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Digitales Mittelformat: wenig Potenziale und hohe Risiken

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 01. Oktober 2006 - 14:41

Auszuschließen ist ebenfalls nicht, dass Pentax sich einfach noch etwas Zeit verschaffen will, um abzuwarten, wie sich der Markt für digitale Mittelformatkameras überhaupt entwickelt. Insbesondere die Geschäftsentwicklung bei Mamiya dürfte hier sehr aufschlussreich sein.

Eine digitale Pentax 645 in die Poduktion zu geben, egal ob nun mit 18 oder 30 MP, bringt erhebliche Anlaufkosten mit sich. Sollte sich zeigen, dass Mamiya mit der ZD keinen wirtschaftlich relevanten Erfolg erzielen kann und die Absatzzahlen gering bleiben, dürfte eine entgültige Aufgabe des MF-Segments bei Pentax ebenfalls nicht lange auf sich warten lassen.

Das Samsung bei der Produktportfoliogestaltung von Pentax mitredet oder so sehr viel mitzureden hätte, ist für mich nicht erkennbar. Die beiden Unternehmen kooperieren in einem eng umrissenen Produktfeld auf vertraglicher Basis. Nenneswerte Verflechtungen beider Unternehmen über Beteiligungen sind mir nicht bekannt.

Meine Vermutung also: Pentax ist sich über das Zukunftspontzial im Markt für digitale Mittelformatkamera unschlüssig und scheut einen kostenintensiven Vorstoss. Das Risiko, am Ende viel Lehrgeld bezahlen zu müssen, ohne das auf absehbare Zeit Ertragschancen bestehen, wird bei Pentax scheinbar weiterhin als hoch eingeschätzt. Die neuen Produkte von Hasselblad und Rollei/ Sinar sollten auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass verglichen mit früheren Zeiten faktisch kaum noch MF-Kameras verkauft werden!

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