Fotografie ist kein Sport. Es gibt keine Regeln. Alles muss gewagt und versucht werden!

— Bill Brandt

BENUTZERANMELDUNG

Pentax Japan will Belegschaft halbieren

Der japanische Konzern Hoya Corporation will die Hälfte der japanischen Belegschaft im Digitalkamera-Geschäftsbereich seiner Tochter Pentax entlassen:

Wie die japanische Business-Zeitung Nikkei berichtet, will Pentax die Hälfte der 800 Beschäftigten entlassen, die in Japan im Geschäftsbereich „Digitalkamera“ tätig sind. Die meisten der 400 betroffenen Mitarbeiter gehören den Bereichen Vertrieb, Produktionsmanagement und Entwicklung an. Darüber hinaus sollen auch in Übersee 300 Mitarbeiter bei Pentax entlassen werden. Die 2.000 Mitarbeiter in der überseeischen Produktion sollen hiervon nicht betroffen sein.

Die Hoya Corporation (die ja Pentax übernommen hat) plant, mit diesen Entlassungen rund 5 Mrd. Yen (ca. 39 Mio. €) jährlich bei Pentax einzusparen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem um bis zur Hälfte verringerten Gewinn. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2009 will Hoya seine Rentabilität wieder steigern.

(agün)
 

"Freunde" in Solms

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Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 12:30

Damit rutscht Pentax in Japan auf die Größe von Leica in Deutschland. Unsere "Freunde" in Solms sind für ihre konservative Geschäftspolitik viel verspottet worden, doch es war wohl die einzige Chance zu überleben und die "Leica-Werte" zu erhalten.

"Leica-Werte"

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 14:59

Heute die Technik des Jahres 1950 zu Preisen des Jahres 2050. Aber vielleicht klappt es ja mit dem S2-Einstiegsversuch in die Digitaltechnik nach den diesbezüglichen Pleiten in der jüngeren Vergangenheit. Notfalls kann man ja weiter umlabeln.

Pentax Japan will Belegschaft halbieren

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 12:52

Entwicklungsabteilungen schrumpfen lassen macht in Krisenzeiten ungemein Sinn und zeugt von großer Weitsicht.

...manche Kommentare zeugen von was anderem...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 14:42

Schon mal darauf geachtet, dass die Produktpalette von Pentax gegenwärtig etwas schmal ist? Lt. eines Interviews im gerade erschienenen Fotomagazin will sich Pentax auf bestimmte Entwicklungen konzentrieren. Im Klartext soll das wohl bedeuten, dass Bereiche wegfallen, wenn man sich auf "bestimmte" Kamera-Entwicklungen konzentrieren will. Breiche fallen weg = es gibt Leute, die dann nicht mehr gebraucht werden.
In Zeiten der Krise alles völlig normal.
Muss denn hier immer alles gleich so negativ gesehen werden?

Belegschaft halbieren?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 15:51

Vertikal oder horizontal?
Das erinnert mich irgendwie an die uralten Jahrmarktsauftritte der Dame ohne Unterleib.
In Fernost sind solche Auftritte auf dem Rummel in ländlichen Gebieten auch heute noch gängig, wie ich im vergangenen Herbst mit eigenen Augen sehen konnte.
Pentax scheint da für Nachschub zu sorgen. ;-)

Es ist abzusehen...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 21:13

...das bei dem Verdrängungswettbewerb auf dem Digitalfoto-Markt irgendwann ein Hersteller auf der Strecke bleiben muss. Pentax mag schöne Objektive bauen, leider fehlt das Vollformat und es fehlt auch ein High-End-Modell für den Profimarkt, der weniger stark umkämpft ist als ausgerechnet die Mittel- und Einstiegsklassen.

Mal anders gefragt: Was bekommt man bei Pentax, was man woanders nicht bekommt?

Was man bei Pentax bekommt

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. März 2009 - 21:32
Gast schrieb:

Mal anders gefragt: Was bekommt man bei Pentax, was man woanders nicht bekommt?

