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Kodak hat
vor vielen, vielen Jahren mit einer Konvergenzlinie angefangen, die bis heute getragen hat: die tragbare Kamera für Jedermann. Ausgehend von diesem Erfolgsmodell ist es Kodak gelungen, ein weltumspannendes Industriesystem rund um das Thema Fotografieren, aufzubauen. Soweit so gut.
Mit dem Auftauchen der ersten digitalen Kameras hat Kodak die Idee zur Transformation in einen neu entstehenden Markt verlassen. Statt dessen nur noch halbherziges Gewurstel mit allen möglichen halbgaren Konzepten und Produkten. Anstatt wiederum auf eine zündende, innovative Idee zu setzen, und gleichzeitig den alten Markt auf einem soliden niedrigerem Level zu konsolidieren, setzte die Company auf Produkte, die andere schon deutlich besser beherrschten. Beispiel Drucker: wer bitte braucht noch den xten immer gleichen Tintenstrahldrucker? Da gab es eine Erfindung von einem australischen Entwickler, der ein Tintenstrahldrucksystem mit einer durchgehenden Düsenleiste erfunden hat, ohne leistungsmindernden Druckkopf. Sowas lässt sich in geradezu endlos möglichen Konvergenzen für sehr unterschiedliche Nutzer bauen, vom Homeanwender bis zur industriellen Hochleistungsmaschine. Wo war da Kodak? Jetzt, wo der Markt für Offsetmaschinen praktisch am Erliegen ist, wird man wohl auf ein neues Drucksystem, basierend auf den hervorragenden Eigenschaften der Tintenstrahler hoffen dürfen, aber der Weg ist weit. Und ob Kodak da mit dabei ist, darf man als fraglich ansehen.
Es ist wie immer: sobald auf irgendeiner Sache das Label "Erfolg" drüber hängt, ist es für die Beteiligten extrem schwierig, den Weg auf der vermeintlichen Erfolgsschiene wieder heraus zu finden, selbst dann, wenn bereits deutlich sichtbar der Misserfolg auftaucht. Wir werden es erleben: bei der Autoindustrie wird das über kurz oder lang das gleiche Phänomen sein.