Großartige Fotografie handelt von Gefühlstiefe, nicht von Schärfentiefe.

— Peter Adams

Am 24.5.

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Neues von Tokina: AT-X 2,8/35 Pro DX Macro und AT-X 3,5-5,6/16,5-135 DX

Der japanische Objektivhersteller Tokina präsentiert auf der derzeit in Tokyo stattfinden „Photo Imaging Expo 2007“ seine Pläne für ein kompaktes Makroobjektiv. Das „AT-X 2,8/35 Pro DX Macro“ soll bis zum Sommer fertig sein und wahlweise über Canon- oder Nikon-Anschluss verfügen. In einer Vitrine zeigt man auch einen Prototypen eines Achtfach-Zooms (16,5-135 Millimeter):

Wechselobjektive, deren Bildkreis auf die kleineren Aufnahmesensoren der meisten digitalen Spiegelreflexkameras abgestimmt ist, verkaufen sich derzeit erheblich besser als die auch mit Kleinbildfilm nutzbaren sogenannten Vollformatobjektive. Tokina 2,8/35 DX Das hat auch Tokina erkannt und auch das neue Makro AT-X 2,8/35 Pro DX fällt in die Klasse der von Tokina mit „DX“ gekennzeichneten Halbformatobjektive für die Nikon- und Canon-Kameras mit Formatfaktor 1,5 beziehungsweise 1,6 gegenüber dem Kleinbild. An einer digitalen Nikon-SLR entspricht der Bildwinkel des 35-Millimeter-Objektivs dem von rund 53 Millimetern Brennweite an einer Kleinbildkamera, bei Canon ergibt sich eine kleinbildäquivalente Brennweite von etwa 57 Millimetern.

Der Fokusring des als Prototyp vorgestellten Makros lässt sich zur Umschaltung zwischen Autofokusbetrieb und manueller Scharfstellung auskoppeln (Tokina nennt das „One Touch Focus Clutch Mechanism“), der Scharfstellbereich über einen Schieber begrenzen. Weitere technische Details wurden noch nicht veröffentlicht.

Übrigens hat auch Objektiv- und Kamerahersteller Pentax, der bei der Objektiventwicklung mit Tokina kooperiert, ein Halbformat-Makro 2,8/35 in Aussicht gestellt.

Das Makroobjektiv von Tokina soll zum Sommer fertig sein. Die Zeitangabe ist aber wohl mit etwas Vorsicht zu betrachten: Vor einem Jahr hatte Tokina, ebenfalls zur „Photo Imaging Expo“, neben dem Telezoom 2,8/50-135 DX und dem Fisheye-Zoom 4,0/10-17 DX auch das 2,8/16-50 DX sowie ein 3,5-5,6/17-135 DX angekündigt. Während die ersten beiden inzwischen im Handel sind, sollten die letzteren eigentlich im Herbst und im Sommer 2006 auf den Markt kommen. Laut Tokina werden in Japan dieser Tage endlich die ersten Exemplare des 2,8/16-50 DX mit Nikon-Anschluss ausgeliefert, die Canon-Version soll Ende April folgen (Tokina gibt einen Preis von 118.650 Yen an, das sind rund 750 Euro). Aus dem 17-135 ist jedoch unterdessen ein AT-X 3,5-5,6/16,5-135 DX Aspherical (IF) geworden, wann und zu welchem Preis der Objektivhersteller damit in den Handel gehen will, ist uns nicht bekannt. Tokina ist derzeit offenbar nicht der einzige Hersteller, der deutlich mehr Objektive verkaufen könnte als er produziert.

