Ich glaube fest, dass es Dinge gibt, die niemand sähe, würde ich sie nicht fotografieren.

— Diane Arbus

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

BENUTZERANMELDUNG

Weniger ist mehr bei Leica: weniger Läden = mehr Auswahl, mehr Service

Leica will künftig nurmehr einen Berliner Händler direkt beliefern. Ist das der Beginn eines neuen Vertriebskonzeptes? Und: Ist das gut oder schlecht für Leica? Und für die Kunden? Wir haben Leica zu den Hintergründen befragt:

Wie bereits in Leica in Berlin: weniger Läden, mehr Exklusivität berichtet, strebt Leica anscheinend von der Masse zur Klasse. Exakt bedeutet das: Die Leica Camera AG hat die Entscheidung getroffen, Berliner Händler künftig nicht mehr direkt zu beliefern. Nur ein neues Ladengeschäft, das vom Hamburger Händler Leica bei Meister in exklusiver Umgebung eröffnet werden soll, wird in Berlin die Produkte von dem Unternehmen erhalten.

Wir haben Leica - in Person von Steffen Keil, Leiter Vertrieb Deutschland - zu dieser aktuellen Entwicklung und den Auswirkungen befragt:

Warum hat Leica die Verträge in Berlin nicht verlängert?

Die bisherigen Vertriebsverträge sind ausgelaufen und werden nicht verlängert. Entscheidend ist aber unsere wirtschaftliche Entscheidung, zukünftig nur einen Händler in Berlin direkt zu beliefern.

Heißt das, dass man in Berlin Leica-Kameras künftig nur dort kaufen kann?

Wir werden nur einen Händler direkt beliefern, weil wir durch die Konzentration auf einen Partner unseren Vertrieb effektiver gestalten können. Von einem leistungsstarken Leica Händler profitiert auch der Kunde, weil dieser eine Fachhändler mehr Produkte vorrätig hat und mehr Service bieten kann. Leica bei Meister ist deshalb einer der größten Händler Deutschlands geworden, weil die Kunden mit der Servicequalität und Beratung besonders zufrieden sind. Dieses Angebot steht demnächst auch in Berlin zur Verfügung.

Ist es nicht besser, an möglichst vielen Orten Präsenz zu zeigen und Leica-Kameras zu verkaufen?

Nein. Es handelt sich bei den Leica Systemkameras um Produkte, die nur dann wirklich wert geschätzt und außergewöhnlich erfolgreich vermarktet werden können, wenn das umfangreiche Objektiv- und Zubehörprogramm vorhanden ist. Wenn überall nur einzelne Produkte zu sehen sind, nicht aber das ganze Programm, dann ist dies für die Marke und auch den Kunden nicht gut. Zum Erfolg der Marke gehören Aktivitäten wie Workshops und Infotage, die wir im neuen Berliner Geschäft zahlreich anbieten werden.

Was erhoffen Sie sich von dieser Bindung an einen Händler?

Eine bessere und umfangreichere Präsentation der Marke, die Ansprache neuer Zielgruppen und mehr Service und Qualität für die bestehenden Kunden. Mittelfristig für uns auch einen Zuwachs im Umsatz.

Der Kunde muss jetzt u.U. deutlich weitere Wege zum Leica-Händler in Kauf nehmen. Hat er auch Vorteile?

Leica Produkte sind qualitativ außergewöhnlich hochwertige Produkte mit entsprechenden Preisen, die man sich oft für das ganze Leben kauft. Es ist nicht die Milch, die man zweimal pro Woche im Lebensmittelladen nebenan kaufen will. Durch mehr Beratung und bessere Produktauswahl lohnt sich der Weg innerhalb einer Stadt auf jeden Fall.

Werden Sie dieses Konzept auch in anderen Städten verwirklichen?

