Gelegentlich habe ich die Fotografie mit dem Leben verwechselt.

— Jerry Uelsmann

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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Phase One, der Platzhirsch im digitalen Mittelformat

Mit dem Engagement beim japanischen Hersteller Mamiya und der Übernahme der Vermögenswerte von Leaf hat Phase One in den vergangenen Monaten seine Position im digitalen Mittelformat deutlich verbessert:

Offensichtlich hat man auch hinsichtlich der in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen einiges Geschick bewiesen. So haben sich die Dänen die Rosinen aus dem digitalen Kodak-Leaf-Kuchen picken dürfen. Übernommen hat man etwa 25 Mitarbeiter in Israel, die Rechte und die Fertigungseinrichtungen, die derzeit aus den Kodak-Gebäuden in neue Räumlichkeiten in Tel Aviv überführt werden. Übernommen wurde wohl auch das Recht, Rückteile für die AFi / Hy6 anbieten zu dürfen, was man derzeit vor dem Hintergrund des eigenen Kamerasystems und der Verbindung zu Mamiya wohl nicht forcieren will.

Das neue Unternehmen führt den Namen Leaf Imaging und ist nicht der Rechtsnachfolger der bisherigen zu Kodak Israel zählenden Leaf. Damit wurden keine Altlasten aus der bisherigen Organisation übernommen. Für die Gewährleistung und Reparatur der bislang ausgelieferten Rückteile ist Kodak Israel verantwortlich und für die AFi-Gehäuse deren Lieferant.

Welche Konsequenzen sich für die Sinar AG aus der derzeitigen Gemengelage ergeben, wird Teil eines eigenen Beitrags im kommenden Monat sein.

(CJ)
 

Man kann da auch

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 07:41

von einer Marktbereinigung sprechen.
Leaf, Sinar, Phase One und final Hasselbladt sind eine Menge Hersteller für einen Markt, der letztendlich und praktisch unterhalb der Nachweisgrenze liegt, wenn man sich die sonstigen Verkaufszahlen im Fotomarkt so anschaut.

Es ist eine notwendige Marktbereinigung.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 11:04

Vor Hy6 (F+H/Sinar/Leaf) wurde rechtzeitig gewarnt. Wer sich diese Kamera trotz aller Warnungen anschaffte, hat jetzt das Nachsehen. Ersatzteile wird's zu der nicht mehr geben, Personen, die die reparieren können, noch viel weniger. Selbst Schrotthändler werfen diese Kameras nicht mehr auf ihren Hof.

Für F+H hat endlich die Ewigkeit begonnen.

Im Gross- und Panaramoformat tummeln sich noch etliche Hersteller - angefangen beim dengelnden Zahnarzt Dr. Gilde bis hin zu namhaften Herstellern wie Linhof, Plaubel, Sinar, Toyo, Wista, Alpa, Gottschalt, Horseman und andere mehr. Die meist in kleinen Stückzahlen gefertigten Kameramodelle erfordern ihren (meist stolzen) Preis, was die tatsächliche Käuferschar von vorn herein einschränkt.

Bei den notwendigen digitalen Rückteilen hört dann der 'Spass auf, weil hier pekunär so zugelangt wird, dass sich viele mit dem Thema erst gar nicht mehr beschäftigen.

Für das digitale 'Mittelformat' bleiben Hasselblad und Mamiya sowie Sinar (mit dem durchaus tollen m-Baukastensystem) übrig. Letztendlich entscheidet ein hochwertiges, bezahlbares digitales Rückteil über Leben und Tod in Sachen digitales 'Mittelformat'.

Hätte man damit begonnen und sich nicht in Wahnvorstellungen neuer digitaler Systeme verzettelt, sähe heute vielleicht einiges anders aus.

F+H wären aber auch damit nicht zu retten gewesen, weil man in diesem Unternehmen mit Fleiss an einer längst verflossenen Vergangenheit werkelte und es einfach nicht genug Zombies gab, die in dieses marode Unternehmen investieren wollten.

