BENUTZERANMELDUNG

photokina 2014: Neue Elicar-Teleobjektive

Foto Elicar 10/600 mm und 19/800 mmDer japanische Hersteller Tapak International, Inc. will auf der kommenden photokina insgesamt drei Tele-Festbrennweiten – 600, 800 und 1000 mm – für Kleinbildkameras, sowie die aktuelle Version des erstmals auf der photokina 2010 vorgestellten 300-600-mm-Zooms zeigen:

Den Prototypen des Elicar 4,5-6,3/300-600 mm hatten wir 2010 zum ersten Mal entdeckt und 2012 dann die Serienversion, die abweichend von den damals verfügbaren Angaben als Elicar V-HQ 4,1-5,7/300-600 mm produziert wird und über eine Makro-Einstellung verfügt, die Aufnahmen bis zu einer Minimaldistanz von 55 cm ermöglichen soll. Das Objektiv wird inzwischen auch zum Einsatz an CCTV-Überwachungskameras angeboten.

Dieses Jahr sollen zudem die Prototypen einer 10/600-mm-, einer 10/800-mm-Telefestbrennweite, sowie eines 11/1000-mm-Spiegellinsenobjektivs vorgestellt werden. Die Objektive sollen mit den gängigen Kameraanschlüssen für DSLR- und spiegellose Systemkameras erhältlich sein.

Tapac stellt seine Objektive auf der photokina in Halle 06.1, Stand B 018 aus.
 

Foto Elicar 4,5-6,3/300-600 mm

Elicar 4,5-6,3/300-600 mm
 
 
Foto Elicar 10/600 mm und 19/800 mm

Elicar 10/600 mm (vorn) und 10/800 mm
 
 
Foto Elicar-Spiegellinsenobjektiv 11/1000 mm

Elicar-Spiegellinsenobjektiv 11/1000 mm

 

Spezifikationen
10/600 mm 10/800 mm 11/1000 mm 4,1-5,7/300-600 mm
Brennweite 600 mm 800 mm 1000 mm 300-600 mm
Lichtstärke 1:10 1:10 1:11 1: 4,1-5,7
Kleinste Blende 90 90 - 32
Fokussierung manuell manuell manuell manuell
Optischer Aufbau 6 Elemente in 6 Gruppen 6 Elemente in 6 Gruppen 7 Elemente in 6 Gruppen 19 Elemente in 16 Gruppen
Zahl der Blendenlamellen 5 5 10
Kürzeste Einstellentfernung 3,72 m 6,65 m 4,5 m 0,55 m
Durchmesser 80 mm 106 mm 112 mm 120 mm
Länge 277 mm 360 mm 208 mm 414 mm
Gewicht 1.500 g 1.800 g 1.500 g 3.700 g
Filterdurchmesser 72 mm 95 mm 105 mm 112 mm
Sonnenblende eingebaut eingebaut eingebaut eingebaut

 
(Christoph Jehle)
 

Ich will ja nicht unken

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:18

Aber, gibt's heutzutage noch überflüßigere Objektive?

In acht Tagen geht's mit der photokina los! Bis dato ist nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:56
Gast schrieb:

Aber, gibt's heutzutage noch überflüßigere Objektive?

ein einziger Knaller durchgesickert und wenn das so bleibt, wird das wieder mal eine spassfreie photokina. Interessant wird auch der Vergleich, was von den Spekulationen auf seitenlangen Berichten so mancher Fotozeitschrift letztendlich übrig bleibt. Immerhin kackt die Ente hinten. Und selbst das reicht noch nicht aus, wenn so manches erst zur photokina 2018 lieferbar sein wird oder nie das Licht der Welt erblickt. Also warten wir mit Spannung auf den Bericht der Highlights bei photoscala. Lang dauert's eh nicht mehr.

Interesant auch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 09:55
Gast schrieb:

Interessant wird auch der Vergleich, was von den Spekulationen auf seitenlangen Berichten so mancher Fotozeitschrift letztendlich übrig bleibt.

was von den vollmundigen Ankündigungen so mancher Hersteller übrig bleibt...

Keine Sorge

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 10:10

Leica bringt bestimmt eine Sonderedition mit neuem Leder und Supergravur zum 60jährigen Jubiläum der M!

