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photokina 2012: Unser Messefazit
Just hat die 32. photokina ihre Pforten geschlossen. Rund 185.000 Besucher aus 166 Ländern waren laut Koelnmesse zu Besuch. Wir auch, und wir ziehen das Fazit:
Noch nie habe ich einen photokina-Pressetag erlebt wie den letzten Montag. So viele neue Kameras, pünktlich zur photokina vorgestellt. Sonst waren sie alle schon Tage oder Wochen vorher präsentiert worden und wenn am Pressetag das Konzeptmuster einer zukünftigen Kamera aus dem Hut gezaubert wurde, dann war das schon eine kleine Sensation. Diesmal wurden allein am Montag 12 neue Kameras vorgestellt; und in den Tagen davor auch noch mal eine ganze Menge. Von den Objektiven etc. gar nicht zu reden. Unter Was für ein Tag! Die photokina-Neuheiten von heute haben wir zusammengefasst, was da an Interessantem präsentiert wurde.
Was die Trends angeht, sind wir uns nicht immer so ganz einig.
Einig sind wir uns, dass die „wireless connectivity“ ein wichtiges Thema ist. WLAN-Anbindung, Funk-Fernsteuerung der Kameras vom Smartphone, Apps, die Cloud die unkomplizierte und teils auch drahtlose Kamerasteuerung und -erweiterung und die Fotoweitergabe übers Drahtlos-Netz bieten immer mehr Hersteller.
Ein neuer, kleiner Schub fürs Kleinbildformat ist auch auszumachen. Sony mit der RX1 und alpha 99 ebenso wie Nikon mit der D600 und Canon mit der EOS 6D. Ob das aber ein Trend wird?
In der Summe ist das Kameraangebot bunter gemischt, das Angebot unterschiedlicher Konzepte (spiegellos, kompakt, ...) wird breiter und breiter. Was die Wahl nicht unbedingt einfacher macht, aber vielfältiger, so dass fast jeder etwas Passendes finden sollte.
Mir scheinen auch die sogenannten „ambitionierten“ Kameras vermehrt angeboten zu werden, jene Kameras, die handgreiflich sind und Blenden- oder Scharfstellring oder Schärfentiefeskala, griffige Einstellelemente, Handgriffe usw. bieten, vieles also, was die Handhabung anschaulicher und unmittelbarer macht. Der junge Kollege Mathias Schwenke allerdings empfindet das als unnötig und bezeichnet es als Retro-Design.
Hasselblad Lunar
High-End-Kameras der ein oder anderen Ausformung gibt es auch, zum Wundern und zum Wünschen. So die RX1 auf der fotografisch ambitionierten Seite für 3000 Euro oder die Hasselblad Lunar auf der Aussehen-ist-alles-Seite für 5000 Euro, wo offensichtlich einer NEX-7 eine aus dem Vollen gefräste Aluhülle übergestülpt wurde. Nicht zu vergessen der ausgeformte Handgriff.
3D und auch das Filmen mit der Fotokamera wiewohl präsent hatten bei weitem nicht mehr den Stellenwert wie noch vor zwei Jahren. Der Hype ist verflogen, es wird genutzt, ist aber offensichtlich im Alltag angekommen.
Just jetzt, da die Kameras die drahtlose Bilderwelt immer mehr für sich entdecken, ist auf der Ausgabeseite eine Tendenz vom virtuellen hin zum Papierbild auszumachen. Die „soziale Funktion“ des Fotos wird bleiben und wohl noch zunehmen, keine Frage. Aber ihre besonders guten Bilder wollen offensichtlich immer mehr nicht nur auf dem Bildschirm oder auf Community-Websites bewundern, sondern handfest an der Wand hängen haben. Das erklärt die ungebrochene Beliebtheit des Fotobuches. Dazu gesellt sich der Wunsch nach und das Angebot an Großfotos für zum An-die-Wand-hängen.