Siehe auch:
Tokina-Pressemitteilung (japanisch)
Bericht vom Tokina-Messeauftritt (japanisch) mit Fotos von den Neuheiten
Tokina: Vier neue „Digitalobjektive“ und die Beziehung zu Pentax (9. März 2006)

(mts)

Marketingerfolg

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. März 2007 - 15:22

"Wechselobjektive, deren Bildkreis auf die kleineren Aufnahmesensoren der meisten digitalen Spiegelreflexkameras abgestimmt ist, verkaufen sich derzeit erheblich besser als die auch mit Kleinbildfilm nutzbaren sogenannten Vollformatobjektive."

erfolgreiches Marketing nennt man sowas wohl weil man allen Umsteiger nun erzählt ihre alten Objektive sind nicht digital gerechnet und daher nicht geeignet....

und in ein paar Jahren wenn mehr Hersteller als nur Canon auch bei Digital beim Vollformat angekommen sind, präsentiert man uns die "alten" Objektive neu als DX XL oder Di III oder EF-XL oder wie auch immer.....und verdient an den ganzen "Dummen" ein zweites Mal.

Gruß Björn

Freuen Sie sich doch, ...

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Samstag, 24. März 2007 - 16:15

... dass Sie so schlau sind und in Ruhe die Jahre bis zum Endsieg des Vollformat-Sensors abwarten können, und lassen Sie all den anderen Dummen, die währenddessen so lange fröhlich mit preisgünstigen, handlichen Objektiven vor ihren Spielzeugsensoren vor sich hin fotografieren, ihr billiges Vergnügen.

Probe aufs Exempel

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. März 2007 - 14:30
Rumpelstilzken schrieb:

... dass Sie so schlau sind und in Ruhe die Jahre bis zum Endsieg des Vollformat-Sensors abwarten können, und lassen Sie all den anderen Dummen, die währenddessen so lange fröhlich mit preisgünstigen, handlichen Objektiven vor ihren Spielzeugsensoren vor sich hin fotografieren, ihr billiges Vergnügen.

Einfach mal den Objektiven auf die Hinterlinse schauen und den Durchmesser mit dem des Bildkreises vergleichen (nicht immer gültig aber die einzige Möglichkeit, wenn man den inneren Aufbau nicht kennt/im Schnittbild vorliegen hat). Ist die Hinterlinse sehr viel kleiner als der Bildkreis so ist dieses Objektive definitiv NICHT "nahezu telezentrisch" gerechnet.

(Bezug auf: Als "Lupenobjektiv" geeignet? Verfasst von Gast am Mo, 2007-03-26 06:16.)
Ein Objektiv, welches auf einen kleineren Bildkreis gerechnet wurde auf einen geeigneten Adapter zu setzten um damit den grösseren Bildkreis zu zeichnen ist durchaus einen Versuch wert, denn die Berechnung des System-Bildkreises berücksichtigt das Systemauflagemass. Ist das effektive Auflagemass vergrössert wird auch der Bildkreis vergrössert. Bei einem Objektiv mit weitem eff. max. Öffnungswinkel ist das max. darstellbare Aufnahmeformat dementsprechend höher angesiedelt. Somit ist das max. darstellbare Aufnahmeformat vom max. Öffnungswinkel abhängig, welches das Objektiv anbieten kann. Die Performance wird jedoch nicht so wie auf dem Systembajonett ausfallen. Der weiter fortgeschrittene Randabfall so wäre zu erwarten wäre auf entsprechenden MTF-charts erkennbar.

Da ist nichts billig daran nahezu telezentrisch auf kleineren oder egal welchen Bildkreis gerechnete Objektive in der Verzeichnung unter Kontrolle zu haben. Der Vorteil des kleinen Bildkreises um diese als "Billig"-Objektive verissenen Objektive so bauen zu können ist der geringere konstruktive Aufwand. Es ist allerdings ordentlich Gehirnschmalz dahinter nahezu telezentrische Objektive bzgl. Verzeichnung zu korrigieren. ZEISS hat es bereits für Contax N-Objektive gelöst jedoch auch keine Formel für Ultraweitwinkel-Zooms gefunden. Ein 4/14-28 auf einer Contax N Digital...gab und gibt es nicht. Für Kameras mit kleinerem Bildkreis gibt es ein solches. Und es baut nicht wie eine Blumenvase auf sondern ist vom Bajonett weg zylindrisch konstruierbar.

