Die Fotografie hat das Recht und die Verdienste, unsere Anerkennung als die Kunst unseres Zeitalters zu finden.

— Alexander Rodchenko

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

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Lichtstarke 24er im Test

Wir testen im Laufe dieser Woche fünf lichtstarke Superweitwinkel mit 24 mm Brennweite; zu Preisen zwischen 550 und 5000 Euro. Eine breite Spanne – und spannend ist auch die Frage, ob und wie Preis und Qualität im Verhältnis stehen:

Für diesen Testzyklus haben wir uns auf Kleinbild-Brennweiten von 24 mm bis 90 mm und auf wirklich hohe Lichtstärken zwischen 1:1,2 und 1:2 festgelegt – die Creme dé la Creme der Festbrennweiten in diesem Brennweitenbereich sozusagen. Nachdem viele Tests und eigene Erfahrungswerte nahelegen, dass gute Zoomobjektive heute keinesfalls mehr schlechter sind als Festbrennweiten, bleibt den Festbrennweiten zur Rechtfertigung nurmehr die Brennweiten-Besschränkung (die Festlegung auf eine Brennweite kann den Blick fürs Motiv weiten) – und vor allem die Lichtstärke.

Foto vom AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED Beginnen werde ich mit der Brennweite 24 mm. Die anderen Brennweiten folgen dann in unregelmäßiger Folge im Laufe der kommenden Wochen. Aber eins sei schon vorweggenommen: Nach vielen Objektiven, vier Gehäusen und Hunderten von Aufnahmen kann ich sagen: ich habe einige positive Überraschungen und keine einzige wirkliche Enttäuschung erlebt. Darunter auch besonders gute Objektive, aber kein einziges Objektiv war so, dass ich es gerne und auch vorzeitig zurückgeben wollte.

Im Feld der Superweitwinkel hatte ich das AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED (Straßenpreis ca. 1800 Euro) und das Sigma 1,8/24 mm EX DG Makro (Straßenpreis ca. 550 Euro) an der Nikon D3x, das Canon EF 1,4/24 mm L USM II (Straßenpreis ca. 1500 Euro) an der EOS 1Ds MkIII, das Carl-Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM (Straßenpreis ca. 1150 Euro) an der alpha 900 und das Summilux-M 1,4/24 mm Asph. (4995 Euro) an der Leica M9 zur Verfügung.

Wobei sich durchaus die Frage stellt, wozu bei einem Weitwinkelobjektiv so eine hohe Lichtstärke nötig ist, kann ich doch einfach die ISO-Einstellung um zwei Stufen erhöhen und schon brauche ich keine 1,4 mehr als Anfangslichtstärke, sondern es genügt 2,8. Nun, im Prinzip ist das richtig und anfangs fielen mir auch keine Motive ein, die die Blende 1,4 unbedingt brauchen und die man andernfalls nicht oder kaum zu machen im Stande wäre (bei Portraitbrennweiten ist das ganz anders – aber das ist eine andere Geschichte ...).

1,4/24 mm ASPH. Wenn ich eine Anfangslichtstärke von 1:2 oder 1:2,8 und eine hervorragende optische Korrektion habe, dann beträgt der Unterschied zu 1,4 doch nur ein oder zwei Blendenstufen. Ob ich ISO 100 oder ISO 400 einstelle, macht praktisch keinen Unterschied (zumindest nicht bei den meisten neuen digitalen Spiegelreflexkameras). Aber was ist, wenn ich in einer bereits recht düsteren Umgebung noch fotografieren möchte? Etwa im Theater, im Konzert, bei einer Taufe oder Hochzeit, in der Kirche, wenn kein Blitz verwendet werden soll oder darf. Kommt da noch etwas Bewegung dazu, dann wird es mit 1:2 oder 1:2,8 als größter Blendenöffnung etwas eng bzw. die Verschlusszeit vielleicht doch zu lang – da beginnt man, die 1:1,4 zu schätzen. ISO 400 und 1,4 als größte Blendenöffnung, da bewältigt man auch noch Bewegungen im Dämmerlicht.

