Eine Fotografie ist ein Geheimnis über ein Geheimnis. Je mehr es dir erzählt, umso weniger weißt du.

— Diane Arbus

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

BENUTZERANMELDUNG

Olympus: Guter Jahresabschluss, ambitionierte Ziele

Olympus hat das Jahresergebnis 2006 vorgelegt, ist im Plus, und kann soweit sehr zufrieden sein. Das Unternehmen gibt sich aber auch entschlossen, die Verkäufe im Bereich digitaler Spiegelreflexkameras deutlich anzukurbeln:


Auf einer Pressekonferenz am 9. Mai 2007 anlässlich der Präsentation der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2006 (März 2006 - März 2007) hat Olympus Japan in Person des Präsidenten Tsuyoshi Kikukawa eingeräumt, dass die Verkäufe im DSLR-Bereich bislang nicht den Erwartungen des Unternehmens entsprochen hätten, obwohl, beginnend mit der E-1, sehr viele Anstrengungen unternommen worden seien.

Jetzt aber starte „Kapitel 2“ der DSLR-Geschichte des Unternehmens; beginnend mit der E-510 im Juli und darauf folgend der E-1-Nachfolgerin, die nach aktueller Planung irgendwann zwischen Herbst und Jahresende 2007 erscheinen soll. Mit diesen Modellen erwartet sich das Unternehmen eine deutliche Forcierung des DSLR-Bereichs.

Olympus‘ Ziel ist es laut Tsuyoshi Kikukawa, unter die ersten Drei aufzusteigen - wobei es keinen Sinn mache, immer nur die Nummer 3 bei digitalen Spiegelreflexkameras bleiben zu wollen; vielmehr sei das Ziel, die Nummer 1 zu werden. Die Technologien für die folgende und weitere Kameragenerationen seien gerade im Entstehen begriffen.

Abgesehen vom DSLR-Bereich zeigte sich Olympus zufrieden mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr: Der Umsatz stieg um 8,6 Prozent auf 1061 Milliarden Yen (rund 6,5 Milliarden Euro), der operative Gewinn um 57,9 Prozent auf 98,7 Milliarden Yen (knapp 610 Millionen Euro):


Zum guten Ergebnis trugen insbesondere die Bereiche „Imaging“ mit den Digitalkameras und „Medizintechnik“ mit Endoskopen bei. Bei den digitalen Spiegelreflexkameras erwartet Olympus sich ein deutliches Wachstum und will die verkauften Stückzahlen in diesem Jahr verdoppeln, auf dann über 500.000 Stück:


Um Nummer zwei oder eins zu werden ist es allerdings noch ein gutes Stück Wegs, glaubt man dieser Grafik, die wir aus Zahlen der IDC und eigenen Hochrechnungen erstellt haben:



Stückzahlen digitaler Spiegelreflexkameras im Jahr 2006

Detailinformationen hier: Digitalkameras: Canon baut Marktführung aus, Sony Nummer Zwei.




(Richard Wong / thoMas)

Das schaffen die nie...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 09:44

"Olympus‘ Ziel ist es laut Tsuyoshi Kikukawa, unter die ersten Drei aufzusteigen - wobei es keinen Sinn mache, immer nur die Nummer 3 bei digitalen Spiegelreflexkameras bleiben zu wollen; vielmehr sei das Ziel, die Nummer 1 zu werden."

Jede Wette: Das schaffen die nie - vor allem nicht mit ihren Minisensoren, wo sie sich selbst in eine technologische Sackgasse manovriert haben.

Warum immer das gleiche schreiben ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 10:12

Das mit den "Minisensoren" haben wir ja nun oft genug gelesen. Was bringen die größeren Sensoren, wenn die Objektive noch aus der Zeit des Films stammen und vor allem im Randbereich nicht auf Sensoren abgestimmt sind. Auch empfinde ich das vom seligen Oskar Barnack eingeführte Seitenverhältnis von 3 : 2 als für viele Motive zu schmal und ästetisch wenig zufriedenstellend. Als ich noch selbst in der Dunkelkammer meine SW-Bilder werkelte, habe ich am liebsten Abzüge in 18 X 24 oder 30 X 40 gemacht - und was ist das für ein Seitenverhältnis? Auf dem Monitor wirken 3 : 2 Bilder im Hochformat überhaupt nicht. Aber bei Motiven, die auch eine gewisse Höhe haben, ist mit 3 : 2 dann kaum im Querformat zu fotografieren. Letzten Herbst habe ich meine EOS 20D wegen ihrer hohe Staubanfälligkeit auf dem Sensor verkauft; der Staubschutz bei der neuen 400D ist nur unzureichend. (Profimodelle kommen aus Gewichtsgründen für mich nicht infrage!) Jedenfalls freue ich mich auf den Sommer und die E-510.

