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Tendenzen im Fotomarkt 09

Im Krisenjahr 2009 konnte sich der Imaging-Markt relativ gut behaupten. Der deutsche Fotofachhandel allerdings ist seit Jahren auf dem Rückzug - die Leute kaufen lieber im Handyladen oder Supermarkt. Und zuhause drucken mögen auch immer weniger, weiß die GfK:

Den weltweiten Kameramarkt des Jahres 2009 hatten wir ja bereits kurz umrissen: Der Welt-Kameramarkt 2009. Hier nun ein genauerer Blick auf die Zahlen, wie sie Marion Knoche , Global Director der GfK Retail and Technology GmbH, anlässlich des „Imaging Summit 2009“ Anfang Dezember in Nürnberg vortrug. Laut Knoche sah sich der Imaging-Markt noch nie mit einer derart starken Herausforderung konfrontiert und verzeichnete global so unterschiedliche Entwicklungen, wie im Jahre 2009.
 

Grafik: Marion Knoche / GfK

Laut GfK werden 2009 annähernd 130 Millionen Digitalkameras weltweit verkauft, was einen Rückgang um 7 % bedeutet (ca. 140 Mio. Stück in 2008). Rund 9 % aller weltweit verkauften Digitalkameras sind Spiegelreflexkameras.
 
 
Grafik: Marion Knoche / GfK

Rund 70 % aller Digitalkameras wurden im Jahr 2009 in Europa und Nordamerika verkauft. Je 8 % gehen nach Japan und China, die restlichen 14 % in die übrige Welt.
 
 
Grafik: Marion Knoche / GfK

Die weitaus meisten Fotoapparate werden in Form von Fotohandys verkauft.
 
 
Grafik: Marion Knoche / GfK

Foto-Phänomen Westeuropa: im Gegensatz zur allgemeinen Marktentwicklung, die einen deutlichen Anstieg der unteren Preisklassen, z.B. bei TVs, LCD-TVs und Camcordern, verzeichnet, legen bei Digitalkameras die oberen Preisklassen zu.
 
 
Grafik: Marion Knoche / GfK

Osteuropa hingegen verhält sich erwartungsgemäß: Auch bei Digitalkameras sinkt der Durchschnittspreis für die beiden meistverkauften Modelle deutlich.

 
Während in Westeuropa die Tendenz „Mehr Geld für mehr Features“ sehr deutlich durchschlägt und die bestverkauften Produkte um 30 % im Durchschnittspreis höher liegen als vor 4 Jahren, zeigt sich gemäß den Zahlen der GfK in Osteuropa eine abweichende Tendenz zu deutlich preiswerteren Produkten, was Knoche auch auf die Auswirkung der wirtschaftlichen Entwicklung in Osteuropa zurückführt.
 

Grafik: Marion Knoche / GfK

Der Fotofachhandel ist auf dem Rückzug.

 
Der Handel erlebt derzeit einen großen Umbruch, weiß Marion Knoche zu berichten. Zu beobachten ist laut GfK, dass die Facheinzelhändler, z.B. der Foto-, aber auch der Elektronikeinzelhandel und die Papier-Büro-Schreibwarengeschäfte, rückläufige Tendenzen verzeichnen müssen, d.h. die Anzahl der Geschäfte nimmt ab, während die Anzahl der Fachmärkte, aber auch die der Computergeschäfte und Telekommunikationsgeschäfte, deutlich zunimmt.
 

Grafik: Marion Knoche / GfK

Der Heimdrucker-Markt ist deutlich rückläufig.

 
Potential für den Handel sieht Marion Knoche im Bildentwicklungsgeschäft, das nach ihren Worten derzeit sehr stark durch die Zuwächse beim digitalen Bild und beim Fotobuch geprägt ist. Hier biete sich dem Fachhandel über Beratung und Information Möglichkeiten, den Kunden vermehrt an sich zu binden und so auch sein Geschäft zu steigern.
 

Grafik: Marion Knoche / GfK

Die meisten schauen sich ihre Fotos am PC an; nur vergleichsweise wenige - darunter aber viele Frauen - nutzen digitale Bilderrahmen.

 
Wir danken der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), namentlich Marion Knoche, für die Erlaubnis, die Zahlen hier zu präsentieren.

(thoMas)
 

Strange

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 15:57

Da wird erst davon gesprochen, daß der Markt für das "Bildentwicklungsgeschäft" wächst .... und dann gucken alle nur auf elektronischen Schnickschnack und keiner auf Papier.

