Kunst findet sich nicht auf Reisen nach Ägypten, China oder Peru; wenn du sie nicht vor Deiner eigenen Tür finden kannst, wirst Du sie nie finden.

— Ralph Waldo Emerson

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Quer durch wüstes Land

Foto © Nick Brandt, Line of Rangers With Tusks of Killed Elephants, Amboseli, 2011Nick Brandts Fotografien sind monumentale Zeugnisse der einzigartigen Tierwelt Ostafrikas, die vor der Vernichtung steht. In Berlin sind mit „Across the Ravaged Land“ seine neuesten Arbeiten zu sehen:

Pressemitteilung von Camera Work:

CAMERA WORK präsentiert:

Nick Brandt

Across the Ravaged Land

CAMERA WORK freut sich, ab dem 19. Oktober 2013 die Ausstellung »Across the Ravaged Land« des Künstlers Nick Brandt zu präsentieren. Die Einzelausstellung zeigt eine exklusive Auswahl von neuen Werken aus dem dritten und finalen Teil der Trilogie, in der Nick Brandt mit seiner charakteristischen Bildsprache die atemberaubende Monumentalität der Tierwelt Afrikas und dessen Bedrohung aufzeigt. Sämtliche Werke wurden erst kürzlich veröffentlicht und sind nun erstmals in Deutschland zu sehen.
 

Foto Nick Brandt, Lion in Shaft of Light, Maasai Mara, 2012

© Nick Brandt, Lion in Shaft of Light, Maasai Mara, 2012

 
Majestätisch-anmutende Löwen in der Serengeti oder das friedlich-liebevolle Beisammensein einer Elefantenmutter und ihrem Kind in Kenia scheinen mit qualvoll verendeten Singvögeln in Tansania oder als Trophäen glorifizierten Stoßzähnen nichts gemein zu haben. Doch Nick Brandt erzählt mit den Werken im finalen Teil seiner weltbekannten Trilogie die offene und ergreifende Geschichte des Wandels der Natur- und Tierwelt Afrikas. Die schwindenden Lebensgebiete von Giraffen, Elefanten, Löwen oder Büffeln und die direkt durch Wilderung gefährdete Einmaligkeit der afrikanischen Tierwelt verändern das Gesicht des afrikanischen Kontinents. Ein Löwe oder Elefant dokumentiert dabei nicht nur die Landschaft, vielmehr sind sie Inhalt des Bildes, geben ihm Gestalt und Bedeutung und bilden zugleich ein Äquivalent des Weiten und Erhabenen. Jedes einzelne Werk mutet geheimnisvoll an und drückt zugleich die Traurigkeit und gar Morbidität dieser Welt in unglaublicher Schönheit aus. Nick Brandts Arbeiten sind somit eine ergreifende Reise in die unberührte Wildnis und zugleich eine erschreckende Momentaufnahme der massiven Bedrohung, um die Zukunft offen und zugleich für den Rezipienten bestimmbar erscheinen zu lassen.
 

Foto © Nick Brandt, Ranger With Tusks of Killed Elephant, Amboseli, 2011

© Nick Brandt, Ranger With Tusks of Killed Elephant, Amboseli, 2011

 
Die hoch geachtete Bildsprache von Nick Brandt unterstreicht die Monumentalität der Bildinhalte. Ein dynamisches Spiel mit Licht und Schatten oder ikonografische Elemente verstärken in den Arbeiten jeweils den Eindruck der Schönheit der Natur und deren Gefährdung durch den Eingriff des Menschen. Die bei der Aufnahme unmittelbare Nähe zwischen dem Künstler und den Löwen oder Elefanten intensiviert die magische Beziehung zwischen Vertrautheit und Unberührbarkeit zur Tierwelt. Gebrochen wird die Nähe des Rezipienten zu den Tieren durch die besondere Farbigkeit und die magische Stimmung der teilweise düsteren Schwarz-Weiß-Arbeiten. Dadurch erschafft Nick Brandt eine Atmosphäre, der sich der Rezipient nicht entziehen kann.

Das Photobuch zum finalen Teil der Trilogie mit dem deutschen Titel »Quer durch wüstes Land« ist ab dem 7. Oktober erhältlich (Knesebeck, 68,- Euro).

Über Nick Brandt
1966 geboren, wuchs Nick Brandt in England auf. Er studierte Malerei und Film, bevor er nach Amerika auswanderte und in den 90er-Jahren zahlreiche preisgekrönte Videos produzierte, darunter für Künstler wie Michael Jackson (»Earth Song«, »Stranger in Moscow«, »Cry«), Jewel oder Moby. Während der Produktion von »Earth Song« in Tansania 1995 prägte sich bei Nick Brandt eine starke Leidenschaft für die Tiere und das östliche Afrika aus. Frustriert darüber, dass sich die von den Tieren ausgelösten Emotionen nicht auf Film einfangen lassen, begann er dies mittels der Photographie immer mehr zu realisieren und zu erreichen. Im Jahr 2000 startete der Künstler sein ambitioniertes Photoprojekt: eine Buchtrilogie, um der schwindenden Herrlichkeit der Natur Ostafrikas ein Denkmal zu setzen. Die ersten beiden Bände der Trilogie tragen die Titel »On This Earth« (2005) und »A Shadow Falls« (2009). Einen Querschnitt der beeindruckendsten Photographien der beiden ersten Publikationen hat Brandt in dem Band »On This Earth, A Shadow Falls« (2010) zusammengetragen.Im September 2010 gründete Nick Brandt die Non-Profit-Organisation »Big Life Foundation« mit dem Ziel der Erhaltung der afrikanischen Tierwelt und des dortigen Ökosystems – eine dringliche Reaktion Brandts auf die Eskalation der Wilderei in Afrika.

