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Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
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Chaos?
Da sind ja auch komische Sachen passiert, zumindest rückblickend. Der Einstieg in den Fotodruckermarkt war ja nicht per se eine schlechte Entscheidung, und das Argument mit den niedrigeren Druckkosten ist nicht schlecht. Aber warum hat Kodak -und das bei der heftigen Konkurrenz auf diesem Markt- sein Qualitätsmanagement so versemmelt?
Und in den Schnelldruckmaschinenbereich einzusteigen, war eine mutige unternehmerische Entscheidung, aber auch da gibt es etablierte "Player", inkl. Canon.
Warum hat Kodak den Kodachrome in gnadenlos image-schädigender Weise eingestellt, statt zumindest zu versuchen, mit einem geänderten Vertriebssysstem (Franchise-System, Minilabs, Scanservice inkl. Vorab-Email mit den Scans, Direktvertrieb an Endkunden) diesen guten Film auch im Handling wieder attraktiver zu machen?
Überhaupt Film. Wenn das noch Gewinn abwirft, warum gibt es bis heute keinen Filmscanner zum Anschluss an Kodak-Fotodrucker, zum einfachen Einscannen von Negativen und Dias mit Direktausdruck?
Warum hat der Digitalkamerapionier Kodak diesen Kernbereich Digitalkameras an Drittunternehmen ausgelagert? Warum gibt es zwar Supersensoren von Kodak, aber keine Image-fördernde Referenzkamera?
Warum hat sich Kodak überhaupt dem Billigsektor bei Kameras verschrieben, wo doch bereits vor 5 Jahren absehbar war, dass Smartphones diesen Markt aufrollen würden?
Warum war es niemandem bei Kodak klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis auch der Kinobereich von der Digitalisierung erfasst würde, und dann ein weiterer wichtiger Filmmarkt wegbricht?
Es bleibt nur zu hoffen, dass jemand den Filmbereich fortführt.