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Ich frage nie, was zu tun ist, es sagt mir, was zu tun ist. Die Fotos machen sich selbst, mit meiner Hilfe.
Am 24.5.
- 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)
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UNICEF-Fotos des Jahres 2011
Alljährlich zeichnet UNICEF Deutschland Fotografien und Fotoreportagen aus, die Kinder und ihre Lebensumstände auf herausragende Weise dokumentieren:
In diesem Jahr hat mit Kai Löffelbein erstmals ein Deutscher den Wettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ gewonnen. Der 30-jährige Nachwuchsfotograf studiert im 7. Semester Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover.
Auszüge aus der Meldung der UNICEF:
1. Preis: Kai Löffelbein
Das Siegerfoto
Ghana: Unser Müll in Afrika
Umgeben von Relikten des Informationszeitalters steht ein Junge auf der Müllhalde Agbogbloshie in der Nähe der ghanaischen Hauptstadt Accra und wirft einen Monitor mehrere Male auf den Boden, um an das Metall zu kommen. Der Elektroschrott birgt einerseits Hoffnung auf Verdienst, andererseits ist er eine mitunter tödliche Gefahr für die Gesundheit und hat fatale Folgen für die Umwelt. Die Kinder und Jugendlichen brauchen das Geld, gleichzeitig wird so ihre Zukunft zerstört. Laut Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP werden weltweit jährlich 50 Millionen Tonnen Elektroabfall produziert. 6.500 Tonnen davon werden jeden Monat nach Ghana verschifft. Das meiste davon wiederum gelangt nach Agbogbloshie. Deutschland hat die Basler Konvention von 1989 zur Kontrolle des grenzüberschreitenden Transportes gefährlicher Abfälle 1995 ratifiziert.
2. Preis: JM Lopez
2. Preis
Guatemala: Gezeichnet durch chronische Unterernährung
Eine Million Kinder leiden in Guatemala Hunger, jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist von chronischer Unterernährung betroffen. Damit ist die Rate der chronisch unterernährten Kinder unter fünf Jahren eine der höchsten in der Welt. Marisela ist sechseinhalb Jahre alt und wiegt neun Kilo. Und sie ist eines von unzähligen Kindern, die im Osten Guatemalas, im so genannten „trockenen Korridor“, unter dramatischer Unterernährung leiden. Notwendige Nährstoffe fehlen ihnen in der wichtigsten Wachstumsphase; die daraus resultierenden geistigen und körperlichen Schäden zeichnen sie fürs Leben.
3. Preis: Mary F. Calvert
3. Preis
Nigeria: Polio einen Schritt nach vorn, zwei zurück
Kinder leiden ihr Leben lang unter Lähmungen oder sie überleben die Viruserkrankung gar nicht erst. Nachdem auch in Nigeria Polio stark zurückgedrängt werden konnte, entwickelte sich 2002 im Bundesstaat Kano eine massive Abwehrhaltung gegenüber Impfkampagnen von westlichen Hilfsorganisationen. Die Folgen waren und sind fatal: Nach vier Jahren der Desinformation wurden über 3000 Kinder mit dem Polio-Virus infiziert. Doch die ungeheure Zahl der für immer schwer geschädigten Kinder führte zum Umdenken. Prophylaxe, durch ausreichend verabreichten Impfstoff, wird inzwischen befürwortet. Gemeinsam mit anderen Organisationen führt UNICEF breit angelegte Informations- und Sensibilisierungskampagnen durch, die bereits große Erfolge zeigten: Von 2009 bis 2010 konnten Polio-Erkrankungen in Nigeria so wieder um 95 Prozent reduziert werden. Mit dieser eindrücklichen Arbeit bringt die US-amerikanische Fotografin Mary F. Calvert ihre Forderung nach körperlicher Unversehrtheit und Gesundheit, insbesondere von Frauen und Kindern, zum Ausdruck.