Mittel der Gestaltung, aber auch zu beachten, ist die geringe Schärfentiefe bei 1:1,4. Es ist richtig: die ist bei einem 24 mm ziemlich groß, aber bei Offenblende 1,4 ist der Bereich der optimalen Schärfe trotz der kurzen Brennweite nicht sehr tiefgehend. Bei 1:1,4 und einer Einstellentfernung von 10 m sind es etwa 7-19 m, die als „scharf“ im Sinne des traditionell erlaubten Durchmessers des Zerstreuungsscheibchen fürs Kleinbildformat gelten. Bei Blende 2,0 sind es bereits etwa 6-29 m und bei 2,8 immerhin etwa 5-144 m. Wenn man allerdings näher an das Objekt kommt, wird der Schärfebereich recht gering: zum Beispiel ist bei einem Objektabstand von 1 m bei Blende 1,4 nur ein Bereich von +/- 4 cm scharf im Sinne der Definition des Zerstreuungsscheibchens bei einem Bildformat von 24x36 mm.

Nachdem wir nun wissen, warum man eine lichtstarke 24er Weitwinkelbrennweite brauchen könnte, möchte ich in den folgenden Artikeln der Frage nachgehen, wie gut die einzelnen Objektive sind. Es war jedenfalls sehr interessant, diese hochgeöffneten Weitwinkelobjektive zu testen und auszuprobieren. Was auf Anhieb auffällt, das sind Größe und Gewicht dieser Objektive – teuer, groß und schwer. Auffallen ist im Preis inklusive. Mit einer Ausnahme: das Summilux-M 1,4/24 mm für die Leica M9, das in einer eigenen Klasse spielt und auf das ich noch näher eingehen werde. (Die Abbildungen – links das AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED; rechts das Summilux-M 1,4/24 mm Asph. – sind annähernd im gleichen Maßstab gehalten, im Versuch, die unterschiedlichen Größen zu zeigen.)

Bei den Testcharts haben alle Objektive bei ganz offener Blende in jeder Hinsicht erkennbare Schwächen außerhalb des Mittenbereichs gezeigt. Das wundert mich nicht, denn eine so weit geöffnete Blende schreit geradezu nach Restfehlern chromatischer und systematischer Art.

Damit halte ich Sie für heute nicht länger auf, aber wohl auf Spannung, denn ab morgen gibt es jeden Tag um 15:15 Uhr einen Objektivtest, bis dann am kommenden Samstag Nachmittag alle fünfe durch sind.

(Georg N. Nyman)
 
 
Artikelserie – Lichtstarke 24er im Test:
Einleitung – Lichtstarke 24er im Test (lesen Sie gerade)
Canon EF 1,4/24 mm L USM II (ab 24.5.2011 um 15:15 Uhr online)
AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED (ab 25.5.2011 um 15:15 Uhr online)
Sigma 1,8/24 mm EX DG Makro (ab 26.5.2011 um 15:15 Uhr online)
Sony Carl-Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM (SAL24F20Z) (ab 27.5.2011 um 15:15 Uhr online)
Leica Summilux-M 1,4/24 mm Asph. (ab 28.5.2011 um 15:15 Uhr online)
 
 
Anmerkung der Redaktion: Es ist weder unsere Art, Seiten zu schinden, noch Klickstrecken zu bauen oder Artikel über mehrere Seiten auszubreiten, auf dass die vermeintliche Zugriffs- und Klickrate steige (Bilderstrecken sind für sowas sehr beliebt – das katapultiert die Seitenaufrufe nach oben). In diesem Fall haben wir uns aber entschlossen, die einzelnen Objektivtests auch in einzelne Artikel zu verpacken, weil das a) doch eine ganze Menge Grafiken und Auswertungen sind (allein morgen werden es so an die 20 Grafiken werden), und es b) so hoffentlich leichter verdaulich wird und weil c), wer sich nur für ein bestimmtes Objektiv interessiert, das auch schneller in Überschrift und Text und via Suche wiederfindet.
 

Bei der Beschreibung des Leica Objektivs

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Inventar)
am Montag, 23. Mai 2011 - 18:37

sollte bitte eine Begründung der 3400€ Preisdifferenz schon aus Gründen der Pietät unterbleiben.

Ein wenig unfair

Eingetragen von
TinCan
(Stammgast)
am Montag, 23. Mai 2011 - 21:12

ist es schon, für alle Objektive Straßenpreise anzugeben, nur für das Leica-M-Objektiv nicht. Was kann den Leica dafür, dass deren Objektive nicht auf der Straße gehandelt werden? Vielleicht ist die Preisdifferenz ja auch gerechtfertigt und zudem dem allgemeinen Glasmangel geschuldet?