Mal ganz abgesehen davon, daß das "Device I use for looking at the photos" in der Fachsprache nicht "PC" oder "Camera" sondern "human eye" heißt.

Max Rheub schrieb: Mal ganz

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 16:50
Max Rheub schrieb:

Mal ganz abgesehen davon, daß das "Device I use for looking at the photos" in der Fachsprache nicht "PC" oder "Camera" sondern "human eye" heißt.

*Hihi*

Willkommen auf PhotoScala! Hier gibt es immer einen arbeitslosen Querulanten der es besser weiß!

Lieben Gruß

willkommen im 21. Jahrhundert, Opa!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 17:57

Papierabzüge: für die Mütter & Omas dieser Welt.
Alle anderen sehen sich digitale Fotos bevorzugt dort an, wie es am meisten Sinn macht und gleichzeitig am wenigsten kostet: on screen.

Zu chemischen Filmzeiten konnten nur wenige Profis ihre Werke fein hinterleuchtet in großen Leuchtkästen sehen - heute können wir das endlich alle. :-)
Ausserdem, j´je schneller die Chemikalienpantscherei zu Ende ist, desto besser für die umwelt. Strom für PCs und LCDs können wir schliesslich aus Solarzellen gewinnen.

Es lebe die digitale Revolution!
Es lebe die elektronische Fotografie!

Es lebe die schlichte Einfalt!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 20:50

Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Nö, der Vorredner hat -

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 21:49

Nö, der Vorredner hat - auch wenn pointiert formuliert - vollkommen recht.

Digtiale Fotografie ist der früher üblichen Kleinbild Mainstream Fotografie deutlich überlegen.

Das digitale Medium ist im Handling deutlich flexibler (u.a. verlustfreie Kopien) und - jawohl - sicherer. Das analoge Dia ist durch häufig nicht zu vermeidende äußere Einflüsse (Staub, Kratzer, Witterungseinflüsse, Alterungsprozesse) ein unrettbares Unikat, dem ich in der digitalen Welt planbar durch frühzeitiges Duplizieren Abhilfe verschaffen kann.

Digitale Projektion ist mittels hochauflösender HD Beamer in den meisten Aspekten qualitativ und in Bezug auf kreative Möglichkeiten der analogen Projektion mit herkömmlichem Aufwand (glaslose Rahmung, normaler Projektor) schon haushoch überlegen.

Lediglich im High End Bereich mit entspechend hochwertigen, für den Amateur nicht mehr erschwinglichen Geräten ist der Vergleich Analog / Digital noch verhältnismäßig offen, auf jeden Fall aber nicht zum Nachteil der digitalen Fotografie.

Wacht auf, Analogfotografie ist Nische für Unverbesserliche oder Spezialisten. Digitalfotografie macht mehr Spaß und führt zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Fotografie - oder wollen Berufstätige Abends noch die Dunkelkammer (soweit überhaupt vorhanden) anwerfen?

Viele Grüße

Thomas

Das digitale Medium ist im

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 23:49

Das digitale Medium ist im Handling deutlich flexibler (u.a. verlustfreie Kopien)

...
Ach was?!

Analog

Eingetragen von
biobert
(Liebhaber)
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 08:59

Mag sein das es für unverbesserliche ist, ich bin gerne unverbesserlich!

30 Jahre alte Dias - alle, bis auf ganz wenige Ausnahmen in Ordnung (diese sind nicht "Unrettbar").
Bei Analog gibt es ein "Original", bei digital keines.

Bildqualität? Einfach mal schauen: www.robertkalb.at/freude

Umwelt? Denke nicht das die Menge der hergestellten (nach 3 Jahren völlig veralteten Systeme) umweltfreundlicher ist.

Nun sitzen die Berufstätigen vor dem Computer :-)

Robert Kalb
www.robertkalb.at

Es lebe die digitale

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 23:47

Es lebe die digitale Revolution!
Es lebe die elektronische Fotografie![/quote]
...
Es lebe der Film

Danke für die Zahlen & Analyse

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 17:59

sehr fein, dass ihr bei photoscala Euch um handfeste, konkrete Zahlen bemüht! Eines der wenigen Portale, die harte Fakten liefern - das hebt sich wohltuend von diesem riesigen Ozean an blosser Meinung und schwammigem Wischiwiaschi rundherum im internet ab!

DANKE!

Der Heimdrucker-Markt ist deutlich rückläufig.