Drei Kreuze, dass unsere Studios inzwischen F+H/Rollei - Leica - Gerätefrei sind. Das ist wie Stuhlgang: befreiend! Der Blick geht nach vorn.

Und in der Übergangzeit tut's im Mittelformat der gute analoge Film und das Einscannen. Wer's schneller und kostspieliger haben will, geht zum digitalen Hy6-Kollegen - immer vorausgesetzt, dem seine Kameras halten noch ein par Wochen durch. Viel Glück, toi, toi, toi.

...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 12:39

Nennen Sie doch mal konkret ein paar Vorteile der Mamiya- oder Hasselblad-Systeme gegenüber der Hy6 (angenommen, sie wäre noch im Handel). Für mich wäre die Hy6 die nahezu ideale Kamera gewesen, vorausgesetzt, das 6x6 Filmrückteil wäre noch erschienen und die neuen Objektive hätten noch über einen Blendenring verfügt.

Nennen Sie doch mal ein paar Eigenschaften, die die anderen Systeme bieten, die Hy6 aber nicht.

: : :

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 15:08

Da gibt´s ja wohl nur noch folgendes zu sagen:

hätte...
täte...
wäre...

ist aber vorbei

***

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 25. Juli 2009 - 09:44
Gast schrieb:

Da gibt´s ja wohl nur noch folgendes zu sagen:

hätte...
täte...
wäre...

ist aber vorbei

Absolut nicht. Möglichkeiten und Fälle im Konjunktiv zu durchdenken, ohne dabei in wilde Träumereien abzudriften, ist nüchtern und intelligent. Häme und Polemik als einfache und billige Wahrheiten zu verpacken zu versuchen, zeugt hingegen nicht gerade von Seriösität. Das ist einfach überflüssig. Liefern Sie lieber echte Argumente, wenn Sie welche haben. Das ist, was hier interessiert.

Sie stellen es so dar, als sei F&H von vorneherein dem Untergang geweht (gewesen), weil sie an einem sowieso nicht zukunftsfähigen System gearbeitet hätten - eigene Dummheit und Schuld also. Und die Systeme von Mamiya und Hasselblad seien Ihnen zufolge sowieso irgendwie überlegen.

Dieser Argumentation kann ich nicht folgen, halte ich doch das Hy6-System für technisch durchdachter und weit fortschrittlicher und gerade die ZD und das H-System für eher langweilig in ihrer Realisation. Kein Mut für ein grosses, weitschauend für die kommenden Jahrzehnte angelegtes System. Gerade bei diesen Systemen sehe ich, dass sie durch die viel schneller fortschreitende Entwicklung bei DSLRs im Kleinbildformat, wenn nicht schon jetzt obsolet sind, so doch spätestens in ein paar Jahren obsolet sein werden - größere DSLRs, mehr nicht. Nichts, für das ich mein Geld - neben einem KB-DSLR-System, das man ja sowieso hat - würde ausgeben wollen. Vom Grundkonzept her halte ich eigentlich nur das V-System für überlebensfähig, da es sich deutlich vom DLSR-in-groß-Ansatz unterscheidet. Aber das ist natürlich ansonsten in die Jahre gekommen und technisch komplett veraltet und kann insofern mit dem konzeptionell ähnlichen, aber viel moderneren 6xxx/Hy6-System schon lange nicht mehr mithalten. Aber vielleicht habe ich ja etwas übersehen, deshalb meine absolut ernstgemeinte Frage nach den konkreten technischen Vorteilen der Mamiya- und Hasselblad-Systeme gegenüber dem Hy6-System.

Das F&H insolvent geworden sind, liegt meiner Ansicht nach an ganz anderen Dingen, aber nicht daran, daß das Hy6-System am Markt keine Chance hatte/hätte, also in eine falsche Richtung entwickelt wurde. Die bessere Lösung stirbt. Und gerade deshalb finde ich die aktuelle Entwicklung nicht nur bedauerlich für F&H, sondern für die technische Weiterentwicklung in der Kameratechnik insgesamt und letztlich für "die Fotografie" an sich.