Gegen Umwelteinflüsse (Wasser, Staub) geschützte Kameras auch in niedrigen Preisklassen? (Für eine Alpha 700 muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen als für eine K200D.) Gegen Wasser und Staub geschützte Objektive? Süße, kleine Pancake-Objektive? Eine K20D zum Kampfpreis? Eine K-m zum Preis einer (schwächer ausgestatteten) EOS 1000D. Bildstabilisator im Gehäuse. ...

Dickes Ding

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 00:25
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Mal anders gefragt: Was bekommt man bei Pentax, was man woanders nicht bekommt?

Gegen Umwelteinflüsse (Wasser, Staub) geschützte Kameras auch in niedrigen Preisklassen? (Für eine Alpha 700 muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen als für eine K200D.) Gegen Wasser und Staub geschützte Objektive? Süße, kleine Pancake-Objektive? Eine K20D zum Kampfpreis? Eine K-m zum Preis einer (schwächer ausgestatteten) EOS 1000D. Bildstabilisator im Gehäuse. ...

Sorry, aber ein "Kampfpreis" ist kein Alleinstellungsmerkmal und die meisten Freizeitfotografen können mit dem Begriff "Pancake" auch sicher nichts anfangen. (Im Gegenteil: Je größer das Objektiv desto mehr "Boah"...)

Je größer, deso Boah

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 11:18
Gast schrieb:

Sorry, aber ein "Kampfpreis" ist kein Alleinstellungsmerkmal und die meisten Freizeitfotografen können mit dem Begriff "Pancake" auch sicher nichts anfangen. (Im Gegenteil: Je größer das Objektiv desto mehr "Boah"...)

Es gibt Anwender, die es nicht interessieren wird, ob ein günstiger Preis für Sie ein Alleinstellungsmerkmahl ist. (Und das war ja auch nicht die Frage unseres Vorredners, sondern was Pentax bietet, was (einige) andere nicht bieten. Z.B. eine K20D mit Objektiv für 690 Euro.)
Ob viele Freizeitfotografen mit dem Begriff Pfannkuchen-Objektiv was anfangen können, war auch nicht die Frage. Jedenfalls wird ihnen deutlich leichter zu vermitteln sein, wo die Vorteile von kleinen Objektiven sind, als wozu sie Tilt- und Shift-Objektive brauchen. Trotzdem bauen Canon und Nikon welche. Eben weil nicht jedes Produkt massenkompatibel sein muss, aber die Vielfalt eines Systems ausmacht.
Nebenbei würden in meinem Bekanntenkreis deutlich mehr „Freizeitfotografen“ mit Spiegelreflexkameras arbeiten bzw. ihre Freizeit verbringen, wenn die nicht so groß und vermeintlich unhandlich und kompliziert wären. Die Leute schauen beeindruckt auf meine Kamera und neidisch auf die Bildergebnisse, selbst mitnehmen wollen sie dann doch lieber was Kleines. Eine K-m zum Beispiel. Nebenbei stellen die Frauen die Mehrzahl der unter-40-jährigen Fotografierenden. Und die stehen erfahrungsgemäß noch weniger auf „groß ist boah“ als die Männer.

Übrigens: Was bietet VW, was man in ähnlicher Form von anderen Herstellern nicht bekommt?

Gast schrieb: Es gibt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 11:40
Gast schrieb:

Es gibt Anwender, die es nicht interessieren wird, ob ein günstiger Preis für Sie ein Alleinstellungsmerkmahl ist.

Du hast den Begriff Alleinstellungsmerkmal nicht ganz verstanden.

Gast schrieb:

Ob viele Freizeitfotografen mit dem Begriff Pfannkuchen-Objektiv was anfangen können, war auch nicht die Frage.

Wenn jemand einem Neukunden "Pfannkuchenobjektive" als Vorteil verkaufen will, der Kunde aber nicht mal weiß was das sein soll ("aber damit kann man ja nicht mal zoomen..."), hat man eben ein Absatzproblem.

