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Renaissance des Microdrive? CompactFlash-Festplatten von Samsung
Angesichts drastisch fallender Preise für Flash-Speicherkarten sind Microdrive-Laufwerke, Miniaturfestplatten im CompactFlash-Gehäuse, in den letzten Jahren etwas außer Mode geraten. Das könnte sich nun ändern: Der koreanische Hersteller Samsung Electronics kündigt Minifestplatten bis 40 Gigabyte zu Preisen um 200 Dollar an:
Die Spinpoint A1 getauften Laufwerke würden bereits ausgeliefert, so Samsung. Für den Anfang seien 30-Gigabyte- und 40-Gigabyte-Versionen der 42,8x36,4x5 Millimeter großen Speichermedien verfügbar, der empfohlene Verkaufspreis (wir nehmen an, für die 30-GB-Variante) liegt bei 199 US-Dollar. Zwar erreichen auch die ersten Flash-Speicher bald vergleichbare Speicherkapazitäten - Pretec kündigte jüngst eine 48-Gigabyte-Karte an - die Endkundenpreise dürften jedoch anfangs noch deutlich höher liegen.
Siehe auch:
Samsung Ships Compact Flash Card Sized Hard Drive With Record Breaking Capacity For Advanced Mobile Devices
(mts)
Zum Thema:
- Samsung entwickelt NAND-Flash mit 64 Gigabit
- Samsung bringt robuste Speicherkarten
- Neues von den Speicherkartenherstellern
- MMC-Speicherkarte von Samsung mit 8 GB
- CES 2006: „Dragon“ - Minifestplatten mit 8 & 10 GB von Cornice
- Samsung D ordnet Imaging-Bereich neu
- Samsung stellt Flash-Speicher mit zwei Gigabit vor
- Sony Microdrive 2 GB / 4 GB
- CeBIT: Winzige Speicherkarte „C-Flash“ von Pretec
- Sony COMPACTVAULT mit 8 GB
- Seagate liefert 1-inch-Festplatten mit 6 Gigabyte aus
- Trend: Speicherkarten werden deutlich billiger





Warum sind Microdrive Karten eigentlich
deutlich billiger als CFs. Sind die etwa günstiger herzustellen? Kann ich mir nicht vorstellen. Und wie ist das eigentlich mit der Anfälligkeit? Wenn ich eine CF fallen lasse, oder schüttle, passiert nichts, und bei Microdrive?
Re: Microdrive
deutlich billiger als CFs?
Warum ist eine Festplatte günstiger als der Arbeitsspeicher?
Vor etlichen Jahren waren die Minifestplatten deshalb verbreitet, weil sie Speicherkapazitäten boten, die die Flash-Speicher nicht boten. Die Minifestplatten sind solange günstiger, wie sie mit Kapazitäten angeboten werden, die mit den Flashspeichern noch nicht erreicht werden oder erst bei einigen wenigen (teurern) Exemplaren erreicht werden. In ein paar Jahren, wenn 40-GB-CF-Karten weit verbreitet sind, wird der Preisvorteil der Minifestplatten dahin sein. Möglicherweise bietet Samsung bis dahin 120-GB-Microdrives an?
Und wie ist das eigentlich mit der Anfälligkeit? Wenn ich eine CF fallen lasse, oder schüttle, passiert nichts, und bei Microdrive?
Microdrives sind empfindlicher. Bzw. waren es in der Vergangenheit.
Samsung gibt eine Stoßfestigkeit von 650 G an. Mehr als bei den meisten Notebook-Festplatten. Ich als Laie denke, dass soll heißen, dass die Karte einen Aufprall mit 650*9,81m/s² verkraften soll.
Microdrive-Laufwerke sind nicht etwas,
sondern total außer Mode gekommen. Und das mit gutem Grund. Sie können, oder zumindest konnten, nicht annähernd mit den Geschwindigkeitssteigerungen der Flashkarten mithalten und waren zudem wesentlich stoßempfindlicher. In den DSLR Kameras werden sie auch in Zukunft keine Rolle spielen. Daß Canon bei seinem Flaggschiff den zweiten Slot als SD Steckplatz ausgelegt hat, zeigt wohin der Trend geht. Die Weiterentwicklung der Flashtechnologie wird ja wohl auch nicht eingestellt. Wo die Microdrive-Laufwerke, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, eine Rolle spielen könnten wären die "Imagetanks", die könnten dadurch auf ein Viertel der jetzigen Größe schrumpfen. Der Haupteinsatzbereich dürften aber die Videorecorder sein. Da warten jede Menge Altgeräte mit anfälliger Bandtechnik auf Ersatz. Und dort werden auch die Speicherkapazitäten benötigt.
ROG
ja, aber...
Bei den "Imagetanks" bleibt aber das Problem der Anfälligkeit das selbe, wenn die nicht sogar höher belastet werden. In Kameras ist der Zugriff auf die Zeiten kurz nach dem Auslösen begrenzt. Und sie machen nur Sinn, solange sie deutlich mehr Platz bieten, als die Karten, welche dann ja wieder geleert werden sollen. Ausser man verwendet sie nur als Backup. Im richtig harten Ausseneinsatz ist aber eher fraglich, ob der Übertragungsvorgang nicht eher ein zusätzliches Risiko für die Daten darstellt, als mehr Sicherheit.
Solange sie nicht arbeiten müssen und es nicht um extreme Lagerzeiten geht, ist die Sicherheit der Karten ja ohnehin praktisch nicht zu toppen. Fragt sich also, ob bei fallenden Speicherpreisen die Laufwerke überhaupt noch Sinn machen. Denn die Preise für Mechanik haben meist weniger Spielraum, da der Aufwand der selbe bleibt.
Die Hersteller von 2,5 Zoll Festplatten planen ja teilweise schon den Produktionsabbau, da auch hier die Konkurrenz durch die Flashtechnik stark wächst.