Ein digital-gerechnetes Weitwinkel für KB-Film-Vollformat sieht so aus:
http://www.zeiss.de/C12567A8003B8B6F/EmbedTitelIntern/Vario-Sonnar3.5-4.5_24-85mm_d/$File/Vario-Sonnar3.5-4.5_24-85mm_d.pdf
http://www.zeiss.de/C12567A8003B8B6F/EmbedTitelIntern/Vario-Sonnar2.8_17-35mm_d/$File/Vario-Sonnar2.8_17-35mm_d.pdf

Weitwinkliger geht es aktuell nur bei kleinerem Bildkreis und hier ist nichts billiges dran...
http://www.olympus.de/consumer/dslr_ZUIKO_DIGITAL_ED_7-14mm_1_4_0_Detail...
http://www.olympus.de/consumer/dslr_ZUIKO_DIGITAL_ED_7-14mm_1_4_0_Specif...

preiswerter als ein ZEISS Contax N Weitwinkel sicherlich. Desweiteren strenger nahezu telezentrisch gerechnete als ZEISS es tat. ZEISS bot laut unbestätigter Angabe max. 19° abweichend aus dem Lot an. Fourthirds-Standard schreibt 12° vor.

Die Hersteller strengen sich wirklich an die Produkte zu verbessern und das hier vorgestellt Tokina ist durchaus ein lichtstarkes ~55...60mm Makro, "Good value" und "Good Quality"-Objektiv. Zudem schneiden Tokina Weitwinkel bis dato oft am besten ab was Randabdunklung anbelangt. Einfach blind ohne es jemals gesehen zu haben würde ich in diesem Fall jedoch nicht einfach die mögliche Vignettierung vorbeurteilen.

Jedem das seine und passende. Das Tokina hier passt ganz einfach z.B. auf eine Nikon D200 und die hat einen wirklich tollen FFT-CCD-Sensor von Sony drin.

Probe auf Exempel wird man bald in einem Vergleich mit anderen Objektive sehen...

Nicht zu vergessen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. März 2007 - 09:16

Jedem das seine und passende. Das Tokina hier passt ganz einfach z.B. auf eine Nikon D200

das es sich bei praktisch allen neuen Tokina-Objektiven um Objektive von Ashai Pentax handelt, wie auch dieses Makro. Damit wird dem letzten Zweifler vielleicht klar, das hier echte Könner am Werk sind, wie Pentax seit vielen Jahrzehnten beweißt.
Leider hat Pentax in den letzten Jahren zu wenig neue Objektive vorgestellt, das ändert sich jetzt.
Im Praxistest liegt manche Pentax Optik-Rechnung brillant vor Nikon, Canon, Olympus, Minolta, Sigma und manchmal sogar vor Zeiss.

Weiter so Tokina (Pentax!).

....Pentax mit Fourthirds-Objektiv oder wie ???!!!!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. März 2007 - 00:06
Gast schrieb:

Jedem das seine und passende. Das Tokina hier passt ganz einfach z.B. auf eine Nikon D200

das es sich bei praktisch allen neuen Tokina-Objektiven um Objektive von Ashai Pentax handelt, wie auch dieses Makro. Damit wird dem letzten Zweifler vielleicht klar, das hier echte Könner am Werk sind, wie Pentax seit vielen Jahrzehnten beweißt.
Leider hat Pentax in den letzten Jahren zu wenig neue Objektive vorgestellt, das ändert sich jetzt.
Im Praxistest liegt manche Pentax Optik-Rechnung brillant vor Nikon, Canon, Olympus, Minolta, Sigma und manchmal sogar vor Zeiss.

Weiter so Tokina (Pentax!).

