Ich hatte gerade die Leica entdeckt. Sie wurde zur Erweiterung meines Auges und ich war nie mehr von ihr getrennt seit ich sie fand.

— Henri Cartier-Bresson

BENUTZERANMELDUNG

Neues zur Hy6

Die Hy6 von Franke & Heidecke ist die wohl interessanteste Mittelformatkamera dieser Tage: Weil Hasselblad seine neuen Gehäuse gänzlich mit Imacon-Rückteilen verheiratet hat, müssen sich PhaseOne, Leaf, Sinar usw. nach Gehäusealternativen für ihre Rückteile umsehen und da kommt die Hy6 gerade zur rechten Zeit. Jetzt gibt es Neuigkeiten aus den Entwicklungs- und Verkaufsabteilungen bei Franke & Heidecke:

Aus der Verkaufsabteilung:

Wem die Hy6 nun gehört bzw. wer sie wem verkaufen darf, das war ja eine Zeit lang nicht so ganz klar. Auf der photokina 2006 vorgestellt, war die Hy6 mit unterschiedlichen Namensschildern als Rolleiflex, Sinar und Leaf zu sehen. Leaf und Jenoptik preschten dann mit einer Pressemitteilung vor, in der Franke & Heidecke mit keinem Wort erwähnt war, woraufhin die Braunschweiger kurz darauf eine Art Gegenentwurf verfassten.

Aktueller Stand der Dinge (siehe dazu auch die Rede von Bodo Fischer, Geschäftsführer von Franke & Heidecke): Jenoptik hat die Konstruktion der Hy6 mit bislang drei und in der Summe dann rund vier Millionen Euro nicht nur gestützt, sondern überhaupt erst ermöglicht. Dafür hat Jenoptik jetzt aber auch das Sagen, was die Zukunft der Kamera angeht. Zunächst einmal gibt es einen dreijährigen Liefervertrag; pro Jahr werden 1500 Exemplare an Jenoptik bzw. Leaf - oder wen auch immer sich Jenoptik noch ausgucken mag - geliefert und das ist auch exakt die augenblickliche Produktionskapazität von Franke & Heidecke.

Es deutet alles darauf hin, dass Jenoptik auch bei einer eventuellen Kapazitätserhöhung bestimmen kann, was mit den Kameras geschieht. Wobei natürlich auch nicht ausgeschlossen ist, dass Jenoptik eine Rolleiflex zulässt. Auch über diese drei Jahre hinaus scheint Jenoptik die Geschicke der Hy6 bestimmen zu können. Zumindest legten Äußerungen aus dem Hause Franke & Heidecke nahe, dass die Verträge so gestaltet sind.

Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, und darüber wird wohl gerade verhandelt, dass die Hy6 auch als Rolleiflex auf dem Markt kommen wird. Sicher ist das aber noch nicht. Geschäftsführer Bodo Fischer wollte sich da nicht festlegen lassen, auch, um mögliche Ergebnisse aktueller Gespräche mit Jenoptik nicht vorwegzunehmen bzw. zu gefährden: „Gehen Sie mal davon aus, dass nicht auszuschließen ist, dass es eine Rolleiflex Hy6 geben wird.“

Sicher ist bislang lediglich, dass eine Hy6, egal welches Typenschild sie trägt und tragen wird, in Braunschweig bei Franke & Heidecke gefertigt sein wird.

Wie dem auch sei, Franke & Heidecke erhofft sich auch ein gutes Geschäft aus dem Verkauf von Zubehör, vor allem Objektiven, passen doch an eine Hy6 ausschließlich Objektive der Rolleiflex-6000-Serie bzw. eben solche mit dem Bajonett von Franke & Heidecke.

Aus der Entwicklungsabteilung:

Für eine echte 6x6-Kamera ist die Hy6 bemerkenswert kompakt geraten. Die Entwickler fanden auf der Suche nach Kompaktheit diverse Bauteile, die eingespart werden konnten. So fiel der Motor im Kameragehäuse weg, da die neuen Filmmagazine einen eigenen Motor haben und Digitalrückteile keinen benötigen. Im gleichen Zug bekam der Spiegel einen Direktantrieb, was nebenbei auch außergewöhnliche Geschwindigkeiten erlaubt: Spielt das analoge oder digitale Rückteil mit, dann sind bis zu 3 B/s realisierbar; bei hochgeklapptem Spiegel sind gar 10 B/s und mehr möglich - Grenzen setzt hier die gewählte Verschlusszeit.



(Klick aufs Bild!)

Im Augenblick wird gerade der zweite Prototyp gefertigt, in den Anregungen und erste Reaktionen auf den photokina-Prototypen einfließen. Anschließend soll er die hausinternen Tests (Klimakammer, Rütteltest usw.) und Praxistests mit Fotografen durchlaufen, bevor die Hy6 im April in die Serienfertigung geht - und ab diesem Zeitpunkt auch ausgeliefert wird. Bei 125 Stück, die pro Monat gefertigt werden, könnte das in den ersten Monaten einen Engpass für die Interessenten (einer Leaf Afi) bedeuten.

Ob es die Konstrukteure schaffen, dass auch SLX-Objektive mit der Hy6 kompatibel sein werden, ist noch nicht klar. Es soll alles dazu getan werden. Falls es doch nicht klappt, bleibt die Möglichkeit, diese Objektive in Braunschweig auf PQS umrüsten zu lassen.

Zur Hy6 soll es auch eine neue digitaltaugliche Objektivreihe von Schneider Kreuznach geben, wobei es sich wohl um folgende Brennweiten handelt:

• AFD Xenotar 2,8/80 PQS
• AFD Super-Angulon 2,8/50 HFT PQS
• AFD Tele-Xenar 2,8/180 PQS
• AFD Variogon 4,6/60-140 PQS
• AFD Tele-Xenar 4/150 HFT PQS

Die Objektive werden gerade gerechnet und konstruiert und sie sollen zeitgleich mit der Hy6 im April 2007 verfügbar sein. Die neuen Rechnungen versprechen laut Franke & Heidecke bei Digitalrückteilen mit hohen Auflösungen (39 Megapixel und mehr) bzw. kleineren Pixeln deutlich bessere Leistung - besonders im Bildrandbereich. Typische MTF-Kurven zeigen eine sehr hohe Leistung in Bildmitte, die die Anforderungen oft übererfüllt, allerdings zu den Rändern hin mehr oder weniger stark abfällt. Nun soll die Gesamtleistung der Objektive gesteigert werden, indem die Abbildungsgüte gewissermaßen einnivelliert wird: Durch den Verzicht auf maximale Leistung in Bildmitte kann demnach die Qualität übers gesamte Bildfeld angehoben werden; die von den hochauflösenden Digitalrückteilen mit 39 Megapixeln und mehr verlangten Auflösungswerte werden damit von Bildmitte bis -rand erreicht.

