Manchmal komme ich an einen Ort, wenn Gott gerade möchte, dass jemand den Auslöser drückt.

— Ansel Adams

Am 31.8.

  • 1913: * Helen Levitt (+ 2009); amerikanische Fotografin und Filmemacherin

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Praxiseindruck: Sony alpha 3000

Foto Ralf JannkeFoto Sony alpha 3000Mit der alpha 3000 bietet Sony eine Systemkamera mit E-Bajonett und 20 Megapixeln für 399 Euro an – das stabilisierte Kit-Zoom 3,5-5,6/18-55 mm OSS (SEL-1855) ist in dem Preis schon mit drin. Kann, was so wenig kostet, was sein? Nunja, sagt die Praxis:

 
 
 
 
 

Foto Sony alpha 3000

 
Neben einer „anständigen“ DSLR-Ausrüstung ist seit 2010 auch eine brave Sony NEX-3 in meinem Bestand, dazu das Pancake 2,8/16 mm, dessen Brennweite gelegentlich durch den Ultra WW-Vorsatz VCL-ECU auf 12 mm (≈ 18 mm entspr. Kleinbild) verkürzt wird, und ein AF 3,5/30 mm Makro von Sony. Da kam die alpha 3000 gerade recht, bietet sie doch gegenüber den 1280x720p HD der alten NEX-3 Full-HD-Video 1920x1080p, und bewegte Bilder rücken mehr und mehr in meinen Blick. NEX-6 wie NEX-7 waren mir für das derzeit eher gelegentlich genutzte Filmen aber dann doch zu teuer. Und ein stabilisiertes 3,5-5,6/18-55 mm Kitzoom gibt es ja sozusagen „gratis“ dazu. Als Bonbon ist in der alpha 3000 auch noch der gleiche Akku, der schon in der NEX-3 steckt. Keine Selbstverständlichkeit bei den heutigen Modellwechseln.
 

Foto Sony alpha 3000
 
 
Foto der Rückseite der Sony alpha 3000
 
 
Foto der Oberseite der Sony alpha 3000

Die flammneue alpha 3000 tut nur so bzw. sieht nur so aus, als wäre sie eine Spiegelreflexkamera, ist aber eine „Spiegellose“ mit E-Bajonett für NEX-Objektive.

 
Plaste und Elaste

Hier ein paar Eindrücke von der alpha 3000, beginnend mit dem Auspacken. Das erste Gefühl: Die Kamera kann „schwimmen“, ist sehr „luftig“: Plaste und Elaste aus Fernost ... Nach dem zweiten, genaueren Hinschauen: sieht doch nicht so billig aus – und noch viel wichtiger: liegt angenehm in der Hand. E-Sucher und Monitor? Weniger schlimm als angesichts der mickrigen Auflösung (je rund 200K) befürchtet. Auch der Sucher zeigt alle wichtigen Parameter und kann auf Wunsch ein Histogramm einblenden. Dann eine angenehme Überraschung: das stabilisierte Kitzoom. Im äußeren Erscheinungsbild im Vergleich zum optisch nicht schlechten, von der Anmutung aber gruseligen Nikon-Pendant (Kunststoff-Bajonett), geradezu professionell gefertigt und stärker in Metall gehalten. Die optische Qualität ist auch gut. So kann man ein Kitzoom auch anbieten!

Nach Bestücken der alpha 3000 mit Akku und Speicherkarte noch schnell der Test, ob auch wirklich alles kompatibel ist. Akkus identisch, Fremdakku läuft allerdings nicht, 16er wie 30er Sony funktionieren problemlos.

Um die alpha 3000 möglichst schnell dem Gespött der Kollegen auszusetzen – „Wer hat dich denn hier reingelassen?“ – ging sie als Zweitkamera ins vertraute Testareal der Sporthalle. Mit dem 2,8/16 mm plus Super-WW-Konverter und 3,5/30 mm, was die alpha 3000 bei offener Blende mit ISO 1600 / 3200 und 3,5 B/s nicht vor unüberwindbare Hürden stellt. Wird zusätzlich parallel in RAW gespeichert, ist im Gegensatz zu den 13 JPEG-Bildern mit 3,5 B/s in Serie erstmal bereits nach 5 Bildern Schluss mit der Serie.