Der Förster vom Silberwald!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 14:25

Aber das grüne Objektiv könnte gut zu der Leica R3 passen, denn von dieser Wetzlar-Minolta gab es auch eine Auflage in lustigem Förstergrün (Juchuuh - grün ist die Heide)!

Gast schrieb:

Leica bringt bestimmt eine Sonderedition mit neuem Leder und Supergravur zum 60jährigen Jubiläum der M!

Fluß.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 11:37
Gast schrieb:

Gibt's heutzutage noch überflüssigere Objektive?

Unsere Großväter hätten das als "Fernobjektive" bezeichnet und hätten für damalige Begriffe viel Geld dafür bezahlt. Heute endet der Telebereich bei allen hippen Kameraherstellern (das sind alle, die weder Canon, noch Nikon, noch Sigma heissen) nahezu flächendeckend bei 300mm, realisiert als Zoom mit der überragenden Lichstärke f/5.6 oder f/6.3. Darüber hätte Opa herzlich gelacht. Damals hatte ein ordentliches 300er noch Lichtstärke f/4.5 und ein 400er f/5.6, auch bei kleinen Herstellern, deren Name längst vergessen ist. Die unleistbaren 300mm f/2.8 und 400mm f/3.5 lassen wir mal beiseite.

Große Marken wie Leitz hatten 400er und 560er mit Lichstärke 6.8 im Programm, von Novoflex gab es das 600mm f/8, damals die absolute Profilinse. Da wäre ein hochwertiges 800mm f/10 eine hochwillkommene Ergänzung nach oben gewesen. Ausschnittvergrößerung war ja anno Film eine sehr begrenzte Option.

Heute hat sich da viel geändert. Wieviel Platz da zwischen "besser als Tamron" und "billiger als Nikon" ist und ob überhaupt beides zutrifft, wird man sehen. Von unseren spiegelbefreiten Fanboys habe wir ja gelernt, dass Lichtstärke dank überlegener elektronischer Sucher ohnehin völlig egal ist. Na mal sehen, ob dort der große Markt liegt. Konkurrenz gäbe es ja keine in diesen Systemen, auch nicht als Ankündigung.

Was allerdings wirklich so sinnvoll ist wie ein nasser Sack Zement ist das letzte Ding, welches aussieht wie ein chinesischer Nachbau der bekannten Russentonne. Wer sich für die Arbeit mit Spiegelobjektiven begeistern kann, findet genug Sowjetlinsen mit 1000/1050mm in der Bucht. Oder das 800mm f/8 von Samyang.

Dass Lichtstärke "dank" elektronischer Sucher

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 12:20

obsolet wäre, das würde ich unter keinem Blickpunkt so stehen lassen ... aber gut, Opa gabs halt damals auch wesentlich billiger. Nur, Opa hatte keine Wahl. 8-)

Wahl.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 22:16
Gast schrieb:

Opa hatte keine Wahl. 8-)

Doch, die hatte er. Ernsthaft.

Neben den eher zur Relativierung der Lichtstärkediskussion angeführten Leitz Telyt Sauriern - welche qualitativ für die damalige Zeit sehr gut waren, aber mit 60er Jahre Mechanik kamen und der Marke angepasste Preise hatten, gab es in der Kategorie "manuell fokussierbar" und im Bereich 600 bis 1000mm eine für heutige Begriffe geradezu astronomische Auswahl. Aus dem Gedächtnis, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Nikon 600mm f/5.6 und 800mm f/8 in mehreren Generationen, über Fokussiereinheit und als IF-ED
Nikon 600mm f/4 IF-ED und 800mm f/5.6 IF-ED
Nikon Spiegel 1000mm f/11
Nikon Zooms 200-600mm f/9.5, 180-600mm f/8 ED und 360-1200 f/11 ED
Canon FD 600mm f/4.5 und FD-L 800mm f/5.6, plus ältere Versionen mit Canon FL Bajonett
Canon Zoom FD-L 150-600mm f/5.6
Minolta MD APO 600mm f/6.3 und Spiegel 800mm f/8
Pentax 1000mm f/8, 1000mm f/11 Spiegel, Zoom 250-600mm f/5.6 ED, 600mm f/4 ED
Olympus 1000mm f/11
Tokina 600mm f/8 und 800mm f/8, auch als Vivitar und Soligor
Vivitar Spiegel 600mm f/8
Novoflex 800mm f/8 Schnellschuss in mehreren Generationen
Leitz Telyt-S 800mm f/6.3
Sigma Zoom APO 350-1200mm f/8-11 und Spiegel 1000mm f/13.5
MTO Spiegel 1050mm f/10.5 und 1000mm f/10 aka "Russentonne"
und so weiter.