Nun ja, ob jetzt 3:2 oder

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 11:43

Nun ja, ob jetzt 3:2 oder 4:3 das "bessere" Seitenverhältnis ist, das ist sowohl im Hochformat als auch im Querformat extrem motivabhängig. Gottseidank bieten aber die 10 MP Auflösung in beiden Formaten genug Reserve, je nach vorhandenem System entweder oben und unten oder rechts oder links etwas abzuschneiden und auf das gewünschte Format zu kommen.

Die "Minisensoren" haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Solange aber beispielsweise viele Optiken im (S)WW-Bereich an dem Vollformatsensor einer 5D dermaßen einbrechen, nehme ich dann doch lieber einen kleineren Sensor mit abgestimmten Optiken. Mit etwas mehr Rauschen ab ISO 400 kann ich persönlich ganz gut leben. Durch die lichtstarken Optiken im Oly-Programm wird dann nicht nur dieser Punkt entschärft, sondern auch die größere Tiefenschärfe, die sich bei umgerechneten Vergleichsbrennweiten ergibt. Auch sind die Optiken wesentlich kleiner und leichter, was ein großer Vorteil ist.

Die absolute Achillesferse im System ist aber die Body-Situation. Hier ist es absolut unbefriedigend, dass es (lassen wir die doch etwas angegraute E-1 mal außen vor) aktuell nur Einsteigerkameras gibt. Auch die angesprochene E-510 ist viel zu kurz gesprungen. Mit wieder nur 3-Feld AF, einer sehr knappen Serienbildfunktion und auch wieder keinem Batteriehandgriff fehlen für den etwas fortgeschrittenen Fotografen essentielle Grundbestandteile einer (D)SLR. Das reisst dann (für diese Käufergruppe) dann auch kein Liveview und der zugegebenermaßen beste Staubschüttler der Branche heraus. Wobei der der 400D durchaus ausreichend ist - mit der seit über einem halben Jahr im Einsatz befindlichen 400D sieht der Sensor immer noch wie geleckt aus.

Auch wenn Oly hier ja Abhilfe mit der E-X versprochen hat, bin ich der Meinung, dass das aber nicht ausreicht. Denn zusätzlich zu diesem Spitzenmodell fehlt dann noch ein sinnvoll abgespecktes Mittelklassemodell ala einer K10D oder D80 für einen dreistelligen EURO-Betrag. Somit würde mann auch erst dann mit der eigenen Firmenstrategie gleichziehen, die ja objektivseitig eine Einsteiger-, Mittel- und Spitzenklasse beinhaltet.

Erst wenn Olympus das geleistet hat, dann sind sie ausgewogen aufgestellt und dann können sie die etwablierten auf Platz 1 und 2 angreifen. Aber man darf nicht vergessen, dass ja auch Pentax und Sony im DSLR-Markt sehr aktiv sind und ihre bestehende Lücken füllen.

Unter dem Strich denke ich deshalb, dass Olympus sich weniger darauf konzentrieren sollte, an die Spitze zu gelangen, sondern den Kampf um einen stabilen Platz 3 aufnehmen sollte.

VG Thomas

Bodies

Bild von HENNIGArts
Eingetragen von
HENNIGArts
(Liebhaber)
am Freitag, 11. Mai 2007 - 18:40
Gast schrieb:

Die absolute Achillesferse im System ist aber die Body-Situation.

Das sehe ich genauso. Neben der E-1 von 2003 (!) gibt es nur Einsteigerkameras mit 3 AF-Feldern und kleinem Sucher. Wenn man sich anguckt, was Canon oder Nikon in der Zeit an DSLRs rausgebracht haben, dann kam von Olympus da einfach zu wenig ernsthaftes.

Freude

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 13:39

Ich Freue mich auch auf die E510
aber das Seitenverhältnis ist mit 3:4 kaum noch auf Massengeschmack zu trimmen, alle Fernseher und PC-Monitore sind zukünftig sogar 16:9!
Und mit Beschnitt von 4:3 auf 3:2 verliert man schon sehr viel Bildinformation.
Auch wenn das Olympus-Prizip, des annähernd quadratischen Bildformats für den Objektivbau natürlich seine Berechtigung hat.

