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Mamiya-Mittelformatkamera 645DF
Mamiya wird die bereits vor ein paar Tagen als Phase One 645D angekündigte Mittelformatkamera ab Ende Oktober 2009 auch als Mamiya 645DF ausliefern, das Zentralverschlussobjektiv 2,8/80 mm soll Schneider-Kreuznach-zertifiziert ab Mitte November erhältlich sein:
Wie Mamiya Japan mitteilt, wird die bereits Ende März 2009 vorgestellte 645DF, die Phase One vor gut einer Woche als Phase One 645DF lancierte, am 28. Oktober 2009 in den Handel kommen. (Die Gleichzeitigkeit und Gleichheit der Modelle erklärt sich durch die Tatsache, dass sich Phase One Anfang 2009 bei Mamiya eingekauft hat und seitdem nach eigenen Angaben die strategische Führung innehat.)
Die neue Kamera ist gegenüber dem Vorgängermodell 645 AFDIII jetzt ausschließlich für digitale Rückteile bestimmt bzw. optimiert - Film fällt weg. Die Auslöseverzögerung soll verkürzt, der Autofokus „erheblich“ schneller geworden sein.
Auch die „drei neuen Hochleistungs-Objektive“ mit Zentralverschluss - 2,8/55 mm, 2,8/80 mm und 2,8/110 mm - die laut Phase One das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit von Mamiya Digital Imaging und Schneider-Kreuznach sind, werden natürlich an die Mamiya 645DF passen.
Sekor AF 2,8/80 mm LS D mit Zentralverschluss 1/800 s - 1 s; und Schneider-Kreuznach-zertifiziert
Tatsächlich wird im Zuge dieser Kooperation das bereits im März angekündigte Sekor AF 2,8/80 mm LS D nun laut Mamiya Japan „gemäß den strengen Qualitätsmaßstäben“ von Schneider-Kreuznach zertifiziert Mitte November 2009 auf den Markt kommen. Gegenüber den Angaben damals hat sich insbesondere geändert, dass die schnellste Verschlusszeit des Zentralverschlusses nun mit 1/800 s angegeben wird (damals 1/500 s).
| Spezifikationen 645DF (Phase One und Mamiya) | |
| Kameratyp | Modulares Autofokus-Kameragehäuse fürs Format 4,5x6 |
| Objektive | Mamiya-AF-Bajonett. Kompatibel mit Objektiven mit und ohne Zentralverschluss von Phase One und Mamiya sowie 645-AFD-Objektiven. 645er Objektive bei manueller Scharfstellung. |
| Digitalrückteile | offene Plattform |
| Verschluss | 1/4000s bis 60 min; max. 2 B/s |
| Belichtung | Zeit-, Blenden und Programmautomatik, manuell |
| Belichtungsmessung | mittenbetont integral, selektiv |
| Blitzsynchronisation | Schlitzverschluss: 1/125 s; Zentralverschlussobjektive: bis zu 1/1600s s |
| Sucher | Fest eingebauter Prismensucher; Dioptrienanpassung von -5 bis +3 |
| Sucherbildfeld | ca. 94 % |
| LCD-Anzeige | alle Belichtungsinformationen |
| Einstellscheibe | wechselbar |
| Stativgewinde | 1/4 Zoll und 3/8 Zoll |
| Energieversorgung | 6x AA (Akku oder Batterie); externes Batteriefach (6x AA); externes Netzteil |
| Spezifikationen Sekor AF 2,8/80 mm LS D | |
| Brennweite | 80 mm |
| Lichtstärke | 2,8 |
| Kleinste Blende | 22 |
| Konstruktion | 6 Elemente in 5 Gruppen |
| Zentralverschluss | 1/800 s - 1 s |
| Geringste Einstellentfernung | 70 cm |
| Filtergewinde | 72 mm |
| Abmessungen | 51,5x80,5 mm |
| Gewicht | 450 g |
| Lieferbar ab | Mitte November 2009 |
(thoMas)
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Nette Kamera
aber schade (mal vom Preis abgesehen), dass der Sucher nicht Mudular begaut ist.