Das sind jetzt wie gesagt nur ein paar manuell fokussierbare Objektive für Kleinbild aus den 70er und 80er Jahren, so wie die oben vorgestellten Retrostyler. Der Pferdefuss war, dass diese teilweise extrem teuer waren, einige extrem groß und schwer und nicht alle zeigten kompromisslose Schärfe.

Ich denke, dass damals Naturfotografen durchaus für ein 800mm f/10 ansprechender Qualität den Gegenwert von 1000 bis 1500 € auf den Ladentisch gelegt hätten. Ein Nikon 400mm f/5.6 IF-ED mit TC-301 kostete deutlich mehr und die Aufnahmen mit diesem Konverter waren nicht wirklich berauschend. Mit einer guten Mattscheibe war das auch einwandfrei fokussierbar, damals waren die Kameras ja noch dafür ausgelegt.

Heute sieht wie gesagt die Welt völlig anders aus. Die Qualität der aktuellen Superteles von Canon, Nikon und Sigma übertrifft die Generation der Veteranen deutlich, aber die kann der Freizeitnaturfotograf weder bezahlen, noch möchte er sie herum schleppen. Da ist in diesem Brennweitenbereich das Tamron das einzige börsenverträgliche Angebot. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber ob Linsen eines NoName Herstellers im Vintage Design überhaupt eine Konkurrenz sind, muss sich erst mal beweisen.

Wie ich schon angedeutet habe, könnten die Spiegellosen ein Hoffnungsmarkt sein. Sony, Samsung, Fuji, Panalympus bringen da sicher nichts. Die Adaption von Fremdteles macht begrenzt Spass, wenn elektrisch inkompatible Linsen ohne Blendenring Anschluss finden sollen. Allerdings ist die Zeit der Ansitzfotografie mit ihren in die Kamera glotzenden Hirschen megaout und nach Actionfotografie sehen die Elicare nicht gerade aus.

Sagte ich ja

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 22:41

Opa hatte nicht wirklich die Wahl - bei den Lichtstärken ... 8-)

Novoflex gegen Nikon, da gab es nur einen Sieger

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 11:13

Die langen Rohre für Leica stammten auch von Novoflex, diese Novoflexare aber als "absolute Profilinse" zu bezeichnen, ist schon eine harte Nummer. Die Novoflex-Teleobjektive kamen mit einer wenig überzeugenden, mechanischen Verarbeitung auf den Markt, ein weiterer Nachteil: Es gab sie noch nicht einmal mit einer Automatikblende. Nach vier Fußballterminen gab ich dieses lange 600-er Novoflex schnell wieder zurück. Optisch haute das einen auch nicht um. Was für ein Glück, als Nikon endlich schnelle Teleobjektive mit Innenfokussierung und ED-Glas (optisch wirklich Top) auf den Markt brachte, da ging die Sonne auf. Nach der Vorstellung der Nikkore 2/200, 2,8/300 mm und 3,5/400 mm IF-ED (!) kam der Umstieg. Danach wollte kaum ein Sportfotograf diese Novoflexen anschaffen, obwohl ich im Rückblick die Schnellschusstechnik als durchaus brauchbar einstufte. Auch das kompaktere Nikkor 5,6/400 mm ist eine zehnmal bessere Lösung im Vergleich zu dem 5,6/400 mm aus Bayern. Das Novo mit dem 400er und 600er-Kopf kaufte mir dann ein Amateur ab, so lange Rohre machen eben viel her, aber wer knackige Schwarzweiß-Bilder abliefern musste, oft mit starken Bildausschnitten für den Sportteil, der brauchte Top-Gläser. Ein Novoflex 5,6/400 mm steht hier noch herum, verwende ich ab und zu aus reiner Nostalgie und Erinnerung an die Siebziger Jahre, dafür reicht es noch aus!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Gibt's heutzutage noch überflüssigere Objektive?