Die Olympus Objektive sind fast alle exzellent aber das Format ist eher ungünstig, finde ich.

Format

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. Mai 2007 - 18:46

naja, nach der Argumentation mit den Monitoren dürften in Zukunft nur noch Querformataufnahmen gemacht werden und 3:2 Kameras ,müssten komplette verschwinden.

Ich denke daher vielmehr, dass man hier schon zwischen Film und Foto trennen muss, die nun mal beide anders betrachtet werden.

Ob 4:3 oder 3:2 ist im Grunde genommen ziemlich egal, das eine lässt sich ja recht problemlos in das andere zuschneiden und das bessere Format gibts eh nicht.

---

Das mit Platz 1 ist natürlich das übliche geplappere, was die Analysten gerne hören, wenn Olympus im nchsten Jahr wie geplant ihre 500.000 DSLRs erreichen, dann werden sie wohl damit zufrieden sein können, obwohl das fernab von der Nr. 1 sein wird.
Für mich als Kamerakäufer spielt das eh keine Rolle.

E1 Nachfolger

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 11:15

Also ich bin schon gespannt auf den E1 Nachfolger, auch wenn ich im Moment kein ernsthaftes Interesse an dem E-System von Olympus habe. Aber das Teil *muß* einfach gut werden, ich glaube von dem Modell hängt die Zukunft des ganzen 4/3 Systems ab.

Ach:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 11:20

Olympus hat vor, auch DSLRs mit größerem Sensor anzubieten !?
Ansonsten dürfte das Ziel vielleicht doch ein bisschen überambitioniert erscheinen (außer sie fusioniern mit Panasonic - und Pentax scheidet ganz dahin).

4/3 ist eine Looser-Lösung

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 13:58

[quote=Gast]Olympus hat vor, auch DSLRs mit größerem Sensor anzubieten !?
quote]

Wenn das wirklich so kommt, dann führen sie ihr ganzes Minisensorkonzept ad absurdum. Aber das hält eh nicht, was einmal vollmundig versprochen wurde bei der Markteinführung. 4/3 ist und bleibt eine Looser-Lösung.

Absurd...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 14:32

... ist, was hier so von sich gegeben wird. Wer mit FourThirds fotografiert, weiß warum und was er daran hat. Glauben wirklich so viele, dass sie mit einer APS-C Digitalen deutlich besser dran sind? Ich nicht!

noch ein absurder beitrag der 4/3 Fraktion

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 15:03

glaubst Du ernsthaft, dass aps-c und 4/3 die Lösung sind? Ernsthaftes Fotografieren fängt mit full-frame an und hört bei digitalen Rückteilen mit noch größeren Sensoren auf.

alles wird gut - nur nicht für 4/3...

Ernsthaftes Fotografieren

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 16:05
Gast schrieb:

Ernsthaftes Fotografieren fängt mit full-frame an und hört bei digitalen Rückteilen mit noch größeren Sensoren auf.

Ernsthaftes Fotografieren fängt nicht ab einer bestimmten Sensorgröße an, sondern fängt mit der richtigen Einstellung zur Fotografie (nämlich die, dass der Bildinhalt bzw. die Aussagekraft des Bildes der wichtigste Faktor ist) an...

Nichts für Ungut,

YB

Bin nicht immer Ihrer Meinung, YB,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 17:15

aber hier haben Sie recht und alle diese Kameraherstellerfraktionsschönschreiber hier im forum sollten sich schlicht und einfach mal an der eigenen Nase fassen und fragen: "Was taugen meine Bilder?"

M.R.

Und dann hab ich noch was vergessen:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 17:19

Der beste Sensor dieser Erde kommt sowieso von Fuji, braucht gar keinen Strom und heißt VELVIA!
Und jetzt seis mal Ruhe im Karton!

M.R.

meiner ist länger

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. Mai 2007 - 18:49
Gast schrieb:

glaubst Du ernsthaft, dass aps-c und 4/3 die Lösung sind? Ernsthaftes Fotografieren fängt mit full-frame an und hört bei digitalen Rückteilen mit noch größeren Sensoren auf.

alles wird gut - nur nicht für 4/3...

