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Deine Fotografien sind für jeden, der wirklich hinsieht, Aufzeichnungen deines Lebens.
Am 19.6.
- 1891: * John Heartfield (Helmut Herzfeld, + 1968); gilt als Erfinder der politischen Fotomontage
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Ergänzung
Ich muss mich hier mal einmischen, wenn auch nicht gerne.
"Kunst" stammt etymologisch vom mittelhochdeutschen Begriff "kunnen" ab, was soviel wie neuhochdeutsch "wissen" bedeutet. Es geht also der Begriffsgeschichte gemäß viel weniger um "Können", als viel mehr um "Wissen". Gestützt wird diese Auffassung von Kunst durch den Begriff "Ästhetik", der in der Philosophie bis ins 18. Jahrhundert statt "Erkenntnistheorie" bzw. "Epistemologie" gebraucht wurde und erst später zur "Theorie des Schönen" wurde (vgl. z.B. Kant: Transzendentale Ästhetik=Kants Erkennsnistheorie). Im traditionellen Sprachgebrauch hat Ästhtik also nicht viel mit dem "Schönen", sondern vielmehr mit "Erkenntnis" (gr. episteme) zu tun.
Es geht in der Kunst also nicht um (Kunst-)Handwerk, sondern um Wissen und Erkennen. Also Intellekt statt Handwerk. Kategorien wie "Schärfe" usw. haben deshalb auch keine nennenswerte Bedeutung für den künstlerischen Wert einer Arbeit.
Eine kleine Ergänzung meinerseits: das Kunst von mhd. "kunnen" stammt und so viel wie "Wissen" bedeutet lässt sich auch an Begriffen wie "Erdkunde" etc. zeigen. Die "Kunde" steht in Relation zu Erkenntnis und nicht zum "Können".