Fünfzig Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort "Was ist Licht?" nicht näher gebracht. Natürlich bildet sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort. Doch da täuscht er sich.

— Albert Einstein

Belichtungsspielraum, Kontrastumfang, Bilddynamik, wer blickt durch?

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hp5
(Liebhaber)
am 13. Juli 2008 - 12:37

Zu analogen Zeiten gab es den Belichtungsspielraum, ausgedrückt in Blendenstufen, und einen Kontrastumfang beim Motiv und beim Film. Niedrigempfindliche Filme waren dünnschichtig, damit härter, d.h. geringer Belichtungsspielraum, geeignet bei geringem Kontrast. Höher empfindliche Filme waren dickschichtig, damit weicher, geeignet bei hohem Kontrast. In der digitalen Welt gibt es nun den Begriff Bilddynamik, eine Eigenschaft des Sensors, damit unveränderbar. Definiert wird er teils auch in Blendenstufen, manchmal auch z.B. mit 400% (?). Bisher wurden häufig bei Sensoren 8-9 Blendenstufen angegeben (ein Negativfilm hat wohl 10) , inzwischen sollen Sensoren auch mehr haben. Irgendwie ist auch Dynamik immer noch der Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle (Objekt, Motiv, usw?). Warum also dieser neue Begriff?

Kontrastumfang

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Gast
am Samstag, 26. Juli 2008 - 21:24
hp5 schrieb:

Niedrigempfindliche Filme waren dünnschichtig, damit härter, d.h. geringer Belichtungsspielraum, geeignet bei geringem Kontrast. Höher empfindliche Filme waren dickschichtig, damit weicher, geeignet bei hohem Kontrast.

Niedrige Empfindlichkeit - für geringen Kontrast? Hohe Empfindlichkeit - füher große Kontraste? Ich erinnere daran, dass die von mir genutzten hochempfindlichen Filme deutlich härter ausfielen als niedrigempfindliche Filme, einen deutlich geringeren Kontrastumfang aufwiesen.
Die Dynamik - oder besser der Dynamikumfang - ist halt grundsäztlich der Quotient zwischen dem größtem und dem kleinsten Wert einer Messgröße. Letztlich muss man wohl schauen, was für ein Dynamikumfang angegeben wird, die Dynamik welcher Messgröße nun angegeben wird.

Oh Mann, er meint natürlich

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Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 13:04

Oh Mann, er meint natürlich das Motiv. ...niedrigempfindlich geeignet, wenn das MOTIV einen geringen Kontrast aufweist. Hauptsache gleich losschreien.

Dann wollen wir ihm helfen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 14:45

Die Empfindlichkeitseinstellung an der Digitalkamera ist nur insofern ein Kriterium für harte oder weiche Kontraste, als durch die Signalverstärkung für höhere Empfindlichkeiten die Störeinflüsse (Rauschen) zunehmen, und somit das geringstmöglich verwertbare Signal im dunklen Bereich in der Regel einem geringeren Dichtewert zuzuordnen ist. Was heißt, dass der Kontrastumfang bei geringen ISO am höchsten ausfällt, dann kontinuierlich (mehr oder weniger, von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich) zu den hohen ISO-Werten hin abnimmt. Da aber der Kontrastumfang auch durchaus "willkürlich" einstellbar ist (wiederum von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich angegangen, bei Video auch durch Wahl eines Schwarzpunkt definierbar), ist die Empfindlichkeit zumindest nicht das einzige Kriterium, um unterschiedliche Motivkontraste (besser) in den Griff zu bekommen.

Gast schrieb: Ich erinnere

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Gast
am Dienstag, 10. Januar 2012 - 00:27
Gast schrieb:

Ich erinnere daran, dass die von mir genutzten hochempfindlichen Filme deutlich härter ausfielen als niedrigempfindliche Filme, einen deutlich geringeren Kontrastumfang aufwiesen.

Durch pushen der Filmempfindlichkeit, längeres Entwickeln von SW Filmen wurden diese "härter". Durchs überbelichten und kürzeres Entwickeln kann man den Belichtungsspielraum erhöhen. Bei schnelleren Filmen ISO400 zb kann man mehr raus holen als bei langsameren Filmen zb ISO 50
Gruss von Frau Keller

400%

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Gast
am Sonntag, 27. Juli 2008 - 13:46

Dynamikumfang von 400 Prozent? Wer kommt denn zu solchen Ergebnissen? Das wäre ja 1:4, also zwei Blendenstufen? Zum Vergleich: Die von ihnen erwähnten neun Blendenstufen wären ein Kontrastverhältnis (oder Dynamikumfang) von etwa 1:500.