Ich bezeifele, dass es -irgendein- Sensorformat gibt, das darüber entscheidet, ob etwas "ernsthafte Fotografie" (ist das als Hobbyfotograf jetzt iegentlich was erstrebenswertes?) ist oder nicht.

Weder 4/3" ist hier der alleinig seelig machenden Königsweg, noch Kleinbild, noch 1/1,8" noch sonst etwas...

Fehlendes Können lässt sich nicht durch Gelaber ersetzen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. Mai 2007 - 22:46
Gast schrieb:

Ernsthaftes Fotografieren fängt mit full-frame an und hört bei digitalen Rückteilen mit noch größeren Sensoren auf.

Ernsthafte Fotografie fängt mit Talent an und hört mit Können auf. Fotografen ohne Talent und Können meinen, es sei eine Frage des Sensor.

So einfach ist das.

...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. Mai 2007 - 00:01

Und die talentierten Könner schwören natürlich auf 4/3 - was natürlich gar keine Frage des Sensors ist, sondern eine des Glaubens.

Marken-Bashing

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 16:08
Gast schrieb:

4/3 ist und bleibt eine Looser-Lösung.

Genau! Richtig coole Typen laufen mit einer DSLR der Marke Canon herum, gell?!? *ROTFL*

Na ja,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 17:33

da die Olympus-Fotografen so selten und vom Aussterben bedroht sind, sollte man diese verschwindende Minderheit doch noch ein wenig träumen lassen!

Ruhe in Frieden

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 17:45

"Mit diesen Modellen erwartet sich das Unternehmen eine deutliche Forcierung des DSLR-Bereichs."
Und wenn dem nicht so sein wird, gibt es ja immer noch eine Lösung wie beim OM-System selig: Sanft entschlafen lassen!

Es scheint Mode zu sein, die Nummer 1 werden zu wollen.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Mai 2007 - 18:18

Solange Auflösung einer der wichtigsten Faktoren im DSLR Segment ist, hat Olympus einfach schlechte Karten. Das liegt nicht am Seitenverhältnis (es gab mal einen Premium Kamerahersteller, für den war nur das Quadrat das einzig richtige Format), sondern an der Größe des Sensors. Solange hier kein technologischer Durchbruch erfolgt wird Olympus der Konkurenz hinterherhecheln, und kann froh sein wenn es ihm gelingt zur Nummer 3 aufzusteigen und diese Position zu halten.
ROG

was ist gut genug?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. Mai 2007 - 18:55
Gast schrieb:

Solange Auflösung einer der wichtigsten Faktoren im DSLR Segment ist, hat Olympus einfach schlechte Karten. Das liegt nicht am Seitenverhältnis (es gab mal einen Premium Kamerahersteller, für den war nur das Quadrat das einzig richtige Format), sondern an der Größe des Sensors. Solange hier kein technologischer Durchbruch erfolgt wird Olympus der Konkurenz hinterherhecheln, und kann froh sein wenn es ihm gelingt zur Nummer 3 aufzusteigen und diese Position zu halten.
ROG

Hmmm, warum eigentlich?

Derzeit gibt es schon haufenweise Sensoren mit 2µm kleinen Pixeln, das wären dann ca. 61 Millionen Pixel auf der Fläche von fourthirds. Ist das immer noch nicht genug?

Macht natürlich aus diversen Gründen wenig Sinn (u.a. wegen der Beugung oder der Qualität der Optiken), aber das Problem ist ja unabhängig vom Sensorformat.

Die Frage wird eher sein, was für die Masse gut genug ist? Bei Film war das ganz offensichtlich eins der eher kleineren Formate, nämlich Kleinbild (und keinesfalls Mittel- oder Großformat) und die ualität von Kleinbildfilm erreicht man mit 4/3" Sensoren locker (zumindest meine Meinung).
Im Bereich der digitalen Kompaktkameras hat sich scheinbar der 1/2,5" und der 1/1,8" Sensor als gut genug für die Masse heraus gestellt und keinesfalls größere Sensoren.

Von daher sehe ich da kein prinzipielles Problem. Dass Canon und Nikon derzeit weitaus größere und vielfältigere Systeme anbieten und alleine deswegen logsicherweise schon für mehr Leute attraktiv sind will ich natürlich nicht abstreiten.

mfg

...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. Mai 2007 - 00:05

Für die Masse tut's auch ein Handy. Was ja nicht für die Klasse der Masse spricht. So gesehen ist alles, was größer als ein Fingernagel ist, ein Gewinn.

