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Preiserhöhungen bei Digitalkameras absehbar
Nachdem inzwischen die große Mehrheit der Digitalkameras, was die Stückzahlen angeht, aus chinesischer Fertigung kommen, ist damit zu rechnen, dass sich die Änderungen im chinesischen Arbeitsmarkt spätestens bis zum Weihnachtsgeschäft auf das Preisniveau digitaler Kameras auswirken werden.
Wie die chinesische Global Times dieser Tage meldete (http://opinion.globaltimes.cn/commentary/2010-02/507783.html) zeigt sich inzwischen ein Erfolg der staatlichen Bemühungen, neue Arbeitsplätze für Wanderarbeiter im Binnenland aufzubauen. Nach dem chinesischen Neujahrsfest kehren zahlreiche Wanderarbeiter nicht in die Küstenregion zurück, weil sie näher an dem Heimatort bessere Arbeitsgelegenheiten fanden. Jetzt herrscht in den Fabrikkomplexen an der Küste Arbeitermangel.
Was heute schon zahlreiche Einkäufer im Bereich der Elektronik-Zulieferer trifft, kann bald auch auf das Geschäft mit den Digitalkameras durchschlagen. Wie schnell, wird in der Hauptsache davon abhängen, welche Lagerbestände den hiesigen Handel noch drücken. Da zudem der Euro derzeit in die Knie geht, was den deutschen Export beflügeln soll, und der Yuan am Dollar hängt, dürften die Preise bald wieder anziehen. Bei japanischen Kameras war dies ja über viele Jahre so üblich. Inzwischen konkretisiert sich auch eine Aufwertung des Yuan (http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:wechselkurs-china-v...). Damit dürften auch die Tage der billigen Foto-Produkte aus China gezählt sein.