Die Qualitätskriterien für unseren Fachhandel gelten überall. Zu der Einschränkung der Direktbelieferung auch in anderen Städten gibt es aber keine konkreten Pläne. Es hängt sehr stark von der speziellen Situation vor Ort ab. Wir kennen aber schon andere Städte, in denen Leica Fachhändler in die Marke investieren wollen. In welchen Rahmenbedingungen dies möglich ist, das prüfen wir natürlich aufmerksam.


Das Interview führte Thomas Maschke für photoscala. Wir danken der Firma Leica, im Besonderen unserem Interviewpartner Steffen Keil, für die Beantwortung der Fragen.

(thoMas)

Schlagt mich, aber ich finds gar nicht so dumm.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 13:37

Die bisher bei den dank "Doofmarkt" existenzgefährdeten Traditionshändlern rumgammelden und mehrere Jahre alten zum Verkauf stehenden Ausstellungsstücke haben bisher nichts gebracht und werden das auch in Zukunft nicht tun. Dann lieber nur ein Laden pro Stadt, bei dem man auch mal etwas testen und in die Hand nehmen kann...
Gruß,
der Verkaufsstrategienentwickler ;)

.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 15:05

sicherlich vom Prinzip her eine gute Idee. Denn welcher (kleine) Einzelhändler hat schon das Kapital um sich eine große Auswahl an Leica Produkten ins Regal zu stellen wo doch die Masse seiner Kunden eigentlich etwas völlig anderes bei ihm kaufen möchte.

Aber ob man mit so einem Konzept neue Kunden anspricht ?

Der Leica Jünger hat so nun aber endlich ein Wallfahrtsziel ;-)
jetzt muss Leice es nur noch verstehen sich auch zu "verkaufen" und das geht auf Dauer eben nur wenn sie den digitalen Markt besser abdecken. Sprich eine digitale M sollte bald neben dem R-Modul stehen.

Gruß Björn

Warum nicht?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 15:30

Warum nicht noch eine Fehlentscheidung treffen,wenn man darin schon jahrzehntelange Erfahrung hat.
Die Produkte werden nicht besser wenn man sich rar macht.

Stimmt,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 16:55

aber vermehrte Präsenz verkauft vom Markt nicht angenommene Produkte auch nicht besser. Ist das Produkt der Hammer, kann man sich ohnehin jedes Marketing sparen.
Hoffen wird, dass die digitale M kommt und eine DSLR die nicht so klobig und tonnenschwer wie das DMR ist, dann schaut die Zukunft m.M. nach gar nicht derart schlecht aus...

Einsparungen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 18:16

Die ganze neuen Vertriebstrategie scheint Kosteneinsparungen zum Ziel zu haben. Jeder Leica- Vertragshändler hat Anrecht auf einen gewissen Werbekostenzuschuss gegen Beleg. Wenn sich das in Grosstädten finanziell auf einen einzigen Händler konzentriert, kann es nicht nur billiger sondern auch effektiver werden.

*kopfschüttel*

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 20:11

Eine gute Idee - das sehe ich auch so - ist, das gesamte Sortiment "zum Anfassen" zu präsentieren. Wer mal in Japan gewesen ist, weiß wie herrlich so etwas ist. Stichwort "Yodobashi Camera" in Tokyo: ein Foto Super Store über 5 Etagen mit so ziemlich allem, was das Fotoherz begehrt. Natürlich auch sämtliche Gehäuse und Objektive, die der Markt hergibt - alles aufgereiht, allen zum in-die-Hand-nehmen.

Diese Idee hängt aber im Falle Leica in der Luft. Bei den Digiknipsen sind die Solmser längst in den Geiz-ist-geil-Niederungen der anderen Hersteller angekommen. Und der Analogbereich ist (so gut wie) am Ende. Nikon und Pentax haben ihre Analogen schon begraben. Hasselbald die XPan auch. Minolta tot. Contax mausetot. Agfa pleite. Kodak verkauft alle Labs und schickt die Filmentwicklung in die Wüste. Und was macht Leica? Sie graben die Leiche wieder aus, lassen sie hoch leben und wollen sie noch ein paar Jährchen vorm Friedhof hin- und hertragen. Wenn schon die künstliche Beatmung per DMR nicht funktioniert, dann wenigstens im Luxussarg bestatten!

