Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Der kleine Prinz)

— Antoine de Saint-Exupéry

Am 30.9.

  • 1880: Henry Draper gelingt die erste Fotografie des Orionnebels

BENUTZERANMELDUNG

George E. Todd - Retrospektive; Weßling

04.06.2010 - 10:00
13.06.2010 - 18:00

Veranstalterinfo:

„Kunst hält jung“, sagt George E. Todd, der im Juni 2010 seinen 85. Geburtstag feiern wird. Er blickt auf ein gewaltiges photographisches Lebenswerk zurück.

George E. Todd wurde 1925 in Grimsby, England, geboren und wuchs in London auf.

1938 erhielt er ein Stipendium für Grafikdesign an einer Londoner Kunstschule. Von 1943 bis 47 war er im Dienst der Royal Airforce, ab 1948 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungslabor in Teddington bei London.

Von 1949 bis 1962 war er leidenschaftlicher Motorradrennfahrer. Mit seiner Straßenmaschine bereiste er in den 50er Jahren Spanien und Frankreich. Er verfasste darüber zahlreiche Reiseberichte für Photomagazine.

1972 kam der Ruf der DLR in Oberpfaffenhofen. Zuhause, in England ließ George E. Todd eine erfolgreiche Motorradtuningfirma zurück. Mit 47 Jahren gab er dem Leben eine Wendung. Mit seiner Frau Patricia zog er nach Hochstadt bei Weßling. Durch sie kam er nach langjähriger Pause wieder zur Photographie: die Wandlung des George E. Todd vom Motorradrennfahrer zum Raumfahrtingenieur und schließlich zum Künstler.

Er fing an, sich auf Nahaufnahmen von Pflanzen zu spezialisieren. Eine Vorliebe für Detailaufnahmen und Stilleben entwickelte sich. Ab 1981 bereiste er den Südwesten von Amerika und entdeckte dort für sich die großartigen Photographien Ansel Adams, Walker Evans, Andreas Feininger und Minor White. In ihnen fand George E. Todd seine großen Vorbilder.

Angeregt von der Aufnahme- und Dunkelkammertechnik Ansel Adams schuf George E. Todd in den 1980/90er Jahren Landschaftsaufnahmen, in denen Komposition und Grauabstufungen zur höchsten Vollendung kommen. Die Einsamkeit, Weite und Größe des Landschaftsraumes in seinen menschenleeren Aufnahmen verbildlichen den Mythos des amerikanischen Westens. Auch die einzigartige geologische Beschaffenheit dieser Natur fesselt George E. Todd. Das Credo seines Zeichenprofessors, immer auf die Zentralperspektive zu achten, hat Todds Fokus auf die Tiefendarstellung geschärft. Sowohl in seinen Architektur- als auch Landschaftsaufnahmen spielt die Perspektive eine entscheidende Rolle, die den Betrachter in das Bild zu ziehen vermag.

Schon Mitte der 50er Jahre experimentierte er mit Farbe, mit zunehmender Erfahrung perfektionierte er sein Können. In seinen Farbaufnahmen verdichten sich Farbklänge zu abstrakten Bildern oder werfen ungewohnte Sichtweisen auf Alltagsgegenstände. Die Stillleben erreichen eine geradezu haptische Qualität. Linien, also Vertikale und Horizontale, und Strukturen bestimmen oftmals seinen bildlichen Aufbau. Aus dieser Sensibilität für Komposition entstehen eindrucksvoll atmosphärische Bilder.

1990 beginnt Todd im Auftrag des Kameraherstellers Hasselblad die Technik der Photographie zu unterrichten und darüber zu schreiben, hauptsächlich über Fine Art Printing. Seit 2004 ist er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).

Todds erstes Buch, From Seeing to Showing - The making of twenty black and white photographs, wurde im Sommer 2001 bei Aurum Press, London, veröffentlicht. Im Mai 2003 wurde in London und New York die Anthologie Elements of Colour Photography veröffentlicht.

Der Weßlinger Verein UNSER DORF würdigt George E. Todds umfangreiches Schaffen mit dieser Ausstellung.

George E. Todd
Retrospektive zum 85. Geburtstag
Sonderausstellung im Pfarrstadel Weßling

Eröffnung: Freitag, 4. Juni 2010 19 h, ab 18 h für die Presse
Ausstellungsdauer: 4. bis 13. Juni 2010
Di bis Fr 15 -18 h; Sa, So 10 – 18 h
Sonntag, 13. Juni ab 18 h Geburtstagsempfang

www.unserdorf-wessling.de