(thoMas)

Kreide

NATÜRLICH ROLLEIFLEX

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 01. Dezember 2006 - 17:53

WO FRANKE UND HEIDECKE DRIN IST MUSS AUCH ROLLEIFLEX DRAUFSTEHEN.

Sinar

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 01. Dezember 2006 - 18:24

Das sieht so aus, als ob Sinar ziemlich im Regen steht.

Mal sehen,...

Eingetragen von
olong
(Liebhaber)
am Freitag, 01. Dezember 2006 - 18:48

...alles wird vom Preis abhängen, ob man Hasselblad Konkurennz machen kann. Der Vorteil bei Hassey ist, dass alles aus einer Hand kommt: Kamera, Objektive, Software, Service. Apropos Software: Die ist ja bei einer Digi-Kamera nicht ganz unbedeutend. Mal sehen, wer sich im Hy6-Konglomerat dafür verantwortlich fühlt. Oder man heuert die Jungs von LaserSoft (SilverFast) an...

AF-D

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 01:54

Sind das Vollformat-Objektive (also für 6x6), oder sind die für kleinere Sensoren der Digitalrückteile "optimiert"?

Ja, Vollformat-Objektive

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 08:15

Sämtliche Rollei Objektive (d.h. auch die neuen AF-D) zeichnen das volle 6x6 Negativ aus. Die Rollei Objektive sind damit voll zukunftssicher auch für künftige grössere digitale Bildsensoren oder die Verwendung mit analogem Filmmaterial geeignet (gleiche Philosophie wie bei Leica M und R im Kleinbild).

(Anders sieht die Situation beim Konkurrenten Hasselblad aus, wo die neuen Autofocus Objektive nur noch Crop-Linsen sind, d.h. nicht mehr mit Filmrückteilen verwendet werden können.)

Neue Gehäusefarbe

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 09:11

In schwarz-grau macht die neue Rollei Hy 6 auch optisch ganz schön was her. Die neue Farbgebung gefällt mir sehr viel besser als noch der Prototyp bei der Photokina. Die Kamera gefällt mir vom Design her eindeutig besser als die Hasselblad H Serie.

Das macht uns stolz

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 26. Juli 2007 - 21:41

Schön, dass auch das Design der Hy6 lobend erwähnt wird. Denn neben einer internationalen Trendanalyse und den notwendigen Pre-Tests mit Fotografen hat uns die Verbindung von Form, Funktion, neuartigem Bedienkonzept und guter Ergonomie einiges Kopfzerbrechen bereitet. Da tut es schon gut, wenn es zum Schluss ein positives Feedback vom Spezialisten gibt. Mehr unter http://www.art-kon-tor.de/hy6/

Hy 6

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 09:18

Franke & Heidecke wäre es zu gönnen, wenn die Hy 6 auch kommerziell ein großer Erfolg würde. Angesichts der technischen Eckdaten stehen die Chancen nicht schlecht: Endlich eine Autofocuskamera im klassischen 6x6 Mittelformat, die kompakt genug auch für den Einsatz außerhalb des Studios ist. Vom Kauf einer Rollei 6008 AF hat mich bis anhin immer deren Gehäusegröße abgehalten.

Selbstverständlich

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 12:15

ist F&H der kommerzielle Erfolg als eine der letztverbliebenen Fertiger von Spitzenware zu wünschen. Man muss aber schon auch fest stellen, dass die massiv offenkundige Resistenz der Macher von exRollei gegenüber der digitalen Zukunft erst dieses Szenario wie beschrieben entstehen hat lassen. Dass Bankmanager, die zwar vielleicht nicht die Technik im Prinzip durchschauen, aber gleichwohl schon erkennen können, dass eine Firma, die sich im internationalen Umfeld bewegt, den allfälligen Zukunftsschritt nur äusserst unwillig vollzieht, nicht unbedingt kreditwürdig ist, kann man nachvollziehen. Was fehlt, sind wirklich effektiv-innovative Lösungen, die aus dem derzeit gängigen Schema herausführt und sogar anführt. Der Mix analog/digital wie bei der Hy6 ist ja vielleicht aus der konservativen Sicht gesehen nicht schlecht, aber im Prinzip und aus meinen Augen betrachtet, nicht wirklich zukunftsfähig. Es ist eigentlich nur ein hybrider Kloben mehr. All diese analog-feinmechanischen Umsetzungen sind sicher eine technische Meisterleistung für sich genommen. Aber, bitte schön, was soll ein Spiegelkasten mit Lichtschacht in einer zukünftig vermutlich ausschließlich digital genutzten Kamera? Und, und, und . . . Den Umweg über einen Scanner werden in der Zukunft immer weniger Profifotografen machen (wollen).

Stattdessen werden leichtes Handling, geringere Gehäuseabmessungen, direkte Verarbeitungs- und Präsentationsfähigkeiten, hohe (digitale) Speichermöglichkeiten mit sofortiger Sortier-, Prüf- und Auswahlmöglichkeit des Bildmaterials vor Ort bzw. im Studio, ohne den derzeit übliche Technoplempel, der weitgehend aus den hybriden Lösungen resultiert, den Standart bestimmen. Und nicht zuletzt wird auch das Preisargument eine heftige Rolle spielen. Denn die Mehrzahl der Fotografen ist einem (mörderischen) Preiskampf ausgesetzt. Vor allem, wenn die Kunden erkennen, dass man bereits mit geringerem Aufwand in der Mehrzahl der Fälle sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Und eines kann man auch deutlich erkennen: Wenn die derzeit grassierende Hype bei der digitalen Fotografie abgeklungen ist, wird sehr schnell erkennbar werden, dass sich digitale Konzepte sehr viel preisgünstiger umsetzen lassen, als das je mit analoger Feinwerktechnik gelingen könnte. Vor allem, wenn die Kamerahersteller erkennen, dass man die erforderliche Software vielleicht nicht unbedingt proprietär, sondern unter Umständen im Verbund als OpenSoftware im Grundkern, sehr viel kostengünstiger und fundierter entwickeln kann. Dann werden derartige Teile eine zwar gut bezahlte, aber im Elfenbeinturm bei Sammlern und Analogfreaks reservierte Existenz führen. Ob das auf Dauer ausreicht?