kontrastumfang

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 05. August 2008 - 15:57

Also moderne Negativfilme bewältigen 14-16 Blendenstufen. Das sind Kontrastumfänge von 1:16000 bis 1:64000 (ca.). Das entspricht auch ungefähr den in der Natur maximal vorkommenden Kontrast. Grosse CCD's in Kameras (2/3 '') ca. 8-10 Blendenstufen. Heimkameras noch weniger, deshalb hat man ja auch den Clip im Weiss (Himmel und Fenster keine Zeichnung mehr)oder die gestauchten Schatten. Röhrenmonitore können das alles kaum wiedergeben, in etwa auch so 8 Blenden, also 1:300, 1:400. Die Angaben einiger LCD und Plasmahersteller sind mit Vorsicht zu geniessen, da unterschiedliche Messmethoden angewandt werden.
Gruss andreas albrecht

KONTRAST

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. März 2011 - 16:39

DIE 14-16 BLENDENSTUFEN BEI GUTEN NEGATIVFILMEM KANN ICH BESTÄTIGEN. BEI DIGITALKAMERAS WÄRE EIGENTLICH EIN GRÖSSERER DYNAMIKBEREICH MÖGLICH WENN MAN SICH BEI KOMPAKT-UND BRIDGEKAMERAS NUR MAL ZU GRÖSSEREN SENSOREN MIT GRÖSSEREN PIXELN DURCHRINGEN KÖNNTE.
DAS BESTE BEI EINER DIGITALKAMERA IST ABER IHR UNTERHALTUNGSWERT: WENN ICH SIE MEINEN KINDERN ZUM SPIELEN GEBE HABE ICH STUNDENLANG MEINE RUHE UND KANN MICH DANN AUSGIEBIG MEINEN EHELICHEN PFLICHTEN WIDMEN.

Ihre Tastatur klemmt

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TinCan
(Stammgast)
am Dienstag, 08. März 2011 - 21:11

Zumindest die Shift-Taste scheint Probleme zu machen.

Belass' es

Eingetragen von
Gast
am Montag, 27. Juni 2011 - 08:35

bei den ehelichen Pflichten: Mehr Kinder braucht das Land ...

analog vs digital

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Gast
am Mittwoch, 24. Juni 2009 - 15:10

Das mit der Empfindlichkeit ist in der digitalen Welt ähnlich, aber weitaus komfortabler. Die Empfindlichkeit wurde früher über die ISO(ASA) Angabe auf den Filmen festgelegt. Heute kann man für jedes einzelne Bild die ISO Angabe einstellen. Auch die Entwicklung der Filme kann in die digitale Zeit übertragen werden. Wenn man bei einer DSLR Rohdaten aufzeichnet (RAW-Datei) hat man die Möglichkeit, das Bild in der digitalen Dunkelkammer (RAW-Konverter wie Lightroom, Photoshop, ...) zu entwickeln, viel bequemer und schneller als nasschemisch.
Begriffe wie Kontrastumfang und Dynamik kommen ebenfalls aus der analogen Welt.

ANALOG VS DIGITAL VERGLEICH

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. März 2011 - 17:21

ICH AMÜSIERE MICH IMMER WIEDER KÖSTLICH WENN HIER UNTERBELICHTETE ZEITGENOSSEN MITEINANDER "FACHSIMPELN".
DABEI IST DOCH ALLES SO EINFACH: JEDES SYSTEM IST AUF EINE BESTIMMTE DARSTELLUNG OPTIMIERT: DIAS BRINGEN IHRE BESTE LEISTUNG BER DER PROJEKTION, MIT NEGATIVEN BEKOMMT MAN OPTIMALE FOTOABZÜGE UND DIGITALE AUFNAHMEN SIND AUF DEM COMPUTER-MONITOR IN IHREM ELEMENT. ALLERDINGS WIRD MIT DEN AKTUELLEN 4000 DPI LABOR-SCANNERN NUR ETWA DIE HÄLFTE VON DEM ERFASST WAS IN EINEM NEGATIV DRINSTECKT. UM HIER DIE VOLLE QUALITÄT ZU BEKOMMEN MÜSSTE MAN MIT MINDESTENS 8000 DPI RANGEHEN, BEI DEN ÜBLICHEN ABWEICHUNGEN ZWISCHEN NENNWERT UND TATSÄCHLICHER SCANNERLEISTUNG SOGAR MIT 10000 DPI.
DIESE ANGABEN BEZIEHEN SICH NATÜRLICH AUF PREMIUMFILME MIT 21 DIN. HIERBEI KANN MAN ALS ÄQUIVALENT LOCKER 50 MP ANSETZEN, UM DAMIT GLEICHZUZIEHEN MÜSSTE EIN VOLLFORMAT-SENSOR SYSTEMBEDINGT DIE DOPPELTE AUFLÖSUNG BRINGEN.