Das Posting als Anlass zu Ihrer Frage und das Posting zu Ihrer

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 25. Juli 2009 - 15:56

Frage kamen nicht von der selben Person. Da ich aber zunächst exakt gleich antworten wollte, kam mir ein Schnellerer zuvor.

Dennoch ein paar weitere Worte dazu:

Zitat:

... Möglichkeiten und Fälle im Konjunktiv zu durchdenken, ohne dabei in wilde Träumereien abzudriften, ist nüchtern und intelligent. ...

Nüchtern und intelligent ist das Leben im Konjunktiv keineswegs, auch wenn dies in unserem Lande absolute Realität wurde. Dazu kommt:

Der Deutsche erkennt, erkennt, erkennt, erkennt, erkennt und erkennt - nur das Erkannte umzusetzen, dazu ist er nicht in der Lage.

Der Deutsche entwickelt, entwickelt, entwickelt, entwickelt und entwickelt - nur die Konzepte Realität werden zu lassen und deren Vermarktung muss er wegen absoluter Unfähigkeit anderen überlassen.

Der Deutsche berät, berät, berät, berät, berät, berät (manchmal hat man das Gefühl, hier würden nur Berater hausen) - merkwürdig, fast allen beratenden Unternehmen geht es danach schlechter als zuvor oder sie verschwanden gleich vollständig vom Markt.

Der Deutsche verwaltet, verwaltet, verwaltet, verwaltet, verwaltet und suhlt sich geradezu in Bürokratie - Lösungen für die Zukunft hat er vorne und hinten nicht an zu bieten.

Zitat:

Sie stellen es so dar, als sei F&H von vorneherein dem Untergang geweiht (gewesen), weil sie an einem sowieso nicht zukunftsfähigen System gearbeitet hätten - eigene Dummheit und Schuld also. Und die Systeme von Mamiya und Hasselblad seien Ihnen zufolge sowieso irgendwie überlegen.

Also, das habe ich mit keinem Wort so ausgeführt. Richtig ist, dass ich stets davon gewarnt habe, F+H Fingerübungen zu finanzieren und in ein nicht vollendbares Kamerakonzept zu investieren. Ich habe stets dafür plädiert, sich an bestehende Kamerasysteme zu halten, bis das Gute durch das Bessere ersetzt werden kann.

Richtig ist auch, dass ich Rollei seit dem Mamiya mit der Zweiäugigen und Wechselobjektiven auf den Markt kam, in Agonie befindlich bezeichnete. Als Dokter Peesel die Endkontrolle abschaffte und hier 100 Rolleis eintrafen, von denen 100 defekt waren, habe ich an Rollei keine grossen Gedanken mehr verschwendet, aber mit Erstaunen dem jahrzehntelangen Drama bzw. der jahrzehntelangen Tragödie zugeschaut, bis F+H dann endlich durch Exitus erlöst wurde - und wir gleich mit.

Weiterhin wurde stets ausgeführt, dass wir über Jahrzehnte mit Mamiya-RB-, -RZ- und C-330S-Kamera asgesprochen zufrieden waren. Gegenüber F+H leben wir immer noch, die Mamiyas laufen und laufen und laufen.

Von Anfang an klar war auch die Tatsache, dass die vielen Köche um die Hy6 herum, den Brei nur verderben werden, was auch Realität wurde. Die Gelackmeierten sind jetzt die, die keinen Service und keine Ersatzteile zu ihrem Equipment mehr haben, und vor allem die, die ihre Ausrüstung finanzieren mussten, jetzt noch jahrelang an den Kreditgeber abdrücken müssen, während ihr Kamerasystem die Grätsche macht.

Jetzt kämen wir zu den technischen Vor- und Nachteilen. Aber es ist wirklich müssig, sich langatmig über eine Leiche zu unterhalten. Also Deckel drauf, Deckel zu und Ruh' is.

