Ich brauche weder Mädchen noch Sex, ich brauche nur meine Leicaflex.

— Unbekannt

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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Olympus bleibt mit Verlust an der Börse

Die japanische Olympus Corporation, durch einen Bilanzskandal erschüttert, hat heute gerade noch fristgerecht die – geprüfte – Halbjahresbilanz vorgelegt. Das (automatische) De-Listing von der Tokioter Börse ist damit vorerst abgewendet; Olympus muss allerdings einen erklecklichen Verlust bilanzieren:

Olympus hatte ab etwa 1997 Verluste aus Wertpapiergeschäften in Höhe von rund 1 Mrd. Euro als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe verbucht; und so die Verluste verschleiert: Olympus kurz vor dem Harakiri. Es war einer der größten Finanzskandale der letzten Jahrzehnte in Japan. Eine Untersuchungskommission versuchte, den Vorwürfen nachzugehen (Das Management war im Kern korrupt); dem Unternehmen drohte der Ausschluss von der Börse, sollte es nicht bis heute, 14. Dezember 2011, berichtigte Bilanzen für die letzten fünf Jahre vorlegen.

Wie nun Reuters und andere Nachrichtenportale melden, hat Olympus gerade noch fristgerecht die überprüften Bilanzen für die vergangenen Jahre vorgelegt. Auch der Halbjahresbericht fürs Geschäftsjahr 2011-12 liegt vor; Olympus muss für April bis September 2011 einen Verlust von 32,3 Mrd. Yen (ca. 317 Mio. Euro) verbuchen. Eine Prognose für das laufende Gesamtjahr (April 2011 bis März 2012) gab der Konzern nicht ab.

Olympus bleibt unter Beobachtung der Börsenaufsicht; die Auslistung ist noch nicht endgültig vom Tisch.

Unterdessen hat der derzeitige Olympus-Chef Shuichi Takayama einen radikalen Neuanfang mit scharfen Kontrollen für das Management versprochen und der geschasste Olympus-Chef Michael Woodford, der den Bilanzskandal öffentlich gemacht hatte, hat signalisiert, dass er nicht abgeneigt ist, an die Firmenspitze zurückzukehren.

Nebenbei: der „Kamerahersteller“, wie er gerne von den Medien bezeichnet wird, macht seine Hauptgeschäfte schon lange mit Medizintechnik et al – nur knapp 20 % des Umsatzes werden im Imaging-Bereich erzielt.

(thoMas)
 

Da haben die Untergangspropheten

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 15:19

wieder einmal einen schlechten Tag erwischt.

In Summe

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 18:08

dürften die schlechten Tage bei Olympus überwiegen ... 8-)

Aua! 317 Millionen???

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 16:04

Ein radikaler Neuanfang beginnt mit dem Ende des Imaging-Bereiches.
Weg mit dem Zeuch und her mit neuen Rektalkameras und Pillensonden.
Einen Klistier in Ehren kann man nicht verwehren ;-)

die einzige Chance?

Eingetragen von
StefanKomarek
(Liebhaber)
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 17:39
der Profi schrieb:

Ein radikaler Neuanfang beginnt mit dem Ende des Imaging-Bereiches.

Die Heraustrennung und der Verkauf des Imaging-Bereiches wäre ja nicht mal das Schlechteste. Die heute Leica Camera Herstellung hat ja auch nichts mehr mit der alten "Ernst Leitz GmbH" zu tun, in der Oskar Barnack die Ur-Leica entwickelte. Da gab es in den letzten Jahren etliches Hin und Her, aber zumindest die Marke hat überlebt.

Schmlimmer für die Produkte wäre ein weiteres Siechtum.

Mäuse

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 19:18

Richtig! Olympus kann sich durch die sehr guten Produkte im Medizinbereich ein hochwertiges Kameraangebot auf dem Feld der digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras leisten, Leica profitierte früher von den Kamera- und Objektivlieferungen aus Osaka (Minolta) und aktuell von den technischen Errungenschaften des Herstellers Panasonic. Die Erlöse daraus unterstützen eigene Entwicklungen. Was sagte ein großer Staatsmann: "Es ist egal, ob die Katze schwarz oder weiss ist, Hauptsache sie fängt Mäuse".

StefanKomarek schrieb:
der Profi schrieb:

Ein radikaler Neuanfang beginnt mit dem Ende des Imaging-Bereiches.

Die Heraustrennung und der Verkauf des Imaging-Bereiches wäre ja nicht mal das Schlechteste. Die heute Leica Camera Herstellung hat ja auch nichts mehr mit der alten "Ernst Leitz GmbH" zu tun, in der Oskar Barnack die Ur-Leica entwickelte. Da gab es in den letzten Jahren etliches Hin und Her, aber zumindest die Marke hat überlebt.

Schmlimmer für die Produkte wäre ein weiteres Siechtum.

Leica sind Katzen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 22:44

ohnehin egal. Dort kommen die Mäuse von selbst - weil sie eigentlich Lemminge sind. 8-)

Der Imaging Bereich geht an

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Donnerstag, 15. Dezember 2011 - 09:56

Der Imaging Bereich geht an Panasonic und Oly produziert nur noch Kameras für den A....
weil sie da auf einer Höhe mit dem Management sind :-))

Wenn Fuji den Laden kauft

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 16. Dezember 2011 - 07:44

Wenn Fuji den Laden kauft wäre das super Pens mit Fuji-Sensor ein Traum.

Fuji zögert mit Einstieg bei Olympus

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. Dezember 2011 - 14:07

Ntv.de videotext meldet heute 25.12.11 dass Fuji mit dem Einstieg bei Olympus zögert.

Warum denn?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. Dezember 2011 - 12:16

Einen so exklusiven Zugang zur Mafia kriegt man wohl nicht so schnell so billig ... 8-)