Gut Klick!

"Was soll ein Spiegelkasten?"

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 15:40

Das finde ich nun wirklich eine seltsame Frage: Jede Spiegelreflexkamera (also auch die rein digitalen SLR wie die Mamiya ZD im Mittelformat) haben systembedingt einen Spiegelkasten. Sonst würden sie nämlich nicht SPIEGELREFLEXkameras heissen...

Technische Alternativen zu den SLR sind einzig Messsucherkameras.

Ob eine Kamera ohne jede mechanische Komponente ("Technoplempel") technisch möglich ist, waage ich sehr zu bezweifeln: Kein Verschluss, keine fokusierbaren Objektive, wie bitte schön soll das funktionieren?

Denkbar wäre einzig eine Lochkamera mit digitalem Sensor...

Kamera für "Sammlern und Analogfreaks"?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 15:56

Die Rolleiflex 2,8 FX / 4,0 FT / 4,0 FW sind zweifellos Mittelformat-Kameras für Sammler, sicher aber nicht die Hy6. Können doch an der Hy6 die modernsten Digitalrückteile (Sinar, PhaseOne, Leaf, etc.) verwendet werden.

@Gut Klick!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 16:06

Von der Nützlichkeit eines Spiegelkastens in einer Systemkamera...

http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera

-> Abschnitt "Funktionsweise"

Mir ist

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 18:08
Gast schrieb:

Von der Nützlichkeit eines Spiegelkastens in einer Systemkamera...

http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera

-> Abschnitt "Funktionsweise"

die Funktionsweise eines Spiegelkastens sehr wohl bewusst. Über viele Jahre Praxis mit Nikon SLRs und Mamiya 645 Pro haben da deutliche Spuren hinterlassen. Das Konzept ist in meinen Augen gekennzeichnet durch eine mechanisch-optische gekoppelte Vorrichtung zum Zwecke der direkt möglichen Sicht auf das zu fotografierende Objekt und der Kontrollle der Auswirkung der Einstellungen auf das fotografische Ergebnis. Bei einem 6x6-Schacht noch dazu mit Klasse Randabdunklung, bei ungünstigem Licht mit nahezu Null Sicht und dann immer aus der Froschperspektive. Na super. Der Gigantoprismensucher für diese Teile macht die Sache auch nicht recht viel besser. Jedenfalls hatte ich immer Probleme, in dem engen Suchfeld alles Wichtig zu überschauen. Don Plattnase lässt grüßen.
Nun ist es ja so, dass ein Sensor eigentlich in der Lage ist, das Ergebnis über einen elektronischen Ausgabeweg, abgekoppelt von mechanisch-optischen, starren und unflexiblen Zwischenlösungen auszugeben. Oh ja, höre ich schon wieder die Aufschreie: "...nichts kann die Objektebene so gut wiedergeben, wie die Mattscheibe". Siehe vorher.

Wenn man die derzeitige Ist-Situation anschaut, o.K. Aber, muss man das als gegeben akzeptieren? Ich denke, nein. Was hindert die Hersteller daran, statt der analogen Vorrichtung Spiegelkasten einen livefähigen Sensor, einen einigermaßen kräftigen und schnellen Grafikprozessor und ein hochauflösendes, bewegliches Grafikdisplay einzubauen, das für eine qualifizierte Bewertung des Bildergebnisses mehr als tauglich ist. Im Prinzip sind alle Komponenten dafür vorhanden. Von Bluetooth für die direkte Übertragung auf einen nebenstehenden Rechner zur direkten Kontrolle des Bildergebnisses und zur direkten Beurteilung für den Auftraggeber, will ich da gar nicht reden. Das kann heute jedes Handy im Prinzip realisieren. Bei einem Digitalteil in derzeitiger Kostenordnung, dürften solche Kleinigkeiten eigentlich überhaupt kein Thema sein. Das gilt auch für die Grafikausgabe generell. Im Verhältnis zu dem Sensor, ist (in meinen Augen) die derzeitige Grafikausgabe und -verarbeitung in den Rückteilen bestenfalls rudimentär, bzw. teilweise in der Praxis kontraproduktiv, weil umständlich und schwerfällig. Wenn man sich erst mal an die Bildgestaltung über das Display gewöhnt hat, wird man schnell die Finger von "Altgedientem" lassen. Da kann man sich drauf verlassen.

Gut Klick!

Total null Ahnung :-D

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 16. Februar 2007 - 10:16
Gast schrieb:

die Funktionsweise eines Spiegelkastens sehr wohl bewusst. Über viele Jahre Praxis mit Nikon SLRs und Mamiya 645 Pro haben da deutliche Spuren hinterlassen. Das Konzept ist in meinen Augen gekennzeichnet durch eine mechanisch-optische gekoppelte Vorrichtung zum Zwecke der direkt möglichen Sicht auf das zu fotografierende Objekt und der Kontrollle der Auswirkung der Einstellungen auf das fotografische Ergebnis. Bei einem 6x6-Schacht noch dazu mit Klasse Randabdunklung, bei ungünstigem Licht mit nahezu Null Sicht und dann immer aus der Froschperspektive. Na super. Der Gigantoprismensucher für diese Teile macht die Sache auch nicht recht viel besser. Jedenfalls hatte ich immer Probleme, in dem engen Suchfeld alles Wichtig zu überschauen. Don Plattnase lässt grüßen.
Nun ist es ja so, dass ein Sensor eigentlich in der Lage ist, das Ergebnis über einen elektronischen Ausgabeweg, abgekoppelt von mechanisch-optischen, starren und unflexiblen Zwischenlösungen auszugeben. Oh ja, höre ich schon wieder die Aufschreie: "...nichts kann die Objektebene so gut wiedergeben, wie die Mattscheibe". Siehe vorher.