Zitat:

Aber vielleicht habe ich ja etwas übersehen, deshalb meine absolut ernstgemeinte Frage nach den konkreten technischen Vorteilen der Mamiya- und Hasselblad-Systeme gegenüber dem Hy6-System.

Sie haben nichts übersehen. Die beste Kamera ist die, mit der Sie zufrieden sind und mit der Sie Geld verdienen oder die von Ihnen gewünschte Ergebnisse liefert. Was dem einen sin Uhl, is dem anderen sin Nachtigall.

Und wie gesagt, wenn die Verblichene ein so tolles Ding war, warum greift es (weltweit) kein anderer auf, einer, dessen Geschäftsleitung eben kein Kasperltheater darstellt.

Und die Klageweiber und Heulsusen, die bei jedem Abgang in ihr 'Schade-Schade-Gejammer' verfallen, konnten sich die Produkte der Verblichenen oftmals gar nicht leisten, wollten bei Nacht die Welt verändern und konnten am Tag noch nicht einmal für sich selbst sorgen.

Von Sinar hätte ich dagegen schon langsam mal was Konkretes gehört: Also ran an die Arbeit und das Konzept Hy6 weiterentwickelt und zur Blüte gebracht. Aber wie es aussieht, hatte F+H den rechten Arm und das linke Bein und Sinar den linken Arm und das rechte Bein oder umgekehrt. Zwei Behinderte ergeben noch lange keinen Gesunden und zwei halbe Esel noch lange kein ganzes Pferd. Mein Reden.

Letztendlich sind wir jetzt da, wo wir schon vor längerer Zeit waren: bei Mamiya und Hasselblad. Ob die langfristig noch bei uns sind, wage ich allerdings auch zu bezweifeln.

Fazit: Nikon D700 und D3X stehen in Sachen VF-Format vorerst auf dem Siegertreppchen; beim APS-C-/DX-Format sind es die Nikon D90 und D300, die Pentax K7D, die Canon EOS 50D; beim 4/3-Format die Olympus E-30. Und das bleibt so, bis was Besseres kommt oder 4/3 durch MFT abgelöst wird.

Und den Fremdobjektivherstellern sei mal ins Poesiealbum geschrieben, dass sie sich mal um höhere Qualität bei ihren Objektiven bemühen, insbesondere Zentrierfehler vermeiden sollten. Das wäre für Sigma ein sehr guter Ratschlag, statt sich um die Totgeburt DSLR HD-15 u.a. zu kümmern.

Das sagen Sie was!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 14:04

Im Grunde haben für mich die "normalen" DigiBack-Kameras (und das sind sie ja letztendlich) eigentlich keine richtige Daseinsberechtigung, soweit es das MF angeht. Etwas anderes ist das mit den optischen Bänken, da ist das selbstverständlich eine Sache. Die MF Hersteller haben sich zu sehr darauf verlassen, dass ihre Kunden so sehr auf das alte Equipment fixiert sind, dass das nachfolgende digitale Format jetzt unbedingt auf diese Größenordnung angepasst werden muss. Mit den entsprechenden Folgen auf der Geldseite. Dass viele Kollegen aus diesem Grund nach wie vor einfach mit Film und Scanner weiter machen, haben die für meine Begriffe nicht so gecheckt. Umgekehrt wäre schon eher ein Schuh daraus geworden: Optik und Sensor von vorneherein auf ein digital und monetär verträgliches Format zu zu schneiden. Mit einem halbwegs erträglichen Aufwand an Geld. Wenn das Digiback das Vielfache der Restkamera kostet, ist da was grundsätzlich schief gelaufen. Die Kollegen haben, nur um Geld zu sparen, ne Menge Geld in die Hand genommen, um mit dem Rest digital gleich zu ziehen. Gratulation!

Ich bin jetzt mal gespannt, wann der erste Hersteller ein "echtes" digitales Mittelformat, also oberhalb KB-VF, aber weit unterhalb der DigiBacks ein Kamerasystem offeriert, das effektiv modernen und gleichzeitig budgetverträglichen Grundsätzen folgt. Kleiner, leichter, mit Objektiven, die noch nicht die unangenehmen Seiten des alten MF aufweisen wie zu großen Nahdistanzen, mit Zoomobjetiven, die auch wirklich für universelle Einsätze brauchbar sind, usw.