Gast schrieb:

Jedenfalls wird ihnen deutlich leichter zu vermitteln sein, wo die Vorteile von kleinen Objektiven sind, als wozu sie Tilt- und Shift-Objektive brauchen. Trotzdem bauen Canon und Nikon welche. Eben weil nicht jedes Produkt massenkompatibel sein muss, aber die Vielfalt eines Systems ausmacht.

Eben. Die meisten Amateure interessieren sich weder für TS noch für Pancakes. Man muss also schon an anderer Stelle Kaufanreize bieten.

Gast schrieb:

Nebenbei stellen die Frauen die Mehrzahl der unter-40-jährigen Fotografierenden. Und die stehen erfahrungsgemäß noch weniger auf „groß ist boah“ als die Männer.

Jaja, aber wer berät denn die Frauen beim Kamerakauf? Eben...

Gast schrieb:

Übrigens: Was bietet VW, was man in ähnlicher Form von anderen Herstellern nicht bekommt?

Die Kameraindustrie ist nicht die Autoindustrie.

Gast schrieb: ... leider

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 10:44
Gast schrieb:

... leider fehlt das Vollformat...

Wenn diese Lücke nicht geschlossen wird, bricht es PENTAX das Genick.
Verbissene Gameboy-Umsteiger und andere unerfahrene Schreihälse in PENTAX-lastigen APS-C-Foren werden es anders sehen.
Sie sind jedoch der unmaßgebliche Anteil der klassischen PENTAX Kundschaft.

Klassische Pentax-User?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 13:19
Gast schrieb:

Sie sind jedoch der unmaßgebliche Anteil der klassischen PENTAX Kundschaft.

Stimmt, das Problem ist nur, dass 98% der klassischen Pentax-Kundschaft längst mit C, N, S und O fotet!
Nachdem ich selbst eine der ersten istD hatte, zuvor Z-1p und dementsprechend auch Pentax-Foren wie internetunabhängige Pentax-User mitverfolgt hatte, kann ich da aus "erster Hand" berichten, dass die allermeisten der heutigen Pentax-User erst ab der istDs (bzw. nachdem die istD von ursprünglich 1.800 auf unter 1.000 Euro gesunken war) zu Pentax kamen und das Hauptargument für sie der Preis im Vergleich zu Konkurrenz war. Genau das ist aber leider nicht die typische Klientel für ein 2.000 Euro Vollformat-Body.

Stöber doch mal selbst im Pentax-Forum zwischen 10/2003 (*istD) und 6/2004 (*istDs), wieviele der damaligen istD-Besitzer heute noch bei Pentax sind?

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 16:23
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Sie sind jedoch der unmaßgebliche Anteil der klassischen PENTAX Kundschaft.

Stimmt, das Problem ist nur, dass 98% der klassischen Pentax-Kundschaft längst mit C, N, S und O fotet!
Nachdem ich selbst eine der ersten istD hatte, zuvor Z-1p und dementsprechend auch Pentax-Foren wie internetunabhängige Pentax-User mitverfolgt hatte, kann ich da aus "erster Hand" berichten, dass die allermeisten der heutigen Pentax-User erst ab der istDs (bzw. nachdem die istD von ursprünglich 1.800 auf unter 1.000 Euro gesunken war) zu Pentax kamen und das Hauptargument für sie der Preis im Vergleich zu Konkurrenz war. Genau das ist aber leider nicht die typische Klientel für ein 2.000 Euro Vollformat-Body.

Stöber doch mal selbst im Pentax-Forum zwischen 10/2003 (*istD) und 6/2004 (*istDs), wieviele der damaligen istD-Besitzer heute noch bei Pentax sind?

Wenn es einen Stichtag für die Aufteilung eines Marktanteil-Kuchens wirklich gibt, dürfte es die Marke AUDI heute nicht mehr geben.
Will sagen: Kundschaft ist immer wieder auf's neue zu generieren.
Anders: Auch PENTAX kann nicht auf Dauer von Bodykäufern mit Altglasbestand leben, nur weil der Anschluss passend gehalten wurde.
Letzteres reicht nicht als Rettungsring, ein Flaggschiff bietet da mehr Sicherheit, auch wenn es in scheinbar unerreichbarer Ferne dahinzieht.