Um es deutlich zu sagen: Ein Nachführ- oder Prädikations-Autofokus, der versucht, zu berechnen, wohin sich ein bewegtes Motiv innerhalb einer Serie bewegt, findet in der alpha 3000 nicht statt. In der AF-C-Einstellung, die zwar genau das bewirken soll, ist diese spiegellose Systemkamera zumindest mit den genannten Objektiven nicht in der Lage, sich schneller bewegende Objekte einzufangen, der Fokus läuft in die Unschärfe.

Der vorausberechnende Prädikations-Autofokus wird wohl noch eine Weile Domäne der immer wieder totgesagten Kamera mit „Klapperspiegel“ und altertümlichem Glasprismensucher bleiben. Das den spiegellosen Systemkameras nachgesagte schnelle AF-Ansprechverhalten bewirkt allerdings, dass in der Einstellung AF-S (für Einzel-AF) doch ein paar Basketballbilder von Spielszenen gelangen.
 

Foto Ralf Jannke    Foto Ralf Jannke

Die beiden Actionszenen sind Ausschnitte aus Fotos mit dem Pancake 2,8/16 mm bei ISO 1600 (links) und mit dem AF 3,5/30 mm Makro bei ISO 3200 (rechts); jeweils Blende 3,5 und Zeitautomatik.
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto Ralf Jannke

Aufnahme mit 2,8/16 mm plus Superweitwinkelvorsatz (≈ 18 mm entsprechend Kleinbild) bei ISO 1600 und mit Zeitautomatik
(Klick aufs Bild!)

 
Sympathisches Teil

Man kann über die Machart der alpha 3000 denken, was man will: Mir ist das Teil sympathisch und an der den Kosten geschuldeten reduzierten Ausstattung ist nicht so viel auszusetzen. Zumal sich der Preis von derzeit 399 Euro sicherlich noch „normalisiert“. An den fototechnischen Möglichkeiten gibt es kaum was zu mäkeln. Nutzer, die verschmierte Monitore mögen – man sagt auch Tatsch-, pardon, Touchscreen, dazu – und ebenso vehement die „Sollbruchstelle“, den Klappmonitor, fordern, müssen sich eben anderweitig umsehen. Ich war jedenfalls froh, keinen Touchscreen zu haben – mir genügt dazu das iPhone – und ziehe auch die manuelle Umstellung von Monitor auf E-Sucher jeder mir lästigen Automatik vor, die gerne zur unpassenden Gelegenheit den „falschen“ Sucher wählt.
 

Foto Ralf Jannke

Die Welt besteht nicht nur aus Sport und High-ISO ...

 
Wi-Fi, WLAN, höhere Monitorauflösungen? Kommen in Nachfolgemodellen mit ziemlicher Sicherheit. Wer es unbedingt möchte, setzt zur drahtlosen Bildübertragung eine WiFi-fähige Speicherkarte ein. Die Unsitte, die technisch möglichen Features nicht gleich einzubauen, sondern lieber scheibchenweise von Modell zu Modell nachzuliefern, pflegt selbstverständlich auch Sony (*). Nach den wenigen Tagen mit der alpha 3000 wage ich (für mich) die Prognose, in Zukunft zumindest für die unbeschwerte Urlaubsfamilienknipserei keine der mir vertrauten Einsteiger-DSLRs mehr anzufassen. Und die alpha 3000 ist immer noch die „richtigere“ Kamera als eine x-beliebige Bridge oder so.

Um wenigstens mal kurz ins Sony eigene Rohdatenformat zu schauen, wurden ein paar Dateien mit der Sony-Software „Image Data Converter“ in Version 4.x geöffnet, um die arw-Datei ohne jegliches Schieben an den Reglern in eine 3x16 bit TIFF-Datei zu konvertieren. Kann man machen, muss aber nicht.
 

Foto Ralf Jannke

JPEG (links) vs. RAW
(Klick aufs Bild!)

 
Mir genügt die Fine-JPEG-Einstellung, die in 100-%-Monitoransicht einen Hauch weniger Details als die aus der Rohdatei entwickelte TIFF-Datei zeigt. Was teilweise aber auch daran liegt, dass in der Rohdatei nichts entrauscht oder sonstwie geglättet wurde. Interessant an dieser Stelle: Die JPEGs sind im direkten Vergleich sehr maßvoll kameraintern geschärft. Möglicherweise lässt sich mit Lightroom & Co noch etwas mehr raus kitzeln. Wer's braucht...