Gast schrieb: Vor Hy6

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 14:18
Gast schrieb:

Vor Hy6 (F+H/Sinar/Leaf) wurde rechtzeitig gewarnt. Wer sich diese Kamera trotz aller Warnungen anschaffte, hat jetzt das Nachsehen. Ersatzteile wird's zu der nicht mehr geben, Personen, die die reparieren können, noch viel weniger. Selbst Schrotthändler werfen diese Kameras nicht mehr auf ihren Hof.

Hoffentlich haben Sie keinen Opel gekauft, könnte Ihnen dann genau so gehen.
Warnen sollte man vor Leuten, die die ehemaligen und aktuellen Deutschen Fotohersteller in die Hölle wünschen.
Denn wer das macht, muss sich in Zukunft mit dem Schmutz aus China begnügen.
Und die werden Ihnen mit Sicherheit nur dann Ersatzteile schicken, wenn Sie zu Allem was die wollen schön brav ja und Amen sagen.

Gast schrieb:

Für F+H hat endlich die Ewigkeit begonnen.

irgendwie hört sich dieses stumpfsinnige Geschwätz ganz stark nach dingdongdödl an.

Gast schrieb:

Im Gross- und Panaramoformat tummeln sich noch etliche Hersteller - angefangen beim dengelnden Zahnarzt Dr. Gilde bis hin zu namhaften Herstellern wie Linhof, Plaubel, Sinar, Toyo, Wista, Alpa, Gottschalt, Horseman und andere mehr. Die meist in kleinen Stückzahlen gefertigten Kameramodelle erfordern ihren (meist stolzen) Preis, was die tatsächliche Käuferschar von vorn herein einschränkt.

Ich weis zwar nicht was Ihr Zahnarzt dabei hilft, aber die Großformat Hersteller haben riesige Umsatzeinbussen, da es ja hier keine Digitalbacks gibt, die 9x12 oder gar 13x18 abbilden können. Und wer macht Heute noch 9x12 Dias für Katalog Produktion, oder die Schnelllebige Wegwerfpresse? Hier wird auch kein Mittelformat mehr
genutzt, sondern Digitales Kleinbild

Gast schrieb:

Bei den notwendigen digitalen Rückteilen hört dann der 'Spass auf, weil hier pekunär so zugelangt wird, dass sich viele mit dem Thema erst gar nicht mehr beschäftigen.

Und im Verhältnis gesehen, sind die Digitalen "Profi" Kleinbildkameras ebenfalls extrem überteuert. Oder gibt es die D3x jetzt schon bei Aldi? Und die Linsen sind auch nicht viel billiger als im Mittelformat, immer im Verhältnis zur Sensorgröße !

Gast schrieb:

Für das digitale 'Mittelformat' bleiben Hasselblad und Mamiya sowie Sinar (mit dem durchaus tollen m-Baukastensystem) übrig. Letztendlich entscheidet ein hochwertiges, bezahlbares digitales Rückteil über Leben und Tod in Sachen digitales 'Mittelformat'.

Mamamayer ist nun wirklich das schlechteste, was ich als MF in den Fingern hatte, danach kam gleich der Hasselblad Kram. Die 500CM mit einem Sucher durch den man erahnen muss was eventuell auf dem Film ist !!! Rollei 6008 hatte da klar den Sucher-Durchblick und ein Baukastensystem, was Seines Gleichen sucht.
Was da jetzt von Hasselblad kommt, ist auch nicht mehr Made bei Zeiss oder Schneider, sondern von Fuji; also eventuell auch was für den Schrotthändler !

Gast schrieb:

Hätte man damit begonnen und sich nicht in Wahnvorstellungen neuer digitaler Systeme verzettelt, sähe heute vielleicht einiges anders aus.

