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Zum Komentar von Gast am Freitag, 17. Februar 2006 - 20:58
Da hast Du wohl etwas falsch verstanden. Keiner mit einer 5D oder anderer Kamera mit Vollformat-Sensor schneidet die Ränder weg, um "auf die Qualität einer 4/3 Kamera zu kommen". Schwachsinn. Der Punkt ist, dass eine Kamera mit kleinerem als Vollformatsensor und einem Vollformat-Objektiv (z. B. eine 20D mit einem Vollformat EF-Objektiv) nicht die volle mögliche optische Fläche nutzt, sondern nur einen Teil des Bildkreises. Und DAS läuft quasi darauf hinaus, Ränder wegzuschneiden. Erst speziell an die Größe der Sensoren angepasste Objektive "verschwenden kein Glas" mehr, doch sie funktionieren auch nur an diesen Kameras.
Damit wären wir wieder bei der Sensorgröße. Faktisch nicht von der Hand zu weisen ist, dass größere Sensoren auch die größeren Reserven haben. Sowohl was die reine Auflösung angeht, was aber gar nicht mal so entscheidend ist, als auch den Dynamikumfang und die schiere Fähigkeit, Photonen einzufangen. Je größer der einzelne Bildpunkt, desto mehr Licht, was wiederum zu mehr Dynamikreserven und besserem Rauschverhalten führt. Insbesondere den Dynamikumfang halte ich für eine der größten Herausforderungen künftiger Digitalkameras. Da muss noch viel getan werden. Und größere Sensoren sind da im Vorteil.
Laut Canon, die ja schliesslich auch Objektive für einen reduzierten Bildkreis bauen, reicht der optische Vorteil dieser Systeme aber tatsächlich nur bis ca. 40mm Brennweite. Darüber hinaus verschiebt sich das optische Gleichgewicht wieder hin zu größeren Objektiven. Von dieser "Weitwinkelschwäche" mal abgesehen (auf der natürlich besonders die Olympus-Jünger herumhacken), überwiegen die technischen Vorteile größerer Sensoren bei weitem. Ich sage auch nicht, dass kleinere Sensoren keine Daseinsberechtigung haben, sondern höchstens, dass das 4/3-System von allen Reduced-Frame-Systemen das exotischste ist. Warten wir doch noch ein paar Jahre ab. Mal sehen wie lange Olympus/Panasonic trotz Flächennachteil mit den Herstellern anderer Sensoren mithalten kann. Vor allem im Profi-Bereich meine ich.