Auch alle Technik der Welt wiegt die Unfähigkeit zur Wahrnehmung nicht auf.

— Elliott Erwitt

Am 24.5.

  • 1941: * Wolfgang Cullmann (Cullmann Foto Audio Video GmbH)

BENUTZERANMELDUNG

Leica lebt auf (aktualisiert)

Leica LogoMit der M9 hat Leica heute die erste Messsucherkamera im Kleinbild-Vollformat vorgestellt, und das dürfte für Leica die Milchkuh, für Leica-Nutzer das lang ersehnte digitale Kleinbild-Kleinod sein:

Was die Vorstellung angeht, hat man ein wenig den Eindruck, dass sich Leica an Apple-Events orientiert hat: eine Live-Stream von der Pressekonferenz im AOL Time Warner Building, New York (den laut Leica 15.000 Nutzer live verfolgen konnten; hier in der Redaktion gelang es zweien von vieren), viel Bohei im Vorfeld, und Produktpräsentationen bei verschiedenen Händlern.
 

Screenshot von der Leica-Pressekonferenz in New York

Leica-Chef Rudolf Spiller kündigte heute auf einer Pressekonferenz in New York die M9 und die X1 an. Hier ein Screenshot von der Internet-Übertragung.
 
 
Foto: Theano Nikitas

Rudolf Spiller mit Seal ...
 
 
Foto: Theano Nikitas

... dem er hier gerade eine S2 schenkt.
 
 
Foto: Foto Walter, Tübingen

Foto: Foto Walter, Tübingen

Bei uns in „good old Germany“ wurden die Neuheiten termingerecht von drei renommierten Leica-Fachgeschäften - Foto Walter in Tübingen sowie Meister Camera in Berlin und Hamburg - präsentiert. Hier Eindrücke von Foto Walter, dem wir für die Fotos danken.

 
Thema war auch Leicas S2, die im Oktober ausgeliefert werden soll. Man mag von ihr halten, was man will (gut, schlecht, zu teuer, zu billig) - egal: sie bedient jedenfalls nur einen sehr kleinen Markt, der aktuell auf etwa weltweit 5000 Stück pro Jahr geschätzt wird - beim angepeilten Ziel von Leica, mit der S2 einen knapp zweistelligen Marktanteil zu erreichen, reden wir also von 500 bis bestenfalls 1000 Stück im Jahr. Was auf einen Umsatz von 10 bis 20 Millionen Euro pro Jahr hinausläuft.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Leica im abgelaufenen Geschäftsjahr 08/09 mit Systemkameras einen Umsatz von 41,8 Mio. Euro verbuchen konnte (mit Kompaktkameras sogar noch ein wenig mehr) - und da war die analoge R9 schon scheintot, und die S2 noch nicht auf dem Markt, so dass wir vor allem von der M8 und M8.2 reden.

Apropos R9 bzw. digitale R10: Heute kein Wort dazu; und auch nicht zur Zukunft der R-Objektive. Aber das konnte man nach dem hastigen Abverkauf des R-Systems samt Objektiven auch nicht wirklich erwarten. Ich halte im Augenblick folgende Variante für recht plausibel: Leica bringt im Laufe des kommenden Jahres eine X1.2 mit Bajonett auf den Markt und einen Adapter für R-Objektive dazu. Die funktionieren dann „ganz klassisch“ manuell, was Scharfeinstellung und und Blendenwahl angeht. Das aber ist, es sei deutlich gesagt, reine Hypothese meinerseits. (Variante 2 wäre ein R-Objektivadapter für M-Kameras, aber den könnte es ja schon lange geben, deshalb ist das weniger wahrscheinlich.)

Was die X1 angeht - eine Preisvorstellung von gut 1500 Euro für eine Digitalkamera mit Festbrennweite, das nenne ich ehrgeizig. Wobei Leica hier von einer „neuen Generation“ spricht. Weitere Kameras in dem Formfaktor, eventuell dann auch mit Wechselobjektiven, sind nicht ausgeschlossen.

Doch zurück zum Hauptthema: das M-System läuft allem Anschein nach gut und dürfte mit der M9 so richtig anziehen. Hier zeigt Leica nun just die Kontinuität, die man auch dem R-System gewünscht hätte. Für mich jedenfalls ist Leica mit der M9 zur Hälfte in der digitalen Fotowelt angekommen (die andere Hälfte - Leica-Spiegelreflexen - hatten wir eben schon).

Bleiben drei Fragen:

Warum meint Rudolf Spiller, und das nur ein paar Tage vor dieser Vorstellung, die Leica-Mitarbeiter müssten das Unternehmen retten und hält Verzichtserklärungen, u.a. bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, für geboten? Kein Vertrauen in die eigenen Produkte?

Und: Wie gut ist die Bildqualität der Kamera?

(thoMas)
 
 
PS: Etliche Beispielfotos gibt es beim L-Camera Forum:
LEICA M9 Leistungsbeweise
LEICA M9 Beta-Test - Wolfgang Hagen
LEICA M9 Beta-Test - Ronald Schmidt
 

Nachtrag (10.9.2009): Wir haben eben Fotos aus New York, von der Pressekonferenz, erhalten; Theano Nikitas hat fotografiert und wir die Fotos oben nach dem Screenshot von der Internet-Übertragung eingefügt.
 

Als Lösung für R

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. September 2009 - 22:18

bloß keine Kompakte ohne Sucher! Das wäre aus meiner Sicht ein Rohrkrepierer, auch vom Handling.

Was die Mitarbeiter-Opfer angeht: Ich vermute, dass es sich dabei um Liquiditätsengpässe handelt. Und kann mir gut vorstellen, dass Banken in Sachen Leica nicht allzu freigiebig sind mit Krediten.

Gruß
WE

Als Lösung für R

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:39
Gast schrieb:

bloß keine Kompakte ohne Sucher! Das wäre aus meiner Sicht ein Rohrkrepierer, auch vom Handling.

Was die Mitarbeiter-Opfer angeht: Ich vermute, dass es sich dabei um Liquiditätsengpässe handelt. Und kann mir gut vorstellen, dass Banken in Sachen Leica nicht allzu freigiebig sind mit Krediten.

Gruß
WE

Genau, bloß keine Kompakte ohne Sucher als Lösung für die R !

Aber ich denke, Lelca wird das R System ohnehin sang und klanglos
im Nirwana für SLR verschwinden lassen. Sonst hätte man die R Reihe
nicht Produktionsseitig bereits eingestellt.

Was die M9 angeht, ist einzig die Sensortechnik
"ohne die Verwendung zusätzlicher UV/IR Filter" interessant.

Aber wie man mit diesem antiquarischen Sucher aus der Steinzeit
überhaupt den Überblick behalten kann ist mir ein Rätsel !
Ich kann und will mich mit einem Messsucher nicht anfreunden,
in dem man allenfalls erahnen kann was man hinterher auf dem Bild hat.

Da wird allen Ernstes behauptet, das es ein Vorteil sei, wenn mann
nur einen Bruchteil des tatsächlichen Sucherfeldes nutzt h.

Stellen Sie sich vor, Sie sehen durch einen Prismensucher für DSLR
Vollformat und in der Mitte wird durch einen Begrenzungsrahmen der
Ausschnitt für 4/3 angezeigt, der dann das Mass für das Aufzunehmende Bild ist!
Einfach lächerlich, dann noch zu behaupten, man könne dadurch
die Szenerie des Umfeld´s viel besser im "Auge" behalten.
Ich vermisse bei Kleinbild ja schon einen großen Sucher wie man ihn
bei MF gewohnt ist, aber Messsucher nur dann, wenn es nicht so genau
auf den Ausschnitt ankommt, oder wenn man mich schlägt!

Also keine M9 !!!

Ach ja, die M9 ist nicht, wie Leica so schön sagt die Milchkuh, sondern
die "Leica Nutzer" sind die Muuuhhh`s.
Auch wieder so ein Marketinggag wie das mit dem Messsucher!
Und was den Preis angeht, geschenkt würde ich die auch nehmen
und dann meistbietend in der Bucht verramschen, an eine/n Muh!
h.

R-Reihe

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:20
Zitat:

Aber ich denke, Lelca wird das R System ohnehin sang und klanglos im Nirwana für SLR verschwinden lassen. Sonst hätte man die R Reihe nicht Produktionsseitig bereits eingestellt.

Auch bei Leica sind die Produktionskapazitäten begrenzt. Es ist nur zu verständlich, die derzeitige Produktion einzustellen, anstatt sich Produkte, die derzeit keine will, aufs Lager zu legen. Irgendwer muss ja in Solms die M9, X1 und S2 zusammenschrauben.
Ob es klug ist, sich zur Zukunft des R-Systems so bedeckt zu halten, ob es klug war, damals das Modul R aus dem Programm zu nehmen, ist eine andere Frage. Leica ist zu Recht stolz auf die langjährige Kontinuität und Kompatibilität. Gerade Leica sollte ein paar Aussagen machen, die über "es wird eine Lösung geben" hinausgehen.

Sucher

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 16:59

Ich habe jahrelang mit einer M6 fotografiert. Bei so manchem Motiv sah ich schon am Sucherrand, ob mir gleich einer ins Bild läuft, eben weil der Sucher mehr zeigt. Bei einer Spiegelreflex ist es dann schon passiert. Ist übrigens alles gewöhnungssache; so ein grisseliges Mattscheibenbild ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Sucher

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. September 2009 - 11:57

Grisseliges Mattscheibenbild bei einer Spiegelreflex? Dann schauen Sie `mal in den Sucher einer Nikon D3, D700 oder EOS-1 Digital: Klar und rein wie Wasser aus einem Gebirgsbach! Zur Zeit löse ich eine Leica-Sammlung auf, Vorbesitzer Rechtsanwalt. Darunter M4P, M6, IIIG, M2, M3 usw. Schöne, handliche Kameras, auch die Sucher sind OK, aber wie sieht es denn mit der Scharfstellung aus? Zuerst muß ich eine markante Stelle innerhalb des Motivs mit dem E-Messer zur Deckung bringen - das sind Sie mit jeder Spiegelreflex fünfmal schneller. Diese veralteten Sucherkisten sind `was für den Sonntagsspaziergang oder zum "Um-den-Bauch-hängen" auf der Sylter Uferpromenade - mehr nicht!

Sucher

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. April 2010 - 10:34
Gast schrieb:

Grisseliges Mattscheibenbild bei einer Spiegelreflex? Dann schauen Sie `mal in den Sucher einer Nikon D3, D700 oder EOS-1 Digital: Klar und rein wie Wasser aus einem Gebirgsbach! Zur Zeit löse ich eine Leica-Sammlung auf, Vorbesitzer Rechtsanwalt. Darunter M4P, M6, IIIG, M2, M3 usw. Schöne, handliche Kameras, auch die Sucher sind OK, aber wie sieht es denn mit der Scharfstellung aus? Zuerst muß ich eine markante Stelle innerhalb des Motivs mit dem E-Messer zur Deckung bringen - das sind Sie mit jeder Spiegelreflex fünfmal schneller. Diese veralteten Sucherkisten sind `was für den Sonntagsspaziergang oder zum "Um-den-Bauch-hängen" auf der Sylter Uferpromenade - mehr nicht!

Man sollte schon fotografieren können, wenn man eine Leica verwendet. Nur auf den Autofocus zu hoffen, macht noch lange kein gutes Bild!

"Aber wie man mit diesem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 05:11

"Aber wie man mit diesem antiquarischen Sucher aus der Steinzeit
überhaupt den Überblick behalten kann ist mir ein Rätsel !"
PFOFIS KÖNNEN DAS

Dazu gibt es nicht viel zu sagen, ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:03

... als darauf hinzuweisen, dass es weltweit Unmengen wirklich hervorragender Bilder aus Messsucherkameras gibt. Sei es aus den analogen M und deren Derivaten, als auch aus der M8.x und natürlich auch der Epson R-D1s. Also tun Sie uns bitte einen Gefallen, werden Sie bloss nie Milchkuh, ehm Leicakäufer.

Viel Spaß beim Schaumschlagen. Solange SIE nur über das Fotografieren reden, sind wir immerhin von Ihren Bildern verschont.

Bravo Leica

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. September 2009 - 22:38

"Doch zurück zum Hauptthema: das M-System läuft allem Anschein nach gut und dürfte mit der M9 so richtig anziehen."

Das würde ich unterschreiben. Die M9 ist, was die M8 hätte sein sollen. Aber besser spät als gar nicht. ;) Auch wenn ich mir eine M9 erst einmal nicht leisten kann, es gibt sicher genug betuchte Leica Fans und Profi-Anwender, die es können und wollen.

Ich meine: Bravo Leica!

Wenn Leica nicht nur auflebt,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 09. September 2009 - 22:53

sondern auch überlebt, dann wird ja wohl auch alles gut werden.

Leica DSLR

Eingetragen von
Uli
(Liebhaber)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 06:43

Ein zukünftiges Kleinbild Spiegelreflexsystem von Leica (nennen wir es mal fiktiv "R2") könnte eigentlich nur so was werden, was Contax mit dem N System und dem 645 System hätte schaffen wollen: Ein völlig neues Objektivsystem mit rein elektronischem Bajonett, signaltechnisch kompatibel, so daß S2 Objektive an "R2" über einen Adapter mit allen Features verwendet werden können. Das "R2 irgendwas"-Gehäuse natürlich Vollformat, neue "R2" AF Objektive mit gleicher Technik, wie die S2 Optiken, nur dem kleineren Format angepasst. Mal sehen, ob so was irgendwann mal kommt, hängt mit Sicherheit auch davon ab, was Leica mit M und S2 Kasse machen kann. Andere Lösungen, d.h. irgendwelcher steinzeitlicher Adapterquatsch ohne Automatiken und Schärfenkontrolle könnte ich mir nicht vorstellen. Dann sollen sie es lieber gleich bleiben lassen und sich auf das M- und das S-System konzentrieren.

Am 10.10.2010 - wetten!? ;-)

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 11:31
Uli schrieb:

Ein zukünftiges Kleinbild Spiegelreflexsystem von Leica (nennen wir es mal fiktiv "R2") könnte eigentlich nur so was werden, was Contax mit dem N System und dem 645 System hätte schaffen wollen: Ein völlig neues Objektivsystem mit rein elektronischem Bajonett, signaltechnisch kompatibel, so daß S2 Objektive an "R2" über einen Adapter mit allen Features verwendet werden können. Das "R2 irgendwas"-Gehäuse natürlich Vollformat, neue "R2" AF Objektive mit gleicher Technik, wie die S2 Optiken, nur dem kleineren Format angepasst. Mal sehen, ob so was irgendwann mal kommt, hängt mit Sicherheit auch davon ab, was Leica mit M und S2 Kasse machen kann. Andere Lösungen, d.h. irgendwelcher steinzeitlicher Adapterquatsch ohne Automatiken und Schärfenkontrolle könnte ich mir nicht vorstellen. Dann sollen sie es lieber gleich bleiben lassen und sich auf das M- und das S-System konzentrieren.

Leica hat die Hausaufgaben gemacht,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 08:01

so gut es eben in Ihrer Lage geht. Das R System bietet leider gegenüber dem japanischen Wettbewerb momentan keinen Spielraum und um Ihren Umsatz irgendwie zu halten und dann weiter auszubauen muss erst das aktuelle Standbein (M) bedient und dann neue Produktlinien geschaffen werden (S&X). Hätte Leica einen liveviewfähigen Sensor bei der Produktplanung zur Verfügung gehäbt, hätten wir gestern vermutlich eine R-EVIL zu sehen bekommen. Aber das vielleicht nächstes Jahr :-)

Aber...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 08:42

...warum bekommt ein Herr Seal eine S2 geschenkt??? Ist er irgendwie ein begnadeter Fotograf oder hat er nicht ohnehin genug eigenes Geld??? Hätte man sich das gespart, dann wären die max. 500 Exemplare im Verkauf auch ein paar Euro billiger!!

Was geht Dich das an?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 11:37

Was geht Dich das an?