Wenn man die derzeitige Ist-Situation anschaut, o.K. Aber, muss man das als gegeben akzeptieren? Ich denke, nein. Was hindert die Hersteller daran, statt der analogen Vorrichtung Spiegelkasten einen livefähigen Sensor, einen einigermaßen kräftigen und schnellen Grafikprozessor und ein hochauflösendes, bewegliches Grafikdisplay einzubauen, das für eine qualifizierte Bewertung des Bildergebnisses mehr als tauglich ist. Im Prinzip sind alle Komponenten dafür vorhanden. Von Bluetooth für die direkte Übertragung auf einen nebenstehenden Rechner zur direkten Kontrolle des Bildergebnisses und zur direkten Beurteilung für den Auftraggeber, will ich da gar nicht reden. Das kann heute jedes Handy im Prinzip realisieren. Bei einem Digitalteil in derzeitiger Kostenordnung, dürften solche Kleinigkeiten eigentlich überhaupt kein Thema sein. Das gilt auch für die Grafikausgabe generell. Im Verhältnis zu dem Sensor, ist (in meinen Augen) die derzeitige Grafikausgabe und -verarbeitung in den Rückteilen bestenfalls rudimentär, bzw. teilweise in der Praxis kontraproduktiv, weil umständlich und schwerfällig. Wenn man sich erst mal an die Bildgestaltung über das Display gewöhnt hat, wird man schnell die Finger von "Altgedientem" lassen. Da kann man sich drauf verlassen.

Gut Klick!

Mensch, liest Du eigentlich was Du hier reinschreibst? Mal abgesehen davon, dass Du Spiegelreflexkameras technisch wirklich nicht verstanden hast, ist offensichtlich, dass Du null Erfahrung mit richtigen Digitalkameras hast. Für Dich ist ein elektronischer Sucher EINFACHER und besser als eine DIREKT optische Mattscheibe ohne bewegliche Teile die auch keinen Strombedarf hat. Ein Live-Preview Sensor willst Du mit einem zusätzlichen elektronischen Sucher? Alles ziemlich praxisuntaugliche Ansätze wenn man bedenkt dass die Batterien in einem heute erhältlichen Digitalrückteil üblicherweise zwischen 30 Minuten und 4 Stunden halten bei EINZELNEN FOTOS. Dass die Bildsensoren warm werden (was Bildrauschen verursacht) wenn sie aktiv sind ist ja für Dich auch nur ein unwichtiges Detail.

Von Elektronik und Wirtschaft hast Du leider auch keine Ahnung. Wer ENTWICKELT denn den elektronischen Sucher? Wer baut ihn? Wieviel kostet die Fertigungsstrasse nur für den elektronischen Sucher der zudem wohl von der Bit-Tiefe und den zur Verfügung stehenden Pixeln limitiert ist und die Schärfe nicht richtig wiedergibt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es weniger Ingenieure braucht um nen SPIEGEL und ne Mattscheibe zu "entwickeln" und weniger Werkzeuge/Maschinen (Tooling) um diese herzustellen. Ach, und eine Mattscheibe die vor 30 Jahren gebaut wurde funktioniert auch heute noch... und zwar ohne Strombedarf oder Wartung.

Nase plattdrücken ist bei meiner Mamiya RZ Pro II (7x7cm Sucher mit rotierbaren Backs) wie auch bei meiner Hassy H1 kein Problem. Der Sucher ragt genügend weit nach hinten dass es zu keinem Problem führt. Bei Canon und Nikon hingegen schon (wobei eigentlich berührt ja die Wange den LCD hinten an einer Canon oder Nikon). Hast Du überhaupt schon mal Fotografiert mit ner SLR oder Mittelformatkamera? :-P

Ein Waist Level Finder (Lichtschachtsucher) ist für Dich Froschperspektive? Mal abgesehen davon dass es praktisch für alle Mittelformat-Kameras Prismensucher gibt die ein helleres und grösseres Bild liefern als jede Nikon/Canon sind die WLF-Sucher toll, weil die aufgenommenen Personen immer von leicht unten fotografiert werden, was zu einer schmeichelnden Perspektive führt (Modelle sehen dadurch grösser aus). Froschperspektive ist vom Boden aus, was mit einem WLF hervorragend geht (www.markusklinko-indrani.com machen das oft), aber der Lichtschachtsucher wird normalerweise ca auf Brusthöhe gehalten. Aber jetzt versuch mal mit nem Prismensucher (ohne Winkelsucheraufsatz) aus der Froschperspektive zu fotografieren.

Jetzt fängst Du auch noch mit Blödsinn wie Bluetooth an. Bitte hör endlich auf. Bluetooth ist so langsam da kannste nach jedem Foto aus ner 39 Megapixel Kamera nen Kaffee trinken gehn bevor das Bild auf dem Rechner landet. Ausserdem ist das Protokoll limitiert in der Sendeentfernung. Die Batterien sind schon jetzt viel zu schnell leer bei Mittelformatkameras, also noch ein Stromfresser mehr wird die Situation bestimmt nicht verbessern.

Meine Frau hatte mal ne Nikon 5700 zum Schnappschüsse machen. Die perfekte Kamera für DICH, elektronischer Viewfinder, kein Spiegel, drehbarer Monitor, Live Preview. Kauf Dir soeine.

Schade nur, dass das Ding nach weniger als 1,5 Jahren defekt war (Zoom fährt nicht mehr aus und hinterer Monitor ist ausgefallen). Also ist die ganze Investition flöten gegangen wegen dem elektronischen Firlefanz. Mit mechanischem Zoom (wie bei praktisch allen Mittelformatkameras (und auch Canon/Nikon) und Spiegel würde die Kamera heute wohl noch funktionieren.