Verzettelt haben sich doch eher die Geldgeber und Investoren mit ihren Wahnvorstellungen, die doch in erster Linie Ihre Gewinne im Auge hatten und nicht ein zukunftsfähiges Kamerasystem, was auf dem stark geschrumpften MF Markt mit neuer Digitaltechnik bestehen muss.

Gast schrieb:

F+H wären aber auch damit nicht zu retten gewesen, weil man in diesem Unternehmen mit Fleiss an einer längst verflossenen Vergangenheit werkelte und es einfach nicht genug Zombies gab, die in dieses marode Unternehmen investieren wollten.

Zugegeben, das Produkte wie eine Zweiäugige Kamera und die auch noch analog, nur eine Hand voll Vitrinenfotografen begeistert; da hilft auch keine 24 Karat hart Vergoldung. Die bei Zeiss haben ja ähnliche Irritationen, bringen die doch tatsächlich eine Neue Alte analoge Ikon.
Aber man kann sagen was man will, wer einmal hinterm "STERN" gesessen hat, will keinen Toy ota mehr.

Gast schrieb:

Drei Kreuze, dass unsere Studios inzwischen F+H/Rollei - Leica - Gerätefrei sind. Das ist wie Stuhlgang: befreiend! Der Blick geht nach vorn.

Sicher haben die alles Andere als Kaufmännisches Verständnis bewiesen. Aber wo zu viele Köche sind, kommt meist nur Eintopf heraus.
Und jeder will den Speck!
Ich bin für eine Stuhlgangbefreiung von "Japanischem Mittelmass, Chinesischem Faschissmus und Deutschem Schrumpfkopfgelaber" um wieder auf MF Niveau zu kommen, das leider bei Heutigen Sprechblasenattacken- und Werbesprüchedauerblöcken- Glotzern abhanden gekommen ist.
Mich wundert nur noch, mit wie wenig die Foto-Dummis Heutiger Tage zufrieden sind. Da reicht schon ein labberiges mit Plastik Bajonett gebasteltes Tokina; Hauptsache schneller Autofokus.

Gast schrieb:

Und in der Übergangzeit tut's im Mittelformat der gute analoge Film und das Einscannen. Wer's schneller und kostspieliger haben will, geht zum digitalen Hy6-Kollegen - immer vorausgesetzt, dem seine Kameras halten noch ein par Wochen durch. Viel Glück, toi, toi, toi.

Mittelformat ist nicht nur bei Rollei eine aussterbende Spezies. Die Margen werden in Zukunft noch kleiner und bestimmt nicht steigen.
Und gerade die Möglichkeit auf Chemie und Scanner verzichten zu können, macht das Digital-Imaging so interessant!
Leider braucht man für die Digi-Bilder aber Software, die dann wieder von Monopolisten Kontrolliert werden.
h.

Manno

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 16:10

"Aber man kann sagen was man will, wer einmal hinterm "STERN" gesessen hat, will keinen Toy ota mehr."

Ja, das könnte das Problem sein. Toyota ist dem Stern schon vor langer Zeit davon gefahren. Die meisten Autos die Toyota baut, bekommen die Deutschen erst gar nicht zu Gesicht. In sofern fehlt da sicher der Vergleich.

Japan, Korea, China sind, auch wenn es sich für Manchen nicht gut anhört, Industrieländer mit höchsten industriellen Standards. Die können alles, was Deutsche auch können, wenn nicht besser. Vor allem machen sies, während die Deutschen nur rumlamentieren und ihren bestimmt vorhandenen Talenten hinterherweinen.
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

Auf den Punkt gebracht:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 18:02
Gast schrieb:

Toyota ist dem Stern schon vor langer Zeit davon gefahren.