 

Foto © Nick Brandt, Line of Rangers With Tusks of Killed Elephants, Amboseli, 2011

© Nick Brandt, Line of Rangers With Tusks of Killed Elephants, Amboseli, 2011

 
Nick Brandt, der von CAMERA WORK deutschlandweit exklusiv vertreten wird, bestritt 2005 seine weltweit erste Einzelausstellung bei CAMERA WORK und wurde anschließend in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter in New York, Los Angeles, London, Sydney, München, Brüssel und Paris. Das Museum für Photographie in Stockholm FOTOGRAFISKA widmete Nick Brandt 2011 zudem erstmalig eine große museale Einzelausstellung. Nick Brandt zählt heute zu den gefragtesten zeitgenössischen Photokünstlern überhaupt. Erzielen seine Arbeiten auf Auktionen von Christie’s oder Sotheby’s regelmäßig Rekordergebnisse, sind auch bereits zahlreiche Werke aus der Serie »Across the Ravaged Land« fast ausverkauft. In der Ausstellung bei CAMERA WORK werden selbst von den gefragtesten Motiven die letzten verfügbaren Werke zu sehen sein.
 
 
Ausstellung:
Nick Brandt
Across the Ravaged Land
19. Oktober bis 30. November 2013

CAMERA WORK
Kantstraße 149
10623 Berlin

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag, 11–18 Uhr
 
 
Buch:
Nick Brandt
Quer durch wüstes Land
Knesebeck Verlag
Gebunden, 120 Seiten mit 150 Abbildungen in Duoton
ISBN 978-3-86873- 663-2
Preis € [D] € 68,– / [A]70,– / sFr 89,-
 

Foto Nick Brandt, Lion Trophy, Chyulu Hills, Kenya, 2012

© Nick Brandt, Lion Trophy, Chyulu Hills, Kenya, 2012

 
(thoMas)
 

Das

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. Oktober 2013 - 15:02

nennt man wohl artifiziell ... 8-)

Na, die Morbidität passt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. Oktober 2013 - 14:35

Na, die Morbidität passt gut zur Dekadenz der Kunden. Ansosnten zuviel Pathos -und zu wenig Realität.

-

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Freitag, 25. Oktober 2013 - 16:52

Ach, der schon wieder.

Trophäen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. Oktober 2013 - 21:17

Richtig clevere Bildsprache. Hier ist alles rund: Aussage und Umsetzung. Schwarzweiss ist perfekt dafür.

Klasse!

Gut Licht!

Richtig cleveres Marketing.

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Samstag, 26. Oktober 2013 - 12:06

Naturkitsch, nur echt in brauner Trübnis.
BTW, wo sind denn die Löwen geblieben, die einst in Bayern lebten? Im Wappen, ach so.

weder noch

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. Oktober 2013 - 18:26
Plaubel schrieb:

Naturkitsch, nur echt in brauner Trübnis.
BTW, wo sind denn die Löwen geblieben, die einst in Bayern lebten? Im Wappen, ach so.

Ich kann nichts Braunes, keinen Kitsch, kein Bayern wahrnehmen - nur diese Bilder und ihre eindringliche Botschaft, die visuell sehr gut verpackt ist.
Es ist Ihnen natürlich überlassen, wie Sie diese Bilder wahrnehmen. Jeder halt auf seine Weise, nach seinen Möglichkeiten.

Gut Licht!

Fotografisch

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. Oktober 2013 - 11:41

jedenfalls beeindruckend. Inhaltlich eher, wie schon angemerkt, artifiziell.

Grafik schön, fotografisch ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. Oktober 2013 - 23:26

Schwer die Fotografie zu erahnen.

Ich habe nichts gegen Nachbearbeitung an Fotos auszusetzen. Eigentlich. Eine gut gemachtes Foto fasziniert mich doch mehr. Ein bisschen Nachbearbeitung stört mich keineswegs. Zu viel Kritik dagegen sehr.

Aber wenn es zu offensichtlich ist mag ich es nicht mehr.

Hier ist es mir eine Spur zu viel des Offensichtlichen. Der unbedarfte Beobachter darf hier sein YEAH ausrufen, aber für mich ist es einfach über das Ziel hinaus geschossen. Trotzdem Respekt vor der Arbeit.