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Zu Oh, Man ...
Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, meine Meinung erst mal zu lesen und ansatzweise zu verstehen, hätten Sie vielleicht mitbekommen, dass ich - multiflexibel im Handeln und Denken - weit weg von jedwedem Dogma bin.
Als unter 30jähriger Entwickler eines grossen deutschen Technologiekonzern (hier ist doch hoffentlich nicht das auf Leica folgende Unternehmen Siemens gemeint?) freue ich mich für Sie, dass Sie dank überdurchschnittlicher Bezahlung in der Lage waren, sich solch einen Haufen Edelschrott zu zu legen. Was dem einen sein Schrebergarten, ist dem anderen halt sein zu hegender Schrottplatz.
Immerhin erstreckt sich Ihre "Ist-ja-alles-nicht-so-schlimm"-Mentalität auch auf Ihre Ausrüstung. Die eine Kamera klappert, die andere ist unhandlich, klobig und erfüllt (digital) keineswegs die Erwartungen. Die DMR-Bananenware war bei ihrer Auslieferung schon so grottenschlecht, dass diese zunächst Ihr Geld aus der Geldbörse, dann den Batteriestrom aus den Energiequellen sog, um schliesslich schon nach kurzer Zeit einer Grundrenovierung entgegen zu sehen (siehe Firmware v1.2 für Leica-Digital-Modul-R). Hier besonders wichtig: Japanische Menüsprache verbessert!
Als Entwickler eines grossen deutschen Technologiekonzern müssen Sie doch soviel Ahnung von Entwicklung haben, dass selbst bei einem Klapperkasten von Kamera die Direct-Print-Taste äussert massiv sein muss! Wollen Sie doch, dass Ihre Tinte und Ihr Papier möglichst verschwenderisch oft zu ausserirdischen Preisen Absatz finden muss. Also - Polaroid-Effekt - 'verschenken' Sie lieber Drucker bzw. Sofortbildkamera, damit diese in der Masse breit gestreut werden, um sich dann an den Tinten/Papieren schadlos zu halten. In der Kürze wieder was gelernt, Herr Entwickler.
Vertrieb über Eigen-Shops funktioniert bei Tchibo und Co., nicht aber bei Leica - und schon gar nicht, wenn man das anfängt, um überhaupt mal etwas zu tun!!! Und warum soll ich einen Leica-Exklusiv-Laden aufsuchen, wenn ich das selbe drei Häuser weiter unter Panasonic wesentlich biller bekomme?
Deutsche Kamera!?!? Da lacht doch die Koralle: Bei den meisten 'deutschen' Kameras ist allein die Gravur auf einem Plastikring deutsch. Lieber Herr Entwickler, fröhnen Sie etwa dem Selbstbetrug, wie so viele deutsch-nationale?
George A. Romero hat ja bereits angekündigt, dass er sein nächsten Remake im Berliner Leica-Shop machen will, weil er nur bei Leica absolut echte Zombies findet, die sich jetzt auch nicht in einem weitläufigen Kaufhaus zurück ziehen müssen, sondern ihr Treiben in exklusive Gefilde verlegen können. Schon jetzt freuen sich die Freunde des Splatterfilms auf gelungene Spannung unter dem roten Punkt.
Ihr Hinweis mit der Steuer stösst auf Unverständnis? Brauchen Sie als Entwickler eines grossen deutschen Unternehmens den teueren Elektronikschrott beruflich? Haben Sie diesen etwa dem Finanzamt aufs Auge gedrückt?
Und nun kommt die Soap des Tages: Wen haben wir denn da: unser Rumpelstilzken. Der biegt sofort um die Ecke, wenn sich überhaupt mal einer meldet, der nur ansatzweise seine Meinung teilt. Endlich - das treibt einem die Tränen in die Augen - bekommt Rupelstilzken Besuch im Wald. Und Sie lieber Entwickler, haben mit Ihren Ausführungen einen sicher anhänglichen Freund gewonnen, den sonst keiner haben will ("Papa, wo sind die Fliegen im Winter!", "Weiss ich nicht; aber ich wollt', da wären sie auch im Sommer!"). Zum Edel-Schrott den Ekel-Gnom - Sie sind halt ein Glückspilz! (Wie seinerzeit Kohl, der einen Passanten um 20 Pfennig bittet: "Ich möchte einen Freund anrufen"; sagt der Angesprochene: "Kein Problem, ich geb' Ihnen vierzig Pfennig, da können Sie alle Ihre Freunde anrufen!".)
Es ist halt auch alles eine Frage der persönlichen Betrachtungsweise. Sagt im Zoo der eine Affe zum anderen: "Die armen Menschen, immer hinter Gittern." So long, BB