Unsere Großväter hätten das als "Fernobjektive" bezeichnet und hätten für damalige Begriffe viel Geld dafür bezahlt. Heute endet der Telebereich bei allen hippen Kameraherstellern (das sind alle, die weder Canon, noch Nikon, noch Sigma heissen) nahezu flächendeckend bei 300mm, realisiert als Zoom mit der überragenden Lichstärke f/5.6 oder f/6.3. Darüber hätte Opa herzlich gelacht. Damals hatte ein ordentliches 300er noch Lichtstärke f/4.5 und ein 400er f/5.6, auch bei kleinen Herstellern, deren Name längst vergessen ist. Die unleistbaren 300mm f/2.8 und 400mm f/3.5 lassen wir mal beiseite.

Große Marken wie Leitz hatten 400er und 560er mit Lichstärke 6.8 im Programm, von Novoflex gab es das 600mm f/8, damals die absolute Profilinse. Da wäre ein hochwertiges 800mm f/10 eine hochwillkommene Ergänzung nach oben gewesen. Ausschnittvergrößerung war ja anno Film eine sehr begrenzte Option.

Heute hat sich da viel geändert. Wieviel Platz da zwischen "besser als Tamron" und "billiger als Nikon" ist und ob überhaupt beides zutrifft, wird man sehen. Von unseren spiegelbefreiten Fanboys habe wir ja gelernt, dass Lichtstärke dank überlegener elektronischer Sucher ohnehin völlig egal ist. Na mal sehen, ob dort der große Markt liegt. Konkurrenz gäbe es ja keine in diesen Systemen, auch nicht als Ankündigung.

Was allerdings wirklich so sinnvoll ist wie ein nasser Sack Zement ist das letzte Ding, welches aussieht wie ein chinesischer Nachbau der bekannten Russentonne. Wer sich für die Arbeit mit Spiegelobjektiven begeistern kann, findet genug Sowjetlinsen mit 1000/1050mm in der Bucht. Oder das 800mm f/8 von Samyang.

Novoflex.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 15:06
Er schrieb:

Die langen Rohre für Leica stammten auch von Novoflex

Das sollte mich doch sehr wundern. Ich habe das Novoflex 600mm f/8 etwa ein Jahr verwendet. Es war von allen Teleobjektiven, mit welchen ich je gearbeitet habe - die Liste ist sehr lang - mit Abstand das Schwächste. Das Leitz Telyt-R 560mm f/6.8 konnte ich einen Tag lang testen. Die Mechanik mit der Schiebefokussierung fand ich noch unpraktischer als bei Novoflex, aber deutlich präziser gearbeitet. Die Optik habe ich um Größenordnungen besser in Erinnerung, zumindest auf Ektachrome. Es ist richtig, dass Novoflex auch eine Anpassung für dieses Objektiv an den Pigriff-C angeboten hat. Für die Behauptung, dass die Telyt-R 400 und 560 Objektive zur Gänze von Novoflex kamen, hätte ich aber gerne eine vertrauenswürdige Quelle.

Er schrieb:

... diese Novoflexare aber als "absolute Profilinse" zu bezeichnen, ist schon eine harte Nummer.

Ich schrieb:

... von Novoflex gab es das 600mm f/8, damals die absolute Profilinse.

Ich habe Aufnahmen von Rainer Martini gesehen, vielfacher deutscher und europäischer Sportfotograf des Jahres, welche er in den 70er Jahren mit dem Novoflex 400mm f/5.6 gemacht hatte. Die technische Qualität war für heutige Begriffe abgründig. Das trifft aber bei den damaligen Objektiven und den damaligen grobkörnigen Filmen auf alle Aufnahmen dieser Zeit zu, welche nicht mindestens in 6x6 aufgenommen wurden. Faktum ist, dass das Novoflex in den 70ern bei vielen Sportveranstaltungen anzutreffen war und auf Grund des hohen Preises für ein Hobbybudget schon Stress bedeutete. Die beiden Einstufungen "professionelles Objektiv" und "schwache Bildqualität bei Offenblende" können damit sehr wohl auf ein und dasselbe Objektiv zutreffen. Damals gab es nicht sehr viel Besseres. Testaufnahmen mit einem 70er Jahre Nikkor 400mm f/4.5 an der AU-1 (kein ED) habe ich als bei Offenblende eher grottig in Erinnerung. Auch das Canon FD 600mm f/4.5 (ohne Fluoritglas) brachte erst ab Blende 8 zufriedenstellende Ergebnisse. Auf 64 ASA Film wohlgemerkt, nicht an der A7R.