Preisdifferenz

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 20:52
TinCan schrieb:

Vielleicht ist die Preisdifferenz ja auch gerechtfertigt

Im Ergebnis nur teilweise, wenn ich mein 21/1.4 ASPH mit dem ebenfalls sehr guten Nikon 24/1.4 vergleiche. Nach dem mittelprächtigen ältereb 28/1.4 Nikkor ist das neue 24er nun wirklich ein großer Fortschritt in der Offenblendenleistung.

Bei Leica machen die kleinen Stückzahlen die Sache teuer.

Huch...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Mai 2011 - 20:07

haben wir hier nicht erst vor kurzem gelesen, dass kein Mensch lichtstarke Festbrennweiten brauchen würde...?
Und jetzt gleich die Premiumklasse....?
Hmmm...

Gast schrieb: haben wir

Bild von Redaktion photoscala
Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Montag, 23. Mai 2011 - 20:23
Gast schrieb:

haben wir hier nicht erst vor kurzem gelesen, dass kein Mensch lichtstarke Festbrennweiten brauchen würde...?
Und jetzt gleich die Premiumklasse....?
Hmmm...

Wann soll ich das gesagt haben? ;-)

Nein, Sie haben natürlich recht. Der eine hält aus seinen guten Gründen wenig davon (unser “Basketballer“), der andere schätzt sie über alles (unser "Testfreak"). Hier soll der Vielfalt Raum sein ...

(thoMas)

"Hier soll der Vielfalt Raum sein"

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 05:33

... zu häufig aber auch der Einfalt ...

Einfalt ist auch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 07:33

Teil der Vielfalt. Ganz zu schweigen von der Vielfalt der Einfalt ... 8-)

Kein Mensch barucht lichtstarke Festbrennweiten...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 05:59
Redaktion photoscala schrieb:
Gast schrieb:

haben wir hier nicht erst vor kurzem gelesen, dass kein Mensch lichtstarke Festbrennweiten brauchen würde...?
Und jetzt gleich die Premiumklasse....?
Hmmm...

Wann soll ich das gesagt haben? ;-)

Nein, Sie haben natürlich recht. Der eine hält aus seinen guten Gründen wenig davon (unser “Basketballer“), der andere schätzt sie über alles (unser "Testfreak"). Hier soll der Vielfalt Raum sein ...

(thoMas)

Oh, ich habe überhaupt nichts gegen Festbrennweiten. Da ist schließlich das von Preis/Leistung hervorragende 1,8/35 AF-S und ein 1,4/50 mm AF-S. Beide gehen auch mal in die Basketballhalle... Und aus nostalgischen Gründen liegt da noch ein manuelles 99 Euro 2/24 mm Nikkor im Schrank - man weiß ja nie -, das bis auf die mächtige Delle im Filtergewinde tadellos läuft. Und ich warte mit großer (Un-)Geduld auf das „rattenscharfe“ 1,8/85 mm AF-S Nikkor... Auch für'n Basketball. Aber das neue 85er eben wegen AF-S! Siehe auch:

http://www.photoscala.de/Artikel/Sind-Stangen-Nikkore-noch-zeitgemaess
oder
http://www.stefangroenveld.de/sport/sport-im-dunkeln/

>> in der Regel sind AF-S Linsen mit Ultraschallmotor schneller als normale AF Objektive mit Stangenantrieb.) Während ich also in der Color Line Arena problemlos mit meinem AF 85mm f/1.8 fotografieren kann, habe ich diesen Versuch in den dunklen Hallen schnell aufgegeben. <<

Aber wehe, wenn in diesem photoscala 24er-Vergleich nicht das Canon, Leitz, Nikon oder Zeiss gewinnt ;-)

Monsieur 100000 ISO

Eemmmm...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 09:30

Schon interessant, wer sich hier alles angesprochen fühlt....

Dabei meinte ich eigentlich die Ergüsse der "beleidigten Leberwurst" um Weihnachten rum, die dem Autor wohl selber zu peinlich waren, als das er seinen Namen dafür hergegeben hätte.... ;-)

Auweia,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Mai 2011 - 21:31

jetzt versucht sich photoscala auch noch an Objektivtests. Da sage ich nur: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Ob das gut geht?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 07:05

Vermutlich läuft die Testreihe wieder in einer barocken Kirche?! Wenn sich Amateure an so eine schwierige Aufgabe heranwagen, überwiegen bestimmt persönliche Vorlieben für eine Marke. Testvergleiche in Fotozeitschriften sind sachlicher, technisch aufwändiger und glaubhafter.