Nette Kamera
aber schade (mal vom Preis abgesehen), dass der Sucher nicht Mudular begaut ist.
Nette Kamera? Mit wie wenig die Leute doch offensichtlich zufrieden sind!
Einer der wirklich großen Vorteile des MF-Systems ist meiner Meinung nach, ausser dem großen Format
eben auch der Wechselsucher. Wenn ich mir die Mamamya, Phase One, oder Leica S ansehe, Fehlanzeige.
Das einzige was hier noch modular ist, sind die Objektive. Ich will nicht nur wie bei DSLR`s die Kamera
vor`s Auge "reissen", sonder auch relativ unbemerkt durch den Lichtschacht sehen; gibt oft die besseren
Aufnahmen. Oder einen Lupen-oder 45° Sucher verwenden. Diese Eigenschaft macht auch eine
Systemkamera aus! Auch im Studio oft von Vorteil! Wurde aber wohl aus Kostengründen weggelassen.
Dafür darf der Käufer dann eine neue Kamera kaufen, wenn es technische Verbesserungen gibt. Bei der
Rollei Hy6 wäre dann ja auch das Rückteil austauschbar gewesen, was man hier wohl auch aus Kostengründen
nicht vorgesehen hat. Die Hy6 wäre dann auf jeden Fall von mir bevorzugt worden. So wie`s aussieht bekommen
die von Mamamya, Phase, oder Leica mein Geld jedenfalls nicht, da kann ich auch eine DSLR verwenden und bin
obendrein in einigen Bereichen auch noch viel flexibler!
h.
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher wurden zu allen Zeiten von den Mittelformatfotografen so lange als NonPlusUltra hingestellt, bis sie sich dann irgendwann auch einmal einen teuren Prismensucher leisten konnten.
Prismensucher an Mittelformatkameras
Na ja,
die einzige Schwierigkeit am Schachtsucher ist spiegelverkehrt denken zu können, da kenne ich viele die das nervt. Meistens aufgestiegene KB-Fotografen. Aber egal bei welcher 6*6 Marke ein Prismensucher ist ein großer Klotz Glas mit viel Gewicht, und den schleppe ich für Landschaftsfotografie gar nicht mit. Das geht mit dem sehr leichten Schacht- oder Lupensucher hervorragend.
Im Studio ist der Lichtschacht auch unentbehrlich, erstens schaut man da entspannt mit 3facher Vergrößerung rein und zweitens in keinem anderen Sucher läßt sicht so präzise auf die Augen scharfstellen.
An der Reprosäule ist ist er noch viel unentbehrlicher, da schaut man in Augenhöhe geradeaus aus die Mattscheibe, mit einem Prismensucher muss erstmal einen Grundkurs Yogaübungen belegen um das kleine "Luft"-Bild scharf zu bekommen.
Ok., die KB-Digitalfraktion hat ja Auto-Fokus-Pokus, da muß man ja nicht durch den Sucher schauen, und die AF-Sensoren finden einen Punkt den man vielleicht gemeint hat, aber die 24 MPixel sind gegenüber Kunstrepros mit 700 MPixel noch lange viel zuwenig.
OK. es bleibt die Sportfotgrafie da ist das aufrechte und seitenrichtige Bild unverzichtbar, aber wann habe ich zum letzten mal einen Fotografen(in) gesehen mit einem 1000mm Objektiv an einer mit Prisma bestückten Hassi oder Rollei (Kampfgewicht insgesamt 11kg ohne Stativ) ?? Das was vielleicht vor 30 Jahren.
Es bleibt also wieder und immer noch die Erkenntnis es braucht halt das richtige Werkzeug am richtigen Ort. Mein schon immer vorhandener, teurer Prismensucher für die MF-Kamera hat nur ein Schattendasein, der kommt nur zum Einsatz wenn ich einem KB-Fotografen die Welt der Nah- oder Reprofotos ohne seitenverkehrte Buchstaben erklären muß.
Schönen Gruß vom Reprofotograf
Schön, dass Reprofotografen
auch was dazu sagen.
Sportfotografie mit MF?!! Respekt.
Die Abnehmer von solchen Monsterdaten existieren nicht, das sind dann eher absolute Freaks.