Was ich aber mit der Erwähnung andeuten wollte, ist dass sich die geringe Lichtschwäche der Elicar Objektive für die damalige Zeit relativiert hätte, weil das Novoflex de facto auch erst ab Blende 11 so einigermaßen brauchbar war und man mangels Springblende auch mit f/11 fokussieren musste.

Von den IF-ED Nikkoren habe ich in den 80ern mit dem 400mm f/3.5 und dem 600mm f/5.6 fotografiert. Das 600er habe ich noch und erziele damit an der D700 bei f/8 einwandfreie Ergebnisse. Da reden wir aber schon von den 80ern, da war das Novoflex schon eher ein Anachronismus. Dass die Einführung der IF-ED Nikkore und der Canon FD-L Linsen und ähnlicher Produkte von anderen Herstellern den Qualitätslevel in der Sport- und Naturfotografie neu definiert hat, möchte niemand bestreiten.

Novoflex gegen Nikon, da gab es nur einen Sieger

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 11:46

Die langen Rohre für Leica stammten auch von Novoflex, diese Novoflexare aber als "absolute Profilinse" zu bezeichnen, ist schon eine harte Nummer. Die Novoflex-Teleobjektive kamen mit einer wenig überzeugenden, mechanischen Verarbeitung auf den Markt, ein weiterer Nachteil: Es gab sie noch nicht einmal mit einer Automatikblende. Nach vier Fußballterminen gab ich dieses lange 600-er Novoflex schnell wieder zurück. Optisch haute das einen auch nicht um. Was für ein Glück, als Nikon endlich schnelle Teleobjektive mit Innenfokussierung und ED-Glas (optisch wirklich Top) auf den Markt brachte, da ging die Sonne auf. Nach der Vorstellung der Nikkore 2/200, 2,8/300 mm und 3,5/400 mm IF-ED (!) kam der Umstieg. Danach wollte kaum ein Sportfotograf diese Novoflexen anschaffen, obwohl ich im Rückblick die Schnellschusstechnik als durchaus brauchbar einstufte. Auch das kompaktere Nikkor 5,6/400 mm ist eine zehnmal bessere Lösung im Vergleich zu dem 5,6/400 mm aus Bayern. Das Novo mit dem 400er und 600er-Kopf kaufte mir dann ein Amateur ab, so lange Rohre machen eben viel her, aber wer knackige Schwarzweiß-Bilder abliefern musste, oft mit starken Bildausschnitten für den Sportteil, der brauchte Top-Gläser. Ein Novoflex 5,6/400 mm steht hier noch herum, verwende ich ab und zu aus reiner Nostalgie und Erinnerung an die Siebziger Jahre, dafür reicht es noch aus!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Gibt's heutzutage noch überflüssigere Objektive?

Unsere Großväter hätten das als "Fernobjektive" bezeichnet und hätten für damalige Begriffe viel Geld dafür bezahlt. Heute endet der Telebereich bei allen hippen Kameraherstellern (das sind alle, die weder Canon, noch Nikon, noch Sigma heissen) nahezu flächendeckend bei 300mm, realisiert als Zoom mit der überragenden Lichstärke f/5.6 oder f/6.3. Darüber hätte Opa herzlich gelacht. Damals hatte ein ordentliches 300er noch Lichtstärke f/4.5 und ein 400er f/5.6, auch bei kleinen Herstellern, deren Name längst vergessen ist. Die unleistbaren 300mm f/2.8 und 400mm f/3.5 lassen wir mal beiseite.

Große Marken wie Leitz hatten 400er und 560er mit Lichstärke 6.8 im Programm, von Novoflex gab es das 600mm f/8, damals die absolute Profilinse. Da wäre ein hochwertiges 800mm f/10 eine hochwillkommene Ergänzung nach oben gewesen. Ausschnittvergrößerung war ja anno Film eine sehr begrenzte Option.