Wenn Sony sich jetzt noch erbarmen würde, das kompakte AF 2,8/85 mm SAM für das NEX-Bajonett umzurechnen ...

(Ralf Jannke)
 

Foto Ralf Jannke

Aufnahme mit 3,5-5,6/18-55 mm OSS bei ISO 100; 100-%-Ausschnitt

 
* An der Stelle sei eingeworfen, dass es im Nachhinein oft unverständlich erscheint, warum dieses oder jenes nicht gleich eingebaut wurde. Das ist oft schlicht und einfach eine Kostenfrage, zumal bei den Modellen am unteren Ende der Preisskala: Wi-Fi- oder GPS-Chips kosten anfangs deutlich mehr als später: wenn immer größere Mengen gefertigt werden sinkt der Stückpreis. Wobei Manches dann doch, das sei zugestanden, auch reinen Marketing-Erwägungen geschuldet ist: die Kameras sollen sich doch bitteschön ein wenig unterscheiden. – thoMas

Beispielfotos: Ralf Jannke
Produktfotos: Sony
 

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Ja, das war zu erwarten,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. September 2013 - 18:22

die Kamera ist sehr leicht, aber auch sehr handlich, was bestimmt insgesamt nicht negativ ist. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und macht keinen billigen Eindruck. Ich hatte die Gelegenheit, das Ding auf der IFA kurz in der Hand zu halten.

Der Sucher ist nicht gerade der Maximalhit, aber für das, wofür er gut sein soll, ausreichend. Bzw. es ist erstaunlich, dass bei der geringen Auflösung doch der Inhalt so gut sichtbar wird. Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass reines Zahlenwerk wenig aussagt.

Ansonsten würde ich sagen, dass der Sensor und die nachstehenden verarbeitenden Prozessoren und elektronischen Bauteile einen hervorragenden Job machen. Das Bildergebnis, das war schon früh klar, ist gut, bzw. hervorragend, bzw. mit einer Auflösung von 5,5 k mehr als ausreichend, auch für die nächste Zukunft. Die zusätzlichen elektronischen Gimmiks wie Touchscreen, Sucherumschaltung und vor allem GPS muss man nicht wirklich haben. Ein drehbares Display wäre gut, aber in Hinblick auf den guten Preis verschmerzbar.

Insgesamt muss man sagen, dass SONY mit der 3000 ein guter Wurf gelungen ist, der eine breite Range von Fotofreunden ansprechen wird.

Nau

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 10:35

gar nix sollt' ma seh'n, im Sucher ...!?

Wem allein schon

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. September 2013 - 22:13

vorm Sucher nicht gruselt, der schwimmt mit Plaste und Elaste sicher auf der Glückswelle.

Nur wenn man aus dem Wilden Osten stammt,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 13:41

die anderen wissen, dass es durchaus guten Kunststoff gibt :-)

Richtig geiles Teil.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 08:43

Mit dem großen Sensor besser als jeder Oly und Panasonic mit den kleinen Sensoren

Geizig

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 10:33

geiles Teil, jedenfalls ...

Na ja, wie gehabt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 10:35

gleich ein paar qualifizierte Kommentare.

Is ja auch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 12:36
Gast schrieb:

gleich ein paar qualifizierte Kommentare.

eine hoch qualifizierte Cam ... 8-)

alle Nachteile einer spiegellosen Kamera, keine Vorteile!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 10:40