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 09. März 2011 - 12:04

1. Schrei hier nicht so rum!

2. Im Scan und im Druck redet man von ppi und nicht dpi!

3. Hör auf, alte Threads hervorzukramen, Du kleiner Spinner!

Analog....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. März 2011 - 11:22
Gast schrieb:

ICH AMÜSIERE MICH IMMER WIEDER KÖSTLICH WENN HIER UNTERBELICHTETE ZEITGENOSSEN MITEINANDER "FACHSIMPELN".
...
DIESE ANGABEN BEZIEHEN SICH NATÜRLICH AUF PREMIUMFILME MIT 21 DIN. HIERBEI KANN MAN ALS ÄQUIVALENT LOCKER 50 MP ANSETZEN, UM DAMIT GLEICHZUZIEHEN MÜSSTE EIN VOLLFORMAT-SENSOR SYSTEMBEDINGT DIE DOPPELTE AUFLÖSUNG BRINGEN.

Der erste Satz ist ziemlich daneben, weil der "leider" auf den zweiten Teil ziemlich zutrifft.
Die Mähr der 50MP eines Films z.B.
Als umgestiegener Analog-Taliban, mit eigenem Labor und besten Kameras (Rollei 6008 und besten Objektiven) kann ich das absolut nicht nachvollziehen.
Schon meine K10 mit 10MP bringt mehr Detailreichtum auf's Papier als ich je mit meiner Rollei brachte.
Die Projektion "mit nur 2Mp" (fullHD) lässt meine Dias auf dem Rollei MPC 310 verdammt alt aus sehen.
Und der Dynamikumfang meiner jetzigen K5 ist schlicht beeindruckend, wenn auch noch nicht ganz auf Farb-Negativfilmniveau, aber in der Praxis, d.H. auf dem Papier dann letztendlich doch deutlich besser, bzw. beherrschbar.

Nochmal zurück zum Film: Negativfilm ist deutlich besser in Bezug auf (echte) Langzeitbelichtungen, da bekommt man digital immer mit Rauschen Probleme und in Bezug auf Überbelichtung wäre er noch etwas besser, wenn man es durch Ausmaskieren auf's Papier bringt.

Gruß

Michael Hulsch (ich habe einen Namen!)

Dynamikumfang

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 11:09

Man könnte den Kontrastumfang auch in Dichtestufen angeben - oder einfach nur in Belichtungsstufen. Eine Frage der (bevorzugten) Definition.

Was anderes ist die technische Umsetzung, auch deren Sinnhaftigkeit: Beim Film war das relativ klar definiert - und auch direkt sichtbar: Beim Dia 6-7 Belichtungsstufen; beim Negativ 10-11 Stufen, etwa die Hälfte davon dann am Papier.

Sensoren sind nach oben und unten limitiert: Einerseits mit dem Fillfaktor hin zu Weiß; zu Schwarz hin mit der Signalstärke, die grad noch nicht im Rauschen untergeht.

Setzt man reines Weiß mit 100%, und reines Schwarz mit 1% Remission an, dann erzielt man grad mal einen Kontrastumfang von 6,6 Belichtungsstufen, also etwa der Hälfte dessen, was die besten handelsüblichen Sensoren zu liefern vermögen. Und das linear, also in einer Helligkeitsverteilung, die nicht dem menschlichen Sehvermögen entspricht, das logaritmisch geartet ist und etwa 10 Belichtungsstufen umfasst - ohne Adaption.

Daraus folgt der Umstand, dass der Kontrast- oder auch Dynamikumfang von Sensoren IMMER elektronisch aufbereitet (also nonlinear verstärkt) werden muss, um die eingehenden Signale (vor allem in den dunklen Bereichen) für unsere Wahrnehmung sinnvoll aufzubereien - also den linearen Signalstrom in eine logaritmische Wiedergabe zu wandeln.

Besonders sichtbar wird diese Art der Verarbeitung bei der HDR-Fotografie, wo ein übergroßer Kontrastumfang für die Wiedergabe auf den gängigen Medien (Papier mit etwa 5 Belichtungsstufen, Bildschirme mit etwa dem doppelten Umfang) aufbereitet werden. Hier erfolgt das Erfassen einer Dynamik, die die Wahrnehmung des menschlichen Gesichtssinn sehr deutlich übersteigt, so dass daraus oft unnatürliche Wiedergaben dieser Überdynamik resultieren können.

Noch eine Anmerkung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 15:51

zum DYNAMIK-Verständnis: ein KONTRASTumfang 100:1/1000:1/10000:1 entspricht 6,6/10/13,3 BLENDENstufen bzw. 2,0/3,0/4,0 DICHTEstufen ...

Heute kann man für jedes

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. November 2011 - 07:36

Heute kann man für jedes einzelne Bild die ISO Angabe einstellen. Auch die Entwicklung der Filme kann in die digitale Zeit übertragen werden. [url=http://www.360-motion.de/360-Grad-Produktfotografie.html]Erstellung hochwertiger 360 Grad Produktfotografie für Online-Shops[/url], [url=http://www.360-motion.de/360-Fotografie-demo.html]Beispiele 360 Grad Produktfotografie[/url]