Gast schrieb:

jetzt versucht sich photoscala auch noch an Objektivtests. Da sage ich nur: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Wenn Sie das glauben...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 08:56
Gast schrieb:

Testvergleiche in Fotozeitschriften sind sachlicher, technisch aufwändiger und glaubhafter.

Wenn Sie das ernsthaft glauben, werden Sie alles glauben. Es steht viel Schrott auf Hochglanzpapier gedruckt. Ich kenne z.B. keine deutsche Fotozeitschrift, und kaum eine in anderen Sprachen, mit Ausnahme des British Journal of Photography zu Zeiten von Geoffrey Crawley, die das Problem der Exemplarstreuung statistisch signifikant untersucht. Wenn Sie die Streuparameter von production runs bei Leica, Nikon und Canon vergleichen, werden Sie sich vielleicht fragen, warum Nikon und Canon noch soviel kassieren. DAS darf eine inseratbasierte Print-Zeitschrift so nicht fragen.

Also bin ich froh, wenn in einem Medium wie photoscala ein Photograph seine Erfahrungen und Messergebnisse mit Objektiven möglichst nachvollziehbar darlegt, ohne ewigen Wahrheitsanspruch vorzutäuschen.

Wo er recht hat....

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 09:27

Alle persönlichen Erfahrungsberichte in Ehren -- Aber im Vergleich zu den bisherigen "Testberichten" aus der barocken Kirche vom "Testfreak" (thoMas) stellen die Hochglanzzeitschriften tatsächlich sowas wie eine "absolute Wahrheit" dar...

Aber vielleicht wird ja diesmal alles besser... Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben... ;-)

Gast schrieb: Alle

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 10:43
Gast schrieb:

Alle persönlichen Erfahrungsberichte in Ehren -- Aber im Vergleich zu den bisherigen "Testberichten" aus der barocken Kirche vom "Testfreak" (thoMas) stellen die Hochglanzzeitschriften tatsächlich sowas wie eine "absolute Wahrheit" dar...

Aber vielleicht wird ja diesmal alles besser... Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben... ;-)

Wenn Sie in gänzlich objektiven 87 Punkten und exakten 1020 LP/BH die absolute Wahrheit sehen, dann haben Sie zweifelsohne Recht.

Hier - www.photoscala.de/Artikel/Photographieren-statt-Fotografieren-Leica-M9-i... - zum Beispiel werden die Aufnahmen der barocken Kirche durch umfangreiche Testafel-Aufnahmen und -Auswertungen ergänzt und zeigen praktisch-bildlich, wie sich das messtechnisch Untersuchte im Motiv darstellt. Ich mag das, und kenne keine andere deutsche Site und auch keine Zeitschrift, die Kompetenz und Praxisnähe so gut kombiniert. Messen können alle, aber einordnen und eine Meinung formulieren?

Schade, dass photoscala nicht viel mehr testet.

der besucher

Stimme dem ja grundsätzlich zu.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 11:27

Alleine, wenn "Messen" einerseits und "Einordnen" und "Meinung" andererseits gegensätzlich auseinanderklaffen, wird es ... wie soll ich sagen... nicht wirklich ernstnehmbar...

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich empfinde die subjektive Kamera-Berichte von anderen Autoren hier durchaus als eine Wohltat, in denen sich "Messen", "Einordnen" und "Meinung" decken! Natürlich bin ich dann nicht der selben Meinung wie "Mister 100000 ISO" (wäre doch total langweilig), aber ich kann seine Meinung nachvollziehen. Und das macht erst den Wert eines Artikels und des Forums hier aus.

Peter, Du bist schuld...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 15:37
Gast schrieb:

Vermutlich läuft die Testreihe wieder in einer barocken Kirche?! Wenn sich Amateure an so eine schwierige Aufgabe heranwagen, überwiegen bestimmt persönliche Vorlieben für eine Marke. Testvergleiche in Fotozeitschriften sind sachlicher, technisch aufwändiger und glaubhafter.

(Kein weiterer Kommentar...)