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Stammgast)
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 18:18

Wie verblüffend. Da hat man einerseits die Kunden mit teurer Druckertinte geplündert und auf der anderen Seite Mengen an Fotohandys in den Markt gedrückt, deren Bildergebnisse sich kaum zu drucken lohnen. Wer sich dann wundert, dass die Heimdrucker aufgeben, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Genau. Dazu kommt, dass einem der Ausdruck von hohen Auflagen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 19:42
Shitop schrieb:

Wie verblüffend. Da hat man einerseits die Kunden mit teurer Druckertinte geplündert und auf der anderen Seite Mengen an Fotohandys in den Markt gedrückt, deren Bildergebnisse sich kaum zu drucken lohnen. Wer sich dann wundert, dass die Heimdrucker aufgeben, dem ist wirklich nicht zu helfen.

in der Heim-Druckerei durch die ausserirdischen Preise für Tinten und Papier mehr als verleidet wird. Würde das Verhalten der Industrie (Drucker, Tinten, Papiere) eine Antwort auf die Frage sein: Wie preiswert, nicht wie teuer, kann ich diese Produkte anbieten (Aldi-Prinzip) sähe das Ganze doch wesentlich freundlicher für alle (mit Ausnahme der Gross- / Labore) aus.
Die Masse betrifft das eh nicht, weil sie Fotohandies den Vorrang gibt. Von den (hochwertigeren) Kompaktkameras kaufe ich nicht eine einzige - nicht zuletzt, weil die Gruppe der mit optischem Sucher und Blitzsynchronkontakt auf an einer Hand abzählbare Modelle geschrumpft ist.
Die kleine Gruppe der DSLR-Freunde steht zumindest nicht nackt in den Erbsen. Mit einer Nikon D 700 bzw. D 300 s an der Spitze, gefolgt von einer Canon EOS 5 D Mark II und einer Pentax K 7 D sieht die Welt der Fotografie schon erfreulicher aus.
Ein paar Irrläufer finden FT in einer Ecke oder schwärmen nach einem zu heissen Bad von MFT. Zu MFT gehörende Kameras erfreuen dann auch Pappi und Mammi, die dann auch gerne mal mit Juniors Kosmos- oder Metall-Baukasten spielen dürfen.
Das digitale Mittelformat ist und bleibt unbezahlbar und erledigt sich auf Dauer von alleine.
Und für betuchte Senile gibt's ja noch die Leica-Vitrinenkameras.
Und der Fotoeinzelhandel: Da gibt es doch nur noch Läden geführt von denen, die es nicht geschafft haben, ihren Fotoladen rechtzeitig für eine passable Rente zu versilbern oder in einen Tee- oder Geschenkeladen mutieren zu lassen. Und um Kunden kümmert sich der niedergelassene Fotoeinzelhandel doch vorne und hinten nicht. Also kauft der Kunde seine digitalen Kameras natabene woanders. Wenn er denn kauft.

Danke für die richtige Einschätzung!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 21:15
Gast schrieb:

Und der Fotoeinzelhandel: Da gibt es doch nur noch Läden geführt von denen, die es nicht geschafft haben, ihren Fotoladen rechtzeitig für eine passable Rente zu versilbern oder in einen Tee- oder Geschenkeladen mutieren zu lassen. Und um Kunden kümmert sich der niedergelassene Fotoeinzelhandel doch vorne und hinten nicht. Also kauft der Kunde seine digitalen Kameras natabene woanders. Wenn er denn kauft.

Nach 15 Jahren im Foto(Fach)handel überlasse ich das Feld entnervt meinen provisionierten Kollegen. Der Einzelhandel hat sich konsequent und mit erschreckender Effizienz selbst zu Grunde gerichtet. Kundenbelange, objektive Beratung, fachliche Kompetenz, spaß an der Fotografie etc. etc. etc.... sind Fremdwörter für 90% des Personals im deutschen Fotofachhandel samt Geschäftsleitung. Und dann wundern sich die diplom Kaufleute dieser Welt dass der ambitionierte und interessierte Kunde seinen Bedarf online abdeckt.

Herzlichen Glückwunsch!

So ein Quark !!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 22:08

Mit einem Epson Stylus Pro 3800 lässt sich ein A2 Druck auf gutem Papier (Brilliant von Calumet) für 4 bis 6 Euro realisieren, das sind vernünftige Kosten. Wer natürlich Massendrucker kauft, ist selbst Schuld. Beim 3800er ist Tinte im Wert von ca. 750 € dabei.