Zu guter Letzt wollen wir etwas bzw. einen besonders herausheben:
Johannes Bockemühl mit CPP-3
Johannes Bockemühl von Jobo, hier mit den berühmten, rot-beringten Filmtanks in einem Rotationsprozessor CPP-3, den es ab Oktober 2012 wieder geben soll. Er hat unseres Wissens bis auf die allererste photokina (im Jahr 1950) alle photokinen mitgemacht.
(thoMas)
Zum Thema:
- Objektive von Carl Zeiss für Sony Nex, Hasselblad Lunar und Fujifilm X (aktualisiert)
- Hasselblad: Italienisches Design soll verkaufen helfen
- Das Fotojahr 2012 in Bildern - III
- photokina 2012: Impressionen vom Sonnabend
- photokina 2012: Impressionen vom Montag
- photokina 2012: Impressionen vom Sonntag
- photokina 2012: Impressionen vom Freitag
- photokina 2012: Impressionen vom Dienstag
- photokina 2012: Impressionen vom Mittwoch
- photokina 2012: Impressionen vom Donnerstag
- photokina 2012: Taschen, Taschen, Taschen
- photokina-Rückblick: Wechselobjektive





Brrrr, da ist sie wieder! Hasselblöd Lunar...
...der Eiterpickel der neuzeitlichen Fotographie. Die zwei Drehschalter sehen aus, als gehörten sie zu einer billigen Waschbeckenarmatur von Aldi!
Er macht seinem Niknamen
alle Ehre!
Na Hauptsache Sie sind zufrieden!
5000 Euro für billiges Goldimitat, eingefasst in bräsiges Schweinleder und serviert auf einem billigen Sprelacarttablett. Mit Verlaub: Das sieht aus, als wenn man eine Klotür an einen Mercedes nagelt!
Vom Inhalt
ganz zu schweigen. Und die Billigoptik vorne dran gibt ihr den Rest.
Die Zukunft der NEX
Man muss es vielleicht nicht so drastisch sagen, aber unrecht hat Sudel Eddi nicht. Diese NEX7 im Modefummel ist mehr als überflüssig. Kein Mehrwert, aber dreieinhalbtausend Euro teurer als das Original. Dass sich Hasselblad für so etwas hergibt...
Was ich aber noch weniger verstehe ist, dass die erste NEX mit Kleinbild-Vollformatchip nicht nur in diesem Forum kaum gewürdigt wird. Gut, die neue 900er kommt im Gewand und Formfaktor einer Videokamera daher, hat mit ihren 24 Megapixeln aber auch die volle Fototauglichkeit eingebaut. Eine kleine (R)Evolution im Verborgenen, die der neuen Leica M das Wasser abgraben wird. Denn einen OLED-EVF kombiniert mit einem großen Schwenkdisplay hat die Leica nicht zu bieten. So wird die Vollformat-NEX zur besseren Alternative, wenn man für seine R-Linsen eine "adäquate Lösung" sucht. Zumindest sobald sie in Form und Größe einer NEX 6 oder 7 kommt. Denn der neue M-auf-R-Adapter von Leica ist "dumm", hat nicht einmal eine Abblendtaste, und die Codierung, um im Menue Korrekturprofile für einzelne R-Optiken einstellen zu können, dürfte bei diesen dank ihrer gegegnüber M-Optiken längeren Schnittweite auch nicht allzu wichtig sein. Der teure Messsucher schließlich ist für die R-Linsen ohne Funktion. Ich kenne keine "adäquatere Lösung" für Leica-R-Linsen als eine solche Sony Vollformat-NEX.
Hasselblad-Sony: Warum nicht?