Offensichtlich scheint aber Leica selbst der Sache nicht recht zu trauen ("Mittelfristig...Zuwachs im Umsatz"). Mittelfristig wird es aber analoge Systemkameras nur noch im Museum oder im Bestand von Sammlern geben. Die einzig mögliche (aber längst nicht sichere) Rettung wäre die digitale M. Aber hier hat man "mittelfristig" schon mal 10 Jahre verplempert. Das hat in der Regel kein Markt verziehen.

Wenn ihr mich fragt, die Luxusladen-Schnapsidee entstammt einer Unternehmensberatung und/oder dem neuen Marketingvorstand. Aktionismus auf der ganzen Linie, sonst nix!

So long,
Olong

Das übliche hohle Management-Blabla...

Eingetragen von
1958
(Stammgast)
am Donnerstag, 06. April 2006 - 20:33

...aber hat wirklich jemand etwas anderes erwartet? Die konkreten Fragen von Thomas Maschke wurden mit den allgemein üblichen leeren Management-Neusprech-Worthülsen beantwortet, die in den Ohren derer, bei denen sich zwischen denselben nicht allzuviel befindet, zwar ganz toll klingen, die aber keinerlei faßbare Aussage beinhalten.

Aber es gibt noch Hoffnung für LEICA. Ein weiterer Punkt der Kosteneinsparungs-Optimierung erscheint sogar sehr wahrscheinlich. Demnächst wird man solche hochbezahlten und völlig degenerierten Sprechpuppen, wie Herrn Steffen Keil, bei fortschreitender Computertechnik durch wesentlich intelligentere Simulationsprogramme einsparen und ersetzen können.

Gruß
1958

leica etc.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 20:39

"...der Analogbereich ist (so gut wie) am Ende. Nikon und Pentax haben ihre Analogen schon begraben. Hasselbald die XPan auch"

I'm only sorry for all those poor people who have never, and obviously never will, experience the sheer joy of producing a fine print on the best of fiber based papers.
Long after all these silly telephone and digital knipsers have gone to the well deserved scrap yard, REAL silver print photography will still be there - and worth a whole lot more money than anyone ever imagined.

G.E.T

I'm only sorry for all those poor people...

Eingetragen von
1958
(Stammgast)
am Donnerstag, 06. April 2006 - 21:07

Ich nicht. Mein Mitleid hält sich dafür aber bei denen in Grenzen, die beim analogen Bildentstehungsprozess etwas mystisches herbeireden wollen, digital entstandene Bilder als minderwertig betrachten und nicht begreifen, daß es, einen entsprechenden hochwertigen Bildinhalt vorausgesetzt, zunächst einmal völlig egal ist, ob dieses Bild analog oder digital entstanden ist.

Was allerdings die mögliche technische Qualität eines Bildes betrifft, ist analog längst überholt. Mit einer digitalen Vollformat-Kamera und lichtstarken Festbrennweiten sind mir heutzutage freihändige Fotos im Available-Light-Bereich möglich, die ich selbst mit der legendären LEICA-M nicht annähernd in dieser Qualität erreichen konnte, aber die unverbesserlichen Nostalgiker werden wohl auf immer und ewig weiterträumen und auch weiterhin die Realität verleugnen.

Gruß
1958

Augury

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. April 2006 - 21:23

@G.E.T:

Okay, we poor guys understand: Nikon, Pentax, Hassey, Minoilta, Kodak, etc. are wrong. Digital photgraphy - a spook only. The whole photo market is off the track - apart from Leica, of course.