Thema verfehlt!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 18:02
Gast schrieb:

Wenn es einen Stichtag für die Aufteilung eines Marktanteil-Kuchens wirklich gibt, dürfte es die Marke AUDI heute nicht mehr geben.
Will sagen: Kundschaft ist immer wieder auf's neue zu generieren.
Anders: Auch PENTAX kann nicht auf Dauer von Bodykäufern mit Altglasbestand leben, nur weil der Anschluss passend gehalten wurde.

Stimme ich vollkommen zu, nur ist das dann nicht mehr die KLASSISCHE Pentax-Kundschaft von der hier geredet wurde!
Und wer eben seit der *istDs bei Pentax eingestiegen ist, tat dies größtenteils wegen Preis und/oder Größe! Das ist aber nunmal nicht nicht die Klientel, die in breiten Massen ein 2.000-Euro-VF-Body nebst zugehörigen hochwertigen VF-Objektiven kaufen würde.
Pentax baut z.B. seit eben jener istDs auch nur noch Crop-Objektive und ausgerechnet die, die zu einem 400-800 Euro-Body fast ausschließlich gebrauchte Alt-Objektive aus Ebay kauften sollen dann das Potential für ein neues 2.000-Euro-Body darstellen?

Andersrum gefragt: VF-Bodys gibt es in allen Forms und Farben nebst massig zugehöriger Objektive von Canon, Nikon und Sony, warum sollte Pentax als im Vergleich "Hinterhof-Manufaktur" da mitmischen, wenn kein großer bestehender Kundenbestand dafür vorhanden ist?

Die Konzentration auf "kleines und feines" Halbformat war da mit Sicherheit der sinnvollere Weg, der nun aber seinem Ende zuzugehen scheint, wenn Hoya trotz weltweiter Wirtschaftskrise Kohle sehen will!
Das Problem ist da nicht die Zukunftsfähigkeit des Halbformats (weiviel Marktanteil haben denn 5D, 1Ds, D3, D700 und a900 zusammen?), sondern Hoya, die es schon beim Kauf nur auf die Endoskope abgesehen hatten und Pentax-Foto nicht durch die Krise füttern wollen.

Markanteil???

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 19:45

zwischen 2,5 - 3%...mehr leider nicht.

Nun, wenn Hoya an Pentax

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 20:11

Nun, wenn Hoya an Pentax Imaging wirklich kein Interesse hätte, wären sie von vornherein anders vorgegangen. Sie hätten zwei Optionen gehabt: Pentax Imaging abwickeln oder verkaufen. Im ersten Fall hätten sie erst gar nicht so viel Energie und Geld dareingesteckt, sondern gleich Nägeln mit Köpfen gemacht. Im zweiten Fall würde man niemals die Marke in Richtung kleine aber feine Nische verschieben, denn das macht sie für potentielle Käufer nur uninteressanter. Man hätte Pentax Imaging auch niemals so weit in Hoya integriert, schließlich wird mit steigender Integration das Herauslösen viel schwerer.

Nein, Hoya macht nur das, was Pentax selbst seit 10 oder mehr Jahren versäumt hatte. Sie entfernen - so hart das aus sozialen Gesichtspunkten klingen mag - den Wasserkopf. Das P&S-Segment haben sie abgewickelt und auf OEM umgestellt, was in Anbetracht der Margen gar nicht mal so dumm ist. Entsprechend muss die Verwaltung, die Entwicklung nun angepasst werden. Man sagte, sicher nicht zu unrecht, lange Zeit das Pentax eine Behörde sei. Das ändert sich nun. Und schaut mal in die Geschäftsberichte der Konkurenz, wie viel Personal dort tätig ist. Es ist weniger als bei Pentax Imaging. Viel weniger.