MFT hier eine Ecke zu schieben, zeugt von eklatanter Ignoranz. Wer wirklich mit einer Lumix G1 oder GH1 auf Reisen war, ist von diesen kleinen Systemen aufgrund des geringen Gewichts, der Benutzerfreundlichkeit, der Unauffälligkeit und der Flexibilität (Brennweitenbereich von 14-400mm @ KB bei ca. 1500 g Systemgewicht) total begeistert und lässt seine alte Canon/Nikon Ausrüstung gerne links liegen. Randschärfe ist deutlich besser als bei den Großen, lediglich Dynamik und Rauschen sind noch schlechter - in der Praxis häufig irrelevant. Der EVF einer GH1 ist den analogen Tunnelsuchern der Billig-DSLRs weit überlegen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, dann rauscht es zwar, ich sehe aber wenigstens noch etwas.

Den Einzelhandel hier in die Nische zu schreiben, ist gewaltiger Blödsinn. Die Fotoläden kämpfen zwar ums Überleben, aber zumindest die Größeren (Calumet, Foto Sauter in München) haben im Vergleich zu Discountern, besseren Service und bessere (preiswertere Angebote). Im Kleinstadtmilieu wird der Fotohandel sicher aussterben, aber da geht noch ganz anderes den Bach runter.

Viele Grüße

Thomas

Tintenpreise

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 23:36
Gast schrieb:

Beim 3800er ist Tinte im Wert von ca. 750 € dabei.

Im Wert von? Oder (im Einzelverkauf) zum Preis von?

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 00:04
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Beim 3800er ist Tinte im Wert von ca. 750 € dabei.

Im Wert von? Oder (im Einzelverkauf) zum Preis von?

Sorry, habe mich verrechnet, der Kaufpreis von einer 3800er Füllung (9x 80 ml Patronen) sind ca. 490 €. Wenn man den ml-Preis einer Billigdrucker Kleinstpatrone (manchmal auch nicht mal ganz gefüllt) zugrunde legt, ist der Anschaffungsvorteil des 3800er schon in der von mir genannten Höhe. 720 ml in der Konfektion von Epson 1900 Patronen (11.4 ml à 11,95 €) würden tatsächlich ca. 750 € kosten.

Tenor war eigentlich: Inkjet Drucken muss nicht soo teuer ein, wenn man den richtigen Drucker kauft. Würden mehr Leute 3800er Drucker kaufen, würden hier die Preise ggf. auch heruntergehen (oder Epson nimmt diese Druckerkategorie vom Markt, weil sie die Preise versaut ;-).

Viele Grüße

Thomas

Tintenpreise

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 03:17
Gast schrieb:

Tenor war eigentlich: Inkjet Drucken muss nicht soo teuer ein, wenn man den richtigen Drucker kauft.

Und der Tenor meiner Nachfrage war, ob Sie denn vom (geringen) Wert oder vom (zu hohen) Preis der Tinte schreiben, dass auch die Epson-Tinte - zumindest für meinen Geschmack - noch reichlich teuer ist. So eine Patrone kostet meines Wissens rund 55 Euro. Macht immer noch stolze 0,68 Cent pro Milliliter, also gerade mal einen Preisvorteil von etwa 30 bis 40 Prozent gegenüber einfachen Tintenstrahldruckern.
Günstig wird es erst, wenn man sich die Mühe macht, seinen Drucker selbst zu befüllen.

Gast schrieb: Und für

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 00:04
Gast schrieb:

Und für betuchte Senile gibt's ja noch die Leica-Vitrinenkameras.

*Haha*

Der ist gut... Notgedrungen fotografiere ich Leica M8, um die schönen kleinen Voigtländer Objektive zu nutzen. Wenn man im Leica User Forum dann unters fertige Foto schreibt "Leica M8 mit 1.4/35 Summilux ASPH" kommt auch nur begeisterte Zustimmung... LOL

DSLRs sind mir zu klopsig und für Autofokus bin ich zu nervös...

Ja, das ist interessant,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 18:35

dass

Zitat:

Laut GfK werden 2009 annähernd 130 Millionen Digitalkameras weltweit verkauft, was einen Rückgang um 7 % bedeutet (ca. 140 Mio. Stück in 2008). Rund 9 % aller weltweit verkauften Digitalkameras sind Spiegelreflexkameras.

Nur real 9% sind also sogenannte tatsächliche oder scheinbare Profikameras. Das ist die eigentliche Botschaft, die dahinter steht, dass aufgrund der Marktbedingungen doch in der überwiegenden Anzahl Kompakte und vor allem Handykameras gekauft werden. Ottonormalverbraucher pfeift auf Profifoto.

Hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Die Dinger sind einfach zu praktisch und nahezu universell einsetzbar, ohne einen Riesenaufwand an Equipment mit rum zu schleppen. Und die Teile sind schon so gut, dass das für jemanden mit Normalbedürfnissen von den Bildergebnissen her einfach gut passt. Im Gegenteil: man kann da richtig mit viel Spaß durchaus kreativ fotografieren.

Zeit für Manche, nüchtern zu werden!

Gast schrieb: dass Zitat:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 22:14
Gast schrieb:

dass

Zitat:

Laut GfK werden 2009 annähernd 130 Millionen Digitalkameras weltweit verkauft, was einen Rückgang um 7 % bedeutet (ca. 140 Mio. Stück in 2008). Rund 9 % aller weltweit verkauften Digitalkameras sind Spiegelreflexkameras.

Nur real 9% sind also sogenannte tatsächliche oder scheinbare Profikameras. Das ist die eigentliche Botschaft, die dahinter steht, dass aufgrund der Marktbedingungen doch in der überwiegenden Anzahl Kompakte und vor allem Handykameras gekauft werden. Ottonormalverbraucher pfeift auf Profifoto.

Hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Die Dinger sind einfach zu praktisch und nahezu universell einsetzbar, ohne einen Riesenaufwand an Equipment mit rum zu schleppen. Und die Teile sind schon so gut, dass das für jemanden mit Normalbedürfnissen von den Bildergebnissen her einfach gut passt. Im Gegenteil: man kann da richtig mit viel Spaß durchaus kreativ fotografieren.

Zeit für Manche, nüchtern zu werden!

Und in welcher Branche ist das bitte anders? Das liegt mit Sicherheit nicht am Kunden, sondern am finanziellen Spielraum, den ihm die sogenannte "Soziale Markwirtschaft" setzt. Würden Verbraucher mehr Geld zum Konsumieren haben, wäre der Absatz an hochwertigen Geräten sicherlich höher. Ich kenne viele Kollegen, die ernsthaftes Interesse an Fotografie haben, die sich aber eine DSLR Ausrüstung auch des unteren Preissegments nicht leisten können.

Aus diesen Statistiken immer auf die dumme Masse zu schliessen, ist zynisch.

Grüße

Thomas

Sorry, in Erwartung des

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 00:12

Sorry, in Erwartung des Üblichen, habe ich den eben von mir zitierten Beitrag in die falsche Ecke geschoben (Amatuer-Bashing). Sie haben natürlich recht, viele kaufen sich eine kleinere Kamera aus eher praktischen Gründen, durchaus wissend, dass Sie bei der Qualität Kompromisse eingehen. Aus diesen Gründen, habe ich ja auch auf das Lumix G System gesetzt.

Dennoch ist es sicherlich so, dass viele eben auch aus finanziellen Gründen Abstriche an der Qualität machen müssen und trotzdem ernsthaft bei der Sache sind. Das wird hier von vielen Markenfetischisten sehr häufig ignoriert. (Das sind dann solche Leute, die ein Kit-Objektiv gerne als "Flaschenboden" bezeichnen.)

Viele Grüße

Thomas

Das Kostenargument

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 08:22

muss da nicht unbedingt greifen. Das iPhone beispielsweise, ist ja nicht gerade der Billigheimer, sowie die Mehrzahl der Smartphones mit Kamerafunktion auch nicht. Und nur die machen Fotos wie die "Großen". Nein, das ist eher eine Sache für Leute, die das ganz bewusst machen, dass sie sich nicht mit so "Kameragelumpe" abschleppen.

Und sehr viele Leute kaufen sich auch nach wie vor Kompakte. Das sind einfach Kameras, die man leicht dabei haben kann. Vor kurzem, im ausklingenden Sommer, hat uns eine Freundin meiner Frau in Bayern besucht und wir sind mit ihr an einen See gefahren, haben einen berühmten Klosterberg besucht usw. Dabei hat sie mich gebeten, für sie mit einer neuen Kompakten von Canon (keine Ahnung, was das für eine war) zu fotografieren. Habe ich dann auch getan und mit wachsender Begeisterung. Sowohl Außen-, als auch Innenaufnahmen von der Klosterkirche ließen sich realisieren, aus allen erdenklichen Positionen. Raus, zack, fertig. Selten so unbeschwert fotografiert. Es gibt einfach nicht viel zum Rummachen. Man kann sich auf das Motiv konzentrieren und die Leute reagieren lange nicht so, als wenn man mit einer großen Kamera auf sie anlegt. Was soll ich sagen: kaum Ausschussbilder dabei. Dafür viele schöne Motive gelungen. So muss es sein.

