntaugliche Ansätze wenn man bedenkt dass die Batterien in einem heute erhältlichen Digitalrückteil üblicherweise zwischen 30 Minuten und 4 Stunden halten bei EINZELNEN FOTOS. Dass die Bildsensoren warm werden (was Bildrauschen verursacht) wenn sie aktiv sind ist ja für Dich auch nur ein unwichtiges Detail.
Von Elektronik und Wirtschaft hast Du leider auch keine Ahnung. Wer ENTWICKELT denn den elektronischen Sucher? Wer baut ihn? Wieviel kostet die Fertigungsstrasse nur für den elektronischen Sucher der zudem wohl von der Bit-Tiefe und den zur Verfügung stehenden Pixeln limitiert ist und die Schärfe nicht richtig wiedergibt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es weniger Ingenieure braucht um nen SPIEGEL und ne Mattscheibe zu "entwickeln" und weniger Werkzeuge/Maschinen (Tooling) um diese herzustellen. Ach, und eine Mattscheibe die vor 30 Jahren gebaut wurde funktioniert auch heute noch... und zwar ohne Strombedarf oder Wartung.
Nase plattdrücken ist bei meiner Mamiya RZ Pro II (7x7cm Sucher mit rotierbaren Backs) wie auch bei meiner Hassy H1 kein Problem. Der Sucher ragt genügend weit nach hinten dass es zu keinem Problem führt. Bei Canon und Nikon hingegen schon (wobei eigentlich berührt ja die Wange den LCD hinten an einer Canon oder Nikon). Hast Du überhaupt schon mal Fotografiert mit ner SLR oder Mittelformatkamera? :-P
Ein Waist Level Finder (Lichtschachtsucher) ist für Dich Froschperspektive? Mal abgesehen davon dass es praktisch für alle Mittelformat-Kameras Prismensucher gibt die ein helleres und grösseres Bild liefern als jede Nikon/Canon sind die WLF-Sucher toll, weil die aufgenommenen Personen immer von leicht unten fotografiert werden, was zu einer schmeichelnden Perspektive führt (Modelle sehen dadurch grösser aus). Froschperspektive ist vom Boden aus, was mit einem WLF hervorragend geht (www.markusklinko-indrani.com machen das oft), aber der Lichtschachtsucher wird normalerweise ca auf Brusthöhe gehalten. Aber jetzt versuch mal mit nem Prismensucher (ohne Winkelsucheraufsatz) aus der Froschperspektive zu fotografieren.
Jetzt fängst Du auch noch mit Blödsinn wie Bluetooth an. Bitte hör endlich auf. Bluetooth ist so langsam da kannste nach jedem Foto aus ner 39 Megapixel Kamera nen Kaffee trinken gehn bevor das Bild auf dem Rechner landet. Ausserdem ist das Protokoll limitiert in der Sendeentfernung. Die Batterien sind schon jetzt viel zu schnell leer bei Mittelformatkameras, also noch ein Stromfresser mehr wird die Situation bestimmt nicht verbessern.
Meine Frau hatte mal ne Nikon 5700 zum Schnappschüsse machen. Die perfekte Kamera für DICH, elektronischer Viewfinder, kein Spiegel, drehbarer Monitor, Live Preview. Kauf Dir soeine.
Schade nur, dass das Ding nach weniger als 1,5 Jahren defekt war (Zoom fährt nicht mehr aus und hinterer Monitor ist ausgefallen). Also ist die ganze Investition flöten gegangen wegen dem elektronischen Firlefanz. Mit mechanischem Zoom (wie bei praktisch allen Mittelformatkameras (und auch Canon/Nikon) und Spiegel würde die Kamera heute wohl noch funktionieren.
Neben den technischen Limitationen ist jedem der nur einen Funken Ahnung von Wirtschaft hat klar, dass für die handvoll Mittelformatkameras nicht speziell LCD Screens entwickelt und gebaut werden. Deshalb muss man sich bei PhaseOne ja auch mit diesem Witz von LCD abgeben (verrauschter 2,2 Zoll mit 18bit Farbtiefe was 262'144 Farben entspricht) oder bei Leaf mit dem Touchscreen der ausserhalb des Studios komplett nutzlos ist weil er total den Kontrast verliert und praktisch zu nem schwarz/grau LCD wird. Beide Screens sind sehr grobkörnig und haben viel zuwenige Pixel im Vergleich zu Canon's LCD (1Ds MK2 Screen hat ca 230'000 Pixel).
Wenn die LCD's besser wären müssten wir Profis nicht aufs Histogramm schauen ob die Belichtung stimmt, sondern würden uns einfach an einem schönen Foto aufm Back erfreuen. Aber leider ist das was man auf dem Back sieht nicht das selbe wie das was man auf dem Computermonitor zu sehen kriegt... wenn Du schon mal ein Back/DSLR in Händen gehalten hättest, wüsstest Du das :-P