Man muss das Schöne sehen können.

— Sarah Kirsch

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

BENUTZERANMELDUNG

Toshiba: Mit BSI-Sensor ins Kamerageschäft

Wie die japanische Toshiba Corporation mitteilt, hat man einen hochempfindlichen rückbeleuchteten CMOS-Sensor mit 14,6 Millionen Pixeln entwickelt und mit dem sollen auch Digitalkameras bestückt werden - 500.000 Stück pro Monat will das Unternehmen ab dem 3. Quartal 2010 fertigen:

Wie zuvor schon Sony will nun auch Toshiba einen rückbeleuchteten Sensor auf den Markt bringen. Der Sensor packt 14,6 Millionen Pixel mit 1,4 µ auf einen 1/2,3-Zoll-Chip und ist für den Einsatz in Digitalkameras und Fotohandys vorgesehen. Die neueste Entwicklung aus Toshibas Dynastron-Serie beherrscht auch Video in 1080p und 720p bei 60 B/s.
 

FSI- und BSI-Sensor im Vergleich; Grafik: Toshiba

Konventioneller frontbeleuchteter Sensor (FSI) und rückbeleuchteter Sensor (BSI; rechts)

 
Gegenüber herkömmlichen Toshiba-Sensoren soll der BSI-Sensor (bsi = back side illuminated; rückbeleuchtet) um 40 % lichtempfindlicher sein. Das Unternehmen erwartet sich damit auch eine „neue Qualitätsstufe bei Fotohandys“. Bislang, so Toshiba, seien die CMOS-Sensoren des Hauses hauptsächlich in Fotohandys eingesetzt worden, mit dem BSI-CMOS-Sensor allerdings wolle man das Sensorgeschäft kräftigen und auch Digitalkameras bestücken.

Muster des BSI-Sensors sollen ab Dezember 2009 verfügbar sein, die Massenproduktion soll im dritten Quartal 2010 in der Fabrik Oita im 65-nm-Prozess anlaufen. 500.000 Sensoren pro Monat wollen die Japaner produzieren.

(thoMas)
 

"soll im dritten Quartal 2010"

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Dienstag, 27. Oktober 2009 - 15:49

na, is ja noch ein Weilchen hin, mal sehen, was draus wird.


"I love my job, it's the work, I hate."

Ja, aber...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. Oktober 2009 - 17:16

Allein höhere Lichtempfindlichkeit kratzt mich eigentlich wenig. Man sieht ja was mit konventionellem CMOS schon heute möglich ist...

Siehe Bild

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. Oktober 2009 - 20:23

Das Multi-Layer Wiring schattet aber ab und der lange Weg des Lichts bis zum Photo-Detektor ist einer Unschärfe förderlich. Effekt: Randunschärfe und Vignettierung.

BSI-Sensoren haben damit weniger Probleme.

warum heissen

Eingetragen von
FabianHaas
(Liebhaber)
am Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 13:09

die Dinger eigenlich back side illuminated, wird wohl das gleiche wie back lit Sensor sein. Die Dioden sitzen ja -richtigerweise- dem Licht direkt zugewandt, nicht hinter SchaltkreisSchleier.

übrigens geht beim menschlichen Auge das Licht auch erstmal durch eine Lage Blutgefaesse und Nervengewebe... nicht so der Hit, Kraken und Tintenfische machen es umgekehrt und eigentlich richtig.

cheers

Fabian Haas
http://www.fabianhaas.de, http://www.earwigs-online.de
Nairobi, Kenia

Good old CCD...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 22:40

...war eine spezielle Eimerketten-Schaltung bzw. ein Integrated-Circuit-Baustein, welcher stinknormal wie jeder andere mit Eimerkettenschaltung aufgebaut war. Nur eben wurde der IC nicht extern geladen um denn die Ladung durchzuschieben sondern die Ladungs entstand durch Beleuchtung. Hierzu hat man nicht von unten oder hinten sondern von oben bzw. vorne belichtet.

Irgendwann hat dann jemand einen CCD mal von hinten angeschliffen und quasi verkehrt herum belichtet. Somit enstand ein BSI-CCD.

Dieser BSI-CMOS ist ohne mech. Beschliff hergestellt und es ist wohl egal ob Sony oder Tobshiba, der Prozess ist deutlich teurer als Non-BSI-CMOS.