Neben den technischen Limitationen ist jedem der nur einen Funken Ahnung von Wirtschaft hat klar, dass für die handvoll Mittelformatkameras nicht speziell LCD Screens entwickelt und gebaut werden. Deshalb muss man sich bei PhaseOne ja auch mit diesem Witz von LCD abgeben (verrauschter 2,2 Zoll mit 18bit Farbtiefe was 262'144 Farben entspricht) oder bei Leaf mit dem Touchscreen der ausserhalb des Studios komplett nutzlos ist weil er total den Kontrast verliert und praktisch zu nem schwarz/grau LCD wird. Beide Screens sind sehr grobkörnig und haben viel zuwenige Pixel im Vergleich zu Canon's LCD (1Ds MK2 Screen hat ca 230'000 Pixel).

Wenn die LCD's besser wären müssten wir Profis nicht aufs Histogramm schauen ob die Belichtung stimmt, sondern würden uns einfach an einem schönen Foto aufm Back erfreuen. Aber leider ist das was man auf dem Back sieht nicht das selbe wie das was man auf dem Computermonitor zu sehen kriegt... wenn Du schon mal ein Back/DSLR in Händen gehalten hättest, wüsstest Du das :-P

Spiegelkasten und Co.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 01:39
Gast schrieb:

Der Mix analog/digital wie bei der Hy6 ist ja vielleicht aus der konservativen Sicht gesehen nicht schlecht, aber im Prinzip und aus meinen Augen betrachtet, nicht wirklich zukunftsfähig. Es ist eigentlich nur ein hybrider Kloben mehr. All diese analog-feinmechanischen Umsetzungen sind sicher eine technische Meisterleistung für sich genommen. Aber, bitte schön, was soll ein Spiegelkasten mit Lichtschacht in einer zukünftig vermutlich ausschließlich digital genutzten Kamera? Und, und, und ...

Wenn Sie den Spiegelkasten und all diese "analog-feinmechanischen Umsetzungen" einsparen wollen, bleibt nicht mehr viel als ein Digiback mit Objektivanschluss übrig. In zehn bis 20 Jahren wird es vielleicht digitale Rückteile mit Live-Bild, Autofokus, Belichtungsmessung und elektronischem Verschluss geben. Bis dahin kann Franke & Heidecke noch viele Hy6 fertigen.

"Die Objektive werden gerade gerechnet und ...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 13:29

... sie sollen zeitgleich mit der Hy6 im April 2007 verfügbar sein...."

1.
Sollten die ernsthaft von Grund auf "gerechnet und konstruiert" werden, ist im April '07 bestenfalls klar, was alles bestellt und gedreht werden muss; auslieferbar ist dadurch nischte.
Dann traben die Objektive ihrem Gehäuse genauso weit hinterher wie die 6008AF-Scherben damals dem zugehörigen Body (ca. 2 Jahre !)
2.
Sind die verdächtig "gleichwertigen" Neuen nur kleine Umbasteleien der 6008AF-Röhren, kann der Zeitverlauf klappen, aber neugerechnet wird doch wohl nicht wirklich was = herziger Etikettenschwindel am Rande.

"Im Augenblick wird gerade der zweite Prototyp gefertigt, in den Anregungen und erste Reaktionen auf den photokina-Prototypen einfließen. Anschließend soll er die hausinternen Tests (Klimakammer, Rütteltest usw.) und Praxistests mit Fotografen..."

Diese nicht ganz profane "Phase" zwischen erstem Gerät und Serientauglichkeit hat bei d-flex 5 Jahre, bei 6008AF 2+ Jahre gedauert...
bei doppeltem Personalstand.
3 Monate? Aaaaaah, ja.

Damals wie heute waren weder die bösen Banken schuld, noch die angeblich heuschreckigen Geldgeber (= die eigentlichen Abgezockten in den vergangenen 25 Jahren), und schon gar nicht der Multikulti-Consumi-Staff ("Fix und seine Foxies").
Die Truppe wurde extra fürs Schweben im zweckfreien Raum angestellt und zeitig in Quarantäne geschickt.

Lassen wir also den Kalender noch etwas auf uns wirken.

Insider

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 03. Dezember 2006 - 01:07
Gast schrieb:

... sie sollen zeitgleich mit der Hy6 im April 2007 verfügbar sein...."

1.
Sollten die ernsthaft von Grund auf "gerechnet und konstruiert" werden, ist im April '07 bestenfalls klar, was alles bestellt und gedreht werden muss; auslieferbar ist dadurch nischte.
Dann traben die Objektive ihrem Gehäuse genauso weit hinterher wie die 6008AF-Scherben damals dem zugehörigen Body (ca. 2 Jahre !)
2.
Sind die verdächtig "gleichwertigen" Neuen nur kleine Umbasteleien der 6008AF-Röhren, kann der Zeitverlauf klappen, aber neugerechnet wird doch wohl nicht wirklich was = herziger Etikettenschwindel am Rande.

"Im Augenblick wird gerade der zweite Prototyp gefertigt, in den Anregungen und erste Reaktionen auf den photokina-Prototypen einfließen. Anschließend soll er die hausinternen Tests (Klimakammer, Rütteltest usw.) und Praxistests mit Fotografen..."

Diese nicht ganz profane "Phase" zwischen erstem Gerät und Serientauglichkeit hat bei d-flex 5 Jahre, bei 6008AF 2+ Jahre gedauert...
bei doppeltem Personalstand.
3 Monate? Aaaaaah, ja.

Damals wie heute waren weder die bösen Banken schuld, noch die angeblich heuschreckigen Geldgeber (= die eigentlichen Abgezockten in den vergangenen 25 Jahren), und schon gar nicht der Multikulti-Consumi-Staff ("Fix und seine Foxies").
Die Truppe wurde extra fürs Schweben im zweckfreien Raum angestellt und zeitig in Quarantäne geschickt.

Lassen wir also den Kalender noch etwas auf uns wirken.

Da hier anscheinend ein Insider spricht, sei die Frage erlaubt – was machen denn nun Fix und Foxi im personell geschrumpften Berliner Büro? Die Vermarktung von "Rollei"- Filmen über MACO reicht für eine Auslastung ja wohl nicht aus. Und die Markenverwaltung dürfte auch nicht viel hergeben.

na ja, die Physik...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 14:09

...lehrt ja, das niemand an 2 Orten gleichzeitig inside sein kann, aber die Puzzleteile lassen sich schon recht gut zusammenfügen.
Das macht er:
http://www.photoscala.de/node/1599#comment-1317

= (Briefkastenleerer)
Das Chinesenmelken durch Rollei-Asia wird die erwarteten 5 Jahre wohl nicht erreichen; Rollei Berlin muss als Zombiemarke nicht mehr allzulange die Minimalanforderung erfüllen, dass nichts mit dem Namen Rollei pleite geht.

