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Der rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie; Düsseldorf
Veranstalterinfo:
Der beispiellose Erfolg der so genannten Becher-Schule hat die künstlerische Fotografie der letzten Jahrzehnte nachhaltig beeinflusst. Den Grundstock für eine zeitgemäße Neudefinition bildkünstlerischer Positionen innerhalb der Fotografie legten Bernd und Hilla Becher, die mit ihren Dokumentationen von technischen Architekturen des Industriealters seit den 60er-Jahren einen konsequent konzeptuellen Anspruch einlösten, wie er zeitgleich von der US-amerikanischen Conceptual und Minimal Art propagiert wurde. Im Zuge der Lehrtätigkeit, die Bernd Becher von 1976 bis 1996 an der Kunstakademie in Düsseldorf ausübte, bildeten sich auf dieser Basis neue künstlerische Auffassungen, die die Bedingungen des fotografischen Bildes mitreflektierten. Seine Schüler Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth zählen zu den Protagonisten dieser Entwicklung. Im internationalen Kontext erfuhren sie hohe Achtung und brachten Düsseldorf erneut in den Fokus der globalen Kunstwelt.
Die Ausstellung “Der rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie” im NRW-Forum für Kultur und Wirtschaft wird erstmals die Entwicklung der Becherklasse aus einem rezeptionshistorischen Zusammenhang beleuchten. Im Mittelpunkt steht hierbei die vielschichtige Einflussnahme der US-amerikanischen New-Color Photography auf die in Düsseldorf entstehenden Bildkonzepte. Die Schau fokussiert die transatlantischen Wirkungsweisen in der Person des New Yorker Fotografen Stephen Shore, der seit Mitte der 70er-Jahre in freundschaftlichem und respektvollem Kontakt zu Bernd und Hilla Becher stand. Bereits seit den frühen 70er-Jahren waren die seriellen Arbeiten der Bechers durch Galerie- und Museumspräsentationen in der US-amerikanischen Kunstszene präsent. Die farbigen Bildserien von Stephen Shore, der neben William Eggleston als die Schlüsselfigur der New Color Photography gilt, fanden wiederum in Deutschland frühe Beachtung (u.a. documenta 1977). Im Frühjahr 1977 wurde ihm eine umfassende Einzelschau in der Städtischen Kunsthalle in Düsseldorf gewidmet. Shores fotografisches Werk inspirierte infolge über zwei Jahrzehnte die Studierenden der Becherklasse auf höchst unterschiedliche Weise. Die Ausstellung erkundet im Detail das spannungsreiche Geflecht der künstlerischen Innovationen, legt Wahrnehmungsweisen dies- und jenseits des Atlantiks offen und analysiert ein bedeutendes Kapitel der jüngeren Foto- und Kunstgeschichte.
Die erste “Generation” der sogenannten Becher-Schüler, wird mit ihren frühen Arbeiten, zum größten Teil in Serien, vorgestellt. Mit zum Teil nie gezeigten Bildern präsentiert die Ausstellung auch die Arbeit von Döhne, Nieweg oder Ronkholz und anderen Düsseldorfer FotografInnen.
Mit fast 200 Arbeiten widmet die Ausstellung Stephen Shore eine umfassende Retrospektive, die sich immer wieder in Korrespondenz zu den frühen Arbeiten der Bechers und ihrer Studenten stellt.
Eine Projekt im Rahmen der Quadriennale 2010
Die Quadriennale 2010 beginnt am 10. September 2010
www.nrw-forum.de/der_rote_bulli_stephen_shore_und_die_neue_duesseldorfer...
www.duesseldorf.de/quadriennale/index.shtml