Interessanter Test!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 23. Mai 2011 - 22:47

Da freue ich mich schon. Allerdings gehöre ich, seitdem ich nur noch digital fotografiere, einfach nicht mehr zur Zielgruppe. Knapp 2000 Euro für ein Nikkor 24/1.4 sind angesichts der heute möglichen ISO Zahlen absurd. Und ein "schönes Bokeh" macht - für meinen Geschmack - gar kein lichtstarkes Weitwinkel. Es sieht eher immer grotesk aus.

Weitwinkelfotografie ist eben eine Kunst

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 03:34

Und das 18er Zeiss Distagon hat ein einmalig schoenes Bokeh.

Mit Verlaub

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 06:18

aber Lichtstärke gegen Empfindlichkeit aufzurechnen war und ist zu keiner Zeit passend ...

Der Kunde hat die Wahl, er entscheidet.....

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 03:09

ob ihm seine Bilder das Beste wert sind. Wenn jemand sich Qualität nicht leisten kann oder will ist es seine Entscheidung. Deswegen aber gleich auf den vermeintlich Vermögenden los zu gehen finde ich albern. Ein Objektiv ist ein Werkzeug für Fotografen. Der sucht sich für seinen Aufgabenbereich das passende heraus. Der Preis ist dabei nicht entscheidend, höchstens ärgerlich.

Für mich als Fotograf sind die Abbildungseigenschaften manchmal wichtiger als die Abbildungsleistung. Ein Paradebeispiel dafür ist das Rodenstock Imagon, oder weniger teuer der Composer. Eine Spiegeloptik hat ihren eigenen Abbildungsreiz.

Sinn oder Unsinn eines Objektives bedeutet für jeden Anwender etwas anderes. Dabei spielen neben Güte der verwendeten Glassorten noch Pixeldichte, Sensorgröße, oder Integration der Objektive in die Kamera interne Datenverarbeitung eine sehr wichtige Rolle.

Insofern sind Messdaten von unbunten Siemenssternen nur bedingt eine Hilfe um Objektive zu beurteilen. Ebenso müssten die RAW Daten alle mit dem selben Konverter mit den gleichen Einstellungen generiert werden um einen Vergleich zu ermöglichen.

JPG`S zu vergleichen ist witzlos weil da jeder sein Süpplein kocht und außerdem schon zwei Drittel aller Informationen vernichtet sind. Das menschliche Sehvermögen wird dabei in keinster Weise berücksichtigt. Wie duftig oder wie knackig ein Objektiv zeichnet entscheidet über seinen Einsatzzweck. Deswegen sind Testaussagen eine sagen wir mal vorsichtig formuliert sehr subjektiv zu betrachtende Sache.

Mit Ihrer Beschreibung haben Sie Recht.

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 07:51

Deshalb brauchen wir subjektive Tests.

24mm Objektivtests.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 13:55
Der Faröer schrieb:

Deshalb brauchen wir subjektive Tests.

Dabei ist nicht zu vergessen, dass der jeweilige Objektivtest NUR für das jeweilige Testobjektiv gelten kann und NICHT für die gesamte Serienfertigung! Das wird meistens leider dem geneigten Lesern vorenthalten. Weitere Objektive der gleichen Produktion können besser bzw. auch schlecht sein. Jedes Objektiv ist nur ein Kompromiß aus vielen Fehlern! Je besser der Kompromiß, umso teurer das Objektiv!

Nun ja...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 14:58

Es gibt Hersteller mit Qualitätskontrolle und solche mit scheinbar ohne.... Bei ersterem kann man sich drauf verlassen, dass die Objektive in sehr engen Grenzen identisch sind. Kostet natürlich was... Von einem supergünstigen Drittanbieter ("Geiz ist geil!") kannste sowas natürlich nicht erwarten...

Wichtiger noch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 16:53

Diese 24er sind reinrassige Reportageoptiken - für Architektur z.B. wären sie deplatziert ... 8-)

Vollkommen richtig

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 18:35
Gast schrieb:
Der Faröer schrieb:

Deshalb brauchen wir subjektive Tests.

Dabei ist nicht zu vergessen, dass der jeweilige Objektivtest NUR für das jeweilige Testobjektiv gelten kann und NICHT für die gesamte Serienfertigung! Das wird meistens leider dem geneigten Lesern vorenthalten. Weitere Objektive der gleichen Produktion können besser bzw. auch schlecht sein. Jedes Objektiv ist nur ein Kompromiß aus vielen Fehlern! Je besser der Kompromiß, umso teurer das Objektiv!