Das geht uns an,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:55

weil man es uns zeigt, im Internet.
Das ist kein privates Geschenk unterm Tannenbaum. Man drückt das Bild auf den Monitor jedes Leica-Interessierten und potentiellen Käufers.
Wer sich entblößt, muß sich auch die Kommentare anhören, bzw. die Fragen nach dem guten Stil stellen lassen.

So ist das mit der Meinungsfreiheit, die man durch Information bedienen will, um daran zu verdienen.

DU bist ein potentieller

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:27

DU bist ein potentieller Käufer? Ich lach mich tot...

No, we couldn't (get him)

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:58
Gast schrieb:

Was geht Dich das an?

Nur weil sich Obama nicht einladen ließ, muß Du nicht gleich pampig werden!

Selbstverständlich

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 15:00

Selbstverständlich geht uns das etwas an. Als Kunden und als sozial denkende Menschen. Die Mitarbeiter sollen auf Gehalt verzichten und auf der anderen Seite wird eine 20.000 Euro Kamera verschenkt. Hätte dieser Herr nicht schon selber genug Geld sich eine Kamera zu kaufen? Auch seine Frau hat ausreichend Geld für solch ein Geschenk.

Seal

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 16:48

Die Firmenleitung wird wohl rechnen können. Und das Marketing halbwegs abschätzen können, ob man besser noch ein oder zwei Journalisten mehr einlädt oder für das Geld eines der Vorserienmodelle aufmerksamkeitsträchtig weiterverschenkt.

Das einzige gute Argument

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:29

Das einzige gute Argument ist der von Leica erwartete Lohnverzicht seiner Mitarbeiter.

Der Rest ist blanker Sozialneid. Und komm mir bitte nicht mit sozialem Gewissen. Hättest Du ein soziales Gewissen wärst Du nicht Leicakunde, sondern würdest Dir eine 1000.- Euro DSLR kaufen und den Rest spenden. Das Problem liegt woanders. Ich bezweifle, dass Du ein potentieller Kunde bist.

...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Januar 2011 - 14:36

Leica braucht ja auch keine potenziellen, sondern allein potente Kunden! Und Heidi bürgt sicher dafür, dass Seal ... 8-)

Ich verstehe Ihren Ärger

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:47
Gast schrieb:

...warum bekommt ein Herr Seal eine S2 geschenkt??? Ist er irgendwie ein begnadeter Fotograf oder hat er nicht ohnehin genug eigenes Geld??? Hätte man sich das gespart, dann wären die max. 500 Exemplare im Verkauf auch ein paar Euro billiger!!

Wie heißt es so schön: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Weil gute Fotografen weniger Strahlkraft haben als Showbiz-Promis, wirft man halt denen eine S2 nach. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Abgesehen davon, selbst wenn Leica eine S2 an Pleitegeier Annie Leibovitz oder Peter Lindbergh verschenkt hätte, käme der (berechtigte) Einwand, dass die sich das Teil auch selber kaufen könnten bei ihren Tagessätzen. Bei Lieschen Müller scheint das doofe Promi-Prinzip noch immer zu funktionieren. ("Boah, wenn Seal eine S2 verwendet, dann muss sie ja gut sein!") Die Profis dürften gegen so einen Marketing-Müll eher immun sein. Wird noch schwer genug werden, die S2 in der professionellen Zielgruppe zu etablieren.

Dummgesabbel ohne Weitblick...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:20

...verspraddeln Sie hier. Lieschen Müller ist weder die Zielgruppe für die S2 noch für eine M9. Lieschen Müller bekommt Seal mit einer Leica gar nicht zu Gesicht. Und selbst für Figuren wie SIE und die Meisten HIER, ist Seal nicht gewählt worden. Seal ist der Zirkelschlag zur amerikanischen Upperclass - ob diese Riege nun fotografieren kann oder nicht. Dachten Sie, man wendet sich mit Werbung an jemanden wie Sie?

Und "Profis" - von denen ja immer am liebsten jene reden, die gar keine sind - lassen sich von überhaupt keinem Marketingmüller leiten, auch nicht wenn er von einer Leibovitz vorangetragen würde.

A pro pos Leibovitz. Seinen Sie froh, dass Sie die Leibovitz überhaupt namentlich kennen. Sie wird hingegen froh sein, SIE nicht zu kennen.

Die Leibowitz

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 06:20

dürften tatsächlich ganz andere Probleme umtreiben ...

Warum nicht?

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:54

Ob jetzt eine S2 ohne das verschenkte Seal-Exemplar Einsfuffzich günstiger wäre, das juckt den potentiellen S2-Käufer nicht. Solche Geschenke sind in der Luxusgüter- und der Technologiebranche gang und gäbe. Immerhin ist Seal – wie schon weiter unten von mir geschrieben – ein mehr oder weniger offizieller Markenbotschafter, so wie es Bryan Adams, Wim Wenders, Michel Comte und viele andere auch schon waren. Talent zum Fotografieren hat Seal übrigens auch. Und es ist Sache Leicas, wie es die Bemühungen solcher Leute um die Marke vergütet. Einzig die Shareholder, also Herrn Kaufmanns Investorenvehikel, geht das wirklich was an. Aber hey, wenn es an den Produkten nichts auszusetzen gibt, dann sucht man halt nach einem andern Haar in der Suppe. Aber hat Dir wirklich jemand aufgetragen, Suppe zu bestellen, wenn es doch auch Salat gibt?

Wo bleibt die Leica für mich?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 08:56

Alles schön und gut, diese neuen Produkte. Das ganze hat m.E. nur einen großen aber gravierenden Nachteil: wie bitteschön will sich Leica denn neue Kundengruppen erschließen?

Die S2 steht außerhalb jeglicher Diskussion, die X1 ist für viele Anwender zu spezifisch und eine M9 nur für Leute interessant, die schon einen Stall voller guter Leica-Objektive haben. Und was ist mit all den anderen? Die kaufen sich dann halt doch wieder eine Canon, Nikon, Oly oder Pana.

Ich hätte mir sehr gerne eine Micro4/3 Leica gekauft, ähnlich der GF1 von Panasonic, aber mit ein paar Leica-Add-ons, die das Pana-Modell nicht hat. Und ich meine jetzt nicht nur den roten Punkt. Möglichkeiten, eine GF1 in der Tradion von Leica wirklich aufzuwerten, gäbe es mit Sicherheit. Auch, was das Thema Zubehör anbelangt. Die Lücke zwischen den nur mit Leica gelabelten Point-and-Shoot Kameras aus Panasonic-Produktion und der X1 bzw. M9 ist m.E. zu viel zu groß. Hier würde gut ein Leica m4/3 System reinpassen.

Ich habe z.B. auch ein TV von Loewe und war bereit, einen satten Aufpreis für ein heimisches Produkt einer tollen Marke zu bezahlen. Das Gerät ist technisch der Fernostkonkurrenz auch in vielen Punkten um Jahre voraus. Entsprechend wäre ich auch bereit, einen Aufpreis für eine Kamera von Leica zu bezahlen, nur gibt es leider kein passendes Produkt für mich. Schade ...

Turner

Was ist schlecht daran?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:56
Gast schrieb:

Und was ist mit all den anderen? Die kaufen sich dann halt doch wieder eine Canon, Nikon, Oly oder Pana.

Genau. Und während Leica mit seinen paar Edelteilen wirtschaftlich dennoch vor sich hinmickert, verdienen die anderen genannten Unternehmen Geld und haben dennoch anspruchsvolle Kunden, die zufrieden sind. Warum auch nicht? Im Gegensatz zu Leica bieten wenigstens drei der vier genannten Unternehmen von der Einsteigerknipse bis zum professionellen SLR-System alles an. (Und der Käufer muss nicht ständig in der Angst leben, dass der Hersteller seiner Ausrüstung übermorgen pleite ist. Das ist auch beruhigend.)

Geld verdienen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 15:40

Bei Olympus wäre ich mir derzeit nicht so sicher. Naja, mag sein, dass die E-P1 sich recht ordentlich verkauft, und da dürften die Gewinnmargen - für den Hersteller - ganz akzeptabel sein.

Kleiner Markt?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 08:57

Zugegeben, als Durchschnittsverdiener kenne ich mich in der Welt der Hasselblads, Phase Ones und Leica S2 absolut nicht aus. Aber ist der Weltmarkt dafür wirklich so klein: 5000 Stück/Jahr? Angeblich hat Leica ja viele Millionen (100 ??) in die Entwicklung der S2 gesteckt - wann amortisiert sich das denn, wenn jeder S2-Käufer, sagen wir mal, jährlich 20.000 Euro in sein neues System steckt? Das macht doch gerade mal 10 Mio Euro bei 500 verkauften Kameras/Objektiven, deren Produktion/Vertrieb/Service ja auch kostet? Okay, wo liegt der Fehler?

Investition

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:25
Gast schrieb:

Angeblich hat Leica ja viele Millionen (100 ??) in die Entwicklung der S2 gesteckt.

Und Erkenntnisse gesammelt, Knowhow gewonnen und Verfahren entwickelt, die bei den übrigen Kameras von Nutzen sein könnten (und evt. schon in der M9 und X1 stecken).
Leica ließ ja selbst verlauten, dass die S2 auch beim Bau zukünftiger Kameras (zum Beispiel der R9-Nachfolgerin) hilfreich sein könnten.

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 11:33
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Angeblich hat Leica ja viele Millionen (100 ??) in die Entwicklung der S2 gesteckt.

Und Erkenntnisse gesammelt, Knowhow gewonnen und Verfahren entwickelt, die bei den übrigen Kameras von Nutzen sein könnten (und evt. schon in der M9 und X1 stecken).
Leica ließ ja selbst verlauten, dass die S2 auch beim Bau zukünftiger Kameras (zum Beispiel der R9-Nachfolgerin) hilfreich sein könnten.

HÖRT DOCH ENDLICH AUF AN EINEN NACHFOLGER DER R9 ZU GLAUBEN.
DAS R SYSTEM IST TOT, FÜR IMMER. h

Suche nach einem neuen Standbein

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 15:49
Gast schrieb:

Zugegeben, als Durchschnittsverdiener kenne ich mich in der Welt der Hasselblads, Phase Ones und Leica S2 absolut nicht aus. Aber ist der Weltmarkt dafür wirklich so klein: 5000 Stück/Jahr? Angeblich hat Leica ja viele Millionen (100 ??) in die Entwicklung der S2 gesteckt - wann amortisiert sich das denn, wenn jeder S2-Käufer, sagen wir mal, jährlich 20.000 Euro in sein neues System steckt? Das macht doch gerade mal 10 Mio Euro bei 500 verkauften Kameras/Objektiven, deren Produktion/Vertrieb/Service ja auch kostet? Okay, wo liegt der Fehler?

Ja, der Markt ist so klein! Wie Leica die Entwicklungskosten wieder einspielen will, bleibt wohl ein hessisches Geheimnis. Da sage ich nur: Viel Glück!

Alles Gute Leica!

Bild von der Profi
Eingetragen von
der Profi
(Inventar)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 09:04

Ich wünsche Leica viel Erfolg, ein ertragreiches Geschäftsjahr und Kreativität ohne Ende.

Irgendwie bin ich sogar ein wenig froh, dass Leica sich treu geblieben ist und mehr Liebhaberkameras als Fotowerkzeuge konstruiert hat.
Für den beruflichen Alltag wäre mir eine Leica sowieso viel zu schade. Ich würde auch keine „Lange“ Uhr auf dem Bau tragen, auch wenn sie es ohne weiters aushalten würde.
Eine Leica ist für mich immer ein wenig ein Genussmittel. Immer wenn ich die Freude am Fotografieren verliere, gehe ich mit einer M spazieren, lerne wieder zu sehen und mit Zeit- und Blendenkombinationen zu spielen. Ich drehe oft sinnlos am Kugelgelagerten Einstellrad oder an der Blende, einfach weil es Spaß macht.
Ich glaube auch eine S2 wird für mich nie ein Werkzeug werden, so wie es die anderen Kameras für mich sind.

Milchkuh

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 10:45
Zitat:

Mit der M9 hat Leica heute die erste Messsucherkamera im Kleinbild-Vollformat vorgestellt und das dürfte für Leica die Milchkuh, für Leica-Nutzer das lang ersehnte digitale Kleinbild-Kleinod sein

Leica sollte viellleicht mal daran denken, dass jede Milchkuh früher oder später mal "ausgedient" hat d.h. keine Milch mehr gibt. Das M-System mag ja seiner Zeit revolutionär gewesen sein, aber heutzutage zieht es nur noch Schlapphutträger, neureiche Angebertypen (die Leica nur wegen des Prestigefaktors kaufen) und eine Handvoll Retrodesign-Liebhaber an. Von den paar echten Fotografen, die sich eine M wirklich als Arbeitswerkzeug kaufen (und auch richtig damit umzugehen wissen), kann Leica auf Dauer wohl nicht leben... Zwar wünsche ich mir nicht, dass Leica vom Markt verschwindet (ich distanziere mich hiermit von den unzähligen Firmenuntergangs-Propheten hier), aber wenn man sich immer weiter am selben Strohhalm (= M-System) fest hält, reisst der mal ab und man stürzt in die Tiefe!

Ich hoffe ernsthaft, ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:37

...dass Sie sich Ihren gewagten Unfug im zeitlich ausreichendem Abstand nochmals durchlesen und mit der Realität vergleichen. Das Sie bei Ihrer Entwicklung voranbringen.

Viel Erfolg, Leica!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 11:25

Der gestrige Tag steht wohl für einen Neubeginn der Traditionsfirma. Bei aller Euphorie hat mich persönlich gar nicht so sehr die M9 beeindruckt – hier wurde Leica einfach den allgemeinen Erwartungen gerecht und für mich ist die beste M nunmal immer noch die analoge MP –, sondern die X1 und die S2. Beide Modelle sind auf ihre jeweils eigene Art ein Beweis, dass man in Solms gewillt ist, in die Zukunft zu schauen und offensiv Nischen zu besetzen, die andere Wettbewerber tunlichst meiden unter Hinweisen wie «geht nicht», «ist nicht rentabel», «Fotografen wollen so etwas nicht» – also mit jenen Ausreden, die man früher aus Solms gewohnt war.

Leica hat mit der X1 den Beweis erbracht, dass es möglich ist, einen gängigen APS-C-Sensor in ein Gehäuse zu integrieren, welches nur marginal grösser ist als etablierte «Edelkompakte» mit ihren Winzigsensoren, die den Benutzer jedoch weder in Belangen des Rauschverhaltens noch durch ihr mangelndes Freistellungspotenzial bei Offenblende zu befriedigen vermögen. Gleichzeitig schafft die X1 auch noch, vergleichbare Konkurrenzmodelle mit einem speziellen Sensorformat – welches aber nur die Hälfte der Aufnahmefläche eines APS-C-Sensors bietet – in den Massen – wenn auch marginal – zu unterbieten. Diese Kamera wird den Markt aufmischen und ein Feuer unter den Allerwertesten der leider allzusehr auf Profit fixierten Japaner entfachen.

Auf der andern Seite haben wir die S2. Der Markt für eine solche Kamera ist sehr klein, doch das hektische Getue der Konkurrenz – insbesondere aggressive Preissenkungen – haben gezeigt, welchen Schreck die S2 den Mitbewerbern eingejagt hat. Denn auch hier hat Leica eine Kamera konstruiert, die sich Fotografen aus dem Bereich Mode- und Werbefotografie schon lange gewünscht haben: Eine voll witterungstaugliche Mittelformatkamera, mit der Ergonomie und den Abmessungen einer Kleinbild-DSLR und klar auf digitale Aufnahme ausgelegte Optik (telezentrische Rechnung etc.). Ein vollständig durchdachtes Konzept, was man zum Beispiel von Hasselblads H nun wirklich nicht behaupten kann, der seine Anwender überdies – wie ich auch selber feststellen konnte – mit lausiger Verarbeitungsqualität und Bedienungsmängeln nervt.