Neben den drei Preisen sind auch sechs ehrenvolle Erwähnungen vergeben worden:
Jürgen Escher, Deutschland, Agentur Laif: Diktatur des Mangels, Nordkorea
Jan Grarup, Dänemark, Agentur Noor: Die Lage erscheint aussichtslos, Somalia
Sergey Kozmin, Russland, Agentur Focus: Strammstehen in der Schule, Russland
Anastasia Taylor-Lind, Großbritannien, Agentur VII: Junge Schönheiten für die Laufstege der Welt, Russland
Luca Tommasini, Italien, Freier Fotograf: Die Gestrandeten nach der Flut, Pakistan
Mugur Varzariu, Rumänien, Freier Fotograf: Zielscheibe Roma, Rumänien
Siehe auch:
UNICEF-Foto des Jahres
(thoMas)
Zum Thema:
- Fotowettbewerb UNICEF Schulprojekt: Gewinner stehen fest
- Kinder; so traurig, so glücklich
- Im Angesicht des Elends
- Internet-Fotogalerie zum UNICEF Schulprojekt
- Klare Sicht; auf die Dramen, hinter die Dinge
- Pulitzer-Preisträger 2010
- Junge japanische Fotografie
- Punk ist kein Kaffeekränzchen ...
- „Ein Zeugnis für die Kraft der Bilder“
- Ein Albtraum, der Realität ist.
- Pulitzer-Preisträger 2011
- Aufruf zum GDT-Wettbewerb „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2011“





Der 3. Preis
ist wohl ein zu positives Bild, um ein echter Sieganwärter zu sein ... 8-)
Das Foto des zweiten Preises
Das Foto des zweiten Preises sollte man als Pflichtfoto in Form eines Grossformat-Drucks mit der Textzeile: 'Die Person in diesem Raum ist Ursache für Hungertod' vor die Nase eines jeden Bankers, Spekulanten, Börsianers und Politikers hängen. Menschen (pardon, 'Investoren'), die mit Nahrungsmitteln zocken - wie damals nach der Flut in Paktistan - sollte man öffentlich steinigen.
Es gab schon mal
Kulturen, wo Wucher mit dem Tod bestraft wurde. Inzwischen wissen wir auch warum ... 8-)
Damals???
Menschen (pardon, 'Investoren'), die mit Nahrungsmitteln zocken - wie damals nach der Flut in Paktistan - sollte man öffentlich steinigen.
Nur damals? Das ist leider tägliche Realität! Scheiß Börse!!!
Der Spanier. Viva. schrieb:
sollte man öffentlich steinigen.
Ich finde die Steinigung sollte man generell wieder einführen.
Bleibt ja dann
nix mehr übrig, von der selbsternannten Intelligenz ...
reden
hilft diesen Menschen nicht.
Also
gleich hängen, die Verantwortlichen für dieses gesellschaftliche Desaster ...!?
Ehrenvolle Erwähnungen
Da ja gerne das Kleingedruckte überlesen wird: Unter den ehrenvollen Erwähnungen befindet sich auch Jürgen Escher, der mit der Cap Anamur als Fotograf in Nordkorea gewesen ist.
http://www.unicef.de/aktionen/unicef-foto-des-jahres/ehrenvolle-erwaehnu...
Danke!!!
ein wertvoller Link zu den bedrückend schönen Aufnahmen des Jürgen Escher. Für mich Fotojournalismus vom Feinsten.
Danke, ein sehr guter
Danke, ein sehr guter sehenswerter Beitrag!
Escher
Danke, ein sehr guter sehenswerter Beitrag!
Escher ist spitze! Kürzlich gab es ein bemerkenswertes Portfolio von ihm in der SCHWARZWEISS Nr. 83 ... ist glaube ich auch auf seiner Homepage zu sehen.
Soso, Steinigungen findet
Soso, Steinigungen findet ihr gut? Ist das die Talibanisierung der deutschen Gesellschaft, oder nur die übliche Verblödung?
Nachdem die
die's im Zweifel träfe, die Verelendung ganzer Gesellschaften, ganzer Staaten gut (lukrativ) finden, würd' ich meinen, dass hier Verblödung auf Verblödung trifft.
Ich erkläre mich freiwillig aus Überzeugung bereit
den Sicherungsstift am Schafott zu ziehen! Ist das dann europäisch genug? Auf jeden Marktplatz gehört son Ding!!!
Überzeugungstätertum
ist dann doch mehr deutsch als europäisch ... und die Loslösung von Köpfen keine Lösung tiefsitzender struktureller Probleme.
Dann ging's jedenfalls
an den Finanzmärkten noch kopfloser zu als heute ... 8-)
Bis dato...(21.12.2011, 14.45 Uhr)
der einzig vernünftige Kommentar zum Thema!
Wir hätten dann
auch noch Standgericht und Scheiterhaufen mit vorheriger peinlicher Befragung und Bäckertaufe anzubieten, wenn's Deutscher Leitkultur entsprechen soll...
