Freuen Sie sich, fotografieren zu können; Goethe würde Sie darum beneiden.

— Alexander Spoerl

Am 25.8.

  • 1970: * Claudia Schiffer; deutsches Fotomodell

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Zeit-Zitate

Foto Christian Tagliavini, Ritratto di giovane uomo con capelloDer Fotokünstler Christian Tagliavini inszeniert seine komplexen Kunstwerke äußerst aufwendig. Erstmals in Deutschland ist jetzt eine Einzelausstellung mit seinen Arbeiten zu sehen:

Pressemitteilung von Camera Work:

CWC GALLERY präsentiert:

Christian Tagliavini

Die CWC GALLERY freut sich, ab dem 22. November 2013 erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung des Künstlers Christian Tagliavini zu präsentieren. Die Ausstellung würdigt mit der weltbekannten Serie »1503« und der neuen Reihe »Carte« das beispiellose kreative Schaffen des Künstlers.
 

Foto Christian Tagliavini, Ritratto di signora in verde

Christian Tagliavini, Ritratto di signora in verde
 
 
Foto Christian Tagliavini, Ritratto di giovane uomo con capello

Christian Tagliavini, Ritratto di giovane uomo con capello

 
»1503«
Christian Tagliavini lädt mit seinem berühmten Zyklus »1503« den Betrachter in eine Reise ins 16. Jahrhundert ein. Seine Protagonisten tragen Namen wie Cecilia, Lucrezia oder Bartolomeo, sind grazil, anmutig oder mächtig und drücken jeder für sich den Stolz der Renaissance aus. Im Stile des Florentiners Agnolo di Cosimo, in der Kunstgeschichte bekannt als Bronzino, verleiht Tagliavini seinen Porträtierten der Neuzeit die Patina des Manierismus. Der Titel der Serie »1503« ist zugleich Referenz auf das Geburtsjahr von Bronzino. Dabei inszeniert der Künstler nicht nur den gesamten Bildraum oder setzt das Licht. Die akkurate Vorarbeit jedes Porträts ist unabdingbare Grundvoraussetzung für das vollendete Werk, welches den Betrachter in den Bann zieht. Vom Casting der Models über das Designen und Produzieren der Kleider bis hin zum Make-up ist Tagliavini in jedem Arbeitsprozess der richtungsweisende Akteur. Der Universalkünstler erschafft ein Photokunstwerk, welches das Ergebnis eines kreativen Schaffensprozesses ist, dessen einzelne Stränge sich im fertigen Werk treffen und dort zu etwas Erhabenem gipfeln.

Die Herausforderung, die Kunstgeschichte zu zitieren, gelingt Tagliavini beispiellos und dies nicht nur als bloße Kopie der künstlerischen Charakteristika. Nicht zuletzt mit einer Schaffenszeit der Serie von über 13 Monaten ist »1503« ein beeindruckender Beleg für den visionären Kreativreichtum des Avantgardisten Christian Tagliavini.
 

Christian Tagliavini, 4/11 Carte, La Matta Rossa

Christian Tagliavini, 4/11 Carte, La Matta Rossa
 
 
Christian Tagliavini, 7/11 Carte, Regina di Quadri

Christian Tagliavini, 7/11 Carte, Regina di Quadri

 
»Carte«
So ein Kartenspiel hat die Welt noch nicht gesehen: Auch in der 2012 fertiggestellten Serie »Carte« spielt Christian Tagliavini künstlerisch grenzenlos und handwerklich sicher mit dem Symbolreichtum der Kulturgeschichte und visuellen Effekten. In den überdimensionalen Spielkarten steckt der Künstler die Auserwählten in selbst geschaffene, mit Laser-Cut geschnittene Kostüme aus Papier und Karton, die durch ihre Oberflächenstruktur, Stärke und deren Schattenwirkung ein beeindruckendes Wechselspiel zum dreidimensionalen Menschen entstehen lassen. Jede der 11 Karten – vom Buben über die Königin bis zum Ass – hat ihren eigenen individuellen Charakter, der durch das visuelle Rezitieren von Kubismus, Jugendstil, italienischer Heimatkunst oder der Mythologie erzeugt wird. Die ausdrucksstarken Porträts fesseln den Betrachter und die fragenden, flehenden oder statuierenden Gesten fordern ihn heraus, das Geheimnis jedes Charakters zu hinterfragen.