Die Schweden müssen sich auf ihre Wurzeln besinnen: Auf den Würfel mit dem quadratischen Aufnahmeformat von 56x56mm. Kodak würde Hasselblad noch so gerne mit einem quadratischen Sensor beliefern; das vielfach gehörte «geht nicht» Stockholms ist im Lichte Kodaks Bemühungen für Leica eine billige Ausrede.

Es geht mir bei all diesen Feststellungen gar nicht so sehr um Leica – sondern um die Bewegung, die in den Markt kommt. Die Hersteller werden erkennen müssen, dass sie sich diversifizieren müssen. Nicht aber, indem sie eine Schwemme von Modellen auf den Markt lostreten, die sich weder im Bezug auf das Design noch auf die Leistungsmerkmale voneinander unterscheiden lassen – siehe Sony Alpha und Canon EOS –, sondern, indem sie sich konzeptionell diversifizieren: Es soll wieder mehr Kameras geben, die klar auf einen bestimmten Verwendungzweck ausgelegt sind. Ich bin mir sicher, dass es bald mehr Kameras à la X1 und S2 geben wird. Es wird erschwinglichere und teuere Modelle geben, bessere und schlechtere. Hauptsache, Auswahl.

Stimmt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:11

Der Hasselblad-Würfel ist höchst überfällig - wie natürlich auch die R10.

Stimmt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:31

der Würfel (55x55mm) ist überfällig, aber wenigstens gibt es jetzt als Übergang(?) das Rechteck (39Mpx, Crop 1.1) und bei Leica?

Übergangslösung (DMR) eingestellt, dann ganze Kameralinie eingestellt nachdem die Solmser überrascht waren, dass niemend eine analoge R-Kamera mehr wollte. :)))

Kein Kunde hat gesagt er will keine digitale R10, nur die analoge R9 verkaufte sich schlecht und lieferte das vorgeschobene Argument zur Einstellung der R-Linie. Soviel zur Investitionssicherheit bei Leica. Selbst wenn ich das Geld hätte: lieber keine S2, wer weiss ob es die in 3-4 Jahren noch gibt, man erinnere sich auch an das Schicksal des D-Systems.

Wenn ich nicht ganz falsch informiert bin

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Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 15:10

dann ist die S2 eine Altlast - auf dem Mist des geschassten Vorstandsvorsitzenden gewachsen -, der bei seinem Einstieg ein bestehendes digitales R-Projekt kalt abgeschossen haben soll. Dies trotzdem bis zur Marktreife fertiggestellt zu haben, erscheint mir als jener unverzeihliche Fauxpas, der noch an die Substanz der Solmser gehen könnte.

Die M9 trotzdem gestemmt zu haben - wenn auch aufbauend auf sehr konventionellen Detaillösungen - macht mich trotzdem Hoffen so um dem 10.10.2010, also rund um die nächste Photokina, eine R10 vorgesetzt zu bekommen (bei der dann hoffentlich auch nicht mehr an durchaus sinnvollen Details gespart wird).

Gast schrieb: dann ist die

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 11:48
Gast schrieb:

dann ist die S2 eine Altlast - auf dem Mist des geschassten Vorstandsvorsitzenden gewachsen -, der bei seinem Einstieg ein bestehendes digitales R-Projekt kalt abgeschossen haben soll. Dies trotzdem bis zur Marktreife fertiggestellt zu haben, erscheint mir als jener unverzeihliche Fauxpas, der noch an die Substanz der Solmser gehen könnte.

Die M9 trotzdem gestemmt zu haben - wenn auch aufbauend auf sehr konventionellen Detaillösungen - macht mich trotzdem Hoffen so um dem 10.10.2010, also rund um die nächste Photokina, eine R10 vorgesetzt zu bekommen (bei der dann hoffentlich auch nicht mehr an durchaus sinnvollen Details gespart wird).

Warum wurde wohl das Leica R System produktionsseitig eingestellt?
Bestimmt NICHT um 2010 eine R10 aufleben zu lassen !
Träumen kann man ja, aber hoffen würde ich nicht mehr darauf.
Dafür wurde zu viel vertröstet und die letzten Objektive werden
auf irgendein halbwegs akzeptables System adaptiert,
und das war`s dann auch mit R Leica. h

Die R wurde eingestellt,

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Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 22:33

weil das offenbar so gefordert war - und in weiterer Folge sämtliche Mittel in die S2-Entwicklung flossen (für die M9 war nette Weise auch noch was da vom Kuchen; wobei, außer dem größeren Sensor, ja nicht wirklich viel Änderungswillen gegenüber der M8 erkennbar ist).

Die alte R-Linie war/ist - auf Grund des fehlenden AF - ohnehin nicht mehr zu halten gewesen; und durfte wohl schon allein aus Geld- und Kapazitätsmangel das Zeitliche segnen.

Ob es eine digitale R10 geben wird, das mag vielleicht tatsächlich in den Sternen stehen. Dort "lese" ich aber auch, dass der S2 wohl kaum jener Erfolg beschieden sein wird, der sich für Leica auch nur annähernd rechnet. Was sie unzweifelhaft dazu treiben wird, sich doch dem ungeliebten R-Stiefkind (das war schon bei der Leicaflex so ...) - sprich, auch den eigentlichen Kundenbedürfnissen - zuzuwenden.

NUR: DAS zu DIESEM heutigen Zeitpunkt hinauszuposaunen, würde dem S-System schon beim Start den Rest geben - würde die getätigten Investitionen noch schneller den Bach runter laufen lassen (und wohl Leica gleich mitspülen). Und darum wird, wenn's denn die Solmser irgenwie noch derpacken, eine R10 ganz "plötzlich" das Licht der Welt erblicken dürfen (das grundsätzliche Knohow ist mit der S2 jetzt vorhanden) - wobei man nicht ganz falsch liegen wird, den 10.10.2010 als "Idealdatum" einer Markteinführung (!) anzusehen (weil auf einer Photokina "nackert" dazustehen, das gefiele wohl weder den Solmsern, noch dem hungrigen Publikum).

Ach jottchen ne, ...

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Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:23

... noch einer, dem es so sehr auf den Magen geschlagen ist, dass es keine digitale Lösung für seine R-Objektive geben wird, dass er auf den aktuellen Produkten umherprügelt. Haben Sie es nicht verstanden? An einer digitalen R ist keiner interessiert. Außer einer handvoll Besitzer die sich selber zu wichtig nehmen.

Machen Sie was Sie wollen. Verkaufen Sie Ihren Kram, kaufen sich eine C oder N. Aber hören Sie bitte auf herumzuheulen.

Ist auch keiner

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 15:01

an einer S so wirklich interessiert - außer jenen, denen sie früher oder später ziemlich auf den Magen schlagen wird, wenn sie feststellen, dass sie gerade einen hohen fünfstelligen Eurobetrag in den Sand gesetzt haben werden ...

Liebelein...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:25

... nicht weinen. Keiner will eine digitale R. Ist wie mit der Kindheit. Auch lautes Trampeln und Jaulen macht bringt einen nicht zum Recht.

6x6 Sensor - für mich auch!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:49
odysseus schrieb:

Hauptsache, Auswahl.

Den Hasselblad-Würfel als eche 6x6-Kamera, da mache ich sofort mit!

Aber nicht "egal wie, egal was", sondern weil es das bessere Konzept ist, über Jahrzehnte evolutorisch hochentwickelt.

Im Gegensatz zu Hasselblad und - vielleicht noch - Leica verdient Canon mit seinen Digitalkameras richtig Geld, weil sie über Jahre hinweg der Konkurrenz immer einen Schritt voraus waren. Das waren die "besseren" Kameras, oder genauer, das "bessere" System. Die haben den Markt über lange Zeit mit Fortschrittlichkeit aufgemischt, nun schon so lange, daß manches inzwischen wieder erneuerungsbedürftig erscheint. Und auch daran arbeiten sie kräftig, wie die neueren Objektive und der AF der 7D zeigen.

Gebt uns die besseren Kameras und Systeme, nicht bloß "andere"! Dann entsteht auch genügend Nachfrage.

Auf die M9 setzte ich große Hoffnung. Hoffentlich ist die Kamera wirklich ausgereift! Dann gäbe es für Leica eine echte Chance.

Bei Hasselblad sehe ich dagegen schon weniger Licht. Die haben sich in ihre H-Strategie verrannt und werden ihren Investoren nicht erklären können, daß V die bessere Basis war und sein wird. Die meisten Investoren sind a priori "feige und dumm", sonst würden sie nicht investieren, sondern produzieren.

...dem er hier gerade eine S2 schenkt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:31

Hallo Leica-Käufer, S2, M9, X1, M7, Digilux-irgendwas,
die Kamera für Seal bezahlt ihr mit Eurem Kaufpreis mit!
Ein Give-Away für 18.000 Euro, zuzüglich Objektiv?
Jeder Angestellte - außer bei Siemens - würde für die Annahme eines solchen Geschenkes sofort entlassen.
Da muß Leica aber viel Werbung mit neuen Ausbildungsplätzen machen, um das selbst erzeugte Zerrbild wieder sozial verträglich zurechtzurücken.

(Bin übrigens selbst Kunde bei Leica. Nur von wegen "Neid" und so. Mir geht es mehr um Taktgefühl.)

Marketing-Budget

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:32

18.000 Euro sind der Verkaufspreis inkl. Steuern. Nicht die Produktionskosten für Leica.
Das Leica-Team war ohnehin vor Ort, Distributionskosten fielen bei diesem Modell dann wohl nicht an. Keine Ahnung, was Leica die Produktion dieser S2 nun gekostet hat und ob sie als Vorführmodell überhaupt noch verkäuflich war, aber es dürfte wohl Peanuts im Vergleich zum Rest des Leica-Tages in New York gewesen sein.

Wenn Leica den Seal-Auftritt in Naturalien bezahlen kann (was jetzt ebenfalls reine Spekulation ist), soll uns das doch recht sein.

Bei einem prosperierenden Unternehmen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:56

könnte man so überheblich sein.
Wenn man aber nur wenige Tage zuvor von den eigenen Mitarbeitern den Notgroschen einfordert, also von denen, die diese Superkameras bauen, dann stimmt ganz gehörig die Verhältnismäßigkeit nicht mehr.
http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=7326182&template=d...

Leica-Geldmangel

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 15:59

Der Artikel ist bekannt. Und dass Leica nicht in Geld schwimmt, ist wohl spätestens seit dem Abverkauf der R-System-Lagerbestände bekannt.
Natürlich ist uns eine Firma lieber, die das Geld lieber in die Produkte als ins Marketing und die Werbung steckt. Am liebsten noch eine Stiftung ohne Gewinnabsichten, also eine Art gemeinnütziges Unternehmen. Aber so funktioniert unsere Wirtschaft nicht.
Soll Leica seine Marketingaktivitäten einstellen? Was nützen die besten Produkte, wenn keiner von ihnen erfährt.
Überschlagen wir mal kurz. Und sehr, sehr grob. Leica S2 und Summarit 70: Als Neuware hierzulande 22.200 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Steuer abziehen: 18.655 Euro. Gewinnspanne des Leica-Händlers von 20 Prozent abziehen: 15.500 Euro. (Sehr grob auf 20 Prozent geschätzt. Die Gewinnspanne des Leica-Händlers dürfte etwas höher als im Rest der Branche sein, dafür hat der auch erheblich höhere Mieten und Ladenkosten, höhere Personalkosten und viel mehr teure Kameras im Laden stehen). Distributionskosten abziehen (der Leica-Chef fliegt eh nach New York). Gebrauchswert einrechnen (nehmen wir mal an, die Kamera kommt nicht neu aus dem Karton). Was ist teuer Seals Flug- und Hotelkosten oder sein neues Spielzeug?

Sehe kein Problem

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odysseus
(Inventar)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:39

Also Seal ist meines Wissens kein Angestellter von Leica, aber mehr oder weniger ein halboffizieller Markenbotschafter. Er wäre auch nicht der erste fotografierende Sänger, der sich als Leica-Addict outet und mit den Solmsern gemeinsame Sache macht: Bryan Adams hatte auch schon seine Stage, und auch wenn das schon längst vergessen ist, so fotografiert er immer noch mit Leica. Im Sinne eines Honorars geht diese Aufmerksamkeit meines Erachtens voll in Ordnung. Daimler oder Audi verschenken auch schon mal das ein oder andere Auto, da zahlen die Kunden ja auch mit.

Die Wertigkeit,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:52

die man dem Publikum mit einem Seal-Auftritt vermittelt, sehe ich eher als ein Problem, denn allfällig anfallende Kosten (in einem Jahr oder so kann Seal die S2 dann ja hoffentlich caritativ gewinnbringend versteigern lassen) ...

Adieu Panasonic...?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 12:37

Interessant: Bis gestern kam einem noch eine Digilux 3 entgegen (Pendant zur Lumix L1), wenn man die Leica-Foto-Website öffnete, heute ist das FT-System dort komplett verschwunden, das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft... Ob das klug von Leica ist? Als Leica M8-Nutzer hätte ich mir eher eine zusätzliche kleine Systemkamera im mFT-Format gewünscht, als eine Vollformat-M9, zumal daran auch die M-Superweitwinkelobkektive besser drangepasst, die an der M9 witzlos sind... (zumindest für meinen Geschmack);

Panasonic

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:14
Gast schrieb:

Das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft...

Nein.
Das heißt, dass auch bei Leica die Digilux 3 (Lumix L1) irgendwann mal alle ist, nachdem bei Panasonic inzwischen anscheinend der Abverkauf der Lumix L10 läuft (UVP mit Objektiv: 1000 Euro, erhältlich für 400 Euro).
D-Lux 4 und C-Lux 3 bleiben im Leica-Sortiment. Und Panasonic hat mit dem Leica DG Macro-Elmarit 2,8/45 Asph. OIS gerade erst ein neues Objektiv vorgestellt, dass aus besagter Ehe stammt.

Witzlos ist:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 14:48

nicht zu verstehen, dass Objektive, die das KB-Format ausleuchten auch an eine KB-Kamera gehören.
Die Mogelpackung FT entlarvt sich unter diesen Prämissen, als das was sie ist: ein hilfloses Unterfangen, sich die echten oder phantasierten Probleme der Digitalfotografie schön klein zu reden.

Panasonic...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 20:52

und Leica, der eine kann ohne den anderen nicht.., die X1 wird ein Schattendasein fristen (wie ihre analogen Vorbilder schon), die M9 wird nächstes Jahr zwar billiger, aber noch zu teuer, um Leica erfolgreicher zu machen. Da wird es schon noch eine gelabelte GF1 für Leica geben müssen, wäre blöd, wenn nicht.

Gast schrieb:

Interessant: Bis gestern kam einem noch eine Digilux 3 entgegen (Pendant zur Lumix L1), wenn man die Leica-Foto-Website öffnete, heute ist das FT-System dort komplett verschwunden, das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft... Ob das klug von Leica ist? Als Leica M8-Nutzer hätte ich mir eher eine zusätzliche kleine Systemkamera im mFT-Format gewünscht, als eine Vollformat-M9, zumal daran auch die M-Superweitwinkelobkektive besser drangepasst, die an der M9 witzlos sind... (zumindest für meinen Geschmack);

Nix umgelabelte GF1 - vergiss es!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Freitag, 11. September 2009 - 13:24
Gast schrieb:

und Leica, der eine kann ohne den anderen nicht.., die X1 wird ein Schattendasein fristen (wie ihre analogen Vorbilder schon), die M9 wird nächstes Jahr zwar billiger, aber noch zu teuer, um Leica erfolgreicher zu machen. Da wird es schon noch eine gelabelte GF1 für Leica geben müssen, wäre blöd, wenn nicht.

Kann ich nicht bestätigen: Die X1 hat gestern sogar die Apple-Keynote als Gesprächsthema im Büro in den Schatten stellen können. Ich hab auch noch ein Mail gekriegt, darin wurde ich mit «Kennst Du Leica?» auf die Neuvorstellungen angesprochen. Das war eine junge Kollegin, der ich vieles zugetraut hätte, aber bestimmt nicht, dass sie auf einmal gerne eine Leica hätte. Die Facebook- und Twitter-Präsenz scheint sich für die Solmser als goldrichtig erwiesen zu haben.

