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Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
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- Kommen im Herbst: Fünf Leica-S-Objektive mit Zentralverschluss
Tintypes – Amerikanische Ferrotypien; Vevey CH
Veranstalterinfo:
Die «Tintypes» von außergewöhnlicher Größe, die im Schweizer Kameramuseum ausgestellt sind, waren Teil einer umfangreichen Sammlung. Zusammengetragen hatte sie im Laufe der Jahre Jean-Louis Puechavy, ein in Amerika wohnhafter Franzose, der sich für die Fotografie des 19. Jahrhunderts begeistert. Die Aufnahmen widerspiegeln eine volkstümliche Verwendung der Ferrotypie und stellen eine Gesellschaft dar, die sich diese Abbildungen leisten konnte, da sie erschwinglicher waren als die Malerei oder die Daguerreotypie, die einer wohlhabenderen Bevölkerungsschicht vorbehalten waren. Die bisweilen streng anmutenden Bilder wurden in einigen Fällen mit erstaunlicher Natürlichkeit retuschiert und koloriert, präzise und sehr sparsam oder auch mit größerer Unbefangenheit.
Tintypes – Amerikanische Ferrotypien
Ausstellung vom 4. Sept. 2010 bis 9. Jan. 2011
Schweizer Kameramuseum
www.cameramuseum.ch
Grande Place 99
CH-1800 Vevey
Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet, sowie an Montagen, die auf einen Feiertag fallen.

Ferrotype américain, anonyme. Portrait d'une jeune femme. Fin 19ème siècle (254x345 mm)
Ferrotype américain, anonyme. Jeune garçon au cerceau, portrait en pied. 19ème siècle (178x229 mm)