So long,
Olong

uralte Diskussion

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. April 2006 - 08:48

Immer wieder kommen solche Diskussionen auf den Punkt, an dem eine neue Technik verteufelt, eine schwindende als das einzig Wahre dargestellt wird. Warum nur? Lassen wir doch einfach den Markt regulieren.
Aber das war so und das wird so sein: In den Anfängen der Fotografie erhoben sich viele Künstler, machten sich über die Unzulänglichkeiten lustig, wähnten den Untergang der Kunst nahe. Andere spürten das Potential in der neuen Technik und machten sie sich zu eigen. Wir wissen heute um den Entwicklungsschub, den die Kunst erfahren hat, sei es, dass ganz bedeutende Künstler ihr Skizzenbuch durch die Fotografie ergänzt/ersetzt haben, sei es, dass die Kunst im Bemühen, sich von der Mechanik abzuheben, die zunehmende Abstraktion entdeckte. Die Fotografie selbst erhielt im Laufe der Zeit einen eigenständigen Status als Kunst...
Ich denke, das wird mit der Digitalfotografie nicht anders sein, wenn sich die Aufregung gelegt hat. Sie hat so viele Vorteile: Nicht nur meine Enkelkinder, meine SchülerInnen wollen nach dem Foto sofort das Bild auf dem Monitor sehen. Das ist inzwischen ganz selbstverständlich, Polaroid-Gefühl ohne dessen Kosten, ohne (überflüssiges) Wedeln von sich entwickelnden Bildern. Auch bei einer Porträtsession ist es hilfreich, ein unsicheres Model mit dem Ergebnis die Scheu nehmen zu können.
In heiklen (Beleuchtungs-)Situationen bin ich nicht mehr auf umständliches Messen mit dem Handbelichtungsmesser angewiesen: Ein Blick auf den Monitor zeigt die Richtung.
Nicht zu vergessen, was anschließend aus den Rohaufnahmen am Bildschirm alles zu zaubern geht bis hin zur Grafik, zur Verfremdung. Kunst in einer neuen Art; ausgedruckt mit sehr haltbaren Tinten auf Zeichenkarton, auf Künstlerpapiere entsteht Eigenständiges. Und die heutige Digitaltechnik beispielsweise in Form meiner rundherum zufriedenstellenden C* ist so gut...
Selbst die Handy-Knipsen haben ihren Wert: Ich sehe, wie unbefangen Kinder damit umgehen. Da steckt soviel Kreatives drin - wir sollten es fördern. Was ist aus der Lomografie geworden...
Noch ein Punkt: Wer heute die überragende Qualität eines analogen Silberbildes rühmt, der sollte in das Negativarchiv greifen und ein paar alte HP3 Negative aus den 60ern in seinen Leitz Valoy einlegen. Und dabei still darüber nachdenken, dass die Leica mit ihrem Kleinbildformat einst als völlig untaugliches Instrument von den Experten abgelehnt wurde.
Wie sagt der Lateiner? Suum cuique - das Schwein quickt (oh Pardon, für die Nichtlateiner: Das ist eine sehr freie Übersetzung. Der O-Ton heißt: "Jedem das Seine"...)
Wolfgang M. Schmitt

Jedem das Seine !

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Freitag, 07. April 2006 - 09:56

Genauso isses!

Bei allen Nichtprofis ists doch einzig der Spaß, der das Hobby ausmacht. Und der Weg, wie die Bilder, die an der Wand hängen oder sonstwie präsentiert werden, erzeugt wurden, ist eigentlich egal - die innere Ruhe ist doch der Sinn des Hobbys. Und nach der Ruhe reden wir mal über das Ergebnis - die Bilder ( das wird gerne unterlassen ....) !

Ich bin zum Beispiel sehr froh darum, wenn ich mich in meine Dunkelkammer (nur SW) zurückziehen kann - da platzt keiner rein, weil jeder weiß, daß es da drin dunkel ist und wehe wenn Licht reinkommt. Am Computer darf man mich dagegen selbstverständlich jederzeit stören, da kann ja nichts kaputtgehen.

Andere gehen halt zum Fischen.