Also von mir aus betrachtet scheinen mehr Leute auf eine solche Kamera wie die X1 gewartet zu haben, als gemeinhin angenommen. Und sie sind sogar bereit, für die fotografische Selbstbeschränkung Geld zu bezahlen, wohl weil es auch was Befreiendes hat ein Werkzeug in den Händen zu halten, welches nicht alles kann – aber etwas Bestimmtes dafür dann sehr gut. Japanisches Kochmesser statt Schweizer Armee-Sackmesser, scheint die Losung zu sein. Zu Analogzeiten das Normalste der Welt, siehe Ricoh GR, Hexar AF, Olympus mju, Leica minilux, Contax T3 und Co.

Und was die umgelabelte GF1 betrifft: Vergiss es! Mir kommt dieses gebetsmühlenartige Wiederholen dieses Szenarios aus FT-Fankreisen langsam vor, wie die feuchten Träume jener Gilde von R-Besitzern, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass es aus ist; aus und vorbei. Es wird von Leica nur noch eine umgelabelte LX, genannt D-LUX geben, allenfalls noch eine oder zwei Nachfolgenerationen für die C-LUX (verkappte FX) – und alles Andere kriegt Sensoren mit 2:3-Seitenverhältnis und wird Made in Germany sein.

Danke für den Beitrag. Hier

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:36

Danke für den Beitrag. Hier kann ich nur zustimmen. Sowohl betreffs des FT/mFT-Gejaules, als auch zu dem nicht abebbenden Geheule der handvoll R-Besitzer die sich zu ernst nehmen. Ich würde mir keine X1 (gerechnete fast 40mm realer Brennweite reichen mir nicht aus) kaufen, hoffe aber dennoch, dass die X1 die Bildqualität und Variabilität und Geschwindigkeit liefert, die ich beispielsweise von der DP1 oder GRD II/III erwartet hätte. Dann sollte Leicas Plan des spezialisierten Werkzeuges aufgehen.

2010

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 15:56

soll eine neue Leica FT auf den Markt kommen (keine mFT).

Gast schrieb:

und Leica, der eine kann ohne den anderen nicht.., die X1 wird ein Schattendasein fristen (wie ihre analogen Vorbilder schon), die M9 wird nächstes Jahr zwar billiger, aber noch zu teuer, um Leica erfolgreicher zu machen. Da wird es schon noch eine gelabelte GF1 für Leica geben müssen, wäre blöd, wenn nicht.

Gast schrieb:

Interessant: Bis gestern kam einem noch eine Digilux 3 entgegen (Pendant zur Lumix L1), wenn man die Leica-Foto-Website öffnete, heute ist das FT-System dort komplett verschwunden, das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft... Ob das klug von Leica ist? Als Leica M8-Nutzer hätte ich mir eher eine zusätzliche kleine Systemkamera im mFT-Format gewünscht, als eine Vollformat-M9, zumal daran auch die M-Superweitwinkelobkektive besser drangepasst, die an der M9 witzlos sind... (zumindest für meinen Geschmack);

Panasonic

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 18:19

Panasonic hat Leica bisher das Überleben gesichert, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Allerdings wird man bei Leica wohl auf eine Lumix GF2 warten, in der der elektronische Sucher der G1 verbaut sein wird, das Design wird an der M (bzw LC1/L1 bzw. Digilux 2 und 3) angelehnt sein. Schätze, das dauert aber noch ein Jahr, würde ich mir dann auch zu meiner M8.2 kaufen, macht Sinn...
Die X1 wird wohl ein einsamer Exote bleiben, was für die Vitrine. Die M9 wird die 8 ablösen und dann zum Preis von 3000 zu haben sein.

Gast schrieb:

Interessant: Bis gestern kam einem noch eine Digilux 3 entgegen (Pendant zur Lumix L1), wenn man die Leica-Foto-Website öffnete, heute ist das FT-System dort komplett verschwunden, das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft... Ob das klug von Leica ist? Als Leica M8-Nutzer hätte ich mir eher eine zusätzliche kleine Systemkamera im mFT-Format gewünscht, als eine Vollformat-M9, zumal daran auch die M-Superweitwinkelobkektive besser drangepasst, die an der M9 witzlos sind... (zumindest für meinen Geschmack);

Panasonic

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Samstag, 12. September 2009 - 00:39
Gast schrieb:

Panasonic hat Leica bisher das Überleben gesichert, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Allerdings wird man bei Leica wohl auf eine Lumix GF2 warten, in der der elektronische Sucher der G1 verbaut sein wird, das Design wird an der M (bzw LC1/L1 bzw. Digilux 2 und 3) angelehnt sein. Schätze, das dauert aber noch ein Jahr, würde ich mir dann auch zu meiner M8.2 kaufen, macht Sinn...
Die X1 wird wohl ein einsamer Exote bleiben, was für die Vitrine. Die M9 wird die 8 ablösen und dann zum Preis von 3000 zu haben sein.

Die GF-Reihe wird keinen integrierten elektronischen Sucher haben; der integrierte Sucher bleibt den Modellen der G- und GH-Serie vorbehalten. Und alles Hoffen und Träumen wird nichts nützen, denn es wird bis auf die bereits ausgelaufene Digilux 3 keine Leica-Kameras mit FT-Sensoren geben. Die X-Reihe wird auf jeden Fall weiterentwickelt, Modelle mit andern Brennweiten (v.a. grösserem Bildwinkel) werden wohl angedacht, ebenso eine Variante mit moderatem Zoom à la Minilux.

Die Produktion der M8/M8.2 indes wurde noch vor dem Sommer eingestellt – die weissen M8.2 waren die letzten, die die Werke von Solms verlassen haben. Das aktuelle Leica Kamera-Lineup besteht aus S2, M9, X1 und der D-LUX4 aus japanischer Produktion. Eine Nachfolgerin der eingestellten C-LUX wird es nicht mehr geben und es sieht sehr danach aus, dass die Zusammenarbeit mit Panasonic auf den Austausch von Know-How und Optiklizenzen beschränkt wird. Die D-LUX-Nachfolgerin wird ergo die angedeutete X1 Zoom sein.

M8.2

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 10:24
Gast schrieb:

Die weissen M8.2 waren die letzten, die die Werke von Solms verlassen haben.

Das waren M8, keine M8.2.

Das wäre das AUS für Leica...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 11:07
odysseus schrieb:
Gast schrieb:

Panasonic hat Leica bisher das Überleben gesichert, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Allerdings wird man bei Leica wohl auf eine Lumix GF2 warten, in der der elektronische Sucher der G1 verbaut sein wird, das Design wird an der M (bzw LC1/L1 bzw. Digilux 2 und 3) angelehnt sein. Schätze, das dauert aber noch ein Jahr, würde ich mir dann auch zu meiner M8.2 kaufen, macht Sinn...
Die X1 wird wohl ein einsamer Exote bleiben, was für die Vitrine. Die M9 wird die 8 ablösen und dann zum Preis von 3000 zu haben sein.

Die GF-Reihe wird keinen integrierten elektronischen Sucher haben; der integrierte Sucher bleibt den Modellen der G- und GH-Serie vorbehalten. Und alles Hoffen und Träumen wird nichts nützen, denn es wird bis auf die bereits ausgelaufene Digilux 3 keine Leica-Kameras mit FT-Sensoren geben. Die X-Reihe wird auf jeden Fall weiterentwickelt, Modelle mit andern Brennweiten (v.a. grösserem Bildwinkel) werden wohl angedacht, ebenso eine Variante mit moderatem Zoom à la Minilux.

Die Produktion der M8/M8.2 indes wurde noch vor dem Sommer eingestellt – die weissen M8.2 waren die letzten, die die Werke von Solms verlassen haben. Das aktuelle Leica Kamera-Lineup besteht aus S2, M9, X1 und der D-LUX4 aus japanischer Produktion. Eine Nachfolgerin der eingestellten C-LUX wird es nicht mehr geben und es sieht sehr danach aus, dass die Zusammenarbeit mit Panasonic auf den Austausch von Know-How und Optiklizenzen beschränkt wird. Die D-LUX-Nachfolgerin wird ergo die angedeutete X1 Zoom sein.

Kein Aus: Es gibt immer noch genügend Leica-Fans,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 14:37

die bereit sind, viel Geld für wenig Technik auszugeben. Leica konkurriert ja nicht wirklich mit Hightech-Marken à la Canon oder Nikon, den Kunden geht's darum ihre alten Objektive an neue Gehäuse zu schrauben (pardon m-bajonettieren). Die S2 wird vielleicht eine Ausnahme (juhu, die erste mit Sutofokus!!), wird aber auch nicht auf große Stückzahlen kommen, die X1 etwas für'S Knipsen auf dem Kreuzschiff, um zu zeigen, dass man was besonderes hat (eine Knipse, die 10 mal so teuer wie normale Kompakte...)..

Gast schrieb:
odysseus schrieb:
Gast schrieb:

Panasonic hat Leica bisher das Überleben gesichert, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Allerdings wird man bei Leica wohl auf eine Lumix GF2 warten, in der der elektronische Sucher der G1 verbaut sein wird, das Design wird an der M (bzw LC1/L1 bzw. Digilux 2 und 3) angelehnt sein. Schätze, das dauert aber noch ein Jahr, würde ich mir dann auch zu meiner M8.2 kaufen, macht Sinn...
Die X1 wird wohl ein einsamer Exote bleiben, was für die Vitrine. Die M9 wird die 8 ablösen und dann zum Preis von 3000 zu haben sein.

Die GF-Reihe wird keinen integrierten elektronischen Sucher haben; der integrierte Sucher bleibt den Modellen der G- und GH-Serie vorbehalten. Und alles Hoffen und Träumen wird nichts nützen, denn es wird bis auf die bereits ausgelaufene Digilux 3 keine Leica-Kameras mit FT-Sensoren geben. Die X-Reihe wird auf jeden Fall weiterentwickelt, Modelle mit andern Brennweiten (v.a. grösserem Bildwinkel) werden wohl angedacht, ebenso eine Variante mit moderatem Zoom à la Minilux.

Die Produktion der M8/M8.2 indes wurde noch vor dem Sommer eingestellt – die weissen M8.2 waren die letzten, die die Werke von Solms verlassen haben. Das aktuelle Leica Kamera-Lineup besteht aus S2, M9, X1 und der D-LUX4 aus japanischer Produktion. Eine Nachfolgerin der eingestellten C-LUX wird es nicht mehr geben und es sieht sehr danach aus, dass die Zusammenarbeit mit Panasonic auf den Austausch von Know-How und Optiklizenzen beschränkt wird. Die D-LUX-Nachfolgerin wird ergo die angedeutete X1 Zoom sein.

FT

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 11:01

Wahrscheinlich wird es keine 3. mFT-Baureihe von Panasonic geben, wohl aber eine neue FT. Die wird wahrscheinlich auch Leica ins Programm nehmen und "Digilux 4" nennen.

Gast schrieb:

Panasonic hat Leica bisher das Überleben gesichert, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Allerdings wird man bei Leica wohl auf eine Lumix GF2 warten, in der der elektronische Sucher der G1 verbaut sein wird, das Design wird an der M (bzw LC1/L1 bzw. Digilux 2 und 3) angelehnt sein. Schätze, das dauert aber noch ein Jahr, würde ich mir dann auch zu meiner M8.2 kaufen, macht Sinn...
Die X1 wird wohl ein einsamer Exote bleiben, was für die Vitrine. Die M9 wird die 8 ablösen und dann zum Preis von 3000 zu haben sein.

Gast schrieb:

Interessant: Bis gestern kam einem noch eine Digilux 3 entgegen (Pendant zur Lumix L1), wenn man die Leica-Foto-Website öffnete, heute ist das FT-System dort komplett verschwunden, das heißt wohl auch, dass die Ehe mit Panasonic ausläuft... Ob das klug von Leica ist? Als Leica M8-Nutzer hätte ich mir eher eine zusätzliche kleine Systemkamera im mFT-Format gewünscht, als eine Vollformat-M9, zumal daran auch die M-Superweitwinkelobkektive besser drangepasst, die an der M9 witzlos sind... (zumindest für meinen Geschmack);

Re: FT

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Samstag, 12. September 2009 - 14:19

«Micro four thirds is a nice system but in our perspective the surface of that micro four thirds sensor is somehow limited.»

Ich zitiere Stefan Daniel, Division Manager, Product Management. Und mit dem offensichtlichen Lieferanten des X1-Sensors, Sony-Semicounductors, sollte die Marschrichtung eigentlich klar genug sein. Selbst die versprochene «R-Solution», so sie denn kommt, wird keinen FT-Sensor haben. Denn erstens ist den Solmsern das 2:3-Seitenverhältnis sakrosankt, und zweitens wäre es ein hausgemachter Hohn, wenn die «Leica-Solution» den Bildkreis der R-Objektive nicht adäquat ausnützen würde. Wie empfindlich Kundschaft, Presse und Fans diesbezüglich sind, hat Leica mit der Crop-Lösung M8 hinreichend erfahren müssen.

Es ist mir klar, dass den Fans von FT sehr viel an ihrem System liegt, aber die Zukunft dieses Formats wird sich auf Produkte von Panasonic und Olympus beschränken. Wie glorreich diese sein wird, steht in den Sternen. Samsung favorisiert im mFT-Konkurrenzprodukt einen APS-C-Sensor – Leica hat mit der X1 endgültig den Damm gebrochen, und wir werden schon zur nächsten Photokina lauter Kompakte mit APS-C-Sensoren sehen, die heute noch einen 1/1,7"-Sensor an Bord haben. Als Beispiele führe ich die Ricoh GR oder die Canon PowerShot G-Reihe an. Die Canonisten könnten es Olympus gleichtun und auf nostalgisch machen, indem die «Canonet» reanimiert wird.

FT und mFT...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:13

... sind und bleiben Nischenprodukt. Alles nicht schlecht, aber eben auch nicht herausragend. Etwas für Freaks die besondere Lösungen lieben. Absolut akzeptabel.

M -> R-Adapter

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 16:07
Zitat:

(Variante 2 wäre ein R-Objektivadapter für M-Kameras, aber den könnte es ja schon lange geben, deshalb ist das weniger wahrscheinlich.)

Ich muss sie enttäuschen den gibt es schon seit ca 40 Jahren von Leica (neu über den CS in Solms beziehtbar), Novoflex (im Produktkatalog) und diversen China-Hinterhofdrehereien (in der ebucht).
Der andere Weg "EVIL aus X1/M9 Technologie" scheint mir wahrscheinlicher.

Leica-R-Adapter

Eingetragen von
ddd
(Liebhaber)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 16:18

Vielleicht hätte Herr Maschke noch dazuschreiben sollen, dass so ein R-Adapter als „Lösung für die R-Objektiv-Nutzer“ auch eine Live-Bild-fähige M vorraussetzt. Oder irgendeine andere Möglichkeit, um die Entfernungseinstellung nicht schätzen oder mittels Testaufnahmen ermitteln zu müssen.
Und es stellt sich die Frage, ob ein Sensor für die R-Objektive nicht etwas anders aussehen müsste als der für die Leica-M-Objektive.

R auf M

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 17:35

Dort, wo es der M an LiveView fehlt, um R-Optiken sinnvoll nutzbar zu machen, fehlt es der X1 überhaupt an einem Bajonett, um ihrerseits den R-Objektiven eine Basis zu bieten.

Abgesehen davon, dass der X1 ein (M-)Bajonett eine exzellente Perspektive verliehe ... dass beide Neuvorstellungen dezitiert keine Basis für die verwaisten R-Optiken bieten, scheint mir 1. ein Hinweis darauf zu sein, dass eine solche Lösung auch von Leica selbst nicht favorisiert wird; und 2., dass ein vernünftiges Angebot für R-Objektive nur eine konsequent digitale Kleinbild-R(10) sein kann und soll.

SEAL, S2 und R10

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 10. September 2009 - 17:00

Also echt eine Schande! Seal hätte sich ja wohl eine S2 kaufen können!

