Was wir während unserer Arbeitsstunden tun, bestimmt, was wir haben; was wir in unserer Freizeit tun, bestimmt, was wir sind.

— George Eastman

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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fotoespresso

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. Mai 2012 - 15:08

Liebe fotoespresso-Redaktion,

ist Euer Werk wirklich "umsonst" - oder einfach nur kostenlos? (siehe Spendenbitte im Inhalt)

Ansonsten gefällt mir Ihre Idee an sich - inhaltlich bin ich jedoch teilweise ziemlich irritiert. So ist da etwa zu lesen, dass die EOS 5D MK II ein "Einstiegswerkzeug ins Vollformat" (Sie meinen sicher Kleinbildformat.) sein soll. Ähm, warum jetzt? Weil sie alt ist und nicht so teuer ist wie der Nachfolger? Was ist das für eine Argumentation?
Sobald etwas alt ist, ist es also nicht mehr "professionell" oder fachlich auf hohem Niveau? Aua, das tut weh...
Sagen Sie bloß, Canon hat Sie zu diesem Fauxpas angestiftet, um die Marketingstrategie durchzusetzen?

Dann schreiben Sie:
"Der Autofokus der Mk II stammt noch weitgehend von der ersten 5D-Generation und ist nun
fast neun Jahre alt – nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Die EOS 7D ist da bereits deutlich weiter."
Was bitteschön haben Pflaumen mit Kastanien zu tun? Abgesehen davon, dass man Ihre Aussage auch als Witz verstehen kann: "Gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter."

Die Sprache... Das ewige Übel. 'tschuldigung, aber sowas regt mich auf.

Über die "Integration des Blitzes" (Anm.: ins Gehäuse) kann ich nur aus meiner Sicht sagen: Schrott!
Haben Sie schon mal ein richtig dickes Objektiv an eine EOS 7D gesetzt und dann mit dem Kinderblitz geblitzt? Na, viel Freude damit...
Abgesehen von der "tollen Bildwirkung" des "Schlag-mich-tot-Blitzes". Aus meiner Sicht müsste sowas verboten werden.

Sie schreiben im Vergleich MK II vs. MK III:
"Die EOS 5D Mark III ist sicher keine Einsteigerkamera – weder was den Preis von etwa 3.300 Euro betrifft, noch was das Gewicht (ca. 950 g) und die zahlreichen Einstellungen angeht. Man sollte sich mit der Kamera vor dem ersten größeren Shooting intensiver auseinandersetzen, um die Bedienung, die Möglichkeiten und vielfältigen Einstellungen der Kamera kennen zu lernen. Die Kamera ist komplex, und selbst für erfahrene 5D-Mk-II-Fotografen gibt es Lernbedarf, insbesondere hinsichtlich der zahlreichen Einstellungmöglichkeiten für die AFServo-Modi."

OOOPS! They did it again...
Die alte Marketing-Leier, wonach man "Einsteiger- und Profikameras" unterscheidet, speziell nach Gewicht und Preis. Sorry, worum gehts hier eigentlich? Um 3 Kilo Gehacktes oder eine Fotokamera für Menschen, die Fotografie beherrschen oder lernen wollen und garantiert nicht daran scheitern, dass sie statt einer Billigknipse eine wesentlich bessere sogenannte Profikamera benutzen, wobei die P-Kamera einfacher zu bedienen ist als die B-Knipse? (Ja, das verfluchte Marketing hat viele Köpfe seit Jahren ganz schön deformiert...)

Ansonsten sind Ihre Ausführungen - speziell den Vergleich der beiden Kameras betreffend - interessant und beinhalten viele nützliche Infos. Für Leute, die gerade merken, dass die EOS 5D MK III extrem überteuert ist, ist Ihr Artikel sicher eine wertvolle Entscheidungshilfe.

Sehr schön, aussagekräftig und toll bebildert ist Ihr Blick auf das "85/1.2".

Besonders schön und umfassend haben Sie das Thema hinsichtlich der Sensorgröße dargestellt. Sie haben zweifelsohne so gut formuliert (mit winzigen Schwächen), dass auch ein ziemlicher Idiot in der Lage sein könnte, zu verstehen, was ihm bisher verschlossen blieb. Das gute Formulieren hat aber auch seinen Nachteil: Bestimmte Sätze hätten Sie durchaus weglassen können - bestimmte Formulierungen nicht ganz so kindgerecht machen müssen. Vermutlich aber kennen Sie Ihre Basisklientel einfach zu gut.
Schade, dass Sie sich mehrfach für Ihren "überlangen Artikel" entschuldigen. Ist das Ihre Art, eine bildungsferne Klientel dazu zu reizen, trotzdem etwas in die Kaffekasse zu zahlen? Naja, schon klar - Geld kommt nur über die Masse rein. Da will man seine Unterstützer, die das Daddeln am PC zehnmal besser beherrschen als 10 Sätze zu lesen, nicht vergrätzen.

Lustig: Sie besprechen das Buch "Gute Fotos - simple Technik - Fotografieren ohne High Tech". Mir ist dieses Buch kürzlich bei Amazon aufgefallen. Sofort musste ich beim Entdecken schmunzeln und denken... Ja, wieder so ein Hype. Diesmal aus der konkurrierenden Richtung. Die Argumente sind keine - okay, sie sind welche für Leute, die gerade erst angefangen haben zu fotografieren. Sie schreiben:
"Der Fotograf muss nicht auf Fokuspunkte, Messverfahren und Dynamikumfänge aufpassen, sondern kann sich ganz der Szene, dem besonderen Licht und der Komposition des Bildes widmen."
Was für ein Schmarrn. Aber was soll man machen? Das ist die Sprache des Marketings.

MfG

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Wissen ist Macht.

[Francis Bacon, 1561 - 1626]

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