Eine der Freuden beim Fotografieren besteht darin, dass man nie weiß, was hinter der nächsten Ecke auf einen zukommt.

— Tom Ang

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Mir ist

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 18:08
Gast schrieb:

Von der Nützlichkeit eines Spiegelkastens in einer Systemkamera...

http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera

-> Abschnitt "Funktionsweise"

die Funktionsweise eines Spiegelkastens sehr wohl bewusst. Über viele Jahre Praxis mit Nikon SLRs und Mamiya 645 Pro haben da deutliche Spuren hinterlassen. Das Konzept ist in meinen Augen gekennzeichnet durch eine mechanisch-optische gekoppelte Vorrichtung zum Zwecke der direkt möglichen Sicht auf das zu fotografierende Objekt und der Kontrollle der Auswirkung der Einstellungen auf das fotografische Ergebnis. Bei einem 6x6-Schacht noch dazu mit Klasse Randabdunklung, bei ungünstigem Licht mit nahezu Null Sicht und dann immer aus der Froschperspektive. Na super. Der Gigantoprismensucher für diese Teile macht die Sache auch nicht recht viel besser. Jedenfalls hatte ich immer Probleme, in dem engen Suchfeld alles Wichtig zu überschauen. Don Plattnase lässt grüßen.
Nun ist es ja so, dass ein Sensor eigentlich in der Lage ist, das Ergebnis über einen elektronischen Ausgabeweg, abgekoppelt von mechanisch-optischen, starren und unflexiblen Zwischenlösungen auszugeben. Oh ja, höre ich schon wieder die Aufschreie: "...nichts kann die Objektebene so gut wiedergeben, wie die Mattscheibe". Siehe vorher.

Wenn man die derzeitige Ist-Situation anschaut, o.K. Aber, muss man das als gegeben akzeptieren? Ich denke, nein. Was hindert die Hersteller daran, statt der analogen Vorrichtung Spiegelkasten einen livefähigen Sensor, einen einigermaßen kräftigen und schnellen Grafikprozessor und ein hochauflösendes, bewegliches Grafikdisplay einzubauen, das für eine qualifizierte Bewertung des Bildergebnisses mehr als tauglich ist. Im Prinzip sind alle Komponenten dafür vorhanden. Von Bluetooth für die direkte Übertragung auf einen nebenstehenden Rechner zur direkten Kontrolle des Bildergebnisses und zur direkten Beurteilung für den Auftraggeber, will ich da gar nicht reden. Das kann heute jedes Handy im Prinzip realisieren. Bei einem Digitalteil in derzeitiger Kostenordnung, dürften solche Kleinigkeiten eigentlich überhaupt kein Thema sein. Das gilt auch für die Grafikausgabe generell. Im Verhältnis zu dem Sensor, ist (in meinen Augen) die derzeitige Grafikausgabe und -verarbeitung in den Rückteilen bestenfalls rudimentär, bzw. teilweise in der Praxis kontraproduktiv, weil umständlich und schwerfällig. Wenn man sich erst mal an die Bildgestaltung über das Display gewöhnt hat, wird man schnell die Finger von "Altgedientem" lassen. Da kann man sich drauf verlassen.

Gut Klick!

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