LEICA gehts doch eh nicht so gut!

Mir schenkt LEICA auch keine M9, obwohl ich sicher auch Werbung dafür machen würde! Naja, nix für ungut.

Als eingefleischter R7 Fotograf wünsche ich mir natürlich eine Lösung für das R-System und meine Objektive! Es soll aber auf keinen Fall eine Adapterlösung an irgendeinem sonstwas Schrott sein! Wenn schon ein Adapter, dann von mir aus an einem neuen Bajonett an einer gestandenen neuen R10 SLR.

Also liebe LEICA-Entwickler, strengt euch mal an und beschert uns folgendes:

R10 Body mit 30 Mpix Vollformat incl. Adobe Lightroom.

Dann fürs Erste:

1:2.8/24 mm Superangulon
1:1.4/50 mm
1:1.4/80 mm

1:2.5/15-21 mm
1:2.5/21-35 mm
1:2.5/35-70 mm
1:2.5/70-180 mm

und später dann noch etwas längere Brennweiten und ein 1:1 Macro.

Herzlichen Dank! Und dafür dürft ihr auch für ewig den Neubau in Wetzlar streichen! Mir ist Solms auch recht! ;-)

Liebe Grüße

Ein (noch) treuer LEICA-R Nutzer.

P.S. Lange halte ich aber nicht mehr durch, da mein NIKON-Scanner erste Pixelfehler produziert. Wenn Ihr nicht hurtig macht, dann muss ich leider zu NIKON wechseln. Die haben was ich brauche. Aber! Die Farben und das Bokeh meiner Dias würde ich vermissen.

Leica, Leica

Bild von Die Faust
Eingetragen von
Die Faust
(Hausfreund)
am Donnerstag, 10. September 2009 - 17:55

Die X1 ist die eigentlich Sensation dieser Vorstellung am 09.09. (für mich). Aber so hat jeder seine Präferenzen.

Bin gespannt, vielleicht gibt mir das die Lust aufs Digitale zurück, bis dahin analoge ich weiter herum, da die M9 plus Optik einfach vollkommen außer "vernünftiger" Reichweite ist. Wäre sie mechanisch und analog wäre der Preis ok, aber in zwei Jahren ist die verbaute Elektronik doch wieder von vorgestern, da lasse ich den "reichen Rentnern" den Vortritt und grübel derzeit lieber über eine MP nach ;)

Ich habe selten, eigentlich noch nie, mit so viel gespannter Erwartung, Nervosität und Emotion auf einen Veröffentlichungstermin in Sachen "Neue Kameramodelle" gewartet.

Könnte mir bei Canikon nie passieren ;)

Ich hoffe, die vorgestellte Modellpolitik bringt den Solmsern den nötigen Schwung in Sachen Finanzen und Image mit. Wäre doch schade, wenn die wirklichen Innovationen und mutigen Wagnisse nur noch aus Fernost kommen würden. Obwohl, was ist da eigentlich noch innovativ und gut?

Die Neuankündigungen der Konkurrenz lesen sich jedenfalls zur Zeit wirklich fade und verströmen den Charme neuer Rentensysteme: "Hybrid-IS-Makro und neue Zooms von Canon" Hahahaha!

Seltsam, wie schnell sich das Blatt wenden kann.

=)

Über IS-Systeme ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 08:55

... lachen sich aber auch nur Leica-Rentner scheckig - dabei hätten die's vielleicht am Nötigsten ... 8-)

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Freitag, 11. September 2009 - 11:22

Je mehr Assistenzsysteme in die Kameras verbaut werden, desto interessanter werden die als «Puristenteile» verhöhnten Kameras alter Schule. Und dies nicht bei den Rentnern – die nach meinen Beobachtungen für alles dankbar sind, was ihnen Arbeit abnimmt –, sondern bei jungen Leuten aus meiner Generation.

Natürlich, in der professionellen Fotografie erfüllen solche Features ihren Nutzen. Für Agenturfotografen wäre Arbeiten ohne IS heute undenkbar. Das hat aber nichts mit den privaten Präferenzen dieser Leute zu tun, sondern mit den Erfordernissen des Berufsalltages, wo man nunmal brauchbare Ergebnisse erwartet, und das möglichst schnell.

odysseus schrieb: Je mehr

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 11:48
odysseus schrieb:

Je mehr Assistenzsysteme in die Kameras verbaut werden, desto interessanter werden die als «Puristenteile» verhöhnten Kameras alter Schule. Und dies nicht bei den Rentnern – die nach meinen Beobachtungen für alles dankbar sind, was ihnen Arbeit abnimmt –, sondern bei jungen Leuten aus meiner Generation.

Das ist durchaus richtig. Eine Nikon FM2 (mechanischer Verschuss) wird bei eBay inzwischen deutlich höher gehandelt als eine FE2 (elektronischer Verschluss). Die wunderbare Canon F1 (alt) erzielt im einwandfreien Zustand Preise wie eine gebrauchte EOS 1V. Viel weiter werden die Preise für mechanische analoge Schätzchen nicht fallen, aber digitale SLRs der älteren Generationen will keine Sau mehr haben. Die meisten sind eh schon Elektroschrott.

Das Masterpiece

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 11:16

FM-2 besitze ich - auch als langjähriger Canon-Fotograf - immer noch; weil sie einen eigenen Kosmos fotografischen Schaffens verkörpert - einfach Herz und Gemüt anspricht.

Andererseits stelle ich fest, dass es Vielen, die (wie auch ich schon längst) den Umstieg auf die Digitalfotografie hinter sich gebracht haben, am Vorstellungsvermögen ermangelt, digitale Bilderwelten genauso zu kreieren, wie man es einst auf Film tat: Die Spielregeln - die Herangehensweisen an Motive, das Basishandling der Kameras - haben durch die Digitalisierung nichts an Gültigkeit verloren - eher an Wertigkeit gewonnen. Nur der Entscheidungs-/Gestaltungsspielraum hat sich nachhaltig erweitert - und, so nehme ich es wahr, überfordert nicht Wenige maßlos.

Das Relativieren

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 12. September 2009 - 08:56

von sog. "Assistenzsystemen" war schon ein beliebtes Spiel (besonders bei Firmen und deren Kunden, die sich oft aus hochmütigem Selbstverständnis heraus diesen Schritten verweigert haben ...), als die Fotowelt Richtung AF, später dann Digital, ging.

All diese Entwicklungsschritte haben uns ein höheres Maß an Gestaltungsspielraum und/oder Sicherheit (auch Schnelligkeit) beim Umsetzen unserer fotografischen Arbeiten beschert, auf die zu verzichten nicht unbedingt der Kreativität abträglich wäre - uns aber einem technischen Qualitätsniveau entziehen würde, das sich erst durch konsequente und vorurteilsfreie Nutzung dieser durchaus Errungenschaften erschließt. Womit vor allem eben die Präzision aktueller AF-Systeme, die begrüßenswert nachhaltige Stabilisierung durch entsprechende Techniken, und vor allem die Digitalfotografie im Besonderen zu nenen sind. Vor allem die Unzulänglichkeiten ("Besonderheiten"?) des Films gegenüber digitale Bilderwelten zu betonen, erscheint mir aus meiner breit gestreuter und seit über 20 Jahren währender beruflichen Praxis heraus ziemlich grottig.

Sie sind ein...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:12

...gnadenloser Schwätzer. Ihr halbgarer Versuch, wohlfeile Schachtelsätze zu konstruieren, die dabei sowohl Grammatik, Rechtsschreibung wie auch den Inhalt wechselweise verlieren, täuscht nicht darüber hinweg, dass SIE vor allem eines NICHT haben: seit über 20 Jahre währende berufliche Praxis. Hätten Sie diese, würde Sie diese Diskussion nicht mal im Ansatz tangieren.

Denn dann gilt:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Oder wie ich an anderer Stelle schrieb: Fotografieren ist wie Sex. Man hat ihn oder man redet über ihn.

Persönlich tangiert's mich tatsächlich nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 14:08

- und meinen Berufskollegen geht der hier oftmals verzapfte Schwachsinn auch wirklich ziemlich am Arsch vorbei - aber ich meine halt, dass man solchen Tranquilizern wie Ihnen nicht unwidersprochen ihren Schmarrn schreiben lassen sollte ...

Halten sie sich an den Sex (wenn's geht) ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 14:17
Gast schrieb:

Denn dann gilt:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Oder wie ich an anderer Stelle schrieb: Fotografieren ist wie Sex. Man hat ihn oder man redet über ihn.

... dann braucht sie DAS hier gar nicht zu tangieren!

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Freitag, 11. September 2009 - 11:57

Kann mich diesen Gedanken nur anschliessen. Für meine freien/privaten Arbeiten habe ich mich praktisch komplett von Digital verabschiedet, arbeite nur noch mit der Hasselblad – und die MP ist schon länger auf meiner Wunschliste. Die Leistungsfähigkeit der M9 steht ausser Frage, aber die Bilder, die sind dann für meinen Geschmack vielleicht fast schon zu clean. Denn richtig spannend wird es zumindest für mich erst, wenn die Charakteristik der M-Optiken auf die Charakteristik eines Films trifft. Eine Erfahrung, die digital aufgezeichnete Bilder einfach so nicht bringen können, obschon Kodak-CCDs noch eine recht angenehme Farbwiedergabe haben.

Die X1 war auch für mich der Knaller dieser ganzen «Keynote» – wenn ich das so Apple-like ausdrücken darf –; eine Kamera, auf die ich ehrlich gesagt schon seit langem warte. Ich spielte die letzten paar Wochen mit dem Gedanken, die GRD III zu holen als «Immerdabei», um interessante Locations festzuhalten und Motivideen spontan fotografisch durchzuspielen – und halt alles Andere, um den lieben Freunden auf Facebook auch mal was zum Gucken zu geben. ;-) Werde jetzt mal die Leica abwarten und dann weitersehen. Ich könnte wetten, dass man bei Ricoh angefangen hat mit Hochdruck an einer GRD IV mit APS-C-Sensor zu arbeiten.

Leica, Leica

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 12:06

Ist doch OK, wer Spass hat an analogen Kameras, der sollte diese Freude daran auch weiter pflegen. Eine Nikon F2 (die beste und vielseitigste mechanische Kamera, die ich kenne), eine Canon F-1 (erste Bauversion) und dazu eine Nikon FM-2 Titan, das sind schon Teile, die in den Händen ein gewisses Wertebewusstsein verströmen. In diese Aufstellung nehme ich auch meine M4-P mit hinein: Schön klein und handlich, aber mit nur 50stel-Blitzsynchronzeit und grottenhaft schlechter Mindestdistanz (90 Zentimeter) der Objektive für die "Reportage-Fotografie ungeeignet!" Spannend wird es, wenn Fotoaufträge anstehen, da machen eben Nikon D3 und Canon EOS-1 das Rennen. Ob wir in dem Bereich Auftragsfotografie jemals eine M9 sehen, bleibt abzuwarten. Wäre schön, wenn Leica auch wieder bei wichtigen Ereignissen zu sehen ist - und nicht nur filmlos in Tresoren oder Vitrinen herumsteht!

Die Faust schrieb:

Die X1 ist die eigentlich Sensation dieser Vorstellung am 09.09. (für mich). Aber so hat jeder seine Präferenzen.

Bin gespannt, vielleicht gibt mir das die Lust aufs Digitale zurück, bis dahin analoge ich weiter herum, da die M9 plus Optik einfach vollkommen außer "vernünftiger" Reichweite ist. Wäre sie mechanisch und analog wäre der Preis ok, aber in zwei Jahren ist die verbaute Elektronik doch wieder von vorgestern, da lasse ich den "reichen Rentnern" den Vortritt und grübel derzeit lieber über eine MP nach ;)

Ich habe selten, eigentlich noch nie, mit so viel gespannter Erwartung, Nervosität und Emotion auf einen Veröffentlichungstermin in Sachen "Neue Kameramodelle" gewartet.

Könnte mir bei Canikon nie passieren ;)

Ich hoffe, die vorgestellte Modellpolitik bringt den Solmsern den nötigen Schwung in Sachen Finanzen und Image mit. Wäre doch schade, wenn die wirklichen Innovationen und mutigen Wagnisse nur noch aus Fernost kommen würden. Obwohl, was ist da eigentlich noch innovativ und gut?

Die Neuankündigungen der Konkurrenz lesen sich jedenfalls zur Zeit wirklich fade und verströmen den Charme neuer Rentensysteme: "Hybrid-IS-Makro und neue Zooms von Canon" Hahahaha!

Seltsam, wie schnell sich das Blatt wenden kann.

=)

Es gibt doch viele "wichtige Ereignisse", wo eine Leica dabei...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 16:29

war..., z.B. wurde das World-Press-Foto 2009 mit einer (analogen) M6 gemacht, auf SW-Film...
Dass Profifotos nur mit EOS und Nikon D-xy gemacht würden, ist eine Legende, die sich unter Amateuren beharrlich hält.

Es war zu befürchten ...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 18:53

... dass World-Press-Fotos - vor allem die aktuellen - das Selbstverständnis der M-Fotografen päppeln ... :-/

Wo ist das Problem?

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Sonntag, 13. September 2009 - 20:32

Es geht schlicht und einfach darum, dass andere Kamerakonzepte – also auch eine Messsucher – in der Reportage nach wie vor eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Sicher nicht bei der Pressekonferenz von Steinmeier oder beim sonntäglichen Derby. Das ist stets das Schaulaufen von D3 und EOS-1. Aber es gibt ja auch eine Welt ausserhalb Deutschlands, ausserhalb Europas, ausserhalb der westlichen Welt, und ausserhalb des so genannten «Embedded Journalims». Geh doch mal in Kabul mit einer D3 auf die Strasse, oder in Mogadiscio: Viel Spass!

Wo ist das Problem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 21:16

"Schaulaufen mit D3 und EOS-1?`" Da spricht der Neid der Leica-Knipser "die bei wichtigen Terminen nicht hineindürfen". Ich wiederhole es: 90 Prozent aller veröffentlichten Bilder für Zeitungen, Zeitschriften, im Sportbereich und für Agenturen belichten die Profis mit Topkameras von Nikon oder Canon - und in Kabul gibt es andere Alternativen, als eine veraltete Messucherkamera ohne Autofokus. Nikon verkauft beispielsweise die kompakte D700 und entsprechend kompakte Festbrennweiten, es passen übrigens auch die sehr guten, mechanischen AI- und AIS-Nikkore - und das ohne Adapter und gravierende Einschränkungen. Heute noch an der D700 das Top-Nikkor 2/24 mm (Baujahr 1978) für ein PR-Gruppenfoto eingesetzt: Lichtstark, platzsparend und sehr gute Bildqualität!

odysseus schrieb:

Es geht schlicht und einfach darum, dass andere Kamerakonzepte – also auch eine Messsucher – in der Reportage nach wie vor eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Sicher nicht bei der Pressekonferenz von Steinmeier oder beim sonntäglichen Derby. Das ist stets das Schaulaufen von D3 und EOS-1. Aber es gibt ja auch eine Welt ausserhalb Deutschlands, ausserhalb Europas, ausserhalb der westlichen Welt, und ausserhalb des so genannten «Embedded Journalims». Geh doch mal in Kabul mit einer D3 auf die Strasse, oder in Mogadiscio: Viel Spass!

Total unnötige Replik!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Montag, 14. September 2009 - 23:34

Über Nikon brauchst Du mich am wenigsten zu belehren, da ich selber eine Nikon-DSLR besitze und auch benutze – ganz abgesehen von der Tatsache, dass mein Vater seine Tätigkeit als Agentur- und Redaktionsfotograf mit Nikon-Kameras bestritten hat. Von ihm habe ich auch ein paar Nikkor-Optiken «geerbt». Mit der von Dir so geschätzten D700 bin ich vertraut genug; sie ist kleiner ist als eine D3, aber noch lange nicht klein genug, um wirklich diskret und wortwörtlich handlich zu sein. Laut ist sie überdies auch noch.