für mich ist die Sony A3000 ein "billiger Bastard". Keinerlei Vorteile gegenüber einer auch nicht teureren Billig-NEX. Nur unnötig größer!
Und noch dazu fehlen trotzdem genau die essentiellen Bedienelemente, die für mich eine vernünftige Kamera ausmachen: 2 perfekt positionierte Einstellräder, eines vorne, eines hinten. Das vorne kann gerne auch - frei belegbar - an der Objektivbasis sein. Und zwei Tasten hinten oben in bester "Daumen"-Position: AF-ON und AE-Lock. Gerne auch frei belegbar. Moduswählrad mit P,A,S,M und dazu 3 frei belegbaren Kamera-Setups (Custom). Dafür kann man den separaten Video-Startknopf den man in dieser Position sicher auch öfters unabsichtlich erwischt, gerne einsparen. Diese Punkte würden übrigens alle kaum Mehrkosten in der Produktion verursachen.
Ein Puffer-Speicher, der nach läppischen 5 RAW+JPG schon voll ist. Als ob 8GB mehr RAM heutzutage ein Kostenfaktor wären. Ist genau so billig wie WiFi. Das ist 2013 einfach nicht mehr zu entschuldigen.
Und dazu dann noch ein grottiger EVF.

Nein, Danke - nicht einmal geschenkt!

Sony A3000 - die Bessere Einsteiger NEX

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Juni 2014 - 04:07

Die A3000 ist super, man(n) muss sie eben nur zu schätzen wissen. Als Benutzer einer D7000 sowie A7 verwende ich die A3000 hauptsächlich & ausschließlich in Sachen
RAW, auch wenn hier leider immer ein Kamera-internes JPEG mit aufgenommen wird. Der Sucher ist wirklich grottig, doch der A3000 Sensor super - siehe DxOMark, wer diesen schlecht findet, ist einfach ein Pfosten - der Gleiche Sensor tut schließlich auch in der A58 sowie in der A5000 Dienst. Ferner ist der Griff super, sehr tief, ausgeprägt, ideal wenn man ältere MF Objektive benutzen möchte, machen Sie dies mal an einer NEX - viel Spaß! Und, mit dem EVF läßt es sich notfalls arbeiten, denn ein schlechter EVF ist immer noch Welten besser als gar keiner. Den ganzen "Tatsch"screen, WiFi & GPS Wahnsinn braucht man absolut nicht in der Kameraklasse, kostet nur Geld & dient nicht im Geringsten der Bildqualität, ist nur Ausstattungschnickschnack, den die Welt nicht braucht.

Diejenigen Leute, wo mit der A3000 nicht fotografieren können, werden es auch mit einer A7S oder D4S nicht schaffen, es kommt nicht auf den Body an, sondern
die Person hinter dem Objektiv. Viel Spaß mit dem Gerät & gutes Licht.

Deine ausdrucksweise lässt zu wünschen überig

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Oktober 2014 - 15:25

du solltest vielleicht das preis-leistungsverhältniss sehen nicht jeder kann sich teures leisten und es gibt durchaus teurere Kameras die weniger bieten oder sogar bedeutend schlechter sind. du musst sie ja nicht kaufen

canon?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 11:41

die kleine erinnert an die großen canons...

Das hat was

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 12:33

mit Ergonomie zu tun ... wenigstens mit: So tun als ob. ;-)

Ergonomie wird heute immer noch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 17:45

durch das Wirken von Herrn Colani als bulbhaftes Ausbilden von "Handschmeichlern" übersetzt.

Das hat sich längst als nicht stichhaltig herausgestellt. Diese Handschmeichler mögen ja ganz plausibel aussehen, so wie Autos ja auch immer so aussehen, als wären sie windschnittig, obwohl die vorne meist ein riesen Loch drin haben, sind es aber nicht.

Ergonomisches Design ist eher kantig, glattflächig, bietet nur da, wo es unbedingt notwendig ist, zusätzliche Haltehilfen an. Haptik ist eher ein Spiel mit Reduzierungen auf das Wesentliche, weniger opulent geschwungene Formen. Die Hände sind besser in der Lage, gerade, abgekanntete Teile zu erfassen, als handschmeichelnde Formen.

Viele Nutzer haben sich aber an diese bulbhaften Formen gewöhnt, also bauen Kamerahersteller das so, damit sich Erfolg beim Verkauf einstellt.

Sie schauen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 19:13

nicht nur plausibel aus, sie liegen auch "plausibel" in der Hand. Das ist das Einzige, was zählt; und nicht allfällige Antipathien gegen Herrn Colani.

Gast schrieb: durch das

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 19:49
Gast schrieb:

durch das Wirken von Herrn Colani als bulbhaftes Ausbilden von "Handschmeichlern" übersetzt.