Und für alle, die immer meinen, daß Digital Analog ersetzen wird bzw. ersetzt hat: Es gibt auch noch Schwarzweissfilme und es gibt für die ganz Alten auch noch Planfilme zu kaufen.

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Just another unneccessary signature
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Der Mensch hat vom Anfang seiner Tage -

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. April 2006 - 10:20

und dies wird bis zum Ende seiner Tage so sein - nichts so gefürchtet wie Veränderungen, die er dennoch stets akzeptieren musste. Veränderungen verdanken wir dann auch in der Regel den Unzufriedenen, weil zufriedene Menschen niemals eine Veänderung wünschen und eine solche auch nicht voran treiben.

Nachdem der digitale Zug die Hauptweiche hinter sich liess und rasend in Fahrt kam - so schnell, dass sich manche wunderten, wie blitzschnell man komplett vom Markt weg sein kann - haben andere bis dato nicht eine einzige, in der Praxis brauchbare Alternative und ergehen sich in motorisch ungelenken Fingerübungen, während sich in der letzten Gruppe plötzlich analoge Nostalgiker wieder finden.

Olongs obige Ausführungen giessen Öl ins Feuer: Nekrophile Zombies graben die Leiche aus und tragen sie in Zukunft auf dem Friedhof herum! Wie von dem oben blubbernden Leica-Oberzombie zu erfahren, hat man dafür absolut kein Konzept! Man fängt halt mal mit einem Leica-Shop an und lässt dafür erst mal treue Weggefährten über die Klinge springen (in dem diese zwangsgekündigt werden durch Nichtverlängerung auslaufender Verträge).

Dann wird auf Monokultur gesetzt. Stellen Sie sich mal bildlich vor, Sie hätten ein Auto unterm Hinter, dessen Hersteller Ihnen einen Servicebetrieb im Umkreis von - sagen wir mal - 100 km offeriert. Und dann können Sie es mit dem nicht, weil er unfachmännisch repariert, Sie mit der Abrechnung bescheisst, Ihnen unzumutbare Termine zumutet (weil ihm Ihre Nase nicht passt) und so weiter und so fort. Eine Alternative haben Sie nicht, noch nicht einmal den Verkauf in Ihrer unmittelbaren Umgebung, weil Ihnen jeder vorhält, dass es weit und breit keinen akzeptablen Service für Ihre Kiste gibt. Und, wenn einer zum alleinigen Herrscher erhoben wird, dauert es meist nicht lange, bis auch dieser die Meinung vertritt, barfuss über das Wasser marschieren zu können.

Dann ist eine Idee nur so gut, wie ihre anschliessende Realisation und deren Vermarktung. Hinten kackt die Ente, was schon die Neandertaler wussten - und zu allen Zeiten die Katholiken. Unvergessen, eine der grössten Marketing-Erfolge der Menschheit: Ablassbriefe (Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!). Die Leica-Shops sind noch nicht einmal eine gute Idee. Vielleicht (???) wäre es eine bessere, wenn man - sagen wir mal - in jeder Länderhauptstadt einen solchen Eigenshop hätte (macht für den Anfang dann 16). Aber jeder Laden müsste dann einen Betreiber haben, der sich entweder selbst finanziert oder von Leica finanziert werden muss. Und dann muss der Betreiber dem Unternehmen Leica mehr als hörig sein. Das sind schon mal Voraussetzungen, an denen das Grossprojekt von vornherein scheitert. Kurz und klein: Die gesamte Eigen-Shop-Idee basiert auf einem einzigen Händler. Kann das gut gehen? So long, BB

LEICA scheint wirklich ein Reizwort zu sein

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Freitag, 07. April 2006 - 10:33

Wie sonst ließe es sich erklären, dass die banale Meldung über einen neuen Leica-Laden in einer Berliner Seitenstrasse zur überflüssigen weil unfruchtbaren Grundsatzdiskussion über analog/digital wird?
Dabei ist es doch so einfach: Jeder Heimwerker will Löcher bohren. Welcher Bohrer der richtige/beste ist, hängt nur vom zu bohrenden Material, seiner Dicke und vom Durchmesser des Loches ab. Der Bohrer an sich ist kein Selbstzweck.
Warum sollte es, wenn es um Fotos statt Löcher geht, anders sein? Kein Bohrer ist besser oder schlechter als der andere, wenn er nur das individuell gewünschte Lochbohrt.
Ob man nun unbedingt eine manuelle Bohrmaschine mit Handkurbel dazu nimmt, ist eine andere Frage.