Um Dir mal eine Vorstellung zu geben: Eine Leica M kann ich – gesetzt, das Objektiv ist abgenommen – sogar in das Backpocket meiner Jeanshose stecken. Wenn sie nicht grade eine Slim-Cut ist – sondern mindestens eine Regular –, geht die M sogar in die vorderen Taschen rein. Das besagte Objektiv lasse ich in einer Innentasche meiner Jacke verschwinden, oder eben in einer der vier restlichen Pockets meiner Jeanshose. Jetzt erkläre mir mal, wie das mit der verglichen zur Leica ausgesprochen fetten D700 gehen soll!

PS: Ich verspüre keinen Neid. Wieso auch? Ich bin mit meiner 500c/m sehr glücklich. Eine Leica MP ist so ein Traum, den ich mir vielleicht bald einmal erfülle; vielleicht kommt noch eine Ricoh GR oder ein APS-C-Derivat als digitale Immerdabei dazu – doch das war es dann auch.

Das Problem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 13. September 2009 - 22:49

ist der World-Press-Fotozirkus (mit seiner über weite Strecken zelebrierten Betroffenheitsrethorik) - keineswegs die M.

Kopfschmerzen? Oder noch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:06

Kopfschmerzen? Oder noch nicht die richtige Partei gefunden?

Parteien

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 15:16

verursachen keine Kopfschmerzen - eher Brechdurchfall, wenn sie nicht ohnehin ungenießbar wären ... ;-)

Seal

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 13:41

Ist doch egal, womit ein "Bokeh-Knipser" fotografiert. Da steht doch eher "Internet-Labern" im Vordergrund!

Gast schrieb:

Also echt eine Schande! Seal hätte sich ja wohl eine S2 kaufen können!

LEICA gehts doch eh nicht so gut!

Mir schenkt LEICA auch keine M9, obwohl ich sicher auch Werbung dafür machen würde! Naja, nix für ungut.

Als eingefleischter R7 Fotograf wünsche ich mir natürlich eine Lösung für das R-System und meine Objektive! Es soll aber auf keinen Fall eine Adapterlösung an irgendeinem sonstwas Schrott sein! Wenn schon ein Adapter, dann von mir aus an einem neuen Bajonett an einer gestandenen neuen R10 SLR.

Also liebe LEICA-Entwickler, strengt euch mal an und beschert uns folgendes:

R10 Body mit 30 Mpix Vollformat incl. Adobe Lightroom.

Dann fürs Erste:

1:2.8/24 mm Superangulon
1:1.4/50 mm
1:1.4/80 mm

1:2.5/15-21 mm
1:2.5/21-35 mm
1:2.5/35-70 mm
1:2.5/70-180 mm

und später dann noch etwas längere Brennweiten und ein 1:1 Macro.

Herzlichen Dank! Und dafür dürft ihr auch für ewig den Neubau in Wetzlar streichen! Mir ist Solms auch recht! ;-)

Liebe Grüße

Ein (noch) treuer LEICA-R Nutzer.

P.S. Lange halte ich aber nicht mehr durch, da mein NIKON-Scanner erste Pixelfehler produziert. Wenn Ihr nicht hurtig macht, dann muss ich leider zu NIKON wechseln. Die haben was ich brauche. Aber! Die Farben und das Bokeh meiner Dias würde ich vermissen.

NA UND!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. September 2009 - 18:03

Ist doch egal, womit ein "Bokeh-Knipser" fotografiert. Da steht doch eher "Internet-Labern" im Vordergrund!

Gast schrieb:

Na und! Dafür sind doch die Kommentarmöglichkeiten geschaffen worden. Oder haben Sie was schlaueres zu berichten?

Liebe Grüße

Ein Internetlaberer aus Leidenschaft

Kameras und Photos

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 01:21

Eigentlich geht es der Photographie doch ums Bild und nicht um die KAmera. Die ist ein Werkzeug und: ja, es macht Spaß, mit gutem Werkzeug zu arbeiten (oder zu liebhabern), aber ich würde mich freuen, wenn hier über die Photoausstellungen und -Bildbände auf einem ästhetischen Niveau, das über die Diskussion von Bokeh hinausgeht, gestritten würde und nicht nur über Sensorgrößen, Sucher und die Zukunft von Leica. Die Frage ist doch, ob man mit einer LEica gute Bilder machen kann, und die ist wohl auch von den Kritikern mit ja zu beantworten. Ich habe übrigens keine LEica.

OB man mit einer LEIca gute Bilder machen kann

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 14:12

liegt tatsächlich am Fotografen. Während es HIER (meistens) um Fototechnik geht - weswegen die Themen und ihre Bedeutung meist vorgegeben sind ...

Gast schrieb: Ist doch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 03:04
Gast schrieb:

Ist doch egal, womit ein "Bokeh-Knipser" fotografiert. Da steht doch eher "Internet-Labern" im Vordergrund!

Ah. Dann sind Sie wohl auch ein Bokeh-Knipser? Oder worauf lässt Ihre Anwesenheit schließen?

Zumindest die Leica S2 ist...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 08:23

...ja tatsächlich SEALed.

Zitat: Von den paar echten

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. September 2009 - 20:01
Zitat:

Von den paar echten Fotografen, die sich eine M wirklich als Arbeitswerkzeug kaufen (und auch richtig damit umzugehen wissen), kann Leica auf Dauer wohl nicht leben...

Kein Hersteller kann von den paar echten Fotografen, die sich eine digitale Kamera kaufen, wirklich leben. Die Hersteller leben von den "Consumern". Und das hat für beide Seiten Vorteile. Der Bedarf an Pro-Ausstattung ist da, dessen Entwicklung kann aber nicht alleine aus den paar Verkäufen gedeckt werden. Hier spielt die Finanzierung aus dem Consumermarkt die große Rolle, der wiederum an den Entwicklungen im Probereich partizipiert. Das ist doch eine hübsche Sache. Warum schlecht reden?

Zitat:

Das M-System mag ja seiner Zeit revolutionär gewesen sein, aber heutzutage zieht es nur noch Schlapphutträger, neureiche Angebertypen (die Leica nur wegen des Prestigefaktors kaufen) und eine Handvoll Retrodesign-Liebhaber an.

Sie oben. Es ist völlig egal warum sich vllt. bis zu 90% tatsächlich eine Leica kaufen. Wichtig ist, dass für jene, die das System sinnvoll nutzen, die M am Markt bleibt.

Zitat:

aber wenn man sich immer weiter am selben Strohhalm (= M-System) fest hält, reisst der mal ab und man stürzt in die Tiefe!

Sind Sie immer noch frustriert, nur weil man Ihre R nicht weiter unterstützt?

Technischer Support erwünscht!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 14:03

Hallo zusammen,
kann mir als technischem Laien mal jemand aus dieser kompetenten User-Runde erklären, was genau eigentlich so schwierig daran ist, den in der M9 vorgestellten VF-Sensor in ein R-Gehäuse zu bauen.
100.000ende R-Objektivbesitzer würden es danken und die Gehäuse (vorraussichtlich) kaufen.

R-User brauchen keinen AF (hatten Sie 40 Jahre lang nicht), aber sie brauchen ein Gehäuse, um die besten, je für 24*36 mm hergestellten Objektive zu nutzen.

Es kann doch nicht wirklich auf eine Adapterlösung an einer Liveview-fähigen mFt Kamera hinauslaufen??

Leica R

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 14:42
Gast schrieb:

Kann mir als technischem Laien mal jemand aus dieser kompetenten User-Runde erklären, was genau eigentlich so schwierig daran ist, den in der M9 vorgestellten VF-Sensor in ein R-Gehäuse zu bauen.

"Schwer" wird es nicht sein. Nicht "schwerer" als eine Leica S2. Nur ist zu befürchten, dass die Kamera auch ähnlich teuer wie eine Leica S2 wird.
Und selbst wenn die Kamera für 7.0000 bis 10.000 Euro für Leica-Verhältnisse günstig wäre, dürfte es schwer werden, die an den Mann zu bringen, nur weil sich Leica-Objektive montieren lassen.

Gast schrieb:

100.000ende R-Objektivbesitzer würden es danken und die Gehäuse (vorraussichtlich) kaufen.

Diese Rechnung werden die auch bei Leica aufgemacht haben. Und zu etwas anderen Zahlen gekommen sein.
Ich halte die "100.000ende" für völlig unrealistisch: 2009 werden, schätzen die Herstellerverbände, rund 8 Millionen digitale SLR verkauft werden. Die meisten davon in der Preisklasse zwischen 300 und 1000 Euro. Nehmen wir eine etablierten Hersteller wie Pentax, der vor allem in dieser Preisklasse verkauft (und seine 645 noch nicht fertig hat, auf die "100.000ende Pentax-Objektiv-Besitzer" warten): Mit einem Marktanteil von rund 4 Prozent kommen wir da auf rund 320.000 SLR in 2009. Meinen Sie, Leica würde mit eine R10 für ein Vielfaches des Preises auch nur annähernd in diese Größenordnung kommen? Nein, es dürften fünfstellige Verkaufszahlen werden.

Gast schrieb:

R-User brauchen keinen AF (hatten Sie 40 Jahre lang nicht), aber sie brauchen ein Gehäuse, um die besten, je für 24*36 mm hergestellten Objektive zu nutzen.

Es kann doch nicht wirklich auf eine Adapterlösung an einer Liveview-fähigen mFt Kamera hinauslaufen??

Schwierig

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 14:56

ist nicht so sehr das Implementieren eines KB-Sensors, sondern dass es 1. bis auf Weiteres kein R-Gehäuse gibt, weil 2. auf Teufel komm raus in die S2 investiert wurde (werden mußte) - und die nun, mit Gottes Segen, jene Käufer finden soll, die man mit dem bekundeten Verzicht auf eine R10 so nachhaltig vor den Kopf gestoßen hat - auf dass uns vielleicht dann doch noch eine KB-R auf der nächsten Photokina ereilt ...

R10 vs S2

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 18:57
Gast schrieb:

ist nicht so sehr das Implementieren eines KB-Sensors, sondern dass es 1. bis auf Weiteres kein R-Gehäuse gibt, weil 2. auf Teufel komm raus in die S2 investiert wurde (werden mußte)

Ich finde es verständlich, wenn man lieber 500 bis 1000 S2 pro Jahr für 15.600 Euro das Stück verkauft - samt entsprechend teuren Objektiven - statt anfangs vielleicht doppelt so viele R10 für 5.600 Euro das Stück - ohne die passenden Objektive, denn die haben die R-Anwender schon. Dass man in ein neues Mittelformatkamerasystem investiert, das sich qualitativ von allen bisher existierenden abhebt und die Grenzen überwindet, die das Kleinbild setzt, statt in ein Kleinbildsystem, das als manuell-Fokus-System kaum überlebensfähig wäre und mit 20 Jahren Verspätung in ein AF-System umgebaut werden müsste.

Gast schrieb:

Und die nun, mit Gottes Segen, jene Käufer finden soll, die man mit dem bekundeten Verzicht auf eine R10 so nachhaltig vor den Kopf gestoßen hat.

Nicht ganz. Was früher die Leica R8 und R9 konnten, das kriegt man heute mit den Kameras und Objektiven anderer Hersteller auch gut hin. Die R-Objektive mögen überragend sein, andere Hersteller bieten aber ebenfalls ziemlich gute Objektive, die zum Teil ein deutlich flexibleres Arbeiten erlauben. Ansonsten kann man die R-Objektive ja auch an andere Kameras adaptieren.
Mit seinem Mittelformatsystem richtet sich Leica ausdrücklich an Berufsfotografen. Ohne ihnen vor den Kopf stoßen zu wollen oder auszuschließen, dass nicht auch Sie professionell arbeiten, ohne zu behaupte, dass die R9 keine Profikamera wäre - die Zielgruppe dieser 15.600-Euro-Kamera ist doch etwas anders als die der R9.

Gast schrieb:

Auf dass uns vielleicht dann doch noch eine KB-R auf der nächsten Photokina ereilt ...

"Wir arbeiten an einer Lösung", hat Leica versprochen, "das muss keine SLR sein." Dass sowas bei Leica etwas länger dauern kann, ist man gewohnt. Dass Leica seine Kunden noch mehr auf die Folter spannt als andere Anwender.

Digitale R

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 15:15

Vermutlich kann auch ein 1000-Mann-Betrieb wie Leica sich nicht beliebig vielen Baustellen gleichzeitig widmen. Immerhin hat man schon mehr oder weniger zeitgleich an der S2, M9 und X1 gearbeitet.
Vermutlich hat man keine unbegrenzten Fertigungskapazitäten. Schließlich fertigt man in Solms derzeit die S2, M9 und X1. Und hat deshalb auch das R-System erstmal eingestellt.
Vermutlich liegen Ihre Schätzungen der Stückzahlen erheblich zu hoch. Vermutlich wäre eine digitale Kleinbild-SLR auf Basis der nicht mehr ganz taufrischen, teuren R9 nicht viel erfolgreicher als das Modul R. Vermutlich muss Leica irgendwann auch mal Geld verdienen...
Die Stärken eine SLR liegen derzeit bei ihrem schnellen Autofokus. Vermutlich ist es für Leica klüger, sich auf seine Stärken zu konzentrieren: Die manuell zu fokussierende M9 ist die kleinste digitale Kleinbildkamera. Statt der R10 baut man erstmal mit der S2 eine SLR mit Autofokus, die dann neue Maßstäbe in Sachen Bildqualität setzen soll (die eine R10 im Vergleich zu den Mitbewerbern möglicherweise nicht setzen kann). Und mit der X1 baut man eine kleine AF-Kamera mit dem größten derzeit in einer Kompaktkamera erhältlichen Sensor.
Ich weiß nicht, warum man den R-Objektiven ausgerechnet mit einer Manuell-Fokus-SLR zu neuen Ehren verhelfen sollte. Für MF-Objektive gibt es andere Lösungen. Eine ist die M9. An einer anderen - der für die R-Objektive - arbeitet man angeblich.

Nochmal der mit den 100.000

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 19:03

Ich meinte auch nicht die absolut absetzbaren Stückzahlen, sondern die Menge an R-Objektivbesitzern, die sich einen Kauf überlegen würden.
Ich habe eine R 8 mit nur zwei Objektiven, einem Summilux 1,4/50 und dem Apotelyt 3,4/180. Gerade das letztere ist in meinen Augen ein unglaublich gutes Objektiv, noch dazu sehr kompakt. Die Abbildungsleistung ist, wie ich finde, fantastisch, v.a. in Verbindung mit guten Filmen, die aber einfach langsam verschwinden (v.a. verschwinden Labore, die ordentlich entwickeln können. Ich würde einfach gerne diese tollen Objektive adäquat nutzen. Das hat auch jeder M-User gesagt, als das System mal auf der Kippe stand.
Das es Kapazitätsgrenzen gibt, ok, aber muss ich die in eine M für "weniger betuchte" (X1) stecken? Vielleicht würde Panasonic, ausgestattet mit dem Sensor der M9, ja ein Gehäuse hinbekommen, die dürften Kapazitäten haben (ja,ja, ich weiss...lohnt sich nicht, für die paar R-Anhänger)

Stückzahlen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 19:58
Gast schrieb:

Ich meinte auch nicht die absolut absetzbaren Stückzahlen, sondern die Menge an R-Objektivbesitzern, die sich einen Kauf überlegen würden.

Das ist ja das Problem.
Über einen Kauf würde ich möglicherweise auch nachdenken. Um dann festzustellen, dass ich die 5.000 bis 10.000 Euro für eine R10 lieber anderweitig investieren sollte, so faszinierend die Kameratechnik aus Solms auch sein mag. Und so wie mir wird es vielen anderen gehen...
Eine X1 könnte ich mir aber leisten.

Derzeit gibt es weltweit vier Hersteller, die Kameras mit Kleinbildsensor bauen. Canon und Sony sitzen an der Quelle und können die Kameras zu halbwegs akzeptablen Preisen anbieten. Und auch Nikon dürfte auf halbwegs akzeptable Stückzahlen kommen, um den Preis des Sony-Sensors drücken zu können (und trotzdem ist die D3x unverschämt teuer). Bei den kleinen Leica-Stückzahlen bleibt aber wohl nur der Kodak-Sensor - als Sonderanfertigung in kleinen Stückzahlen mutmaßlich deutlich teurer. Die R10 für 5.000 bis 10.000 Euro müsste sich an einer Alpha 850 für 1800 Euro messen lassen.