Schade um den Fachhandel

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 08. Dezember 2009 - 21:49

Vielen Dank für die interessante Aufbereitung und Präsentation der Zahlen. Hier kann ich mich einem Kommentator nur anschliessen: "Kein Wischiwaschi"

Allerdings möchte ich eine Lanze für den Fachhandel brechen. Ich habe das Glück, dass noch einen guten Fachhändler in der Nähe ist. Hier werden einem nicht nur die Werbetexte der Verpackung vorgelesen. Jeder Einkauf ist eine kleine fachliche Plauderei. Außerdem kann man auch noch seine Negative auf Baryt ausbelichten lassen.

Wie "zahlengeil" muss man sein...

Eingetragen von
DingDongDilli
(Inventar)
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 08:02

... um solche Statistiken interessant zu finden!?! Die veröffentlichten Zahlen tragen weder zur Allgemeinbildung bei, noch helfen sie einem bessere Fotos zu machen. Sie sind sowohl aus fotografischer als auch aus fototechnischer Sicht heraus absolut belanglos und interessieren ausserhalb der Marketing-Abteilungen der Kamerahersteller nur solche Pseudo-Experten hier, die ihre abstrusen Marktentwicklungsthesen (so nach dem Motto "das hab ich schon immer gesagt" bzw. "ich hab es ja vorher gesagt") durch Herauspicken irgendwelcher Zahlen untermauert gesehen haben wollen.

O.K. im Prinzip

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 08:34

ist das für Niemanden wirklich interessant.

Für mich persönlich ist es schon ein wenig interessant, weil hier einige Gewissheiten, die hier immer so verbreitet werden, zumindest relativiert werden.

So eben das Verhältnis DSLR zum Restmarkt. Da scheint mir nach den Zahlen einigermaßen Ernüchterung angesagt. Bzw. wäre es insgesamt interessant zu wissen, wie sich z. B. der EVIL-Markt im Verhältnis zu DSLR- und Kompakte-, bzw. Fotohandymarkt entwickelt.

DSLR vs. Kompakte

Eingetragen von
DingDongDilli
(Inventar)
am Donnerstag, 10. Dezember 2009 - 07:32

Das ist doch allgemein bekannt, dass SLRs (egal ob analog oder digital) schon immer nur einen Minoritätsanteil auf dem Kameramarkt repräsentiert haben. Nur wollen viele (D)SLR-Besitzer das nicht wahrhaben, weil diese Tatsache ihrem falschen Stolz (die haben schon immer mit solchen Sprüchen wie "DSLRs sind auf dem Siegeszug" o.ä. herum getönt) einen gehörigen Tritt verpasst hätte...

DingDongDilli schrieb: ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 12:38
DingDongDilli schrieb:

... um solche Statistiken interessant zu finden!?! Die veröffentlichten Zahlen tragen weder zur Allgemeinbildung bei, noch helfen sie einem bessere Fotos zu machen.

Interessant. Das gilt ja auch für jeden Ihrer strunzdummen Kommentare.

Und ist in der Anstalt heute schon wieder Internet-Tag?

Masochist?

Eingetragen von
DingDongDilli
(Inventar)
am Donnerstag, 10. Dezember 2009 - 07:23
Gast schrieb:

Interessant. Das gilt ja auch für jeden Ihrer strunzdummen Kommentare.

Getroffene Hunde bellen. Oder sind Sie stark masochistisch veranlagt, dass Sie fast zwanghaft auf Kommentare antworten müssen, die Ihnen nicht passen?!?

Zitat:

Und ist in der Anstalt heute schon wieder Internet-Tag?

Gelten solche hirnlosen Absonderungen neuerdings als geistreich!?!

Wie sexuell

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. Dezember 2009 - 18:52

unterfordert muss man sein um hier unter jeden Beitrag seinen Mist abzusondern?

Mist

Eingetragen von
DingDongDilli
(Inventar)
am Donnerstag, 10. Dezember 2009 - 07:19
Gast schrieb:

Wie sexuell unterfordert muss man sein um hier unter jeden Beitrag seinen Mist abzusondern?

Gegenfrage: Wie sehr muss man von seiner eigenen kleinen kümmerlichen Person eingenommen sein, um die Meinung (so provokant/polemisch die auch sein mag) Andersdenkender als "Mist" zu bezeichnen!?!