EU-Richtlinie WETTBEWERB

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. April 2006 - 12:07

Hallo,

wenn ich bedenke, dass uns die EU-Administration ermöglichen will, ÜBERALL unsere Kaufansprüche (Energie, Autos, Verkehrsmittel etc.) zu befriedigen, finde ich es schon ein Ding aus dem Tollhaus, wenn Leica sich anmaßt, seine eigenen Gesetze und Vorstellungen durchzusetzen. Jedenfalls werden die Berliner die Preise von Meister bezahlen müssen oder sich im Internet umschauen. Das bedeutet: Herr Meister leistet die Beratung und gekauft wird dann woanders. Das ist die Rache des kleinen Mannes. Klasse!

Da ich daneben stand, ist diese Realsiatuation verbürgt:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. April 2006 - 14:31

Ein Kunde kommt zur Fotoverkäuferin und will eine Leica SLR sehen, was abschlägig beschieden wird, da man nur noch eine originalverpackt und eingeschweisst habe. Wendet der Kunde ein, dass man die Ware doch erst sehen müsse, bevor ein Kauf zustande käme. Die Verkäuferin: "Der Leicianer weiss was er kauft und will die Ware originalverpackt und eingeschweisst, deshalb keine Präsentation." Auf die Frage der Verkäuferin, ob er die präsentierte Kamera dann kaufen würde, wird (herzerfrischend ehrlich) geantwortet: NEIN, auch er wolle die Leica originalverpackt und eingeschweisst! Abgang!
Warum ich das jetzt hier erzähle: Bei Leica gibt es absolut keine Beratung aber eine intensive Missionarstätigkeit, sollte sich denn mal ein Zweifler oder Zauderer in die geheiligten Leica-Hallen verirren. Und da wird der Kandidat dann zugedröhnt, schlimmer als bei jedweder Sekte.

Das schon das Wort LEICA Reize auslöst, die nicht im Sinne des gleichnamigen Unternehmens sein können, liegt u.a. daran:

Ein Gast schrieb: So ist das halt, wenn man mit konstanter Boshaftigkeit seine Marktchancen verpasst hat. Die Betonung liegt auf "konstanter Boshaftigkeit". Und Leica ist ein durch und durch boshaftes Unternehmen. Und irgendwann ist das Fass voll: Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Boshaftigkeit potentiiert zurückschlägt.

Es gibt inzwischen Getränkeroboter, die selbst Grossgebinde händeln und abrechnen können. So braucht auch Leica keine teueren, lebensechte Zombiepuppen, sondern lediglich einen Automaten, der nach Eingabe "Leica Digital Rückteil" 5.000 frische Euronen einzieht, das Wechselgeld und das originalverpackte und eingeschweisste Rückteil auspuckt. Das war's.

Die Missionarstätigkeit kann auf sieben CD-/DVD-ROM verlegt werden, die der Automat gegen eine Schutzgebühr von sagen wir mal 50,00 Euronen abgibt.

Es geht halt immer noch ein bisserl besser und billiger. So long, BB

War wohl schon immer ein Problem,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 07. April 2006 - 14:51

daß Leicas bei zu vielen Händlern verbreitet waren ... da wußte man ja nie, bei welchem Händler man nun irgendein nicht lieferbares und/oder überzogen bepreistes Teil kaufen sollte ...