In der Tat! Nach einigen Versuchen in den Achtziger Jahren mit einer dauerdefekten Hasselblad 500ELM und einer ebenso unzuverlässigen 2000FC zu Zenza Bronica gewechselt (auch wegen der sehr guten Zenza-Objektive), fand ich das neue Hasselblad-Angebot doch sehenswert. OK, Vollformat hätte die Sache noch gesteigert, aber welche Käufer im Luxusbereich (dazu gehört auch Leica) veranstalten Fotoausstellungen mit großformatigen Bildern oder fotografieren professionell? Die wollen zeigen, was sie haben, ein wenig herumspielen und erfreuen sich an 10x15-Abzügen. Bei Leica sind sie doch schon froh, wenn sie mit dem Messsucher ein scharfes Bild auf die Reihe bekommen. Also: Zum Herumspielen ist die Sony-Hasselblad optimal geeignet, die aufgesetzten Drehräder (gute Idee) funktionieren sehr präzise, der Käufer kann als Griffstück Carbon oder verschiedene Holzsorten wählen. Das Teil wird sich verkaufen lassen. Die vom Staat alimentierten Banker und Devisenhaie müssen irgendwie ihre Euros im Konsumbereich verteilen. Das läuft immer so, erst meckern sie, dann bestellen sie es. Der Hasselblad-Stand war einer der schönsten auf der Messe, da stimmte alles, auch die historische Ausstellung hatten die Mitarbeiter aus Japan, China und Schweden perfekt arrangiert.
alle Ehre!
Ein paar
Blöde werden für ihre 10x15-Bilder sicher 5000 Lappen ablegen ... und sicher, wohl vorzugsweise solche, denen ohne Zocken was fehlen würde.
Aus-Sehen & Suchen
der Lunar ist ja mal geschmackssache, sie fast sich super an und wäre mir, wenn sie das Sony-Gelumpe ordentlich optimiert durchaus 2000€ oder sogar ein bisschen mehr wert -
aber nur wenn sich Sensor&Prozessor&Sucher austauschen lassen und mir der Body auch 1 Jahr später bei der neuen Technik noch zur Verfügung steht - nur dann macht es Sinn so etwas hochwertiges zu kaufen.
P.S. Die Sucher der Nex 7 und 6 sind ein Grauen - das will uns HB doch hoffentlich nicht wirklich zumuten - erst mal den Fuji-Sucher der X-E1 anschauen - daß ist bisher das Beste am Markt!
Mal sehen, wer Ende des Jahres dann damit herum läuft
Kinder wie die Zeit vergeht
Immerhin hat es nur 40 Jahre gedauert, vom Gelsenkirchener Barock bis zum Bordell-Design der Luna. Wer hätte das damals gedacht?
Sudel Eddi.
Die ganze Welt ist eine Wolke!
Gut oder schlecht fotografiert?
Beide, Herr Bockemühl und sein Rotationsprozessor, sehen aus wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. ;-)
Gast schrieb: Beide, Herr
Beide, Herr Bockemühl und sein Rotationsprozessor, sehen aus wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. ;-)
Herr Bockemühl besitzt Erfahrung.
Das, liebe Silikonknipser, ist das Gegenteil von immer die neueste Digitalkamera
Hast Du
zu viele Frauen mit Silikonbrüsten angegrabscht, dass Du Silizium nicht mehr von Silikon unterscheiden kannst?
Mehr Licht!
Ein kleines Aufhellblitzerchen hätte die Szenerie bestimmt etwas reizvoller gestaltet, dann wäre Herr Bockemühl nicht so düster `rübergekommen?!
Beide, Herr Bockemühl und sein Rotationsprozessor, sehen aus wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. ;-)
Messefazit
Mein Messefazit wäre ,
es war eine tolle Messe mit sehr vielen Neuheiten. Ob diese Neuheiten jeder mag oder nicht ist fraglich. Aber für alle und jeden war etwas dabei.
Gut fand ich die Bilder des Tages . Vielleicht eine Anregung,bitte einmal die Messestände zu beurteilen.Hier gab es sehr tolle Stände und auch Kuriositäten.
