Der Gebrauch einer Kamera ist ähnlich dem eines Messers: Man kann damit Kartoffeln schälen, aber auch eine Flöte schnitzen.

— Erich Kahlmeyer

BENUTZERANMELDUNG

Mikrofotografie - Retrospektive Manfred P. Kage; Berlin

02.10.2010 - 11:00
09.01.2011 - 18:00

 Manfred Kage

Manfred Kage: Siliziumwelten: Radiolarie (REM-color, Digitalaufnahme - 350:1), 2003. Modern print [2010]. © Kage-Mikrofotografie

Veranstalterinfo:

Mikrofotografie

Retrospektive Manfred Kage

Die Alfred Ehrhardt Stiftung zeigt eine Retrospektive des Werks von Manfred Kage parallel zur gemeinsam mit der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek im Museum für Fotografie organisierten Ausstellung „Mikrofotografie – Schönheit jenseits des Sichtbaren“. Kage (*1935), Deutschlands wichtigster Mikrofotograf, ist ein Grenzgänger zwischen den Bereichen der Chemie und Mikrobiologe sowie der visuellen Kunst, der in Deutschland seit über fünf Jahrzehnten federführend auf diesem Grenzgebiet ist und Schule bildete. Seit 1958 wurde sein Werk im Kunstkontext der subjektiven fotografie, des Informel und der Gruppe ZERO gezeigt. 1959 gegründete er sein in Schloss Weissenstein untergebrachtes „Institut für wissenschaftliche Fotografie und Kinematografie“, ein bis ans Dach mit mikrofotografischen Apparaturen hochgerüstetes Laboratorium. Wie ein Daniel Düsentrieb der Mikrofotografie, der erfindet was es noch nicht gibt, entwickelte er den Polychromator, ein System zur Colorierung von Rasterelektronenfotografien und gehörte zu den ersten Nutzern des U-matic-Videosystems. Dies brachte ihm den Kontakt zu Salvador Dalí ein, für dessen viel beachteten Film „Reise in die hohe Mongolei“ er Ätzstrukturen eines Kugelschreibers so aufnahm, dass sie wie simulierte Flugaufnahmen unwirklicher Landschaften wirkten.

Die Ausstellung „Mikrofotografie – Retrospektive Manfred Kage“ zeigt über 100 Fotografien, 10 Filme und 1 Mikroapparatur. Zum Gemeinschaftsprojekt erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag.

Mikrofotografie „Retrospektive Manfred P. Kage“

Laufzeit der Ausstellung: 2. Oktober 2010 bis 9. Januar 2011

Alfred Ehrhardt Stiftung
Auguststraße 75
10117 Berlin

www.alfred-ehrhardt-stiftung.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
Donnerstag 11 - 21 Uhr