Heute hat sich da viel geändert. Wieviel Platz da zwischen "besser als Tamron" und "billiger als Nikon" ist und ob überhaupt beides zutrifft, wird man sehen. Von unseren spiegelbefreiten Fanboys habe wir ja gelernt, dass Lichtstärke dank überlegener elektronischer Sucher ohnehin völlig egal ist. Na mal sehen, ob dort der große Markt liegt. Konkurrenz gäbe es ja keine in diesen Systemen, auch nicht als Ankündigung.

Was allerdings wirklich so sinnvoll ist wie ein nasser Sack Zement ist das letzte Ding, welches aussieht wie ein chinesischer Nachbau der bekannten Russentonne. Wer sich für die Arbeit mit Spiegelobjektiven begeistern kann, findet genug Sowjetlinsen mit 1000/1050mm in der Bucht. Oder das 800mm f/8 von Samyang.

Teleobjektive

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:27

deren Lichtstärke unterhalb der AF-Empfindlichkeit aller Kameras angesiedelt ist, empfindet man - auch bei manuellen Objektiven, zwecks Schärfeindikation - als schlechten Witz.

Die AF-Empfindlichkeit

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:57

interessiert bei MF-Objektiven noch weniger als der berühmte Sack Reis, der in China umfällt.

Sollte Sie aber

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 11:06

aus ganz praktischen Gründen - oder überhaupt dort, wo aus Lichtstärke Lichtschwäche wird.

Sind wahrscheinlich auch Charakterobjektive

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 11:10

...

Fokus-Indikator

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 15:14
Gast schrieb:

interessiert bei MF-Objektiven noch weniger

Er schrieb doch explizit, dass es dabei um den Fokus-Indikator geht. Den finde ich bei MF-Objektiven hilfreich, weil schneller und treffsicherer als Liveview-Fokussierung.

Filter-Position

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:31

Gut wäre Filtermöglichkeit beim Anschluss. Das Vivitar CAT 600/8 rsp die serie hatte das. Ich glaube zumindest ein uv-filter war sogar ein MUSS. Die Schärfe war nicht so weltbewegened aber-dank der speziellen Konstruktion(katadioptrisch)konnte die Contax AX damit automatisch scharfstellen, sogar bei reduzierter Helligkeit-abends im Fotoladen. Eine solche Digital-Kamera-AF-Konstruktion wäre doch mal fällig. Wiedergeburt von Contax?-DSLR?

Bitte

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 11:07
Gast schrieb:

Gut wäre Filtermöglichkeit beim Anschluss. Das Vivitar CAT 600/8 rsp die serie hatte das. Ich glaube zumindest ein uv-filter war sogar ein MUSS. Die Schärfe war nicht so weltbewegened aber-dank der speziellen Konstruktion(katadioptrisch)konnte die Contax AX damit automatisch scharfstellen, sogar bei reduzierter Helligkeit-abends im Fotoladen. Eine solche Digital-Kamera-AF-Konstruktion wäre doch mal fällig. Wiedergeburt von Contax?-DSLR?

nicht!

Bewegliche(r) Sensor/Filmrückwand?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 15:12
Gast schrieb:

Gut wäre Filtermöglichkeit beim Anschluss. Das Vivitar CAT 600/8 rsp die serie hatte das. Ich glaube zumindest ein uv-filter war sogar ein MUSS. Die Schärfe war nicht so weltbewegened aber-dank der speziellen Konstruktion(katadioptrisch)konnte die Contax AX damit automatisch scharfstellen, sogar bei reduzierter Helligkeit-abends im Fotoladen. Eine solche Digital-Kamera-AF-Konstruktion wäre doch mal fällig. Wiedergeburt von Contax?-DSLR?

"(...) konnte die Contax AX damit automatisch scharfstellen, sogar bei reduzierter Helligkeit-abends im Fotoladen. Eine solche Digital-Kamera-AF-Konstruktion wäre doch mal fällig. Wiedergeburt von Contax?-DSLR?"

Kennt jemand die Geschwindigkeit, mit der diese Contax fokussierte? Aber auch bei der vermuteten Langsamkeit ein interessanter Ansatz. Für mehr als die Original-Bedienungsanleitung der digitalen 6 MP Vollformat Contax N Digital hat es bei mir nicht gereicht ;-).

Gibt's doch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 16:11

Gibt's doch: Minolta AF Reflex 8/500mm aka Sony Alpha 8/500mm (SAL-500F80).