Lizenzerträge aus Losgröße x der Braunschweiger Nicht-Rolleis, falls die jemals die "ganz kleine Chance" zur Eigenbedruckung nutzen dürfen, reichen kaum für die Berliner Miete.

Wobei F+H ja immer noch das gigantische Rollei-Schild auf dem Dach stehen haben.
( Hat Dr. Fix dafür eigentlich Gebühren berechnet ? Vielleicht gehts ja nach qm/Logo)

Der oder die Berliner werden auf jeden Fall noch einige Zeit tun, was sie sollen, bis der letztaktuelle Investor sich rausgesäuert hat.
Dann verlängert Dr. Fix die lange Ahnenreihe chancenloser Rollei-Ex-GFs (dafür kann er nix).

Ist nicht bös' gemeint.

Du klingt nach frustriertem Ex-Mitarbeiter

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 16. Februar 2007 - 10:32

Und Du weisst ja wie es heisst: Auf die schlechtesten Mitarbeiter kann am besten verzichtet werden.

Neue Objektive

Bild von Redaktion photoscala
Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Montag, 04. Dezember 2006 - 09:31

Nach meinem Wissensstand werden die alten Objektive neu gerechnet; sie werden nicht von Grund auf neu konstruiert, aber die alten Rechnungen werden optimiert (gleichmäßigere Abbildungsleistung übers Bildfeld; geringerer Leistungsabfall zum Bildrand hin). (thoMas)

Wissensstand ist

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 14:22

aber auch, das bei diesen Berechnungen irgendwas Abweichendes herauskommen müsste.
Soll heissen:
- geänderte Linsen(-radien), Brechungswerte, evtl. mechanische Abstände der Fassungen usw.

Beschaffung von neuem Rohglas, Bearbeitung, Beschichtungen, neue Fassungsteile usw. sind alles Arbeitsgänge, die jeweils allein schon 2-3 Monate Zeit verbrauchen können.
Vom Berechnen selbst ganz abgesehen.
Nur vom "Berechnen und Optimieren" wird kein Objektiv besser;
sollten dennoch "optimierte" Linsen im April 07 aufkreuzen, sind die sicher optisch unverändert, aber marketingmäßig optimiert (Preis neu berechnet).

Konkret Bitte ! Fragen zur Hy6

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 02. Dezember 2006 - 18:17

Die Verwirrung ist gleich gross wie die Freude über diese Kamera.

Jetzt arbeiten wir hier mit einer Mamiya 645AFDII und mehreren Alpas und zwei Leafrückteilen 22 und 33 MP mit dem Mamiya Anschuss, und in unseren Schubladen liegen noch etwa 3 Rolleis 6008 und die nötigen Linsen, was nun bitte gibt das mit der Hy6, können wir die Rückteile mit dem Mamiya Anschluss dort andocken und endlich eine wirklich tolle Kombination anschaffen und benutzen, Leaf Aptus, Hy6 und unsere guten Rollei Linsen, oder steht da jemand quer dazu mit einem allfällig proprietären Digibackanschluss die, weiss da jemand mehr ? Wenn das nämlich funktioniert bin ich der erste der das Teil blind bestellt und endlich eine gute Reportage-, Portrait- und Peoplekamera sein eigen nennen will. Freu ?

Im Artikel habe ich ja gelesen das F&H mit etwa 100 000 Euros kapitalisiert ist und eine HY6 so um die 5000 Euros kosten soll, scheint mir eine extrem knappe Kapitaldecke auch für die Entwicklung und Bau einer derartigen Kamera zu sein, wär ja wie der Bäcker der gerade Finanzen für 20 Brote hat und sobald er die verkauft hat wieder zur Mühle rennen muss um wieder Mehl einzukaufen. Oder versteh ich da was falsch ? Na jedenfalls möchte ich Rollei oder eben F&H die ich seit 20 Jahren schätze die Daumen drücken zum Projekt und freu mich auch auf weitere infos auf diesem Kanal. Gut Licht ! Panopix

Konkrete Antwort

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 03. Dezember 2006 - 10:20

Ihre Rollei 6008er PQ und PQS Objektive können Sie auf jeden Fall an der Hy6 verwenden.

Ein Anschluss Ihrer Leaf Digitalrückteile (mit Mamiya Schnittschelle) dürfte demgegenüber nicht möglich sein.

Die Rollei Hy6 ist zwar als "offenes" System konzipiert. Offen ist hier allerdings im Gegensatz zum Ansatz der Hasselblad H3D (und aller künftiger Hasselblads der H-Serie) zu verstehen, an der sich nur noch Hasselblad eigene Digitalrückwände verwenden lassen. D.h. Dritthersteller (wie Leaf, PhaseOne, Sinar, etc.) ist es nicht mehr erlaubt, ihre Digibacks mit der Hasselblad H Schnittstelle ausgestattet zu verkaufen. Da zudem Mamiya (neben Hasselblad letzter verbliebener Mittelformathersteller; Contax und Bronica gibt es nicht mehr) mit der ZD ebenfalls eine vollintegrierte Digitalkamera auf den Markt brachte, mussten Leaf & Co. befürchten, in Zukunft überhaupt keine Digitalrückteil mehr verkaufen zu können.

Dies war der Grund, warum sich die genannten Digi-Back-Hersteller zusammenschlossen, um eine eigene Mittelformatkamera (eben die Hy6) zu entwickeln. Um nicht ein komplett neues Objektiv-Programm mit neuem Bajonett rechnen zu müssen, wurde auf das Rollei 6008 System zurückgegriffen. An sich eine clevere Lösung, denn das Rollei Bajonett gehört nach wie vor zum Fortschrittlichsten überhaupt (vollelektronisch).