Japan, Korea, China sind, auch wenn es sich für Manchen nicht gut anhört, Industrieländer mit höchsten industriellen Standards. Die können alles, was Deutsche auch können, wenn nicht besser. Vor allem machen sie es, während die Deutschen nur rumlamentieren und ihren bestimmt vorhandenen Talenten hinterher weinen.
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

Der Deutsche nervt den Rest der Welt mit seiner ewigen Besser-Wisser- und Könnerei. Er ist auf Kredite angewiesen und bekommt inzwischen Arbeit/Aufträge von denen, die er so gerne beschimpft. Er labelt Produkte (Panasonic z.B.) in Leica um und unterliegt sofort dem Wahn, er habe das (sonst gleiche) Produkt durch diese 'Grosstat' zumindest aufgewertet. Promt reklamiert er auch einen höheren Preis dafür, den inzwischen keiner mehr zu zahlen gewillt ist.

Die Japaner offerieren Hybrid-Fahrzeuge bereits in der dritten Generation, da sind die deutschen Hersteller noch stark am nach zockeln. Lexus-Fahrzeuge fahren schon lange den Mercedes-Fahrzeugen voraus und wer sich für einen MB M statt einen Kia-Sorento entscheidet, hat offensichtlich vor allem zu viel Geld.

Allein schon das jahrzehntelange, stereotype Betmühlengelabere von LeicaCamera, aber auch alles entspräche zunächst mal nicht dem Leitz/Leica-Standard, macht einen mürbe. Dann fangen die an, es angeblich 'besser' zu machen, die Zeit geht dahin, nichts kommt als warme Luft und Geblubber.

Rollei war schon am Ende, als Mamiya mit der zweiäugigen Spiegelreflex und Wechselobjektiven begann. Da begann eine Agonie, die in ihrer Dauer bis zum Exitus allerdings auch etwas Einmaliges darstellt.

Und es wird eines Tages besonders interessant zu lesen sein, wer Leitz/Leica solange womit am Leben erhalten hat.

Langer Rede, kurzer Sinn:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 24. Juli 2009 - 17:01
Zitat:

Hoffentlich haben Sie keinen Opel gekauft, könnte Ihnen dann genau so gehen.
Warnen sollte man vor Leuten, die die ehemaligen und aktuellen Deutschen Fotohersteller in die Hölle wünschen.

Da haben Sie recht - mit Opel. Seit Geburt bis dato und bis zum Tod werde ich mit Sicherheit nie Eigentümer eines Proll-Opels. Im übrigen liegen Opel, Arcandor/Karstadt, Quelle/FotoQuelle u.a. in der Agonie. Alles unrettbar an die Wand gefahrene Unternehmen, die spätestens nach der Wahl fallen gelassen werden, wie heisse Kartoffeln.

Zur Hölle wünschen braucht man keinen, die deutschen Unternehmen erledigen das doch eigenhändig, mehr oder weniger schnell, präzise - leider nicht immer lautlos und auf keinen Fall billig. LeicaCamera liegt doch auch schon lange auf der Panasonic-Intensivstation. Das Leica S2-System wird die nächste Totgeburt.

Zitat:

irgendwie hört sich dieses stumpfsinnige Geschwätz ganz stark nach dingdongdödl an.

DingDongDilly ist ein gescheiterter Möchtegern-Journalist, dem solch geschliffene Sätze ja nun beim besten Willen nicht einfallen. Da er nur noch dieses Forum hat, wird er wohl gleich wieder aus der Versenkung auftauchen.

Zitat:

Ich weis zwar nicht was Ihr Zahnarzt dabei hilft, ...

Das mit dem Zahnarzt haben Sie offensichtlich nicht verstanden.

Zitat:

Und im Verhältnis gesehen, sind die Digitalen "Profi" Kleinbildkameras ebenfalls extrem überteuert. Oder gibt es die D3x jetzt schon bei Aldi? Und die Linsen sind auch nicht viel billiger als im Mittelformat, immer im Verhältnis zur Sensorgröße !

Habe nie was anderes behauptet.

Zitat:

Rollei 6008 hatte da klar den Sucher-Durchblick und ein Baukastensystem, was Seines Gleichen sucht.

