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Das
gibt es doch: Fuji X1 Pro beispielsweise kann man vollständig abgleichsgesteuert über Zeitrad- und Blendenringe steuern. Die kleinere X10 ist ebenfalls mit einem klassischen Bedienkonzept ausgerüstet. Eine SONY Nex 7 kann man ebenfalls abgleichsgesteuert bedienen. Es gibt noch eine ganze Menge an Kameras, die mehr oder minder gut so zu bedienen sind, wobei es natürlich dem Produktentwickler nicht unbedingt in den Sinn kommt, weit überkommene Bedienungsstrukturen als das "Feature" anzubieten. Meistens ist deshalb die Blendeneinstellung über das Objektiv bei AE-Objektiven in der Regel nicht gegeben. Aber man kann bei nicht wenigen Objektiven ohne AE sehr gut in analoger Form arbeiten.
Was aber sicher nicht mehr geht, ist, dass es eine Kamera gibt, die auf alle potentiell möglichen Steuerungselemente, die heute eine kamerainterne Software anbieten kann, verzichtet. Man muss sich beim digitalen Workflow zwangsläufig, so oder so, mit den Gegebenheiten auseinander setzen. Analoge, nichtdigitale Bedienkonzepte kaufen bestenfalls einige wenige Puristen. Und es ist, sorry und mit Verlaub, auch nicht einzusehen, warum ein Kamerahersteller nicht die vollständige Bedienungsbandbreite heutiger Kameras einbauen soll. Dass es einige Anwender gibt, die sich nicht mit komplexer Technik beschäftigen wollen, gibt es auf Herstellerseite nicht unbedingt eine messbare Möglichkeit, Umsatz zu machen, vor allem, wenn Kameras das eigentlich ohnehin weiter als Möglichkeit anbieten.
Wobei man nie weiß, ob nicht über kurz oder lang ein Kamerahersteller genau diese Nische wieder als eine fundierte Möglichkeit ansieht, eine gefestigte Zielgruppe zu bedienen.
Was es aber schon geben sollte, dass Anwender verstärkt auf OpenSource Software bei den Herstellern dringen sollten. Dann wäre es beispielsweise möglich, "Apps" anzubieten, die eine herkömmliche Ansteuerung über Zeit-/Blendenabgleich zur Verfügung zu stellen. Wie überhaupt der Gedanke an modulbasierte Software deutlich besser wäre als dieses ausschließlich dem Gusto der Softwareentwickler der verschiedenen Hersteller überlassene
Softwareangebot, das zwangsweise auf den Kameras platziert wird.
Eine OS-Foundation für optoelektronische Geräte ähnlich oder gleich Android, mit dem Ziel, universell anpassbare Softwarebausteine zur Verfügung zu stellen und externen Entwicklern die Möglichkeit zu geben, unterschiedlichste Bausteine für Belichtung, Blitzanlagen, Zeitsteurung usw. zu kreieren, wäre ein zukunftsweisende Angelegenheit.