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Fotografie bedeutet «mit Licht schreiben». Schreiben kann man lernen. Mit welchen Geräten das geschieht, ist zweitrangig.
Am 24.5.
- 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)
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Vom Himmelblau, vom Garten Eden, und vom Norden
Der Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie, benannt nach der deutschen Fotografin Aenne Biermann und zweijährlich von der Stadt Gera ausgelobt, wurde dieser Tage zum 9. Mal vergeben:
Pressemitteilung der Stadtverwaltung Gera:
Gera, den 28. Oktober 2009
„Das Blaue vom Himmel“
9. Geraer Aenne-Biermann-Preis für Florian Fischer aus Berlin
Florian Fischer; aus der Serie „Das Blaue vom Himmel“
Der 9. Geraer Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie geht an Florian Fischer aus Berlin. Der 1981 geborene Fotograf erhält die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeit „Das Blaue vom Himmel“. Darin beschäftigt er sich mit den 60 Kilometer südlich Berlins gelegenen Tropical Islands, einer hybriden Symbiose aus Themenpark und Erlebnisbad. Dabei reflektiert er die Ambivalenz von natürlicher Realität und architektonischer Künstlichkeit und untersucht menschliche Verhaltensmuster in solch einer nicht alltäglichen Umgebung.
Jan Stradtmann; aus der Serie „Garden of Eden“
Den zweiten Preis (1.500 Euro) vergab die Jury an den 1976 geborenen Bad Dübener Fotografen Jan Stradtmann für seine Serie „Garden of Eden“. Mit feinem Gespür erkundet der Autor einen kleinen Park in einem Londoner Finanzdistrikt, der zur täglichen Zufluchtsstätte gestresster Finanzmakler und Banker wird. Die besondere Bedeutung der Arbeit zeigt sich in der sichtbaren Gleichzeitigkeit des natürlichen, Trost versprechenden Refugiums und des mächtigen Zentrums undurchsichtiger fragwürdiger Finanzgeschäfte - auch und gerade in den Zeiten einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.
Birthe Piontek; aus der Serie „The Idea of North“
Der dritte Preis (1.000 Euro) wurde Birthe Piontek aus Erftstadt für ihre Fotoserie „The Idea of North“ zugesprochen. Die 33-jährige Autorin widmet sich der Faszination des Lebens in der einsamen Schönheit des kanadischen Nordens. Fernab vom hektischen Treiben einer westlichen Großstadt berichtet die Fotografin in ausdrucksstarken Porträts und sensiblen Situationsbeschreibungen von der unverstellten Ursprünglichkeit und Klarheit der Menschen und der Landschaft der Region.
Folgenden zwölf Fotografen sprachen die Fachjuroren Anerkennungen aus: Mark Ansorg, Anja Bohnhof (beide Dortmund), Thorsten Kirchhoff, Eileen Rahn, Simon Slipek (alle Berlin), Clemens Bechmann (Offenbach), Andrea Engelke (Detmold), Samuel Henne (Braunschweig), Peter Irmai, Axel Sündermann (beide Köln), Susann Probst (Koblenz) und Arne Schmitt (Leipzig).
Insgesamt hatten sich um den vom Geraer Museum für Angewandte Kunst ausgeschriebenen 9. Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie 206 Einsender mit insgesamt 764 Arbeiten beworben. Aus ihnen wählte die Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden Dr. Andreas Krase (Dresden), Dr. Rolf Luhn (Eigenrieden) als Vertreter des Mitveranstalters Art Regio, Mirko Martin (Berlin), Holger Peter Saupe (Gera) und Dr. Christiane Stahl (Köln) die Preisträger und Anerkennungen aus.
Verliehen werden die Preise während der Eröffnung der Ausstellung zum 9. Aenne-Biermann-Preis im März 2010 im Museum für Angewandte Kunst der Otto-Dix-Stadt Gera. Die Schau präsentiert dann nicht nur die Arbeiten der Preisträger, sondern auch die mit Anerkennungen geehrten.
Der seit 1992 biennal ausgelobte Preis erinnert an die ab 1920 in Gera lebende Fotografin Aenne Biermann (1898-1933). Sie gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Neuen Fotografie und als eine der führenden deutschen Lichtbildner der 1920er Jahre.
Zwei Anmerkungen:
Jan Stradtmann fühlt sich Bad Düben zwar verbunden, lebt und arbeitet aber in Berlin.
Eine Ausstellung der Arbeiten ist vom 2. März 2010 bis 30. Mai 2010 im Museum für Angewandte Kunst in Gera geplant.
Siehe auch:
Birthe Piontek
Florian Fischer
Jan Stradtmann
(thoMas)
Zum Thema:
- „Von der Fotografie zum Film“: Aus dem Lebenswerk von Alfred Ehrhardt; Gera
- Arno Fischer. Fotografien 1953 - 2006; Berlin
- Arno Fischer Retrospektive; Cottbus
- Arno Fischer Retrospektive; Bonn
- Gerhard Kurtz. Orte. Fotografien 2005-2008
- „Oft haben wir Träume verkauft.“ Zum Tod von Arno Fischer.
- Neue Sachlichkeit und Neues Sehen
- Burrnesha - die Mann-Frauen Albaniens
- Friedrich Seidenstücker: Von Nilpferden und anderen Menschen; Berlin
- „Ich denke in handwerklichen Arbeitsprozessen“
- Arno Fischer - eine Retrospektive
- Mit der Ehrfurcht vor dem Individuum





Man braucht nur
den richtigen Aufhänger zur rechten Zeit - dann widerspiegelt sich die Krise in der Fotografie ganz überzeugend ...
Schlichte Ratlosigkeit
... wagt heute niemand mehr einzugestehen, wenn von den "Befugten" bereits der Kunst-Begriff deren eigener Ratlosigkeit übergehängt wurde.
Welche Krise der Fotografie?
Ist doch alles superscharf und toll belichtet!
Gast schrieb: Ist doch
Ist doch alles superscharf und toll belichtet!
Und wenn man das berücksichtigt, dann ist es "so" richtige Fotografie oder wie?
Ist richtig richtig?
Wann hätte sich das letzte Mal eine Kunst über ihre Epoche erhoben?
Die Krise der Fotografie besteht in folgendem:
Wenn wir die einfachsten Regeln unserer Kunst oder unserer Zunft anwenden würden, würde die ganze Erbärmlichkeit unserer Zeit sichtbar.
Dafür werden wir aber von unseren Auftraggebern nicht nur nicht bezahlt, sie wollen diese Sichtbarwerdung auch um jeden Preis verhindern.
Also produzieren wir entweder unter unseren Möglichkeiten oder überlassen den Job denen, deren Möglichkeiten ohnehin nicht weiterreichen.