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Traktoren Marke „Eigenbau“
Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin zeigt ab heute und noch bis 28.6.2009 die Fotoausstellung Eigensinn mit Luntenzündung - zu sehen gibt es skurrile Traktor-Eigenbauten aus der DDR:
Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin informiert wie folgt:
Eigensinn mit Luntenzündung
Landmaschinen Marke Eigenbau aus der DDR
-Sonderausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums
- 3. März 2009 bis 28. Juni 2009
Mit über 40 Farbfotos dokumentieren die beiden Fotografen Bernd Hiepe und Erasmus Schröter den Einfallsreichtum und die Findigkeit von Menschen, sich in einer Mangelwirtschaft selbst zu helfen.

Traktoren Marke Eigenbau, auch „Benzinkühe“ oder „Esel“ genannt, wurden in der DDR oftmals eingesetzt, um das kleine eigene Stück Land zu bestellen. Es gab keine landwirtschaftlichen Kleingeräte wie im Westen zu kaufen und die großdimensionierte Technik der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) war nicht geeignet für die Bearbeitung der eigenen Scholle. Findige Köpfe mit handwerklichem Geschick und Organisationstalent bauten sich ihre Landmaschinen selber. Aus Einzelteilen von alten Land- und Baumaschinen, Militärfahrzeugen, diversen LKW, PKW oder Motorrädern entstanden die kuriosesten Vehikel.
Aus den Rädern einer russischen Kanone, dem Getriebe eines alten Mähdreschers, dem Verdampfermotor einer alten Wasserpumpe und der Achse eines Vorkriegs-Kleinlasters konnte z.B. ein Traktor entstehen, um Rüben und Kartoffeln anzubauen und die eigene Ernte heimzuholen. Diese Zeiten sind nun lange vorbei. Nach dem Mauerfall machten fehlende Absatzmärkte, TÜV-Normen und versicherungstechnische Auflagen dieser spezifischen Form der DDR-Landtechnik den Garaus.

Zwischen 1992 und 1994 haben die beiden Fotografen Hiepe und Schröter zahlreiche dieser Gefährte und ihre Erbauer in Thüringen ausfindig gemacht. In liebevoller und fotografisch eindrucksvoller Weise haben sie die Fahrzeuge noch einmal in Szene gesetzt und mit professioneller Studiolichttechnik beeindruckende Farbaufnahmen geschaffen. Zusammen mit dem Texter Franz Josef Görtz entstand daraus der Bildband „Das andere Traktorbuch“ im Vertrieb des Cadmos Verlags Brunsbek.
Vita
Bernd Hiepe, geboren 1955 in Erfurt, lebt und arbeitet als freiberuflicher Fotograf in Berlin. Er war als Lithograf und Fotografenmeister in der wissenschaftlichen Fotografie tätig und von 1988 - 1991 Mitarbeiter der Galerie „Lichtblick“ in Köln. Seit 1984 werden seine Arbeiten in Ausstellungen gezeigt.

Erasmus Schröter, geboren 1956 in Leipzig, lebt und arbeitet als freier Fotograf in Leipzig. Er studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und war dort 2006 und 2007 als Gastprofessor tätig. 1985 verließ er die DDR, übersiedelte nach Hamburg und arbeitete dort für verschiedene Zeitschriften. Seit 1990 beschäftigt er sich intensiv mit lichtinszenierter Fotografie und verwirklichte mehrere Projekte.
Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin
(thoMas)
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Eindrucksvolle ostalgische Bilder...
...vielen Dank für den Tip.
Rod