Anspruch und Wirklichkeit

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 11. April 2006 - 12:16

„Leica Produkte sind qualitativ außergewöhnlich hochwertige Produkte mit entsprechenden Preisen, die man sich oft für das ganze Leben kauft.“

Das glaubte ich auch einmal: Meine in 1984 neu gekaufte R4 war nach 10 Jahren wirtschaftlicher Totalschaden. Die 1994 neu gekaufte R7 verursachte nach 7 Jahren DM 600,00 Reparaturkosten Und das bei äußerst pfleglicher Behandlung.

Autofokus und Bildstabilisator sind heute Stand der Kameratechnik und erweitern die fotografi-schen Möglichkeiten erheblich. Leica M und R verfügen über beides nicht, somit kommen sie für die meisten Käufer nicht infrage. Das gilt sowohl für für analog als auch für digital.

Das Vertriebskonzept ändert daran nichts.

"Die Qualitätskriterien für unseren Fachhandel gelten überall

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 11. April 2006 - 15:53

Es ist schön, wenn Leica den eigenen Fachhandel so üppig mit Qualität ausstatten kann. Die freien Händler in unserer freien Marktwirtschaft bekommen seit dem Umsatzsterben der Fotoprodukte aus dem Hause L kaum noch einmal im Jahr eine Systemkamera zu sehen. Infolgedessen kennt man auch kaum die Modelle und das Handling dieser Exoten allein frisst den Gewinn auf. Wer da investieren will, ist entweder dumm oder er exportiert Grauware.

Wenn die Qualität der Kommunikation der Herren bei Leica bereits abgefärbt hat auf die Qualität der Produkte, dann ist dieser Selbstmordversuch wohl recht erfolgreich.

Herzliches Beileid

Man achte auf die Sprache ....

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 11. April 2006 - 15:57

"Wir kennen aber schon andere Städte, in denen Leica Fachhändler in die Marke investieren wollen. In welchen Rahmenbedingungen dies möglich ist, das prüfen wir natürlich aufmerksam."

Sprachlich geschulte und andere sensible Menschen könnten diesen Satz durchaus als Aufforderung zur Bestechung verstehen.

Was genau muss ein Händler tun, damit der der aufmerksamen Prüfung standhält?

Leica

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. April 2006 - 09:49

....und immer wieder bla,bla,bla. Wann begreift eigentlich Leica, daß die Zeit der analogen Fotografie zu Ende geht. Ständig auf der Suche nach neuen Investoren, hängt man seit Jahren am seidenen Faden des Abgrundes. ...Bindung an einen Händler, dadurch bessere und umfangreichere Präsentation!!!! Kommt endlich runter von eurem hohen Roß, es gibt mittlerweile gute, beste Qualität an digi-Kameras zu reellen Preisen. So schlimm es wirklich ist für all die alt eingesessenen Kamerafirmen , aber der Tiefschlaf, sei es bei Hasselblad, Leica und all den anderen war so tief, daß ein Aufholen zum derzeitigen Stand der Technik nur noch mit teuren Klimmzügen möglich ist. Ich selbst hänge noch am analogen Teil der Fotografie, aber der Trent ist unabwendbar, die Technik geht weiter und wird immer besser.
Grüsse vom einem Hassi-Fotografen, der nicht einsieht, die exorbital teuren digitalen Produkte von Hasselblad zu kaufen.(umsteigen!!!)

Hör Mal "Kopfschuettel" oder

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. August 2006 - 21:58

Hör Mal "Kopfschuettel" oder wie du sonst noch heisst: Ich habe das DMR und eine Leica R Ausruestung.

Und diese Ausruestung habe ich schon geplant gekauft um eben auch digital zu fotografieren.

Ich kann nur sagen : atemberauschend. Sogar mit einem altem 500er Spiegelreflex : TOPKLASSE.

Uebrigens habe ich mir eine Rollei 6008 AF und eine Hasselblad X-PAN gekauft. Ich habe eben Spass am Film und glaub mir er lebt und nicht alle Köpfe wollen sich mit dem PC schütteln !!! Vive LEICA !!!