Sie haben vollkommen recht - ich hatte von jedem Objektiv nur eines bekommen, das habe ich auch bei allen Tests immer auch erwähnt (es wird auch so im jeweiligen Bericht vorkommen). Eine Aussage über die Qualität eines Objektivs an sich kann man nur nach einem Test von zufällig ausgewählten ein oder zwei Dutzend Objektiven machen. Was mich aber betrübt hat, ist, dass man als Kunde ja normalerweise nur ein einziges Objektiv kauft und wenn das dann an der unteren Grenze der Toleranzen liegt, so ist man gar nicht erfreut, weil dann die Ergebnisse so aussehen, wie ich sie zeige. Auch bin ich etwas verwundert, dass praktisch alle mir bekannten Hersteller für Demozwecke keine besonders guten Objektive wählen, sondern einfach Objektive aus der Serie, so wie sie kommen. Ist sicher etwas "ehrlicher", aber wenn man dann so ein Objektiv zum Test hat, dann sind die Ergebnisse auch nicht berauschend gut.

Am Anfang meiner

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Mittwoch, 25. Mai 2011 - 09:12

digitalen Laufbahn hatte ich mir bei einem der großen Elektronikanbieter eine einfache Canon-Spiegelreflex gekauft. Diese hatte einen kleinen, aber signifikanten Defekt, den viele Anfänger vermutlich nicht bemerken würden, funktionierte aber ansonsten. Am nächsten Tag habe ich sie zurückgebracht und den Defekt erklärt. Der gute Verkäufer hat dann alle Käbelchen sauber in Tütchen verpackt und verschlossen und dann zurück zu den zu verkaufenden Kameras gestellt.

Ich vermute, auch die serienstreuungsmäßig schwachen Objektive gehen solange zurück, bis sich jemand findet, der dennoch zufrieden damit ist.

Ohne Barnim A. Schultze,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 13:20

Ohne Barnim A. Schultze, RIP, kann das alles nichts werden, oder?

Der Rolleiflexer

Daumen hoch!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 20:20

Diese Testreihe ist eine tolle Idee und ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse...Vielen Dank für den tollen Mix an Themen auf Photoscala.

Rod

Keine Idee?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 20:26

Keine Idee was man mit einer 1,4er Blende bei 24mm anstellt? Hui! Dann weiss ich zumindest, wie ich den Test einzuordnen hab.

Danke vorab.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 20:45

Danke vorab. Das verspricht interessant zu werden. Nach dem, was ich bei Canon-Test gesehen habe sieht das methodisch sauberer aus als die praxisfernen MTF50-Kurven bei photozone.

Doppelt ist gleich um ein Drittel mehr? Wow!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. Mai 2011 - 01:35
Zitat:

Die Abbildungen – links das AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED; rechts das Summilux-M 1,4/24 mm Asph. – sind annähernd im gleichen Maßstab gehalten, im Versuch, die unterschiedlichen Größen zu zeigen.

Nach den Abbildungen hat das Nikkor genau den doppelten Durchmesser des Summilux. Leica gibt den größten Durchmesser mit 61mm an, Nikon nennt hier 83mm, was ja mit einer gewissen Parallaxe etwa das Doppelte ist. Jedenfalls sind wir auf der richtigen Seite der Maßstabs-Scala. Das Nikkor ist wirklich voluminöser.

No na

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 25. Mai 2011 - 09:46

Das Leica verfügt weder über eine Springblende noch über Autofokus - vom Unterschied im Auflagemaß ganz zu schweigen ...

Njet

Eingetragen von
no_photo_please
(Inventar)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 15:20

Zitat:

"Nachdem viele Tests und eigene Erfahrungswerte nahelegen, dass gute Zoomobjektive heute keinesfalls mehr schlechter sind als Festbrennweiten, bleibt den Festbrennweiten zur Rechtfertigung nurmehr die Brennweiten-Besschränkung (die Festlegung auf eine Brennweite kann den Blick fürs Motiv weiten) – und vor allem die Lichtstärke."

Es ist subtil: Ist die eine Festbrennweite besser, weil kaum vignettierend, superleicht und bestens handhabbar, ist das andere Zoom in einem Brennweitenbereich besser, weil es doch tatsächlich noch schärfer ist... Dafür gibt's aber eine saftige chromatische Abberation...

Pest oder Cholera - im Westen nichts Neues.

MfG

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Wissen ist Macht.

[Francis Bacon, 1561 - 1626]