So schön ihre Objektive sein mögen: Das Apo-Telyt ist gebraucht vielleicht 500 bis 800 Euro wert. Wirtschaftlich sinnvoll wäre wegen dieses Objektivs eine Investition in eine 8000-Euro-R10 nicht. Wenn das Modul R länger am Markt gewesen wäre, hätten Sie sich das kaufen sollen!
Schauen Sie sich nach einem 2,8/200 oder 2,0/200 eines anderen Herstellers um. Oder einem netten 70-200 oder 70-300. Mit einem gebrauchten Minolta 2,8/200 Apo G HS und einer Alpha 850 sind Sie für deutlich unter 3000 Euro dabei. Und ich weiß nicht, ob die Kombination Ihre Leica-Wunschausrüstung deutlich unterlegen wäre.
Oder verpassen Sie Ihren beiden Objektiven ein Alpha-, Nikon- oder EF-Bajonett, die Operation können Sie ja rückgängig machen, sobald Leica soweit ist: www.leitax.com/Leica-lens-for-Sony-cameras.html Sie könnten natürlich auch einer EOS ein R-Bajonett spendieren...

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 16. September 2009 - 13:04
Gast schrieb:

(und trotzdem ist die D3x unverschämt teuer)..

Das ist auch die 1Ds MkIII – jedenfalls aus Sicht eines nichtprofessionellen Anwenders. Zur Überraschung vieler – auch mir – ist es jedoch so, dass sich die D3X in Profikreisen extrem gut etabliert hat. Vielleicht wird das nicht gerade an die grosse Glocke gehängt, aber gerade dies ist auch wieder ein Indiz, dass diese Kameras vorderhand in jene Hände gelangen, die ihr wichtigstes Werkzeug zum Broterwerb einsetzen. Denn Berufsleute reden nicht primär über ihr Equipment, sondern über ihre Bilder. ;-)

Ansonsten kann ich Ihre Ausführungen voll unterschreiben!

...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 15:12
odysseus schrieb:
Gast schrieb:

(und trotzdem ist die D3x unverschämt teuer)..

Das ist auch die 1Ds MkIII – jedenfalls aus Sicht eines nichtprofessionellen Anwenders. Zur Überraschung vieler – auch mir – ist es jedoch so, dass sich die D3X in Profikreisen extrem gut etabliert hat. Vielleicht wird das nicht gerade an die grosse Glocke gehängt, aber gerade dies ist auch wieder ein Indiz, dass diese Kameras vorderhand in jene Hände gelangen, die ihr wichtigstes Werkzeug zum Broterwerb einsetzen. Denn Berufsleute reden nicht primär über ihr Equipment, sondern über ihre Bilder. ;-)

Ansonsten kann ich Ihre Ausführungen voll unterschreiben!

Nicht nur voll unterschreiben, sondern auch noch bekräftigen möchte ich diese Aussage:

Die 1Ds als auch die D3x haben vielerorts auch die professionelle Studiofotografie dahingehend revolutioniert, als ihre Qualitäten viele Profis dazu brachte, Aufwand und Nutzen noch größerer Digitalsysteme in Relation zu Mobilität und Flexibilität dieser digitalen Kleinbild-Lösungen zu sehen - und sich ganz bewußt und voll überzeugt letztlich dafür zu entscheiden.

Vor allem dieses Wissen macht mich skeptisch, ob ein unwesentlich größeres, aber dafür wesentlich teureres und weniger flexibles System wie die S2, eine tatsächliche Trendwende in diesen Kreisen auszulösen vermag.

Weil, auch die beste Optik, der beste Sensor (wobei MF-Sensoren nicht in ALLEN Belangen befriedigen ...) vermag nur so weit zu überzeugen, als ich ihre Qualitäten nachhaltig wahrzunehmen vermag; und ich wage die Behauptung, dass dies in über 90% aller Fälle nicht der Fall sein kann und wird.

Und deswegen finde ich es nicht nur schade, sondern geradezu fahrlässig, dass DER Kleinbild-Hersteller Leica nicht auch ganz konsequent die (digital noch mehr vorhandenen) Stärken des Kleinbild-Formats seinen Überlegungen zu Grunde gelegt hat.

Kleinbild

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 16:40
Gast schrieb:

Die 1Ds als auch die D3x haben vielerorts auch die professionelle Studiofotografie dahingehend revolutioniert, als ihre Qualitäten viele Profis dazu brachte, Aufwand und Nutzen noch größerer Digitalsysteme in Relation zu Mobilität und Flexibilität dieser digitalen Kleinbild-Lösungen zu sehen - und sich ganz bewußt und voll überzeugt letztlich dafür zu entscheiden.
[...]
Und deswegen finde ich es nicht nur schade, sondern geradezu fahrlässig, dass DER Kleinbild-Hersteller Leica nicht auch ganz konsequent die (digital noch mehr vorhandenen) Stärken des Kleinbild-Formats seinen Überlegungen zu Grunde gelegt hat.

Sie schreiben es selbst: Die Mitbewerber Canon, Nikon und aus meiner Sicht auch Sony legen die Messlatte sehr, sehr hoch. Eine Latte, an der auch Leica sich messen lassen muss, will man langfristig nicht nur als Technologiepartner von Panasonic und als Marke für sogenannte Amateurkameras überleben.
Warum sich zwanghaft an irgendwelche historischen Bildformate klammern, die ihre Berechtigung hatten, so lange eben eine genormte Filmpatrone in die Kamera gesteckt wurde, die einem neu konzipierten System wie dem S2-System aber nur unnötige Grenzen aufbürden? Herr Barnack hatte sich mal bewusst gegen das übliche 18x14-mm-Kinofilm-Format entschieden, und gegen die unhandlichen Rollfilme. Leica entscheidet sich heute - zumindest bei der S2 - gegen das für diese Kamera zu kleine Kleinbildformat und gegen das große und teurer Format 6x4,5. Das heißt ja nicht, dass Leica die Stärken des Kleinbild nicht kennt und pflegt: Schließlich gibt es mit der M9 die derzeit kleinste digitale Kleinbildkamera.

Das Kleinbild-Format

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 17:30

mag in seinen Proportionen "Zufall" gewesen sein - nur hat es sich (nicht ganz zufällig) in vielerlei Hinsicht bewährt:

Das fängt beim Volumen und Gewicht der Kameras an (hier sind 1Ds oder D3x NICHT der absolute Maßstab ...), was sie flexibel und mobil macht; geht über eine breite, hinsichtlich Brennweiten- und Lichtstärken-Auswahl konkurrenzlose, dabei auch über weite Strecke trag- und leistbare Palette an Objektiven; bis hin (und das im digitalen Zeitalter verstärkt) zu einer Bildqualität, die schon früher wenig - heute fast gar keine Wünsche mehr aufkommen läßt. Und, ja, das Kleinbild-Format konnte seine Ursprünge überdauern - weil es eben (ganz zufällig) eine ideale Dimensionierung (Fläche:Kosten:Nutzen) aufweist.

Die nächste Generation an Profi-SLR's wird sich (so in einem Jahr) annähernd beim Auflösungsvermögen einer S2 finden - Objektive und die Peripherie werden noch besser integriert werden - und die Grenzen zum digitalen Mittelformat noch mehr verschwimmen lassen; und das auf einem Preisniveau, bei dem KEIN noch so (sinnvoll?) hoch auflösendes MF-System auch nur annähernd konkurrenzfähig sein wird.

Aber in einem Punkt ist die S2 tatsächlich "stimmig": Sie ist das, was Leica heute nun mal hat - und sie MUSS Erfolg haben (was immer das bei den erwartbaren Stückzahlen bedeutet), wollen wir Leica noch länger unter uns weilen haben ...

Was an der S2 nicht stimmig ist:

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 18:34

Wenn man sich schon vom traditionellen Format abwendet, dann hätte man auch gleich weiter denken können: Ein quadratischer Sensor (vielleicht 36x36?) hätte einem neuen System möglicher Weise genau jenen Mehrwert verschafft, der bei einem aufgeblasenen Kleinbild etwas auf der Strecke bleibt.

So darf auch die S2 nicht auf jenen Hochformatgriff verzichten, dem auch und vor allem die Profi-Canons und -Nikons ihre Größe verdanken - nur alles noch eine Nummer größer halt.

Gerade bei einer Kamera, die so offensichtlich auf den Studiobetrieb ausgelegt ist, wie die S2, wäre der Gestaltungs- und Handlingvorteil des Quadrats tatsächlich jene bemerkenswerte - und dann auch überlegenswerte - Alternative, die sie als "Super-Kleinbild" nicht wirklich überzeugend verkörpert.

Quadratischer Sensor

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 18:52

Was ist so toll am quadratischen Sensor?
Was ist so wichtig, dass ich die zahlreichen Nachteile in Kauf nehme, nur, damit ich die Kamera für Hochformataufnahmen nicht mehr auf die Seite stellen muss?

(Wenn Sie unbedingt quadratische Bilder haben wollen, beschneiden Sie doch die S2-Dateien wie gewünscht! Die S2 liefert Ihnen nette 25-Megapixel-Bildchen vom 30x30-mm-Sensor. Ich bin mir sicher, es findet sich auch jemand, der Ihnen eine Suchermaske für die S2-Mattscheibe anfertigt.)

Gast schrieb: Was ist so

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 20:59
Gast schrieb:

Was ist so toll am quadratischen Sensor?
Was ist so wichtig, dass ich die zahlreichen Nachteile in Kauf nehme, nur, damit ich die Kamera für Hochformataufnahmen nicht mehr auf die Seite stellen muss?

Welche "Nachteile" würden sie denn in Kauf nehmen müssen?

Fragen sie doch mal Studiofotografen, warum sie früher bevorzugt mit Hasselblad oder Mamiyas mit Drehrückteil gearbeitet haben (die aktuellen Hasselblads sind dagegen ein ergonomischer Krampf).

Und, ja doch, beschneiden tu ich auch meine Kleinbild-Daten problemlos. Nur ist der Sinn des Aufnahme-Quadrats eben nicht das Quadrat als Ausgabe-Format ...

Quadrat

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:27
Gast schrieb:

Nur ist der Sinn des Aufnahme-Quadrats eben nicht das Quadrat als Ausgabe-Format ...

Gast schrieb:

Welche "Nachteile" würden sie denn in Kauf nehmen müssen?

Sie schreiben es ja selbst: Sie zahlen teure Pixel, die Sie dann doch wegschmeißen, da Sie ja doch kein quadratisches Format wollen...

Entweder vergrößern Sie die Höhe des Sensors, um auf die Länge zu kommen. Oder machen den Sensor weniger breit. Entweder wird der Sensor unnötig hoch oder weniger breit. Oder beides.
Sie brauchen teurere Objektive mit einem größeren Bildkreis oder verschenken was, damit der quadratische Sensor hinter den Bildkreis passt. Sie bräuchten einen höheren (teureren, langsameren) Spiegel (oder hätten ein kleineres Bild). Sie bräuchten einen höheren (teureren, langsameren) Verschluss (oder hätten ein kleineres Bild). Sie bräuchten eine quadratische Mattscheibe und ein passendes Sucherprisma: Auch hier gilt: Entweder deutlich teurer oder kleiner. Sie bräuchten möglichst auch einen quadratischen Bildschirm - als Sonderanfertigung teuer.
Egal wie Sie Ihren Traum vom quadratischen Sensor auslegen. Sie verlieren oder zahlen viel und gewinnen ausschließlich den Handhabungsvorteil, die Kamera für Hochformataufnahmen nicht kippen und am zweiten Handgriff packen zu müssen.

Zitat:

Fragen sie doch mal Studiofotografen, warum sie früher bevorzugt mit Hasselblad oder Mamiyas mit Drehrückteil gearbeitet haben (die aktuellen Hasselblads sind dagegen ein ergonomischer Krampf).

Not oder Tugend?
Ist gibt Kameras, die lassen sich nicht wirklich zur Aufnahme kippen. Mittelformatwürfel mit Lichtschacht zum Beispiel. Zweiäugige SLR. Die Zeiten sind vorbei. Wenn die Kollegen ein Drehrückteil einsetzen, dann zeigt das doch, dass sie passend zum Motiv das Quer- oder Hochformat wählen können. Und eben nicht im Quadrat fotografieren, nur um anschließend bei jedem Bild aufs Neue den Ausschnitt zu wählen und die teuer erkauften Pixel oder den teuren Film wegzuschmeißen.
Warum wohl fanden die Mittelformat-Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in erster Linie im Format 6x4,5 (Digital: kleiner, aber auch nicht quadratisch)

"Quadratischer Bildkreis"

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:42

Und dazu kämen Objektive, die nicht aufs übliche Querformat abgestimmt wären, der der Konstrukteur nicht weiß, an welcher Seite der Anwender abschneidet. Also gäb es deutlich zu "weit" konstruierte Sonnenblenden.

Es gibt KEIN Objektiv ...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 06:15
Gast schrieb:

Und dazu kämen Objektive, die nicht aufs übliche Querformat abgestimmt wären, der der Konstrukteur nicht weiß, an welcher Seite der Anwender abschneidet. Also gäb es deutlich zu "weit" konstruierte Sonnenblenden.

... das auf Querformat "abgestimmt" ist ... überdenken sie's einfach nochmal! :-/

Querformatobjektiv

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 11:09
Gast schrieb:

Es gibt kein Objektiv, das auf Querformat "abgestimmt" ist ... überdenken sie's einfach nochmal.

Nicht jedes Objektiv liefert ein kreisrundes Bild. Sie müssten Ihre Objektive mit neuen, kreisrunden (unnötig großen, weniger effektiven, unhandlichen...) neuen Sonnenblenden ausstatten.

Solang man nur

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 11:47

um Streulichtblenden bangt, bräuchte einem nicht Bange werden ... an alten Hasselbladobjektive verwendet man übrigens quadratische Sonnenblenden. 8-)

Wenn die Kollegen mit Drehrückteil arbeiten

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:51

dann ist die Kamera prinzipiell auf ein Quadrat ausgelegt ...

Arbeiten sie sich mal mit einer Kleinbild-Reflex - oder gleich mit größerem Gerät - einen oder mehrere Tage lang durch ein Mode-Shooting (meist im Hochformat) - dann verstehen sie so manches Begehr.

Und: Eine innovative Digitalkamera hätte ohnehin keinen Schwingspiegel oder konventionellen Verschluss mehr ...

Tugend ohne Not

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 23:10

"Verschenken" tun sie bei einem quadratischen Sensor nichts: Er macht sie nur um Vieles flexibler - schafft ihnen mit seinem "Überfluss" an Pixeln eben jenen praktischen Mehrwert(!), den richtungsorientierte Formate nicht haben (das geht bis hin zu - eingeschränkten - "Shift"-Möglichkeiten bei der Ausschnittwahl).

Aber heutzutage Verständnis für "unökonomische" Lösungen zu finden, gleicht offensichtlich dem Versuch, Finanzmärkten Regeln aufzuerlegen ...

Quadratisch, praktisch...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Mittwoch, 16. September 2009 - 23:04

Von der Bedienung her würde ich mir auch oft einen quadratischen Sensor wünschen. Besonders auf einem Einbein, wo man dadurch auch im Hochformat ohne weiteres Zubehör die selbe Auflösung nutzen könnte. (Denn ohne Neigemöglichkeit ist ein einfaches Kameragehäuse eben auf quer beschränkt.)
Aber natürlich würde es auch bei Freihandaufnahmen die Arbeit erheblich erleichtern, wenn man nicht nur quer fotografiert. Und natürlich gleicht ein Hochformatgriff dagegen nur einem Provisorium, das man ewig weiterverwendet.