Das hat sich längst als nicht stichhaltig herausgestellt. Diese Handschmeichler mögen ja ganz plausibel aussehen, so wie Autos ja auch immer so aussehen, als wären sie windschnittig, obwohl die vorne meist ein riesen Loch drin haben, sind es aber nicht.

Ergonomisches Design ist eher kantig, glattflächig, bietet nur da, wo es unbedingt notwendig ist, zusätzliche Haltehilfen an. Haptik ist eher ein Spiel mit Reduzierungen auf das Wesentliche, weniger opulent geschwungene Formen. Die Hände sind besser in der Lage, gerade, abgekanntete Teile zu erfassen, als handschmeichelnde Formen.

Viele Nutzer haben sich aber an diese bulbhaften Formen gewöhnt, also bauen Kamerahersteller das so, damit sich Erfolg beim Verkauf einstellt.

Genau deshalb ist die "eckige" Gehäuse-Form einer M-Leica auch so zeitlos!

Gegenteilige Meinung

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 21:57
Gast schrieb:

"Handschmeichlern" (...)
Das hat sich längst als nicht stichhaltig herausgestellt.

Ach ja? Kann man das irgendwo nachlesen oder ist das nur Ihre Privatmeinung?

Gast schrieb:

Diese Handschmeichler mögen ja ganz plausibel aussehen (...) Ergonomisches Design ist eher kantig, glattflächig, bietet nur da, wo es unbedingt notwendig ist, zusätzliche Haltehilfen an.

Das erscheint mir recht abwegig. Ich nutze sowohl ältere Kameras der 70er Jahre bis hin zu modernen Canons (EOS 6D). Ich finde die Ergonomie (!) der modernen EOS haushoch überlegen. Ein Handgriff, der sich wunderbar in die Hand einfügt. Ältere Kameras sind oft scharfantige Kästen mit hervorstehenden Metallknöpfen, Rädchen und kleinen Fugen. Die sehen zwar cooler aus, sind aber längst nicht so ergonomisch.

Liest sich mehr

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 21:59

nach überkommenen, deutschen Ingenieurs-"Wissen", als nach praktischem (Haus)Verstand. Kein Wunder, dass die Musik in Sachen Gestaltung und Design schon lang woanders spielt. Vor allem aber auch, in die Hände von Millionen zufriedener User findet.

Ich denke,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 10:49

die Japaner wissen das so gut wie die Deutschen.
Aber, deren Hauptmarkt sind die USA. Die lieben eben solche bulbhaften Ausformungen.

Eine einfache Möglichkeit zu überprüfen, wie gut Formen funktionieren, sind die Arbeitsgeräte, die direkt mit der Hand bedient werden. Also Schaubenzieher, -schlüssel usw. Da wird man kaum noch solche fantasiebegabt-verformten Teile finden, wie das bei den Kameras der Fall ist. Da dominieren klare geometrische Anordnungen, die der Hand klarere haptische Signale übermitteln, als undefinierte Formen.

Bei den Kameras vor den 70er Jahren wurden die Bedienelemente eher über das Gehäuse verteilt, als sinnvoll angeordnet (auch nicht immer). Mit der Elektronifizierung kann man das besser hinkriegen.

Leica hat da mit Sicherheit einen Spitzenplatz in Bezug auf ergonmisches Design erobert, das auch sehr gut aussieht. Aber auch Blackmagic ist, was das Ergonomiedesign anbetrifft, sehr gut aufgestellt. Oder auf einem anderen Gebiet Apple. Da ist Ergonomiedesign das wesentliche Element, ohne aufdringliche Designmätzchen.

Blödsinn

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 14:55

Als ich das erste Mal so ein Teil in der Hand hatte, fragte ich mich, warum nicht schon früher ... nicht zuletzt, als ich die Cam das erste Mal reinigen mußte: Da erkennt man, dass die Form keineswegs unbestimmt ist, sondern neben der Haptik auch noch einen sehr praktischen Nutzen hat.
Bei Leica ist erst die S2 eine Cam, die vom Design her überzeugen kann - wenn auch nicht so sehr von der Bedienung her. Die M ist schlicht ein in die Jahre gekommener Designklassiker, der im Umfeld seiner Entstehung Maßstäbe setzen konnte - darüber hinaus aber schon lang nicht mehr.
Die Blackmagic ist zwar äußerst reduziert, aber gottlob primär auch keine Handheld-Cam - weil dann wär's für eine Video-Cam eher verfehlt.