Effekt: Mit weniger als 14MPx darf man sich nicht zufrieden geben, denn ansonsten landet der BSI-CMOS in einem Billig-Handy bzw. macht ein HighEnd-Smartphone mangels Handy-Cam-Auflösung zum Ladenhüter. Wer bitte kauft heute noch weniger als 12MPx bei einem richtig wertvollen Smpartphone?

Ich würde zwar lieber - wenn überhaupt - ein Smartphone mit 3...4 MPx-Sensor und den möglichst groß kaufen. Wir wissen aber wie der Markt tickt.

Was die Kraken anbelangt dürfte es tatsächlich die erforderliche Lichtempfindlichkeit sein aber bedingt durch das Thema Wärmestrahlung und UV-Licht dürfte es beim Menschen ein Art UV-/IR-Filter sein. Haut- und Nervengewebe absorbieren ja UV- wie IR-Licht. Ansonsten würden wir uns ja nicht die Hautschichten sondern das Fleisch oder die Knochen verbrennen. Andererseits nutzt die natürliche Bräunung der Haut die Energie der Sonne. Wird ja nicht braun, weil das Blut die Energie abgibt, während jemand intern den Bräunungs-Modus eingeschalten hat.
Bei Laserlicht hilft aber auch dieser Filter nicht.

Ich habe vor kurzem

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. Oktober 2009 - 09:48

schon was von 20 Mpx gelesen bei der Größe. Da kommt sicher bald noch mehr.

Für die Mehrzahl der Leute ist das eher vollkommen egal, was es da für technische Bedenken gibt. Die sehen: funktioniert und funktioniert gut. Also?

Der BSI hat vor allem den Vorteil, dass die Minisensoren jetzt ohne Blitz in Belichtungsituationen hineinwachsen, die für viele Nutzer interessant sind. Also Party, Veranstaltungen, Urlaub- und Freizeit am Grillfeuer usw. Und das möglichst unkompliziert und ohne den grässlichen Blitz. Eine Cam, die auch ein Telefon ist, hat wirklich unschlagbare Vorteile.

Dann ist das wohl so

Eingetragen von
FabianHaas
(Liebhaber)
am Donnerstag, 29. Oktober 2009 - 19:37

das die Teile bei der Herstellung von Hinten belichtet werden, und nicht in der Kamera. Na dann passt wieder...

Die Gewebe filtern auch sichtbares Licht, wenn man ins Blaue kuckt (Himmel), sieht man auch Blutkörperchen als kleine weisse Punkte entlang bestimmter Bahnen=Adern flitzen. Nein, warum das Krake und Mensch unterschiedlichen Augenaufbau haben, hängt alleine mit der Bildung der Augen während der Embryonalentwicklung zusammen. Hat nix mit Filter und Lichtempfindlichkeit zu tun.

Katzen und so weiter sehen ja auch ganz prima bei Nacht, und haben den Aufbau des Auges, bei dem die Rezeptoren hinter Gewebschicht liegen. Gruesse

Fabian Haas
http://www.fabianhaas.de, http://www.earwigs-online.de
Nairobi, Kenia

FabianHaas schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. Februar 2010 - 11:48
FabianHaas schrieb:

...übrigens geht beim menschlichen Auge das Licht auch erstmal durch eine Lage Blutgefaesse und Nervengewebe... nicht so der Hit, Kraken und Tintenfische machen es umgekehrt und eigentlich richtig.

cheers...

Tintenfische und Kraken haben keine sorgen mit UV Strahlen und in ihrer dunklen Tiefe ist es Sinnvoll direkt und ohne ”Schutzschichten” das Licht auf die Fotorezeptoren zu empfangen... wäre es bei den Menschen ähnlich gewesen wie bei Tintenfischen und Kraken, würden wir in kürzester Zeit erblinden.

14,6 Millionen Pixel Telefon?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 14:21

Wofür braucht man in einen Ding mit 'ner mini Linse die allerhöchstens 5Mio Auflösung erreicht einen 14,6 Mio Sensor? Um den Speicher schneller voll zu bekommen, hätte man die hohe Pixelzahl auch interpolieren können.

Die Pixel sind nicht zum...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 22:41

...telefonieren gedacht oder was ist mit "14,6 Millionen Pixel Telefon" gemeint?

So schwer zu verstehen?

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 13:26

Was gemeint ist hat er doch geschrieben, das man in einem Telefon sprich Handy wahrscheinlich keine Optik/Linse einbauen wird die von den 14,6 MP auch wirklich gebrauch machen kann, aus Grösse und/oder Kostengründen.

Das wurde dann pointiert in 14,6 MP Telefon zusammen gefasst.