Nein, Pentax ist noch lange nicht tot. Sie gehen durch eine schwere Zeit, aber das kann auch den Willen zum Überleben bringen, den es braucht. Ich glaube, dass viele von denen, die Pentax hier immer und immer wieder, fast wie eine Gebetsmühle totsagen, noch sehr dumm aus der Wäsche schauen werden, sobald die Hoya-Übernahme Früchte zeigt. Andeutungen von diesen sehen wir bereits, siehe die K-m. Aber nur knapp 1 Jahr nach dem Vollzug der Übernahme kann da allenfalls was über den Horizont schauen, bis es den Markt erreicht benötigt es mindestens einen kompletten Entwicklungszyklus. Und der ist erst mit den im Sommer / Herbst kommenden Modellen erreicht, wenn überhaupt.

PeNNtax-Fanboy?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 20:52
Gast schrieb:

....in Richtung kleine aber feine Nische verschieben, ...

Nein, Hoya macht nur das, was Pentax selbst seit 10 oder mehr Jahren versäumt hatte....

...Entsprechend muss die Verwaltung, die Entwicklung nun angepasst werden....

...Nein, Pentax ist noch lange nicht tot. Sie gehen durch eine schwere Zeit,...

...noch sehr dumm aus der Wäsche schauen werden, sobald die Hoya-Übernahme Früchte zeigt....

...bis es den Markt erreicht benötigt es mindestens einen kompletten Entwicklungszyklus. Und der ist erst mit den im Sommer / Herbst kommenden Modellen erreicht, wenn überhaupt.

Laberblubb, rumlamentieren kann man immer viel, das klingt ja fast wie unser FT-Fanboy!

Aber wenn eine Firma wie PeNNtax ihre Entwicklungsabteilung um mindestens zwei Drittel reduziert, spricht das seine eigene Sprache, oder ist hier irgendjemand der Ansicht, dass ausgerechnet PeNNtax in der Vergangenheit viel zu viele neue Produkte und echte Innovationen in den Markt warf?

Hier sollte man Realität und Marken-Fetisch einfach mal unterscheiden, dann ergibt sich der Rest ganz von selbst!

Entwicklungsabteilung

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 22:21
Gast schrieb:

Aber wenn eine Firma wie Pentax ihre Entwicklungsabteilung um mindestens zwei Drittel reduziert, ...

Woher haben Sie denn diese Info? Oben steht davon nichts...
Nebenbei kann es den Anwendern ja auch egal sein, wo und von wem welche Pentax-Produkte entwickelt werden. Pentax braucht nicht zwingend eine 400 Mann starke Entwicklungsabteilung in Japan, um nette Kameras und Objektive zu bauen.

Ja, ja, die Prozentrechnung

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 20. März 2009 - 09:38
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Aber wenn eine Firma wie Pentax ihre Entwicklungsabteilung um mindestens zwei Drittel reduziert, ...

Woher haben Sie denn diese Info? Oben steht davon nichts...

Stimmt, dazu muss man schon die Grundrechenarten beherrschen, denn da steht:

photoscala schrieb:

...will Pentax die Hälfte der 800 Beschäftigten entlassen, die in Japan im Geschäftsbereich „Digitalkamera“ tätig sind. Die meisten der 400 betroffenen Mitarbeiter gehören den Bereichen Vertrieb, Produktionsmanagement und Entwicklung an...

Wenn also insgesamt 400 von 800 = 50% entlassen werden und die meisten dieser 400 aus den Bereichen Vertrieb, Produktionsmanagement und Entwicklung kommen, dann müssen es in diesen Bereichen zwangsläufig weit mehr als 50% sein, sonst gäbe es keine 50% insgesamt mehr!

Im Übrigen glaube ich kaum, dass bislang 400 der 800 Mitarbeiter von Pentax-Japan in der Entwicklungsabteilung tätig waren.

Ein Rechenexempel

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 20. März 2009 - 13:04

Schade, dass Sie auf eine ehrliche Nachfrage gleich mit einer Beleidigung antworten müssen.