An sich
bevorzuge ich die gelinderen Mittel der Verbrechensbekämpfung. Das könnte sich aber, mit Blick auf die handelnden Akteure, als recht wirkungslos erweisen.
Die Talibanisierung
Soso, Steinigungen findet ihr gut? Ist das die Talibanisierung der deutschen Gesellschaft, oder nur die übliche Verblödung?
schafft (sich) die deutsche Gesellschaft locker aus dem Stand: indem Sie auch weiterhin einige "Auserwählte" zu den Taliban schickt, und sie dort im Regen stehen läßt (lies nach im Spiegel) ...
Menschen sind verhungert
Menschen sind verhungert auch bevor es Börsen gab. Und sie sind vor allem auch in Kommunistischen System verhungert (unter Mao in China zig Mio, UdSSR Ukraine Holodomor: mehrere Mio).
Die Hungersnöte in Afrika bestehen so lange ich denken kann; Grund ist hauptsächlich Überbevölkerung und Unfähigkeit, autark zu leben - trotz fruchtbarsten Böden.
Die Bev. zahl von Somalia hat sich in der letzen Generation verdreifacht. Verhungern oder Verdreifachen - beides geht nicht zusammen.
An der Nahrungsmittelknappheit durch Nutzung von Ackerflächen für "Biosprit" trägt die Oko-Klimawahn Religion mit ihren demokratisch gewählten "Hohepriestern" große schuld - nicht böse Zocker
Wo wir gleich
mal bei der Frage wären, wer oder was die Hungersnöte vorrangig verursacht (hat): Allein bei Afrika sind wir mit einer massiv kolonialen (= ausbeuterischen) Vergangenheit und auch (nicht mehr so offensichtlich) Gegenwart konfrontiert. Und dass der Kommunismus nichts anderes als eine perverse Form von Staatskapitalismus war und ist, wär nun auch nicht so ein Geheimnis ...
Kommunismus scheitert schon am Grundkonzept der ,,Kommunisten"
mal bei der Frage wären, wer oder was die Hungersnöte vorrangig verursacht (hat): Allein bei Afrika sind wir mit einer massiv kolonialen (= ausbeuterischen) Vergangenheit und auch (nicht mehr so offensichtlich) Gegenwart konfrontiert. Und dass der Kommunismus nichts anderes als eine perverse Form von Staatskapitalismus war und ist, wär nun auch nicht so ein Geheimnis ...
Der Realkommunismus in vielen vermeintlichen sozialistischen Staaten war nichts anderes als Parteienbonzentum und elitäre Führung durch die Parteikader.
Ein theoretisches und praktisches Grundproblem des Kommunismus als Utopie liegt im autoritären Charakter des Kommunismus, der systematisch durch Marx und Engels Kommunistischen Manifest geschuldet ist bzw. abzuzeichnen ist:
Die Vorstellung der Einführung der ,,Kommunisten", die die obersten Repräsentanten der Proletarier (Arbeiterschaft) darstellen und leider doch in ihrer Grundkonzeption kritisch gesehen und in der Realität zu den Führungspersonen sind, die natürlich am Ende das vermeintliche Proletariat knechten und unterjochen! Wie es Herrschaftsformen seit jeher tun!
,,II
Proletarier und Kommunisten
In welchem Verhältnis stehen die Kommunisten zu den Proletariern überhaupt?
Die Kommunisten sind keine besondere Partei gegenüber den andern Arbeiterparteien.
Sie haben keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennten Interessen.
Sie stellen keine besonderen {34} Prinzipien auf, wonach sie die proletarische Bewegung modeln wollen.
Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, daß sie einerseits {35} in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andrerseits dadurch, daß sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten.
Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.
Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse, Sturz der Bourgeoisherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat. Die theoretischen Sätze der Kommunisten beruhen keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder entdeckt sind."
Quelle: ,,Karl Marx, Friedrich Engels
Manifest der Kommunistischen Partei"
=> Viel zu idealistisch gedacht, der gute Marx und Engels, wenn du die Kommunisten als Intellektuelle hinstellst, die die Proletarier im Klassenkampf (auch ein Fehler von Marx: Historie nur als Klassenkampf zu sehen ist fatal und eine einseitige Betrachtung der Problematiken der verschiedenen Gesellschaften und Kulturen und Kriegen in der Menschheitsgeschichte) anführen sollten, was passiert wohl letzten Endes bzw. wer hat die Macht am Ende? Etwa der einfache Proletarier das allgemeine Fußvolk? Sicherlich nicht, die Macht wird unter wenigen aufgeteilt werden und die Macht will realpolitisch durch einen autoritären Staatsapparat gehalten werden.