Wenn man sich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. Mai 2007 - 19:56

die jetzt mögliche Qualität von Minisensoren, die in alle möglichen sogenannten "Consumer-Knipsen" eingebaut werden, die nur noch bei höheren ISO-Zahlen doch recht heftig rauschen, anschaut, dann kann man sich vorstellen, wie gut sich das 4/3-System noch ausbauen lässt. Der Vorteil der Digitalisierung ist ja die Miniaturisierung! Zusammen mit APS-C und vor allem -F. Man kann schon jetzt recht deutlich feststellen, dass, zumindest in den verkaufsstärkeren Segmenten, ein sogenannter FF-Sensor eher eine einsame Veranstaltung wird. Vor allem ist eine derartige Sensorgröße, so wie es jetzt ausschaut, einfach nicht wirklich nötig, wenn nicht eben abseitig. Die Digitaltechnik hat nun mal ihre eigenen Spielregeln.

Wenn ich das richtig interpretiert habe, dann ist nach dem Chart der Sensoren-Roadmap für 4/3 eine finale Größenordnung um die 18 Mpx vorgesehen. Wobei, wollte man das so machen, wie bei den Minisensoren, würde das ja eine völlig unwirkliche Rezeptorenzahl ergeben. Zusammen mit einem sehr genau kalkulierten Objektivsystem ist das jedenfalls mehr als genug für die überwiegende Mehrzahl der Fotografen, auch der meisten sog. Profis. Wenn der Kollege weiter oben so übermächtige Dinge wie zweites Batteriefach und noch so einiges mehr vermisst, muss man doch vor allem sagen, dass Olympus mit den sehr schönen kleinen Bodies und den dazu passenden Objektiven sich wohltuend von den Monsterbodies ala Canon und teilweise Nikon usw. abhebt. Wer möchte schon die meiste Zeit so ein Riesending mit sich herumschleppen? Na ich jedenfalls nicht, und ich kenne da noch einige Leutchen, denen das auch keinen Spaß macht. Von rein praktischen Erwägungen schon mal abgesehen.

Ob Olympus eines Tages die No. 1 sein wird oder doch nur die No. 3 oder 5 oder 10, sorry, ist mir persönlich sowas von Wurst!

Gut Klick!

Na ja, ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Mai 2007 - 10:59

... die "Monsterbodies" von Nikon und Canon haben zumindest den Vorteil, dass man sie noch vernünftig in die Hand nehmen kann ... von einer bemerkenswerten Tiefenwirkung größerer Formate ganz allgemein - egal ob Film oder Chip - will ich hier erst gar nicht und wieder anfangen. Miniaturisierung um ihrer Selbst willen mag zwar technisch machbar sein, aber in ihren Auswirkungen nur bedingt wünschenswerte Ergebnisse zeitigen.

... in der Tat ist es schon

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. Mai 2007 - 14:56

... in der Tat ist es schon eine ergonomische Minikatastrophe, an einer E-500 (oder E-400) eine Optik wie das 50-200 zu betreiben, obwohl die Optik kein Kilo wiegt. Ein Batteriehandgriff, der hier die Verhältnisse etwas ausbalancieren könnte, fehlt leider und ist auch für die E-510 nicht vorgesehen.

Jede Sensorgröße hat ihre Vor- und auch Nachteile. In der Praxis kämpft das eigentlich erstrebenswerte digitale Vollformat unterhalb der 50mm Brennweite mit zunehmend erheblichen Problemen im Randbereich. Auch hat das zugehörige Glas ein erhebliches Gewicht und auch einen stattlichen Preis.

Für kleinere Sensoren gerechnetes Equipment ist kleiner, leichter und preiswerter. Wenn das im Falle von Oly- oder auch Pentax-Optiken schon bei Offenblende uneingeschränkt nutzbar ist, dann wird der theoretisch gestalterische Vorteil vom Vollformat in der Praxis zumindetstens teilweise egalisiert. Dafür sind dann die Low-Light Fähigkeiten nicht so gut.

Da es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt und man bei jedem System mindestens ein Kröte schlucken muss, so suche man sich das System aus, welches die eigenen Anforderungen am besten abdeckt.

Solange allerdings im Pentax-Lager noch wichtige Optiken fehlen und im Olympus-Lager ein konkurrenzfähiger Body oberhalb der Einsteigerklasse, ist eine langfristige Systemaufstellung allerdings ein wenig problematisch.

Viele Grüße
Thomas