Ein Rechenexempel. Die Zahlen sind frei erfunden, aber das sind die oben erwähnten mindestens zwei Drittel ja auch:
Abteilung A (nennen wir sie "Entwicklung") beschäftige 300 Leute.
Abteilung B (nennen wir sie "Vertrieb") beschäftige 100 Leute.
Abteilung C (nennen wir sie "Produktionsmanagement") beschäftige 300 Leute.
Abteilung D (nennen wir sie "Rest") beschäftige 100 Leute.
A schrumpfe auf 200 Leute (einen Teil der Entwicklung übernehmen die OEM-Partner).
B schrumpfe auf 70 Leute (der Vertrieb wird effektiver gestaltet).
C schrumpfe auf 50 Leute (einen Teil der Arbeit übernehmen jetzt die Kollegen im Ausland).
D schrumpfe auf 80 Leute (einen Teil der Arbeit übernehmen jetzt die Kollegen im Mutterkonzern).
Am Ende bleiben in diesem willkürlichen Beispiel also noch 400 von 800 Leuten. Die meisten der betroffenen Mitarbeiter kamen aus den Abteilungen A, B und C, insgesamt 380 von 400 betroffenen Mitarbeitern. Und trotzdem bleiben von 300 Entwicklern noch 200 übrig.
Die These, zwei Drittel der Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung müssten gehen, mag stimmen (deshalb meine Nachfrage nach einer Quelle), lässt sich mit den obigen Angaben aber nicht belegen, wie mein willkürliches Gegenbeispiel zeigt.

Nun, das Problem ist doch,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. März 2009 - 23:10

Nun, das Problem ist doch, dass hier / überall jeder meint ein Unternehmen führen zu können. Dabei sind anscheinend nicht einmal grundlegende Mechanismen bekannt, was Restrukturierungen und Übernahmen eigentlich nach sich ziehen. Wie Marktpositionen zu beurteilen sind. Gut, dass kann man von außerhalb schlecht, da es schlicht an Zahlen fehlt. Aber würde Hoya keine Zukunft in der Fotosparte sehen, würde man anders handeln und nicht - in dem Fall sinnlos - Geld in Sanierung und Restrukturierung verbrennen.
Wenn Pentax Imaging in Japan 800 Mitarbeiter hat, aber nach den Produktionsverlagerungen dort nicht mehr produziert, ist das verdammt viel. 800 Personen zur Entwicklung, zum Vertrieb und Marketing einer realtiv kleinen Produktpalette. Mir tun die Menschen Leid, die da ihren Arbeitsplatz verlieren. Aber da kommt man leider kaum drum herum. Verstärkt wird der Druck in Richtung Verschlankung zudem noch dadurch, dass Hoya und Pentax als optische Unternehmen sicherlich größere Überschneidungen haben, in Sachen optischen Gläsern und Produktion sowie Planung der selben. Zudem steht Pentax im Hoya-Konzern lange nicht schlecht da, wie immer herbeigeredet wird. Laut letzten Geschätsbericht einen Quartalsverlust von 1,433 Millionen Yen, umgerechnet in Euro ist das nichts, schon fast eine rote Null. Gemessen daran, dass man sich in Restrukturierung und einem schwierigen Marktumfeld befindet absolut normal.

Und nein, ich bin kein Fanboy. Ich habe ein großes Nikon-System, hatte niemals Pentax und werde es sicher auch nie haben. Aber es kotzt mich einfach an, wie einige - überspitzt gesagt Trolle - ohne irgendwelches Hintergrundwissen, die Fähigkeit Geschäftsberichte zu lesen und irgendwelchen Stammstischparolen Woche für Woche Pentax Untergang vorhersagen. Genauso könnte man Untergangsszenarien zu Canon (gigantischer Gewinneinbruch, Verlust von Marktanteilen) oder Nikon (Kurs am Boden, im Moment ein Schnäppchen) konstruieren.