Wenn ich mich jetzt nicht irre gehört Tokina zur HOYA-Groupe. Ist aber nicht so wichtig, denke ich.
Was allerdings wichtig ist wäre ein realistischer Vergleich was va. "vergleichbare" Objektive von Olympus anbelangt.
Die heute erhältlichen ZUIKO-Objektive sind ausschliesslich ZUIKO DIGITAL und auf Fourthirds-Standard gerechnet. Die ZUIKO DIGITAL sind alle so "weltfremd" was die APS-C-Welt eines Pentax/Tokina/HOYA anbelangt, dass gar kein realistischer Vergleich möglich ist.
Zudem geben alle bis auf Olympus stets noch die für KB-Film-Vollformat gültigen 10lp/mm und 30lp/mm bei den MTF-charts an. Hier steckt aktuell überhaupt keine Aussagekraft dahinter und nachdem die MTF-charts mit Mess-Systemen ermittelt wurden geben die Verluste durch Vignettierung garnicht wieder.

Was realistische Labortests und die Bildergebnisse ergeben kann aktuell keine ähnlich lichtstarke Optik mit folgenden Objektiven mithalten was Abbildungsleistung anbelangt.
- ZD 2/35-100
- ZD 2/150
- ZD 2.8/90-250
- ZD 2.8/300

Einen Leica hat man ganz vergessen und der prüft wirklich jedes von Panasonic gerechnete Leica/Panasonic-Objektiv bzgl. wichtiger Parameter durch und bittet um Nachbesserung falls erforderlich. Soweit kein O.I.S. das Bildergebnis stört dürfte es ein Pentax schwer haben gegen ein Leica/Panasonic-Objektiv zu bestehen. Digital gerechnete Leica M-Objektive sind was Brillianz und Fehlerfreiheit anbelangt nochmals höher angesiedelt.

Etwas einbremsen was Tokina/Pentax/HOYA anbelangt.

Wichtig ist nicht ob der Blumentopf ein Metallgehäuse hat sondern wie die Linsen geführt werden. Tokina, wenn ich mich nicht irre, wirbt mit Leichtbau durch Polycarbonat-Innenleben.
Ein Staub- und Spritzwassergeschütztes ZUIKO DIGITAL ist aussen aus hochfestem Kunststoff und innen aus Metall...haltbarer Leichtbau.

Was ZEISS anbelangt musste man fragen von welchen Objektiven die Sprache ist. Vergleicht man im ZF-, ZN- oder ZM-Bereich wäre dies fatal, denn diese Serien werden weitestgehend von ZEISS selbst in Deutschland hergestellt und sind nicht nur deshalb extrem hochwertig, sondern die teuren, teilweise schweren Glasrezepturen stellen eine Sonderposition dar was Potentiale in der Objektiv-Konstruktion/-Berechnung anbelangt.

Tokina/Pentax/HOYA baut sehr gute Objektive aber ein Leica oder ZEISS hat es nicht verlernt, genauso wie ein Olympus, welcher mit dem OM 2/100 noch heute neben einem Leica-Objektiv eines der leistungsfähigsten Objektive in den hauseigenen Produktpaletten der Unternehmensgeschichte auflisten kann.

Pentax hatte und hat jedoch konstant sehr gute Objektive im Angebot.

Als "Lupenobjektiv" geeignet?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. März 2007 - 07:16

Interessant wäre mal ein Versuch, das Tokina 2,8/35 Makro bei größeren Auszügen, sprich Abbildungsmaßstäben, zu testen, was die Tauglichkeit als Lupenobjektiv betrifft. Hier hätten auch die Besitzer analoger Kameras oder Kameras mit größerem Sensor was davon, denn bei der Verwendung mit einem etwas längerem Zwischenring oder an einem (Novoflex-)Balgen zeichnet (jedes) Objektiv durchaus auch größere Bildformate aus. Dann hätte man ein kurzbrennweitiges Makro-Objektiv für große Abbildungsmaßstäbe (über 2:1) mit voller Automatikkupplung. Klingt verlockend.

Nachtrag ...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. März 2007 - 07:37
Gast schrieb:

Dann hätte man ein kurzbrennweitiges Makro-Objektiv für große Abbildungsmaßstäbe (über 2:1) mit voller Automatikkupplung. Klingt verlockend.

Nur wenn ich mir den Durchmesser der Fassung am vorderen Ende anschaue, dann könnte es hier eventuell ein paar Probleme mit der Ausleuchtung bei geblitzten Aufnahmen geben.