Lichtschwäche...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 08:39

Beim 300-600 Zoom kann man ja mit 4,1-5,7 tatsächlich "Lichtstärke" erkennen, aber ein 800 mm Tele mit Lichtschwäche 10? Wofür? Für Surfer und Kiter am sonnenbeschienenen Strand? Und das dann ohne AF? Und fürs Wildgehege - wer's mag - auch kaum bis nicht zu gebrauchen... Erinnert doch sehr an die frühen 1980er-Zeiten der 500 mm f/8 "Wundertüte". Das Zoom darf doch maximal den halben Preis eines stabilisierten Tamron AF 5,0-6,3/150-600 VC USD A011C kosten... Ach was, 1/4 Preis für so ein "Abenteuer"...

Gast schrieb: Beim 300-600

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 19:19
Gast schrieb:

Beim 300-600 Zoom kann man ja mit 4,1-5,7 tatsächlich "Lichtstärke" erkennen, aber ein 800 mm Tele mit Lichtschwäche 10? Wofür? Für Surfer und Kiter am sonnenbeschienenen Strand? Und das dann ohne AF? Und fürs Wildgehege - wer's mag - auch kaum bis nicht zu gebrauchen... Erinnert doch sehr an die frühen 1980er-Zeiten der 500 mm f/8 "Wundertüte". Das Zoom darf doch maximal den halben Preis eines stabilisierten Tamron AF 5,0-6,3/150-600 VC USD A011C kosten... Ach was, 1/4 Preis für so ein "Abenteuer"...

mit der High-Iso Performance der Alpha A7s ist f8 kein Problem mehr.

Gast schrieb: Beim 300-600

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 10. September 2014 - 15:35
Gast schrieb:

Beim 300-600 Zoom kann man ja mit 4,1-5,7 tatsächlich "Lichtstärke" erkennen, aber ein 800 mm Tele mit Lichtschwäche 10? Wofür? Für Surfer und Kiter am sonnenbeschienenen Strand? Und das dann ohne AF? Und fürs Wildgehege - wer's mag - auch kaum bis nicht zu gebrauchen... Erinnert doch sehr an die frühen 1980er-Zeiten der 500 mm f/8 "Wundertüte". Das Zoom darf doch maximal den halben Preis eines stabilisierten Tamron AF 5,0-6,3/150-600 VC USD A011C kosten... Ach was, 1/4 Preis für so ein "Abenteuer"...

Viel Freude macht man sich solchen Billigteles nicht. Von solchen Konstruktionen bin ich definitiv geheilt.
Auch ein 5,6/400 APO(!) von Siechma war eine flaue Krücke. Und "Elicar" wird auch nicht besser sein.

wie, wo, was

Bild von GRS
Eingetragen von
GRS
(Hausfreund)
am Montag, 08. September 2014 - 10:04

Vergütung passend zur Gehäusefarbe?
-------------

Elicar 4,5-6,3/300-600 mm

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 10:09

Ist das Objektiv wirklich am Korpus grün eloxiert und die Sonnenblende ist schwarz?

Na ja

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 15:58

ne richtige Sniper halt ... 8-)

Source?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 08. September 2014 - 17:12

Ich nehme mal fast Email von Peter D. Jin an. Gibt's die Fotos noch größer, sodass man die Aufdrucke auf dem Schild genauer lesen kann?

2012?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 12:08

Die selben "News" gab es schon vor 2 Jahren
http://www.photoscala.de/Artikel/Vermischtes-zur-photokina-2012

2012

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 14:33

ist ja auch die Welt untergegangen ... jetzt gibt's nur noch Wiederholungen. 8-)

Die selben News.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 18:17
Gast schrieb:

Die selben "News" gab es schon vor 2 Jahren
http://www.photoscala.de/Artikel/Vermischtes-zur-photokina-2012

Und vor 4 Jahren.
http://www.photoscala.de/Artikel/Kleiner-photokina-Rundgang

Die Jungs wollen offensichtlich nicht riskieren, dass man ihnen vorwirft, unausgereifte Produkte überhastet auf den Markt zu werfen. Im Gegenteil, dass 70er Jahre Design deutet darauf hin, dass die ersten Entwürfe noch weiter zurück liegen.

Auch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 09. September 2014 - 18:46

die Lichtschwächen deuten darauf hin.