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E-330 als Nachfolger einer Olympus E-1 DSLR ?
Es ist schon interessant, was alles zum Thema OLYMPUS und Spiegelreflex so alles geschrieben wird.
Was sich ein Hobby-Fotograf dazu denkt:
1. Die OM Optiken sind und waren immer schon qualitativ sehr gut (Testberichte Fotomagazin und Color Foto), nur fehlt noch ein Gehäuse als Nachfolger der E1, das diese Qualitäten auch ausreizt.
2. Viel wichtiger für einen Tierfotografen ist aber, dass die Optiken im Bereich langer Brennweiten (2.0/150 u.a.) eben durch den Cropfaktor (2x) große Vorteile bieten: Etwas billiger als vergleichbare Canon-Objektive und vor allem bis zu 1 Kg leichter bei einer effektiven Brennweite von 2.0/300 und mehr !
3. OLYMPUS war zu Zeiten der Analogtechnik (OM-4) immer ein (teures) Nischenprodukt, konnte sich aber lange Zeit wegen der guten Objektive gegen Canon in der Nische Wissenschaftsfotografie gut behaupten (Canon- und Nikon-Kameragehäuse wurden da immer schwerer, bis die "Boliden" nur noch von Profifotografen "geschultert" werden konnten).
4. Tatsache ist aber auch: 99 % aller Leute, die entweder auf die Digitaltechnik umsteigen oder sich 2006 eine andere neue DSLR kaufen wollen, gehören eben nicht zum "Profilager". Für diese "kleine" Zielgruppe der Otto-Normal-Verbraucher ist es völlig indiskutabel, für gewohnte Qualität aus dem analogen Bereich dann allein nur (!) für das Gehäuse einer Digitalkamera (CANON D5 u.a.) mehrere Tausend Euro ausgeben zu müssen. Deshalb "rackern" sich eben alle Fotofirmen (nicht nur OLYMPUS) mit solchen Lösungen a la Kompakt-SLR wie der E-500 oder E-330 zu Preisen unter 1000 Euro ab, wundern sich dann aber, dass die alten Verkaufszahlen aus Analog-Zeiten mit diesen Zwischenlösungen nicht erreicht werden können.
5. Was zur Zeit bei OLYMPUS fehlt, wäre nur eine preislich erschwingliche E-1-N mit im Rauschverhalten optimiertem Sensor mit 8 MP, das würde erstmal völlig reichen statt einer superteuren Profikamera. Dazu vielleicht noch die Möglichkeit, statt Zwischenringen wieder eine Freihand-Balgentechnik (Firma Novoflex) mit Arbeitsblenden-Technik einsetzen zu können. So könnte man endlich wieder wie früher alle fotografischen Arbeitsbereiche mit einem Kamerasystem einsetzen und müsste beim Umstieg zur Digitaltechnik bei der Makrotechnik nicht wieder bei Null beginnen (Makroobjektive ohne Balgentechnik sind im Freiland viel zu unflexibel; das betrifft OLYMPuS, NIKON und CANON gleichermaßen).
6. Sollte sich bei OLYMPUS bis zur Photokina da nichts tun, bietet immerhin Nikon (die wohl kaum aufgeben werden) jetzt mit der D-200 eine gute Alternative, da hier ein mechanischer Blendenmitnehmer eingebaut wurde, um analoge Objektive incl. Balgentechnik mit Zeitautomatik einsetzen zu können (außerdem kann man in den Sucher ein Gitternetz einblenden).
7. Stattdessen auf CANON zu setzen, ist zurzeit wegen der Objektive eine rechte Qual: Ohne Testbericht geht hier gar nichts, da auch sehr teure Objektive (jenseits der 1000 Euro-Grenze) an der einen CANON-Kamera funktionieren, an der anderen wieder gar nicht (je nach Modell völlig indiskutable Kontrastwerte von bis zu 65 % usw.). Da zeigen OLYMPUS-Objektive zumindest eine weit bessere Qualitätsentwicklung: Hier werden die Objektivtestwerte an den neueren Gehäusen immer besser, wobei die Qualität der Gehäuse sich aber leider vom SLR-Standard zu dem einer Kompaktkamera hin entwickelt.
Fazit: Man hat es als Hobby-Fotograf heute wirklich nicht ganz leicht, fast möchte man den Kram hinschmeißen: Warum sich nicht einfach nur eine Minikompaktkamera für die Hosentasche zu kaufen und nur noch "LOMO-Schnappschüsse" machen ?