Ich frage mich,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 15:47

was Sie mit Kameras so alles anstellen, aber Reinigung geht bei meinen Kameras extrem unterschiedlicher Ausprägung egal wie ganz locker. Das hängt ganz bestimmt nicht direkt von der Form ab, eher von der Oberfläche.

Aber, das hat mit Haptik und Funktionsdesign überhaupt nichts zu tun. Da kommen erst einmal jede Menge sehr unterschiedliche Dinge zusammen: Tastsinn, Wärmeemfinden, Oberflächenstruktur, Druck, Lage der Funktionsteile, Logik der Bedienung usw.

In der Regel durchlaufen Produkte wie die 3000 zumindest ein Haptiklabor, in dem Probanden die gesamte Bedienlogik und äußere Funktionalität austesten. Das ist alles andere als trivial. Aber selbstverständlich trifft das nicht immer alle Erwartungen.

Bildung vs Einbildung

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. September 2013 - 22:28
Gast schrieb:

Eine einfache Möglichkeit zu überprüfen, wie gut Formen funktionieren, sind die Arbeitsgeräte, die direkt mit der Hand bedient werden. Also Schaubenzieher, -schlüssel usw. Da wird man kaum noch solche fantasiebegabt-verformten Teile finden, wie das bei den Kameras der Fall ist.

Der Vergleich hinkt wie der Glöckner von Notre Dame.
Sie sollten eher mit zB Computer-Mäusen vergleichen. Also Gegenständen die man längere Zeit in der Hand behält.

Gast schrieb:

Da dominieren klare geometrische Anordnungen, die der Hand klarere haptische Signale übermitteln, als undefinierte Formen.

"Haptische Signale übermitteln"? Wovon fantasieren Sie da? Übrigens: So sieht ein UVP 200 Euro Profi-Schraubendreher aus.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/21v0o9HaeGL.jpg

Naja, ist doch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. September 2013 - 11:43

in etwa das, was ich sage, bis auf die Tatsache, dass sich ein normler Handwerker mit Anspruch garantiert so ein Teil nicht für 200 EUR kauft.

Eher sowas: http://www.conrad.de/ce/de/product/465018/Wolfcraft-Handschraubendreher-...

Die Dinger sind mit Sicherheit durch ein Haptiklabor gelaufen und von einem Produktdesigner gestaltet.

Sensorik: interakive Wahrnehmung oder auch 5ter Sinn, also Geschmack, Geruch, Fühlen. Hände sind für Menschen das, was für die Kamera der Sensor oder für ein Smartphone der Gyrosensor ist. Gegenstände und Oberflächen kommunizieren mit Menschen in Form von Ausprägung bestimmer Eigenschaften, die letztendlich auch deren Verwendung bestimmen. Je sinnfreier und eigennütziger Formen sind, desto schlechter die Kommunikation. Besser sind einfache, schnell erfassbare Ausformungen, weil intuitiver erfassbar.

Jetzt kommt noch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. September 2013 - 17:53

irgendwannn der Vorwurf, dass wir unsere Kameras nicht abschlecken, und Polycarbonat zu geruchsneutral ist ... 8-)

und ziehe auch die manuelle

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. September 2013 - 21:52

und ziehe auch die manuelle Umstellung von Monitor auf E-Sucher jeder mir lästigen Automatik vor, die gerne zur unpassenden Gelegenheit den „falschen“ Sucher wählt.

Für mich nicht nachvollziehbar. Habe keine Probleme mit der automatischen Umschaltung bei der NEX-6 und NEX-7 sondern finde es eher irritierend, das ich bei der 3000 dafür extra noch mal einen Schalter drücken muss.

Das größte Problem der 3000 ist aber das mieserable Guckloch. "Sucher" ist schon Euphemismus. Damit ist die Kamera im Grunde für jede halbwegs ambitionierte Anwendung nicht brauchbar. Sie macht schlicht keinen Spaß.

Sucher passt schon

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 08:52

Nur am Finder schrammt sie halt vorbei ... 8-)

Haben Sie das Ding

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 15:29

überhaupt schon mal vor dem Auge gehabt?