Christian Tagliavini schickt den Rezipienten in eine skurrile, stumme Zirkuswelt voller subtiler Absonderlichkeiten. Dem künstlerischen Magier, der auch mit wankenden Größenverhältnissen perfekt illusioniert, ist mit »Carte« eine unvergleichbare Photokunstserie gelungen, die zeitlos und irreal zugleich ist.
 

 
Über Christian Tagliavini
Geboren 1971, wuchs Christian Tagliavini in Italien und in der Schweiz auf. Er studierte Grafikdesign, war als Architekt und Grafiker tätig, bevor Tagliavini sich ab 2000 der Photokunst widmete. Weitere bildende Künste wie Grafik, Baukunst und Zeichnung fließen bis heute in seine Werke ein. Sein biografischer Hintergrund prägte auch sein ausgeprägtes Verständnis dafür, eigens Werke zu »erfinden«, zu kreieren und handwerklich zu produzieren. Seine Arbeiten sind nicht nur »Bilder«, sondern komplexe Kunstwerke, die ihren Ursprung in verschiedensten Materialien haben. Das künstlerische Schaffen spiegelt sich zumeist in in sich geschlossenen Serien wider, die eigens kreierte Geschichten, Zitierungen der Kunstgeschichte oder ungewöhnliche Konzepte umfassen. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen und Kunstmessen weltweit präsentiert. Christian Tagliavini ist u.a. Preisträger des Hasselblad Masters Award (2012) und lebt und arbeitet heute in der Schweiz.

 
 
Ausstellung:
22. November 2013 bis 22. Februar 2014
CWC GALLERY
Auguststraße 11–13
10117 Berlin

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag ⋅ 11–19 Uhr
 

(thoMas)
 

Ja, sehr schön!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 18:17

Immer die gleiche Schiene: Thema finden, umsetzen und vor allem dann auch noch los werden an interessierte Käufer. Fotokunst ist nicht eine esotherische Luftnummer, sondern vor allem eine professionelle Werkbühne mit angeschlossenem Verkauf. Da muss man lange drum kämpfen, genauso wie man für ein gutes Produkt und seine Verkaufschancen kämpfen muss. Da ist nichts Genialisches, sondern gute Ideen mit guter Vermarktung gefragt.

Das gilt genauso für Fotografen als auch für Auto- oder Waschmaschinenhersteller.

Verkaufen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 22. November 2013 - 22:23
Gast schrieb:

Immer die gleiche Schiene: Thema finden, umsetzen und vor allem dann auch noch los werden an interessierte Käufer. Fotokunst ist nicht eine esotherische Luftnummer, sondern vor allem eine professionelle Werkbühne mit angeschlossenem Verkauf. Da muss man lange drum kämpfen, genauso wie man für ein gutes Produkt und seine Verkaufschancen kämpfen muss. Da ist nichts Genialisches, sondern gute Ideen mit guter Vermarktung gefragt.

Das gilt genauso für Fotografen als auch für Auto- oder Waschmaschinenhersteller.

Also das Wort schreibt man so: "esoterisch".

Ansonsten: Fotografie mag für die einen Vermarktung von irgendwelchen Bildern sein - für die anderen ist es auch noch viel mehr.

Gut Licht!

PS: Auch diesem Kitsch oben kann ich nichts abgewinnen.

Jawohl Herr Oberlehrer!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 23. November 2013 - 18:07

Wenn Sie das Kitsch bezeichnen, o.K.
Das muss man aber nicht teilen. Und wenn man den Erfolg sieht, scheint es noch eine ganze Menge Leute zu geben, die das ähnlich sehen. Dagegen muss man noch nicht von Gut Licht! erkennen, dass da die rasante Erfolgsstory dahinter steht.

Möööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööp!

Bild von Der Spaniel
Eingetragen von
Der Spaniel
(Ehrengast)
am Montag, 25. November 2013 - 20:42
Gut Licht! schrieb:

PS: Auch diesem Kitsch oben kann ich nichts abgewinnen.

Die allwissende Müllhalde hat gesprochen.

Der Spaniel. Wau!

P.S.: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Allwissende_M%C3%BCllhalde&old...

Models

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 08:11

Wo findet man solche Giraffen?Ich freue mich schon auf eine Elefantenserie.

Models II

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 24. November 2013 - 08:29

http://www.karten-haus.ch/Grafik/KartenKunst.htm#schnyder

"...der neuen Reihe »Carte« das beispiellose kreative Schaffen des Künstlers."