So viel zum Thema Kommunismus und politische Systeme meine Damen und Herren.
Diese Eloge
können Sie auch 1:1 auf den Kapitalismus verfassen.
Das Problem sind auch die schlechten Reformen und failed states
Die Krisen und Hungersregionen in Afrika haben ganz andere Probleme als nur die Kolonialerblast, der ganze Kulturen und Völker auf den Kontinent Afrika zerstört hat, da wären diese Dinge zu nennen:
-instabile politische Systeme (häufige Bürgerkriege, gescheiterte Staaten ,,failed States" die in Anomie -die eigtl. korrekte Bezeichnung für das landläufig missbrauchte Wort Anarchie- gefallen sind)
-falsches Eingreifen bzw. Zuhilfekommen des Westens bzw. der Nordhalbkugel (fehlende Reformansätze, falsche Reformratschläge seitens des Westens: Es gibt zig Beispiele wie der Westen versucht hat gut gemeinte oder weniger gut gemeinte Ratschläge den ärmsten afrikanischen Ländern zu geben und am Ende durch Denkfehler und falsche Ansätze diese nichts brachten oder sogar die Armut verschlimmert hatten)
-die Profitgier und verschiedenen Interessen in den Staaten national und international (Rohstoffabbau populärstes Beispiel: Blutdiamanten -wo sich elitäre Schichten oder Verbrecher sich bereichern- und die schiere Umweltzerstörung, Rodung der Regenwälder)
-fehlende Bildung der Menschen
-Hungersnöte durch Unterversorgung und Bürgerkriege
-Krankheitsausbrüche und Epidemien die unter den schlechten hygienischen Bedingungen die die ärmsten der Ärmsten auf der Welt nun mal haben nicht verwunderlich sind
-der Interventionismus der katholischen Kirche, die gegen Kondome ist und gegen Abtreibung
-das fehlende ernsthafte Interesse des Westens dank fehlender Möglichkeiten und durch die Lobbyarbeit mancher Interessengruppen geschuldet (laut darf man dies ja nicht sagen!)
-das kulturelle Problem des ,,Kinderreichtums" in vielen afrikan. Ethnien.
-fehlende Reformmöglichkeiten und Umsetzbarkeit zur Verbesserung der Lage
-das Denken im Westen mit Essen alleine und Nahrungsergänzungsmittel und paar Medikamenten und Notlinderung sei Afrika schon geholfen und mit einer bloßen einzigen Spende oder Spenden überhaupt sei denen da unten schon geholfen und dabei schotten wir unsere Grenzen in Nordeuropa vor diesen notleidenden Menschen ab nach dem Motto ,,Unser Boot ist voll". Das ist doch das perfide und heuchlerische! Wir wollen sogar gar keine Flüchtlinge aufnehmen.
-der interkulturelle Kampf bzw. Probleme zwischen den verschiedenen Ethnien in den diversen afrikan. Ländern, die zu Völkermorden und Hierarchiedenken führt (der willkürlichen Grenzziehung zu Kolonialzeiten durch den Imperialismus geschuldet ,,teilen wir uns doch Afrika/die Welt auf")
mal bei der Frage wären, wer oder was die Hungersnöte vorrangig verursacht (hat): Allein bei Afrika sind
mal bei der Frage wären, wer oder was die Hungersnöte vorrangig verursacht (hat): Allein bei Afrika sind wir mit einer massiv kolonialen (= ausbeuterischen) Vergangenheit und auch (nicht mehr so offensichtlich) Gegenwart konfrontiert. Und dass der Kommunismus nichts anderes als eine perverse Form von Staatskapitalismus war und ist, wär nun auch nicht so ein Geheimnis ...
Stimme weitgehend zu
Aber auch hier heißt das Grundproblem: Kapitalismus.
und und + Problem verkürzte Kapitalismuskritik
und noch viele andere politische, ethisch/moralische und strukturelle und kulturelle Probleme. Außerdem ist Afrika kein Land, sondern ein Kontinent.
