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Drei Drittel Esel ergeben kein ganzes Pferd, zweiter Teil
Ein Digital-Mittelformat-Pool (Mamiya, Pentax, Hasselblad, Leaf, Phase One, Leica, Sinar und ggf. andere) kommt in der Realität nie zustande und bleibt allenfalls ein (Alb-)Traum. Wer will denn auch allen Ernstes mit den hochnäsigen Leicianern in einem Pool sitzen, die selbst froh sind, bei Panasonic am Tropf zu hängen. Und Panasonic hält das nur aus, weil man Leica mit Krediten ruhig stellte, dafür einen Markennamen auf alles und jedes einritzen darf und die meisten Produkte von Leica eh Panasonic-Modelle sind.
Im digitalen Mittelformat landet man früher oder später in der Tat zu Mamiya - wie auch das analoge Mittelformat zu Ende ging. Der Bauchladen Mamiya, Leaf, Phase One und Distributor hier und dort bleibt auch nach der Unternehmensstraffung eben ein Bauchladen. Als Alternative bleibt eh nur noch die Pentax digitale Mittelformatkamera.
Die Mamiya-Vertretung in München ist in der Tat keine Mamiya-Niederlassung, sondern ein Geschäftszweig des Grosshändlers Dinkel. Diesem ist erst mal an zu raten, seinen Internet-Auftritt den hochpreisigen Produkten an zu passen. Dieser Auftritt lässt schon erahnen, wie der Rest der Vertriebs gehandhabt wird.
Letztendlich verhindern die zu zahlenden Preise eine auch nur annähernd als populär zu bezeichnende Verbreitung der Spezies Mittelformat.
Und ganz zum Schluss (REST IN PEACE): Jedwede Anschaffung lässt sich in der Regel überhaupt nicht mehr erwirtschaften. Ein Nikon D4-Gehäuse soll cirka 6.000 Euro kosten. In der Wertigkeit liegt beim Auftraggeber ein Foto zwischen 0,15 und 0,27 Cent (fotolia, Abonnements). Bei 0,27 Cent/Foto ist das Gehäuse (wohlgemerkt nur das Gehäuse!!!) beim Verkauf von 22.223 Fotos bezahlt. ??? Nein, auch das eine Milchmädchenrechnung, da die Agentur 0,27 Cent kassiert und der Fotograf davon nur einen Bruchteil erhält. Unter dem Strich will ich damit sagen, dass ich jedem Bewunderung zolle, der als freier Fotograf seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Und bei den vielen Möglichkeiten, ausgesprochen gute Fotos vom Wühltisch für sensationelle Niedrigpreise zu ergattern, lohnt sich weder die Anstellung noch Beauftragung von Fotografen; ja sogar selbst zur Kamera zu greifen, ist letztendlich satter Selbstbetrug (Ausnahme: Masn erfreut sich der selbst erstellten Werke und erwartet vor allem nicht, mit diesen Geld zu verdienen).