Es ist ja o.K. wenn man seine eigenen Bedürfnisse klar formuliert. Aber von sich auf alle anderen fix zu schließen, ist nicht zulässig.

Ich hatte die 3000 auf der IFA in der Hand und habe natürlich gleich mal ausprobiert, wie das mit dem EVF geht. Also sehr viel besser, als gedacht. Das Motiv war gut sichtbar, die Schärfenebenen klar erkennbar. Die eingespiegelten Informationen sind sowieso kein Problem.

Man kann eben nicht immer von den reinen Zahlen auf die tatsächlichen Eigenschaften schließen. Der EVF der Nex 7 ist jedenfalls nur auf dem Papier wesentlich besser, aber in Bezug auf die "angenehme" Sicht nicht unbedingt besser als der der 3000. Vor allem die sehr "kalte" Farbdarstellung des Nex-EVF finde ich nicht sehr angenehm. Und wenn es nur darum geht, das Motiv richtig zu beurteilen und die Bildverhältnisse richtig einzustellen, reicht dieser EVF jedenfalls locker aus.

Wir kennen diese Art Suche

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. September 2013 - 21:03

Sie sind eine Zumutung. Punkt. - Für Sie nicht? Schön. Claqueure wie Sie sind ein Hoffnungsmarkt, an denen sich geizig-geile Fantasie aufrichten.

Die Tante Jolesch

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. September 2013 - 19:07

bewahre mich vor allem, was gerade so ausreicht ... 8-)

Deshalb ist Deutschlands Fotoindustrie

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 15:31

so geschrumpft. Als ehem. Ingenieur bei einer damals bedeutenden Fotoindustrie-Firma habe ich in den 70ger Jahren das hautnah miterlebt. Qualität produziert, die der potentielle Konsumentenkreis überhaupt nicht benötigte bzw. nutzen konnte, natürlich verbunden mit den entsprechenden Produktionskosten. Japanische Produkte überheblich als minderwertig bezeichnet.
Ja aber es gibt sie ja heute immer noch, die die Amateuren Vollformat-Kameras aufschwatzen wollen, am besten noch schwer ( von wg. Haptik ) und natürlich kein Plastik, Metall muss es sein.
Ja warum amüsiert diese Diskussion den Ruheständler in Asien wohl so ??
Mit Gruß an ihre bestimmt liebenswerte Tante.

Äh, die Tante Jolesch ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Oktober 2013 - 17:45

Ok, nein, das muss den Ruheständler in Asien nicht interessieren.
Aber die deutsche Fotoindustrie ging nicht an ihrer Perfektion zu Grunde, sondern daran, dass ihr diesen Anspruch niemand mehr abkaufte.
Dafür weiden sich inzwischen Asiaten mit arbeitslosem Einkommen an überteuerter Deutschware, blind für die Qualitäten aus eigenen Landen, und hoffnungslos der falschen Nostalgie verfallen.

Ja, das ist so die deutsch-hagebuchene

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Oktober 2013 - 13:17

Überheblichkeit aus der Gutsherrenperspektive.

Da darf es keine abgestuften Bedürfnislagen geben, da gibts nur Premium oder gar nicht. Das ist auch der Grund, warum bei uns hier seit bestimmt weit über 20 Jahren so gut wie keine "Bastlerfirmen" mehr gibt, die sich auch um kleine Serien bemühen. Es muss immer gleich das ganz große Ding sein, klein aber fein gibt es nicht mehr.

Die Asiaten sind da ganz anders strukturiert. Die gehen das an und machen und liefern Produkte in der vollen Abstufung der Bedürfnislagen nicht nur weltweit, sondern auch durchaus lokal akzentuiert. Während bei uns hier schön langsam jedes Kow-how verloren geht, ist die asiatische Werkbank prall bestückt und arbeitet im Hochtakt.

Die USA haben das bereits erkannt: Fernziel Reindustrialisierung auf breiter Front. Genauso gehts. Dafür braucht man allerdings auch ein Marketing, das die Bedürfnislagen erkennt und in Produkte gießt. Und das kann z. B. nicht nur in der Befriedigung von Mikronischen für Fotohyperexperten sein.