Und was haben Sie jetzt davon. Während andere fröhlich weiter leben, war's das mit F+H/Rollei. Und wenn das wirklich so toll war, wie Sie behaupten, müssten ja jetzt jede Menge Unternehmen sich um den Nachlass balgen. Tut aber keines. Was will uns diese Geschichte sagen?

Zitat:

Aber man kann sagen was man will, wer einmal hinterm "STERN" gesessen hat, will keinen Toyota.

Offensichtlich haben Sie noch keinen Lexus gefahren und sitzen immer noch mit Hut im MB.

Zitat:

Und gerade die Möglichkeit auf Chemie und Scanner verzichten zu können, macht das Digital-Imaging so interessant!

Bestreitet doch wohl keiner. Aber erstens nicht um jeden Preis und zweitens nicht mit aller Gewalt.

Gast schrieb: Das mit dem

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 25. Juli 2009 - 09:37
Gast schrieb:

Das mit dem Zahnarzt haben Sie offensichtlich nicht verstanden.

Hm, von einem Augenarzt würde ich mir ungern die Zähne behandeln lassen.
Dr. Gilde ist nämlich Augenarzt.

Manchmal trifft ein Bumerang leider auch den Werfer!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 25. Juli 2009 - 12:31
Zitat:

Hm, von einem Augenarzt würde ich mir ungern die Zähne behandeln lassen. Dr. Gilde ist nämlich Augenarzt.

Streue Asche auf mein Haupt und gelobe Besserung. Trinke jetzt einen Single Malt auf Ihr Wohl und begebe mich direkt, ohne über LOS zu gehen und 4.000 Euro ein zu ziehen, in den Biergarten. Und wenn ein Augenarzt schon so tolle Panorama-Kameras hindengeln kann, wird es mit etwas Sorgfalt vielleicht auch bei (Ihren) Zähnen klappen.

Für das digitale Mittelformat

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 26. Juli 2009 - 22:21

Rollei konnte in den analogen Zeiten doch gut mithalten, die 6000er-Serie hatte doch `was, trotzdem standen vor allem in den Portrait- und Hochzeitsstudios reichlich RB67 und RZ 67 von Mamiya. Einfache Gründe dafür: Mit 6x7 lässt sich nun mal besser das rechteckige Fotopapier ausnutzen - und Titelbilder sind nicht quadratisch, sondern rechteckig-Hochformat. Da bringt 6x7 einfach mehr Schärfe - dazu die Super-Sekore, die es mit Zeiss immer aufnehmen konnten. Aber im digitalen Zeitalter ist das leider alles Geschichte! Da reicht eine Topkamera (Nikon D3x) für alle Aufgaben!

DSLR vs Mittelformat

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 29. Juli 2009 - 15:30

Diese Diskussion ist nicht neu, sollte aber nicht von Ahnungslosen geführt werden. Die Nikon D3x ist unbestritten eine gute Kamera. Ich hielt sie für das Maß aller Dinge. Seit ich das P45+ von PhaseOne direkt mit der Nikon vergleichen konnte ist mir erst klar geworden, was da noch an Qualitätssteigerung drin ist. Seit diesem Zeitpunkt ist mir klar, dass ich auch einer dieser Ahnungslosen war, während meine Mamiya im Kameraschrank verstaubte. Nun bin ich seit 4 Wochen stolzer Besitzer eines P45+. Mir ist jetzt wieder bewusst, dass ein Fotograf wie schon zu analogen Zeiten eine DSLR und eine Mittelformat braucht, wenn er nicht mit der Masse der Kleinbildknipser einen erbitterten Preiskrieg mitmachen will. Und Datenqualität die sich abhebt wird auch anders honoriert. Meine Auftraggeber sind begeistert. Ich hätte nie gedacht, was ich da bei alten Stammkunden auslöse. Nun gut, mehr wollte ich dazu gar nicht sagen. Mich hat es nur gestört, dass man ein Digiback mit Mittelformat immer so als Exoten hinstellt und diesen Systemen quasi die Daseinsberechtigung abspricht. Ich weiß nun auf alle Fälle wovon ich rede.