Einfach unseriös

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 22. März 2009 - 21:00

Dem kann ich nur beipflichten. Ich dachte es handele sich hier um ein Fotomagazin über das Fotografieren, aber stattdessen trifft man auf Technikfanatiker und Markenfetischisten die sich scheinbar für betriebswirtschaftliche Vollprofis halten, aber wahrscheinlich nicht viel über Fotogestaltung wissen. Dieses Herumschmeißen mit Halbwissen ist wirklich zum kotzen. Pentax hat sicherlich derzeit einiges wegzustecken, aber bisher gibt es überhaupt keine belegbaren Anzeichen für eine negative Entwicklung. Alle anderen Behauptungen sind Spekulation.
Beim Fotografieren geht es doch darum, Momente als Bilder festzuhalten, nicht um möglichst viel Technikschnickschnack an einer Kamera zu haben um dann nach vielem Einstellen auf den Auslöser zu drücken. Da geht es um den Augenblick, nicht um was sein könnte. Und dafür bietet Pentax nach wie vor ein sehr hochwertiges und Umfangreiches System zu einem fairen Preis. An Ausrüstung und Zubehör, auch von Fremdanbietern, gibt es ebenfalls ein mehr als umfangreiches Angebot.
Konzentriert eure Energie lieber darauf, gute Fotos zu machen, anstatt euch darüber zu streiten, wer in Zukunft die fettesten Objektive bauen wird!

Pentax Vollformat, Mittelformat, Hoya, Samsung

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. März 2009 - 20:38

Die Weigerung von Pentax, eine Vollformat-Kamera zu liefern verprellt alle alten Kunden, die auf die Marke gesetzt und sich mit Vollformat-Objektiven ausgerüstet haben. Die vielenr Pentax-Stammkunden, die das getan haben, müssen nicht erst auf neue Vollformatobjektive warten, son dern können mit einem neuen Vollformat-Gehäusde gleich loslegen. Statt dessen erneut eine Mittelformat-Digitalkamera zum wiederholten Male anzukündigen, macht überhaupt keinen Sinn, denn diese Sparte ist von Mamyia seit Jahren mit einem vollen Gehäuse- und Objektivprogramm besetzt. Diese Geschäftspolitik der Konzernmutter Hoya kann der Marke Pentax, die die wichtigsten Entwicklungen der Spiegelreflex-Technik (vom Rückschwingspiegel über die Innenmessung bis zur Zeitautomatik) auf den Weg gebracht hatte, nur schaden. Da bleibt nur noch die Hoffnung auf die Marke Samsung, die ebenfalls mit dem Pentax-Bajonett arbeitet.

Pentax, Kleinbild und Mittelformat

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. März 2009 - 23:59
Gast schrieb:

Die Weigerung von Pentax, eine Vollformat-Kamera zu liefern verprellt alle alten Kunden, die auf die Marke gesetzt und sich mit Vollformat-Objektiven ausgerüstet haben. Die vielenr Pentax-Stammkunden, die das getan haben, müssen nicht erst auf neue Vollformatobjektive warten, son dern können mit einem neuen Vollformat-Gehäusde gleich loslegen.

Und für alle anderen hat Pentax keine passenden Objektive. Mittelformatobjektive hat man aber. Und was für welche!
Nebenbei lassen sich die Kleinbildobjektive hervorragend an den K-Modellen einsetzen. Zur Ergänzung nach unten gibt es ordentliche Weitwinkelobjektive. Die Besitzer der Mittelformat-Objektive schauen aber derzeit in die Röhre.

Gast schrieb:

Statt dessen erneut eine Mittelformat-Digitalkamera zum wiederholten Male anzukündigen, macht überhaupt keinen Sinn, denn diese Sparte ist von Mamyia seit Jahren mit einem vollen Gehäuse- und Objektivprogramm besetzt.

Und die Sparte Kleinbild-Vollformat ist seit Jahren von Canon besetzt. Und jetzt auch von Sony und Nikon.
Alle alten Kunden, die auf die Marke gesetzt haben und sich mit Mittelformatobjektiven (645 und 6x7) eingedeckt haben, müssen nicht erst auf Mittelformatobjektive warten, sondern können mit einem neuen 645D-Gehäuse gleich loslegen. Für alle anderen bietet Pentax schon jetzt das umfangreichste AF-Mittelformat-Objektiv-Sortiment.