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Sie haben ...
den Beweis geliefert, dass der aufrechte Gang nicht zwingend evolutionäre Vorteile ver..afft ... 8-)
Eben. Evolution hin oder her, manchmal ist es einfach entspannend, mal eine Stunde zu seinen wildlebenden Vorfahren zurück zu kehren. Hier ins Forum zum Beispiel.
Apropos, wenn ich nun schon mal da bin:
Ich bin ja in meinen frühen Anfängen noch mit der heute sogenannten anal(og)en Fotografie konfrontiert worden. Das Zeug, das bei ISO 100 schon rauscht wie ein Schüttbild aus buntem Sand, die Älteren unter uns erinnern sich. Am Rauschen war aber nicht der Film schuld, sondern das winzige Leica-Format, wegen eben dieser Winzigkeit auch "Kleinbildformat" genannt. Ein "Vollformat" kannten wir damals nicht, ein "Idealformat" mit etwa 55x72mm schon. Für die "richtigen" Fotografen waren das ohnehin Kinkerlitzchen. Für die war eine Kamera ein dreibeiniger brauner Holzkasten mit einem schwarzen Tuch hinten dran, aus welchem zwei weitere Beine heraus ragten. Die von Ansel Adams. Oder wem auch immer.
Heute wird nach dem Wegdümpeln der Scanbacks kein digitales Format mehr angeboten, welches über das doppelte "Kleinbild" nennenwert hinaus geht. 6x4.5 als Maß aller Dinge und das auch noch mit Cropfaktor. Fein, dass es trotzdem noch Leute gibt, welche da Unterschiede zu Canon und Nikon erkennen können. Wäre vielleicht gut, wenn mehr davon in den Redaktionen und weniger in den Webforen sitzen würden.
Fotografie im 4/3 Format? Ja, kennich. Machich. Immer schön am Rande der Beugungsunschärfe entlang lavieren. Solange man beachtet, dass die üblichen Zooms genau eine brauchbare Arbeitsblende haben, nämlich 5.6, geht das auch ganz gut. Und hat bei spontanen Aufnahmen unterwegs gleich um ganze 16 Megapixel mehr als die Mamiya, die zu Hause im Schrank liegt.
Und was den Verlauf der Diskussion grundsätzlich betrifft:
Könnte vielleicht noch mal jemand die Überschrift laut vorlesen? "Tamron, Tokina und Astrodesign treten MicroFourThirds bei". Keine Ahnung wer Astrodesign ist, aber Tamron und Tokina sind ja wohl Objektivhersteller, die nicht gerade Hasselbald und Sinar als Kamerabasis im Fokus haben. Die bauen Linsen, welche mit den Originalangeboten vom Spritzgussteil bis zum mittleren Preis und Qualitätssegment konkurrieren wollen und wohl zum weitaus geringeren Teil an einer Vollformatkamera das Heimatrecht erwerben. Die Zeiten, dass man unter diesen Namen ein 300mm f/2.8, ein 400mm f/4 oder ein 800mm f/8 ordern konnte, sind kaum noch jemanden in Erinnerung. Des weiteren ist Micro Four Thirds zwar das Spiegellossystem mit dem größten Objektivangebot. Dass man sich da durchaus noch positionieren kann, deuten Samyang mit dem 7.5mm Fisheye und Voigtländer mit dem 25mm f/0.95 an, wiewohl MF in diesem Format nicht so der Bringer ist. Und wie der Zufall so spielt, hätte Tamron ein hoch gelobtes 50mm f/2 Macro, welches dem 45mm Panaleica ganz gräßlich das Fürchten lehren würde. Wenn die beiden also ein wenig mehr Mut zur Innovation zeigen könnten als Tamron mit seinem NEX Angebot, dann wäre der Kuchen in diesem Format noch lange nicht gegessen.