Und wenn wir von armen Afrika reden als 3. Welt Land, dann meinen wir auch nicht Ägypten oder Marokko oder Südafrika, sondern all die problematischen Länder wie Somalia und meinetwegen auch Ruanda, wo es Völkermorde und Bürgerkriege zu Hauf gegeben hatte oder noch bis heute geben wird.
Und meine lieben Freunde der ,,Kapitalismuskritiker": Sozialismus ist nicht die Verstaatlichung von Banken oder das Schuldschieben auf einzelne bloß.
Nein, gut gemeinter Sozialismus versteht sich unter sozialer Gerechtigkeit und unter dem Aspekt der Demokratie in der Sozialdemokratie völlig anders. Ihr müsst die Probleme strukturell sehen in allen Facetten nicht den Buhmann auf einzelne zeigen, denn auf der Welt gibt es nicht den ,,Sündenbock" für alles oder Schwarz und Weiß, oder möchten wir argumentieren wie die Nationalsozialisten, die unter Hitler Juden und alles was nicht seinem politischen System passte verfolgten darunter auch Sozialdemokraten und andere Parteien bzw. Andersdenkende? Ich warne euch deswegen vor verkürzte Kapitalismuskritik.
Jeder ist in der Verpflichtung für eine Gesellschaft zu Sorgen in dem jeder in Frieden und Ruhe und vor allen Dingen ohne materielle Nöte und Sorgen und Hunger leben kann, da sind wir als Gesellschaft auch verpflichtet Menschen in Not beizustehen, aber tun wir dies, wenn man jeden Tag eigentlich weiß dass Kinder in Afrika sterben, dort Epidemien und Hungersnöte herrschen, die für unsere Verhältnisse mehr als menschenunwürdig leben und vorm Hungertod stehen? Also wirklich, da sind nicht bloß kleine Bänker und Spekulanten schuld, sondern auch unsere Konsumgesellschaft und Ignoranz- bzw. Ellenbogengesellschaft, an der wir alle teilhaben zum größten Teil auch selber Schuld, dass es anderen dreckig geht und uns gut! (um es mal sarkastisch auszudrücken)
Und zurück zu Afrika: gerade wir die im Westen leben bzw. auf der Nordhalbkugel sind doch für und an sich schuld, dass sie leiden, denn wir essen feucht fröhlich unser täglich Brot und schotten uns ab und helfen den Armen auf der Welt nicht wirklich. Wir werden fett und egoistisch und glauben an sowas wie die ,,Macht der freien Märkte ohne staatliche Eingriffe in Krisenzeiten" und den ,,Marktneoliberalismus", frönen unser Heuchelei und unseren schieren Egoismus und geben bei den Wahlen immer schön unsere Stimmen an Trendparteien oder aus Protest den Parteien, wo wir unsere besten opportunistischen Absichten bestätigt gesehen bekommen und werden am Ende bitter enttäuscht, weil doch kein mehr ,,Mehr Netto vom Brutto" bekam. Tja, wir werden dick, gehen verschwenderisch mit unseren Essen und Ressourcen um und haben noch dazu Angst, dass die 3. Weltländer zu uns übersetzen wollen und uns alles weg essen und schlimme Krankheiten zu uns bringen und machen deswegen unsere Grenzen dicht und machen nur paar lächerliche Hilfslieferung, wenn denn wirklich mal eine Riesenhungersnot kommt.
Das nenne ich eine ach so tolle solidarische Weltgemeinschaft, aber ach nee seit 9/11, geht es ja nur noch um den Antiterrorkampf und die Einschränkung der Bürgerrechte und die Abgabe der demokratischen Rechte der Bevölkerung und die unkritische Erziehung der Menschen im Lande mit Hilfe der Massenmedien in TV und gewissen ominösen Blättern.
Pointierter formuliert
Gute Politik = Förderung der Solidargemeinschaft = gelebtes Christentum (also ziemlich exakt das Gegenteil von dem, was sich im aktuellen politischen System als christlich-sozial oder sozialdemokratisch verleumdet).
Am "Biosprit"
verdienen sicher keine demokratisch Legitimierten. Allenfalls sollte man deren Käuflichkeit zur Absicherung von Profiten hinterfragen. Und mit "Ökologie" hat dieser Irrsinn ohnehin nichts zu tun.
Lobbyarbeit macht's möglich
Das Problem sind auch die Lobbyisten, die du sicherlich im Hinterkopf hattest....
Lobbyarbeit macht's möglich.