Einen schönen Sonntag - MT

Noch konkreter? Rückwand-Schnittstellen?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 02:47
Gast schrieb:

Ein Anschluss Ihrer Leaf Digitalrückteile (mit Mamiya Schnittschelle) dürfte demgegenüber nicht möglich sein.[...]Drittherstellern (wie Leaf, PhaseOne, Sinar, etc.) ist es nicht mehr erlaubt, ihre Digibacks mit der Hasselblad H Schnittstelle ausgestattet zu verkaufen. Da zudem Mamiya (neben Hasselblad letzter verbliebener Mittelformathersteller; Contax und Bronica gibt es nicht mehr) mit der ZD ebenfalls eine vollintegrierte Digitalkamera auf den Markt brachte, mussten Leaf & Co. befürchten, in Zukunft überhaupt keine Digitalrückteil mehr verkaufen zu können.

Wenn ich Sie richtig verstehe, wird an die Hy6 keine der bisher erhältlichen Rückteile passen, oder beziehen sich Ihre Ausführungen ausschließlich auf das Leaf-Digiback und eine Adaption anderer Adapter wie der von Imacon/Hasselblad wahrscheinlich möglich?
Wer kommt denn neben den erwähnten Firmen Leaf, PhaseOne (jetzt als "Rollei Metric GmbH"?) und Sinar noch als Rückteil-Hersteller in Frage? Eyelike/Jenoptik Laser Optik Systeme, die ihre Sinar-Anteile gerade an die Leica Camera AG übertragen hat?
Werden die Rollei-, Leaf- und Sinar-Schnittstellen zueinander kompatibel sein? Gibt es soetwas wie Standard-Schnittstellen für Mittelformat-Digibacks?

Na dann eben leider Gute Nacht F & H oder Rollei oder .......

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 18:55
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Ein Anschluss Ihrer Leaf Digitalrückteile (mit Mamiya Schnittschelle) dürfte demgegenüber nicht möglich sein.[...]Drittherstellern (wie Leaf, PhaseOne, Sinar, etc.) ist es nicht mehr erlaubt, ihre Digibacks mit der Hasselblad H Schnittstelle ausgestattet zu verkaufen. Da zudem Mamiya (neben Hasselblad letzter verbliebener Mittelformathersteller; Contax und Bronica gibt es nicht mehr) mit der ZD ebenfalls eine vollintegrierte Digitalkamera auf den Markt brachte, mussten Leaf & Co. befürchten, in Zukunft überhaupt keine Digitalrückteil mehr verkaufen zu können.

Wenn ich Sie richtig verstehe, wird an die Hy6 keine der bisher erhältlichen Rückteile passen, oder beziehen sich Ihre Ausführungen ausschließlich auf das Leaf-Digiback und eine Adaption anderer Adapter wie der von Imacon/Hasselblad wahrscheinlich möglich?
Wer kommt denn neben den erwähnten Firmen Leaf, PhaseOne (jetzt als "Rollei Metric GmbH"?) und Sinar noch als Rückteil-Hersteller in Frage? Eyelike/Jenoptik Laser Optik Systeme, die ihre Sinar-Anteile gerade an die Leica Camera AG übertragen hat?
Werden die Rollei-, Leaf- und Sinar-Schnittstellen zueinander kompatibel sein? Gibt es soetwas wie Standard-Schnittstellen für Mittelformat-Digibacks?

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Da kann ich nur mit grossen Krokodiltränen reagieren, denn so hat die ganze Übung mit der Hy6 Null !!! Chance, eine neue tolle Kamera wie die Hy6 kaufen gut und gern, aber eben nur wenn die vorhandene Peripherie, Back und Linsen nicht passen und ich erst ein neues Back eintauschen (im besten Fall 10 000 Euro) oder ein neues kaufen muss, dann ist das einfach ein Schwachsinn, hier wird die Chance vertan Käufer abzuholen mit Qualität der Kamera und guten Linsen eine Alternative zu Mamiya ( billiges Handling ) und Hasselblad (extrem Teuer und beginn von Null an) zu bieten. Haben die Angst vor Mamiya oder was, wenn Leaf im Boot ist spielt das doch in einer anderen Liga, kurz ich versteh das so nicht und wenn die sich nicht zu einer wirklich offenen Architektur, Electronic und Anschluss entschliessen können, geht das alles den Bach runter. Sch.....

und das die sich das mit den Finanzen leisten könne versteh ich sowieso nicht, siehe oben meine Bäckerfrage, F&H hat es auch noch nicht für nötig gehalten mein Mail diesbezüglich zu beantworten ........

Ärgerlich !!! panopix

Rückfrage

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 20:42

Was wäre dann Ihrer Meinung nach ein "offener Anschluss"?

Derjenige von Hasselblad H oder V, der von Mamiya 645, von Contax, Bronica, Horseman, etc. Welchen meinen Sie sollte die Hy6 unterstützen?

Irgendwie ist mir überhaupt nicht klar, was Sie mit Ihrem Kommentar ausdrücken möchten?

Ärgerliche Verwirrung Hy6

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 23:44

Sorry, vielleicht nicht alles klar formuliert vor Ärger, ich versuchs nochmal.

Wir haben 2 Leaf Aptus Backs, 3 Rolleis 6008, diverse feine Linsen dazu, eine Mamiya 645 AFD II und diverse Alpas mit ebenfalls feinen Linsen.
Alpa und Leaf sind perfekt für diverse Aufgaben, die Rolleis sind aber mitsamt Linsen stillgelegt, da eine vernünftige Adaption an Leaf unmöglich ist. Grosser Jubel daher als ich an der Photokina von der Hy6 hörte und mir eigentlich dachte das diese Kamera wie die Alpa Lego mässige Baukastenaufbau hat und wir endlich mit den Rollei Linsen, der Hy6 und den Leaf Rückteilen mit Mamiya Anschluss eine echt professionelle solide durchdachte Kamera kaufen können die als Portrait, Reportage, Peoplekamera die doch ewas "billige in Look and Feel" Mamiya ersetzen könnte und die Alpa ergänzen kann.

Alpa ist für mich das perfekte Beispiel für Universalität vorn und hinten, Linsen und Back, von Film bis Digiback. Wenn jemand eine Adaption zur Alpa braucht, dann wird die eben gemacht, bei Seitz, nicht billig aber dafür grundsolide. Durch dieses "offene" Konzept sind die Verkaufszahlen der Alpa stetig gestiegen, und die lassen ihre Kunden nicht im Regen stehen.