Für die meisten Fotografen dürfte ein Spiegel-Pentaprismensucher wohl trotz allem die bessere Alternative sein. Allein schon, wenn man einen etwas höheren Standpunkt hat, dürfte die Sache mit dem Lichtschacht draußen und ohne Hilfsmittel wie Leiter in einer hoffnunglosen Situation enden. Von so Kleinigkeiten wie Hoch-Querformat will ich gar nicht reden. Wobei auch bei dieser Sucherkombination aus starren Sichtachsen und -Anordnungen in etwas schwierigeren Aufnahmesituationen schnell die Praktikabilität ausgeht.
Da hilft dann eher noch das Display und seit Neuestem die Möglichkeit, auch am Back LiveView zu benutzen, weiter. Die Frage ist dann eigentlich nur, warum man das nicht gleich konsequenter ausbaut.
Wenn mir heute einer sagt, dass diese funzeligen Lichtschachtsucher und Mattscheiben das Tollste vom Obertollen seien, dem kann ich nur gratulieren. Der hat sozusagen ein von Anfang an mangelhaftes System zum Kult erhoben. Wie üblich keine Hinterfragung möglich!
Mit "Kult" kommt man aber in der praktischen Welt nicht direkt weiter. Und die Mamiya hat den Vorteil, dass sie bei MF im Verhältnis noch relativ handlich, Hoch- und Querformat gut zu bedienen ist. Mit dem neuen Modell ist dann endlich auch der analog-digital-Mischmasch weg. Der, der sowas kauft, hat aller Wahrscheinlichkeit nach bereits eine analoge Mamiya. Das digitale Modell ist wenigsten dann konsequent auf die Nutzung eines Digibacks ausgelegt. Wobei in dem Fall ja da nicht viel passiert, weil die Logik ohnehin im Back steckt und dem Body eigentlich nur die Übertragung des Datenaustauschs und der Energiezuführung (wenn das Back das erlaubt) zukommt, sowie der Spiegelsucher mit Prisma.
Man kann im Prinzip sagen, dass da jetzt nicht soviel erfrischend Neues dazu gekommen ist, aber vielleicht etwas konsequenter Digital. Und die Objektiv-Sensorkombination ist immer noch in einer Cropsituation. Da hat sich nix bewegt.
Gast schrieb: Wenn mir
Wenn mir heute einer sagt, dass diese funzeligen Lichtschachtsucher und Mattscheiben das Tollste vom Obertollen seien, dem kann ich nur gratulieren. Der hat sozusagen ein von Anfang an mangelhaftes System zum Kult erhoben. Wie üblich keine Hinterfragung möglich!
Wer so etwas schreibt hat scheinbar noch nie durch MF-Lichschacht gesehen.
Ich habe für meine Rollei ein 90° und 45° Prisma, für die meisten Aufnahmen ist der Lichtschacht besser.
Wer allerdings von "funzeligen Lichtschachtsucher und Mattscheiben" schreibt, disqualifiziert sich selbst.
Jörg
Ja, eine
Mamiya 645 Pro TL wird ja wohl als Referenz reichen.
Und da ist das so, dass der reine Lichtschacht funzelig rüber kommt. Beim Prismensucher gehts. Darüber hinaus habe ich auch durch diverse Lichtschachtsucher sehen müssen. U. a. auch Rollei. Ich kann nicht behaupten, dass ich das für die ultimative Sache halte. Aber wie gesagt: jeder so, wie er glaubt, dass da die tolle Sache wäre.
«Schneider-Kreuznach zertifiziert»
Heisst: Schneider-Kreuznach stellt seinen guten Namen für ein paar Ocken zur Verfügung. Keine echten Schneider-Gläser, wie manche hier schon gefrohlockt haben – wären ja auch um einiges teurer, siehe Leica S-Linsen oder Zeiss ZV-Optiken –, sondern lediglich ein Labeling. Schade, war aber mit Blick auf die Geschäftchen mit Samsung und Kodak irgendwie absehbar. Bleiben die Grossformatobjektive, die wirklich vorzüglich sind – aber preislich auch in einer ganz andern Liga spielen.