Mein Favorit war der Stand der Firma Zeiss. Die Landschaft die man dort geschaffen hat, fand ich wirklich toll.Freier Zugang zu den Objektiven und Mitarbeitern die vorhanden aber nicht aufdringlich waren.Hier bekommt Geschmack auf mehr.
Wer fand noch andere Stände bemerkenswert ?
Mein Fazit:
Zunächst einen Dank an Herrn Maschke, für die wie immer gute und ausführliche Messeberichterstattung.
Technologisch gab es kaum Aufregendes. Grundsätzlich dürfte sich aber die Bildqualität über sämtliche Bereiche der Fotografie weiter verbessert haben.
Der Anteil an sog. „Wurfgeschossen“ ist relativ konstant geblieben.
Aufregend waren nur die a99 und die RX-1. Letztere ist nach dem Erscheinen der Lunar sogar preislich ein Schnäppchen. Positiv ist durchaus auch die d600. Ich denke, die Kamera ist kein Brüller, aber sie ist hier bei Photoscala zu Unrecht niedergemacht worden.
Es gab einige gute Linsen. Stellvertretend seinen Zeiss, Voigtländer und Tamron genannt.
Neu ist die Flut an Designverirrungen. Es war klar, dass Leica nach dem Siechtum von Kodak neue Sensoren verbauen muss. Das sich aber nichts bei der Bildqualität, sondern nur beim Preis und Design ändert, ist neu. In diesen Reigen reiht sich dann auch Hasselbalds Designkrüppel ein, bei dem sogar mit Ansage die Bildqualität Wurst ist. Dafür haben sie jetzt extra eine Designabteilung bei Venedig gegründet.
Sudel Eddi.
Die ganze Welt ist eine Wolke!
Messefazit eines alten Hasen..
Seit 1968 (Steinzeit des vorigen Jahrtausends) bin ich bis heute beruflich mit der Fotografie beschäftigt. Viele so genannte Trends hat es in den Zwischenzeit gegeben. Etliche waren schnell vorbei andere waren Weg weisend.
Ehrlich, analog und in der Dunkelkammer möchte ich nie wieder arbeiten müssen. Was für ein Fortschritt sind doch die heutigen Sensoren und die Bearbeitung im Photoshop. Die unmöglichsten Bildideen lassen sich verwirklichen.
Was sich nicht verändert hat sind die unterschiedlichen Anwendergruppen in der Fotografie. Da sind jene denen es nicht fortschrittlich genug sein kann, jene denen die verwendete Technik das Wichtigste ist und jene die wirklich ihr täglich Brot mit Bildern verdienen.
Die Industrie muss Geld für ihre Aktionäre verdienen und verbreitert ihr Angebot um keine noch so kleine Nische zu verpassen. Dazu betreibt sie Image Pflege mit einzelnen herausragenden Boliden die ihre Kompetenz zu untermauern.
Den „echten“ weltweit kleinen Profi Fotomarkt teilen sich wenige Spezialisten. Sei es Foto- oder Filmkameras, Licht, Blitzhersteller oder Druckmaschinen für die Serienproduktion. Mittlerweile mischen dort auch noch Elektronik Spezialisten mit. Hier findet der Profi sein Handwerkszeug. Darüber habe ich in der Photoscala leider nicht viel gefunden.
Dafür aber Seitenlanges „Genöle“ ob Handgriffe der Firma XY oder so genannte Konsumer Kunststoff Zoom Dinger besser sind.
Erschreckend ist für mich wie wenig Bilder ausgedruckt werden. Da stellt sich für mich die Frage ob sich die Mutter mit dem Smartphone überhaupt einen Gedanken macht wie sie in 10 Jahren an das Video/Foto mit den ersten Schritten ihres Kindes kommt und wo es gespeichert ist? Das Bild war bisher immer im Schuhkarton oder im Album vorhanden, aber wo ist die Datei? In einer Cloud ?
Trotzdem fand ich die Photokina in diesem Jahr sehr interessant weil sich neue Wege in Sachen Kamera Steuerung und Bildübertragung auftun.