Franke & Heidecke lässt mich, uns stehen, dabei steht denen das Wasser ja bis zum Hals. Mein Wunsch, meine Erwartung an diese Firma wäre nun, und da bin ich bestimmt nicht allein, eine Kamera mechanisch und elektronisch (was bestimmt schwerer ist, aber lösbar, siehe Alpa ) an alle gängigen Bäcksysteme offen zu halten, da sind ja die grossen Investitionen getätigt.

So bin ich, ich wiederhole, der erste der diese Kamera bestellt und damit fotografieren und meine Brötchen damit verdienen will.

Nochmals, F&H sollte als Manufaktur flexibel sein, bleiben, und so die diversen professionellen Kunden fragen was sie brauchen und den Vorteil des bereits vorhandenen Linsenangebots nutzen und ausbauen, anstatt sich in Abgrenzungskriegen gegenüber Mamiya oder Hasselblad beteiligen, wenn eben mal ein Mamiya Back an der Hy6 steckt "Who cares ?" ja natürlich die Leaf leute, aber die spielen ja in einer anderen Liga (Mercedes versus Skoda oder so) und wenn die Skodas immer besser werden muss Mercedes sich eben mehr Mühe geben.

Manufaktur ja gerne, aber dann nicht am Kunden vorbei bitte, klarer jetzt was ich meine ?

immernoch ärgerlich, aber schon fast damit abgefunden weiter mit den Plastikentfernungsringlinsen und dem schrecklichen Schärfespeicherknopf von Mamiya weiterleben zu müssen und auf ein Wunder zu warten.

so long panopix

Abwarten

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 00:26
Gast schrieb:

Wir haben 2 Leaf Aptus Backs, 3 Rolleis 6008, diverse feine Linsen dazu, eine Mamiya 645 AFD II und diverse Alpas mit ebenfalls feinen Linsen.[...]Franke & Heidecke lässt mich, uns stehen, dabei steht denen das Wasser ja bis zum Hals.

Vielleicht warten Sie einfach mal ab, bis die Kamera fertig ist. Die Leaf-Backs passen derzeit ja schon (meines Wissens teils mit Adapter) an eine Vielzahl von Kameras. Bei anderen Herstellern sieht es ähnlich aus. Also sind wohl auch die Adapter für die gängigen Rückteile zu erwarten.

Oha!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 10:09
Gast schrieb:

Sorry, vielleicht nicht alles klar formuliert vor Ärger, ich versuchs nochmal. . . .

so long panopix

Wenn ich diesen chaotischen Kauderwelsch hier so lese, kann ich verstehen, welchen "Anforderungen" so mancher Hersteller seitens der Kunden ausgeliefert ist. (Sorry)

Man kannn aber auch deutlich ablesen, in welche Systemkompatiblitätsprobleme die Hersteller aktuell bei der Konversion auf digital hinein laufen, wenn sie versuchen, es allen recht zu machen. Am Ende des Prozesses wird ein vollständig digital implementiertes System (egal wo man hin schaut) stehen, das in sich geschlossen plausibel ist und ohne Abstriche funktioniert. Wer dann unbedingt analog mit Film fotografieren will, wird wohl auf das ohnehin reichlich herumliegende "Alteisen" zugreifen und damit bestens bedient sein.

Was man allerdings auch feststellen kann ist, dass es an gemeinsamen Standards und Schnittstellen seitens (der ohnehin nicht übermäßig gestreuten) Hersteller mangelt. Das erinnert mich heftigst an die Frühzeit der Computerbranche, wo jeder versucht hat, seinen eigenen "Standard" durchzusetzen. Für mich beobachtet im Nachhinein festgestellt, dass das bis auf wenige Ausnahmen kolossal gescheitert ist und in der Regel zum Schaden der Nutzer. Aber die Lernkurve müssen wohl noch manche nehmen.

Gut Klick!

Bäckerei

Bild von Redaktion photoscala
Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Montag, 04. Dezember 2006 - 09:34
Gast schrieb:

Im Artikel habe ich ja gelesen das F&H mit etwa 100 000 Euros kapitalisiert ist und eine HY6 so um die 5000 Euros kosten soll, scheint mir eine extrem knappe Kapitaldecke auch für die Entwicklung und Bau einer derartigen Kamera zu sein, wär ja wie der Bäcker der gerade Finanzen für 20 Brote hat und sobald er die verkauft hat wieder zur Mühle rennen muss um wieder Mehl einzukaufen. Oder versteh ich da was falsch?

So ziemlich getroffen: http://www.photoscala.de/node/2434. Den Zulieferern wird augenblicklich viel Geduld abverlangt.

(thoMas)

Stammkapital ist nicht gleich liquide Mittel.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 16. Februar 2007 - 10:36
Gast schrieb:

Im Artikel habe ich ja gelesen das F&H mit etwa 100 000 Euros kapitalisiert ist und eine HY6 so um die 5000 Euros kosten soll, scheint mir eine extrem knappe Kapitaldecke auch für die Entwicklung und Bau einer derartigen Kamera zu sein, wär ja wie der Bäcker der gerade Finanzen für 20 Brote hat und sobald er die verkauft hat wieder zur Mühle rennen muss um wieder Mehl einzukaufen. Oder versteh ich da was falsch ? Na jedenfalls möchte ich Rollei oder eben F&H die ich seit 20 Jahren schätze die Daumen drücken zum Projekt und freu mich auch auf weitere infos auf diesem Kanal. Gut Licht ! Panopix

Die Kapitalisierung einer Firma braucht nicht im geringsten etwas mit dem zur Verfügung stehenden Geld (liquide Mittel) zu tun haben. Gibt viele Firmen die mit 100'000 Euro Aktienkapital Aktienkapital Millionen von liquiden Mitteln zur Verfügung haben.

kyrillisch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Dezember 2006 - 10:08

Wer des kyrillischen bzw. der russischen Sprache mächtig ist: hier gibt es schon einen Prospekt http://www.franke-heidecke.ru/pdf/Rolleiflex%20Hy6.pdf

S-Flektogon 35mm

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 09:34

Es ist schade, dass nicht mehr vom 35mm Weitwinkel geredet wird.