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Letizia Battaglia - Im Kampf gegen die Mafia; Berlin
Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zeigt vom 17. Mai bis zum 22. Juni 2008 eine Ausstellung mit 78 Fotografien von Letizia Battaglia, einer mutigen und außergewöhnlich konsequenten Frau.
2007 wurde der Fotografin Letizia Battaglia der Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) verliehen. Mit diesem Preis wird eine Frau geehrt, die ihr Leben als Fotografin, Stadträtin und Verlegerin dem Kampf gegen die Mafia gewidmet hat. Dabei ist die Kamera ihre Waffe: Mit ihren Fotos rüttelt sie auf, mit ihnen gibt sie der Mafia ein Gesicht, mit ihnen kämpft sie für die Freiheit und gegen Personen, die von Sizilien aus das gesamte System des Landes durchsetzen. Ihre Bilder sind Dokumente von Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder berichten von Trauer.
Letizia Battaglia (ital: Kampf, Schlacht, Streit) lebt mitten in Palermo. Zunächst arbeitete sie 16 Jahre lang für die linke Tageszeitung L’Ora. Dabei widmete sie sich mit aller Kraft dem Kampf gegen die Mafia. Manche Fotos sind unmittelbar nach der Tat entstanden. Sie sind Zeugnis einer Brutalität, wie sie in Sizilien an der Tagesordnung war und teilweise noch ist. Letizia Battaglia hat einen ausgeprägten Blick für die Frauen: Frauen von Opfern, Frauen von Tätern, Frauen, die starr vor Trauer und Entsetzen sind. Sie stehen geradezu ikonographisch für Sizilien und das blutige Treiben der Mafia: Photos, die nichts von ihrer Unmittelbarkeit und Eindringlichkeit verloren haben.
Franco Zecchin, der als Fotograf viele Jahre kongenialer Partner Battaglias war und deren gemeinsames Ziel Freiheit und Gerechtigkeit ist, sagt über sie: „Außergewöhnlich ist, mit welcher Energie sie ihre Überzeugungen vertritt, die ihr ganzes bisheriges Leben bestimmt haben und sie so vieles haben erreichen lassen.“ Die Männer und Frauen dieser Erde mit ihrem unerfüllten Verlangen nach Menschlichkeit stehen im Mittelpunkt ihrer Bilder.
Letizia Battaglia wurde für ihre Arbeit vielfach international ausgezeichnet.
Ausstellung vom 17. Mai bis 22. Juni 2008
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr, Eintritt frei, Ausweis erforderlich
Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin




