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Wo ist da ein Problem ?
Da sich alle Mittelformat Hersteller wenn sie digital sein wollen vom selben Hersteller bedienen müssen läge eine Normierung bzw Zusammenarbeit nahe. Die Abgrenzung zum Mitbewerber liegt wohl eher im Objektiv Programm oder aber beim Einsatzzweck (fest verbauter oder beweglicher Sensor) des jeweiligen Systems.
Selbstverständlich kann man nach wie vor mit Bildern (Produktaufnahmen) Geld verdienen. Wer sein Handwerk beherrscht und Vitamin B hat, der kann davon leben und seine Familie ernähren.
Leider ist es richtig das die so genannte Brot und Butter Fotografie (Standartaufträge) die in alten Zeiten die Kosten eingebracht haben weggebrochen sind. Das liegt wohl daran das der Weg zu einem brauchbaren Bild sehr einfach geworden ist. Für die meisten Internetkataloge reicht es ja auch. Zunehmend fertigen die Kunden oder die beauftragten Werbeagenturen bereits selbst Fotos von ihren Produkten. Der Photoshop wird es schon richten.
Wer will denn schon mit den Horden vermeintlicher Fotografen konkurrieren die in dubiosen Agenturen ausgenommen werden? Welche Firma, welches Werbebüro möchte die Blamage erleben das der Mitbewerber die selben Fotos aus einer Billigagentur verwendet?
Mittelformat/Großbild wird immer eine elitäre Veranstaltung bleiben. Man könnte die Geräte Stückzahlen selbst mit Billigpreisen nicht wesentlich steigern. Dazu sind die Anforderungen an den Benutzer zu hoch. Welcher Familienvater möchte für seine Urlaubsfotos richtig Gewicht schleppen, geschweige denn ohne Universalzoom fotografieren?
Ich sehe das eher positiv denn es erlaubt dem tüchtigen Fotografen sich richtig gut von den Ausrüstungsprofis die angeblich alles können abzusetzen.
So bleiben wie immer die vermeintlichen Pferde auf der Wiese stehen weil ihnen keiner gesagt hat das sie Esel sind. Manchmal kommt allerdings dabei ein nützliches Maultier heraus.