Mit viel intellektueller Anstrengung wurde versucht, den künstlerischen Charakter der Fotografie nachzuweisen (Komposition, Licht, Filmmaterial usw.), doch es blieb die Tatsache, dass auch eine Maschine oder ein Affe imstande war, ein photographisches Bild zu erzeugen.

— Paul Schrader

BENUTZERANMELDUNG

Die richtige (?) Druckauflösung…

Eingetragen von
johann t
(Neuankömmling)
am 12. Dezember 2011 - 11:26

Die richtige (?) Druckauflösung… (The right resolution)

Ein Dauerthema? Auch wenn ich dazu meine eigene Meinung habe, so ist der Beitrag der aktuellen Dezember 2011 „DIGITAL PhotoPro“ lesenswert. Vorausgesetzt die Englischkenntnisse reichen aus. Ich weiß nicht wie lange es Online ist, hier der Link:

http://www.digitalphotopro.com/technique/workflow/the-right-resolution.h...

Ralf Jannke

Deine Meinung?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. Dezember 2011 - 09:26

Danke für den Hinweis zu diesem Artikel, ich finde ihn für meine bescheidenen Kenntnisse in diesem Bereich sehr erhellend. Und jetzt würde mich noch deine abweichende Meinung interessieren. Könntest du diese vieleicht auch hier posten, fände ich sehr interessant. Danke. Werner Gstrein

Was das Drucken angeht…

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 01. Januar 2012 - 18:43
Gast schrieb:

Danke für den Hinweis zu diesem Artikel, ich finde ihn für meine bescheidenen Kenntnisse in diesem Bereich sehr erhellend. Und jetzt würde mich noch deine abweichende Meinung interessieren. Könntest du diese vieleicht auch hier posten, fände ich sehr interessant. Danke. Werner Gstrein

…habe ich mich viele Jahre mehr oder weniger an einen Faltprospekt, der einst einer Fuji-Bilderstation beilag, gehalten, nein besser die gleichen Erfahrungen gemacht. Wenn man die dortigen Pixelangaben/-forderungen für bestimmte Druckgrößen auf Auflösung umrechnete, kam für Bildqualität „sehr gut“ 300 ppi raus, für „gut“ 150 ppi. Oder anders: 1800x1200 Pixel = („lumpige“) 2 MP ergeben 10x15 cm Postkarte mit 300 ppi oder 20x30 cm = A 4 mit 150 ppi. Und mit diesem Bereich kalkuliere ich meine Bilder. Wobei ich die Druckgröße in Photoshop vorgebe und dann sehe, was an Auflösung rauskommt. Solange die über 150 ppi liegt, mache ich gar nichts. Nur wenn die 150 ppi nicht erreicht werden, lasse ich Photoshop hochrechnen/interpolieren. Und was dabei herauskommt, lässt sich ohne tränende Augen betrachten. Zum Beispiel ein Bild aus meiner ersten 1,3 MP DSLR in 30x45 cm.

Wobei man mit dem Thema „richtige Auflösung“ Abende lang diskutieren kann. Ich kann mich an einen weiteren Beitrag in der amerikanischen „Digital PHOTO Pro“ zum Thema Druckauflösung erinnern. Dort hatte der Autor in mehreren verschiedenen Auflösungen im Bereich 150 bis 300 (oder mehr) gedruckt, so genau weiß ich es nicht mehr. Die Ausdrucke hatte er seinen Redaktionskollegen vorgelegt. Nachdem sie die Ausdrucke mehrfach „gemischt“ hatten, war keiner mehr in der Lage zu beurteilen, mit welcher Auflösung gedruckt wurde, ohne das Blatt umzudrehen ;-) Selbst der Autor nicht! Nur ein, zwei Magazin-Ausgaben später kam derselbe Autor allerdings - durchaus begründet - dann doch zum Schluss, dass zwischen den 360 ppi und 480 ppi des verwendeten Epsons doch ein Unterschied zu erkennen sei. Aha ;-)

Man sagt ja auch, dass Canon „nativ“ mit 300 dpi/ppi druckt, Epson mit 360 dpi/ppi. Dann wären beispielsweise 150 dpi/ppi oder 600 dpi/ppi bei Canon „richtig“ und 180 dpi/ppi oder 720 dpi/ppi bei Epson. Aber wann passt das schon?

Die ganze Druckerei hängt ganz sicher vom Motiv, der Tagesform, einem „richtigen“/sinnvollen Betrachtungsabstand zwischen „Nase-auf-dem-Foto“ und Formatdiagonale und und und ab…

Roberto Casavecchia war in der fine art printer der Ansicht, grundsätzlich auf 200 Prozent zu vergrößern, um dann in der gewünschten Größe zu drucken. Sich um die Auflösung nicht weiter zu kümmern. Pardon, wenn ich das nicht richtig wiedergegeben habe…

Hier noch zwei Digital PHOTO Pro Quellen. Vielleicht auch noch mal selbst suchen:

http://www.digitalphotopro.com/technique/workflow/proper-printer-resolut...

http://www.digitalphotopro.com/technique/software-technique/the-art-of-t...

RJ

Letztendlich kommt es darauf

Bild von creaDIVA
Eingetragen von
creaDIVA
(Neuankömmling)
am Freitag, 06. Januar 2012 - 08:06

Letztendlich kommt es darauf an, wie groß das Endprodukt (der Print) wird. Man erkennt vielleicht wenig Unterschied bei A4, jedoch bei Plakatwandgröße sehr wohl!

Und prinzipiell gilt: wenn man schöne Ausdrucke haben möchte, mit RAW fotografieren, und als tiff oder größtmöglichstes jpeg abspeichern und zum Print geben. Je mehr Daten vorhanden (je größer die Datei), desto besser natürlich.

creaDIVA schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 07. Januar 2012 - 19:57
creaDIVA schrieb:

Letztendlich kommt es darauf an, wie groß das Endprodukt (der Print) wird. Man erkennt vielleicht wenig Unterschied bei A4, jedoch bei Plakatwandgröße sehr wohl!

Und prinzipiell gilt: wenn man schöne Ausdrucke haben möchte, mit RAW fotografieren, und als tiff oder größtmöglichstes jpeg abspeichern und zum Print geben. Je mehr Daten vorhanden (je größer die Datei), desto besser natürlich.

Beim Plakat kommt es auf den Betrachtungsabstand an. Solange ich keine Chance habe, mich dem Bild (Plakat!) auf Nasenlänge zu nähern reicht gar ein "Kartoffeldruck" mit rund 25 ppi oder 25 Pixel pro Inch = 25 mm. Oder 1 Pixel pro 1 mm. Dann kann ich 6 MP 3000x2000 Pixel = 3x2 m groß drucken. Was natürlich nur funktioniert, wenn ich an das (hoch aufgehängte) Plakat/Bild nicht rankomme. Ansonsten ist richtig, je mehr Pixel je größer die Möglichkeiten. Ob ein - sagen wir - A3+ (32x48 cm) Foto nun mit ca. 200 ppi aber wirklich besser aussieht, wenn man das Bild so hochrechnet, dass 300 oder 360 ppi Auflösung rauskommen, kann (konnte) mir noch keiner sagen/beweisen. Da gilt wohl: "Probieren geht über studieren"...

RJ