Solange Sensoren relativ teuer in der Herstellung sind, werden sich dann aber viele fragen, ob man die zusätzlichen Bildpunkte nicht eher so auf dem Sensor verteilt, daß sie dem späteren Bild unmittelbar zugute kommen, also direkt dafür verwendet werden können.
Für eine entspanntere Handhabung wäre wohl ein kreisförmiger Sensor ideal. Der böte bei jedem beliebigen Seitenverhältnis die Möglichkeit eine leicht schräge Kamerahaltung nachträglich (ohne Auflösungsverlust gegenüber einer waagerechten Aufnahme) zu korrigieren, sofern keine formatspezifische Streulichtblende beteiligt ist.

Das bedeutet dann eben die Bildgestaltung mehr auf den Monitor zu verlegen, was viele ja eher ablehnen. Also mehr Nacharbeit aber durch die größere Darstellung (und gegenüber "Action" mehr Zeit) auch bessere Kontrolle.
Und natürlich größere (Roh-)Dateien...

Eigentlich

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 23:16

habe ich den Eindruck, dass wir - was die Menge der Pixel anbelangt - recht gut versorgt sind; somit sich das Mehr, das wir für einen quadratischen Sensor benötigten, einfach aus der Vergrößerung eines bestehenden Formats ergibt. Und dann machte ein "Sonderformat", wie in der S2 realisiert, auch praktischen Sinn.

Interessant werden u.U. einmal Sensoren

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 23:25

deren Oberfläche sphärisch gebogen ist - und die dann neue Freiheiten in Bezug auf die Optikdesigns erlauben ... aber DAS ist nun wirklich Zukunftsmusik - während Quadrate alte fotografische Standards repräsentieren. ;-)

variable Sensoren...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Dienstag, 22. September 2009 - 15:10

Na dann aber gleich rund und biegsam. So bleibt man variabel beim Format, der Ausrichtung und was die Schärfeebene (bzw. eben nicht) der Objektive anbelangt.
Kann ich die Krümmung nicht an das Objektiv (Brennweite...) anpassen, dürfte ein ebener Sensor wohl der bessere Kompromiss bleiben.

UND DANN?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 19:24
Gast schrieb:

Wenn man sich schon vom traditionellen Format abwendet, dann hätte man auch gleich weiter denken können: Ein quadratischer Sensor (vielleicht 36x36?) hätte einem neuen System möglicher Weise genau jenen Mehrwert verschafft, der bei einem aufgeblasenen Kleinbild etwas auf der Strecke bleibt.

So darf auch die S2 nicht auf jenen Hochformatgriff verzichten, dem auch und vor allem die Profi-Canons und -Nikons ihre Größe verdanken - nur alles noch eine Nummer größer halt.

Gerade bei einer Kamera, die so offensichtlich auf den Studiobetrieb ausgelegt ist, wie die S2, wäre der Gestaltungs- und Handlingvorteil des Quadrats tatsächlich jene bemerkenswerte - und dann auch überlegenswerte - Alternative, die sie als "Super-Kleinbild" nicht wirklich überzeugend verkörpert.

Und dann? Möglicherweise würden Sie sich an dieser Stellen dann über die noch höheren Preise beschweren. Und Ihr Argument wäre dann: warum hat Leica den Sensor nicht einfach etwas größer als Kleinbild entwickelt. ;-)

36 x 36 ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 20:51

... wäre größer als Kleinbild - quasi Kleinbild zum Quadrat ... ;-)

Und höher wäre der Preis so oder so geworden. Nur SO wie sie nunmal dasteht ist sie eben uninteressant (weil sie keinen echten Mehrwert bietet - noch nicht mal den anvisierten Studiofotografen wirklich entgegenkommt).

Mehrwert

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 21:51

Ohne jetzt groß ins Detail zu gehen:

  • Leica M8 (Kleinbild): 18 Megapixel
  • Leica S2 (kleines Mittelformat): 37 Megapixel

Auch nicht ohne ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:58

zukünftige 1Ds Mk IV (Kleinbild): 30+ Megapixel
Sensor 36x36 - ausgehend von derzeitigen 24x36-Sensoren: 36 Megapixel
zukünftig mögliche 36x36 Sensoren: 45+ Megapixel
...

Wird es nicht geben.

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Donnerstag, 17. September 2009 - 12:06

In den nächsten Jahren werden noch viele interessante Lösungen auf uns zukommen, aber der quadratische Sensor von Canon wird ein Spec aus einer Wishlist bleiben. Dazu bedürfte es schliesslich neu gerechneter Objektive, möglicherweise sogar mit einem grösseren Bildkreis und eines andern Bajonetts, denn bei den von Dir in Aussicht gestellten Seitenlängen von 36x36mm reicht das jetzige EF-Bajonett nicht. Anders sähe es bei einem quadratischen Sensor mit Seitenlängen von 30x30mm aus. Aber auch dann müssten die Linsen wieder neu gerechnet werden – und da ist Canon ausgesprochen träge: Lang erwartete Modifikationen von «Butter-und-Brot-Objektiven» wie das 24-70 zum Beispiel, lassen auf sich warten.

Dabei hat Canon trotz des grössten Bajonetts unter den drei wichtigsten Marktplayern die grössten Probleme mit Randunschärfen und Vignettierung. Umgekehrt bietet die derzeitige Technologie genug Möglichkeiten, um mit der Auflösung bis ca. 40MP zu gehen. Käufer einer 7D sind Betatester für einen Sensor in der nächsten oder übernächsten 1Ds. Um das Rauschverhalten der derzeitigen Sensoren zu erhalten oder zu übertreffen, wird Pixel-Binning immer wichtiger. In der PowerShot G11 kommt diese Technologie schon zum Einsatz. Bei den geschätzten 40MP einer 1Ds MkIV oder MkV käme man mit Binning immer noch auf 10MP, was für die Newsfotografie total ausreichend ist. Flaschenhals ist also die Optik, und hier sehe ich Leica und Zeiss – mit jeweils eigenen Ansätzen – für gut aufgestellt.

Sollte ich überdies eine Prognose für die nächste Generation der EOS-1 abgeben, so glaube ich, dass sich Canon in Zukunft auf ein Modell beschränken wird, der die Bedürfnisse verschiedener Anwendergruppen mit einem sehr hoch auflösenden Vollformatsensor mit Pixel-Binning-Fähigkeiten befriedigen wird. Gemeint ist also Fotografieren bei voller Auflösung mit ca. 4 fps, bei Grundempfindlichkeit unter guten bzw. kontrollierten Lichtverhältnissen – oder Fotografieren mit reduzierter Auflösung durch Zusammenschalten von vier Pixeln zu einem Photodetektor, hoher Empfindlichkeit und schneller Bildfolge von ca. 9-10 fps.

Von Canon

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 13:45

erwartet niemand einen quadratischen Sensor ... nur die mögliche (fiktive) Pixelmenge sollte veranschaulicht werden.

Im Übrigen meine ich, dass sich vielleicht Hasselblad in absehbarer Zeit wieder seinen Wurzeln zuwenden wird. Sollte ihr Schaden nicht sein.

Mehrwert

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 14:11

Ich verstehe weiterhin nicht wirklich, wie man den "echten Mehrwert" der S2 in Abrede stellen kann.
Der "zukünftige mögliche 36x36-Sensor" (Möglich ist vieles. Wirtschaftlich noch lange nicht.) hätte also 45 Megapixel. Die hätte ich dann auch ganz gerne eingesetzt. Verzeihen Sie mir, aber viele Anwender werden den Sinn eines hochauflösenden Sensors erkennen. Werden aber zweifeln, warum sie sich einen 45-Megapixel-Sensor anschaffen sollen, den sie dann als 30-Megapixel-Kleinbild-Sensor einsetzen. Nur, damit sie die Kamera für Hochformataufnahmen nicht mehr am zweiten Griff halten müssen...

Mehrwert

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 17:22

ist das, was (einem) mehr Wert ist - wofür man mehr auszugeben bereit ist, weil sich ein Mehr an Sinnhaftigkeit aus der Praxis ergibt. Er definiert sich nicht aus dem heraus, was vordergründig vertretbar erscheint, sondern aus dem, was einem die tägliche Praxis, die Ergonomie und die Ökonomie des Arbeitens, nahelegt.

So befremdlich

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:06

ist der Ansatz 36 x 36 auch wieder nicht, war doch die Leica in der Tat eine (damals noch) Scannerkamera im Format 36 x 36 ...

Ein Scanner halt.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 22:54

Mein Drucker kann auch quadratische Bilder.
Der Unterschied ist halt, ob ich mal ein paar Sekunden länger scanne und dabei den Sensor noch ein paar Millimeter bewege, oder ob ich eine Spiegelreflexkamera um einen quadratischen Sensor baue.

Die S1

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. September 2009 - 06:12

war um ein quadratisches Aufnahmemedium herum gebaut, und anerkannt gut (Leicas erste - hauseigene - Digitalkompetenz).

Meine KB "kann" übrigens auch Quadrat: Ich brauchte nur ein Stück wegschneiden ... nur fühlte ich mich dabei gegenüber dem eigentlichen Bedürfnis ein wenig ignorant.

Re: Die S1

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Donnerstag, 17. September 2009 - 12:23

Es macht schon einen Unterschied, wenn man mit einem quadratischen Aufnahmeformat arbeitet, oder das quadratische Bildformat erst nach der Aufnahme durch einen Beschnitt willkürlich anwendet. Ich präferiere Ersteres, weil dies auch die Arbeitsweise bei der Aufnahme klar beeinflusst – und zwar positiv.

Unverschämt teuer

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 15:44
odysseus schrieb:
Gast schrieb:

(und trotzdem ist die D3x unverschämt teuer)..

Das ist auch die 1Ds MkIII – jedenfalls aus Sicht eines nichtprofessionellen Anwenders. Zur Überraschung vieler – auch mir – ist es jedoch so, dass sich die D3X in Profikreisen extrem gut etabliert hat.

Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Eine Nikon D3 kostet rund 4000 Euro. Eine D3X rund 7000 Euro. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden ist der höherauflösende Sensor. Den gibt es einzeln - mit Alpha 850 drumrum - aber für rund 1900 Euro. Das heißt ja nicht, dass ich mir die Nikon nicht kaufe, wenn ich sie brauche. Das heißt aber, dass ich auch als Berufsfotograf die Preisdifferenz lieber auf dem Konto hätte.
Nikon und Canon scheinen sich derartige Preise anscheinend erlauben zu können. Scheint, das Mittelformat macht von oben wenig Druck auf die Preise. Aber Sony von unten. Mal schauen, was aus der überfälligen EOS-1Ds Mark IV wird...

Leica konzentriert sich auf seine Stärken

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. September 2009 - 18:35

Eine digitale R würde - nach dem derzeitigen Stand - eine Me-too-Kamera von vielen. Allerdings - das zeigen die Preise der R9 und des Modul R sowie des Aufpreises, der von der MP zur M9 fällig wird - eine ziemlich teure. Und ohne AF nur für wenige Anwender interessant. Für Tausende R-Objektiv-Besitzer, evt. auch 10.000. Sicher nicht 100.000. Das R-Bajonett ist ein nettes Alleinstellungsmerkmal, aber in erster Linie für die Besitzer von R-Objektiven interessant.

Es gibt auch viele Contax-Objektive, die auf ein digitales Gehäuse warten. Viele Minolta-SR-Objektive. Olympus-OM-Objektive. Canon-FD-Objektiven Deren Besitzern erbarmt sich auch niemand, weils derzeit wohl nicht wirtschaftlich ist. Aber bei vielen wirklich guten Objektiven lohnt sich ja der Umbau. S. zum Beispiel www.leitax.com.

M9 AUF R10

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 01:26
Gast schrieb:

Eine digitale R würde - nach dem derzeitigen Stand - eine Me-too-Kamera von vielen. Allerdings - das zeigen die Preise der R9 und des Modul R sowie des Aufpreises, der von der MP zur M9 fällig wird - eine ziemlich teure. Und ohne AF nur für wenige Anwender interessant. Für Tausende R-Objektiv-Besitzer, evt. auch 10.000. Sicher nicht 100.000. Das R-Bajonett ist ein nettes Alleinstellungsmerkmal, aber in erster Linie für die Besitzer von R-Objektiven interessant.

Es gibt auch viele Contax-Objektive, die auf ein digitales Gehäuse warten. Viele Minolta-SR-Objektive. Olympus-OM-Objektive. Canon-FD-Objektiven Deren Besitzern erbarmt sich auch niemand, weils derzeit wohl nicht wirtschaftlich ist. Aber bei vielen wirklich guten Objektiven lohnt sich ja der Umbau. S. zum Beispiel www.leitax.com.

Aber warum nimmt man nicht einfach das fertige Innenleben der M9 und baut darum ein R10 Gehäuse auf? Das wäre doch eine Lösung. Und die Kodak CCDs könnten dann noch etwas im Preis gedrückt werden.

Einfach

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 11:56

Ganz einfach also.
Die M9 ist rund 2000 Euro teurer als die analoge MP. Das elektronische Innenleben der M9 scheint also mindestens 2000 Euro wert zu sein.
Einfach ein R-Bajonett vor die M9 zu montieren, reicht nicht: Die M9 liefert kein Live-Bild, ein R-Objektiv ließe sich ohne Spiegelkasten, Spiegel und SLR-Sucher nicht sinnvoll einsetzen. Also muss eine SLR her. Was die Angelegenheit mal eben um 3000 bis 5000 Euro verteuert.

Mon dieu…

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 16. September 2009 - 12:48

Wie schwer ist es denn zu kapieren: Eine profane Kleinbild-DSLR von Leica hätte sehr geringe Chancen auf dem derzeitigen Markt. Leica müsste aber im Gegenzug enorme Investitionen in die Entwicklung einbringen; das aber würde den Solmsern das Genick brechen. Dieses immer wieder vorgebrachte Argument, man bräuchte nur eine M9 zu nehmen und ein R-Gehäuse drumzuwickeln, geht eben nicht.

Die Erwartungen des Marktes an eine DSLR heutzutage sind klar: Bestmögliche Bildqualität bei schnellstmöglichem Speed des Gesamtsystems. Schon deshalb braucht eine R eine komplett andere Elektronik als eine manuell fokussierte M. Leica müsste auch ein komplett neues Objektivsortiment auflegen, das heisst Linsen neu konstruieren mit AF-Motor, Bildstabilisator und möglichst telezentrischer Rechnung (siehe S2), um eine angemessene Marktapzeptanz zu erzielen und Neukunden anzulocken.

Die offensichtlich hochstehende Abbildungsqualität von R-Linsen zu vermitteln (und den Mehrpreis zu rechtfertigen) bedeutete auch einen Marketingaufwand, schliesslich gibt es ja einen andern deutschen Wettbewerber, und auch die Marktführer haben innerhalb ihrer grossen Auswahl ein paar Preziosen in ihrem Sortiment; ich denke da auch an «Nischenobjektive» wie Canons neue TS-E.

Der zu erwartende Neuzugang hielte sich aber trotzdem Grenzen. Blieben also die «Stammkunden», die allerdings kaum neue Optiken kaufen würden, denn sie haben ja bereits die alten Linsen – und die gedenken sie an einer digitalen R weiter zu nutzen. Der Absatz an neuen Objektiven bliebe bescheiden, der zu avisierende Verkaufspreis für das R-Body müsste unvernünftig hoch festgelegt werden, um (wenn überhaupt) ein Return-on-Investment zu erzielen.

Genau aus diesen Überlegungen heraus war für Leica der Neubeginn mit dem S-Sysem von Anfang an die bessere Lösung. Das System ist kleiner und klar auf eine bestimmte Nutzergruppe zugeschnitten; die Priorität liegt klar auf sehr gute Bildqualität – die wird in professionellen Kreisen anders definiert als von Amateuren, die hauptsächlich die Rauschunterdrückung als Qualitätsmassstab heranziehen – und erst sekundär auf Speed.

Übrigens wäre der Kodak-Sensor (KAF-18500) nicht voll kompatibel, weil durch das grössere Auflagenmass ein anderes Mikrolinsendesign nötig wäre!

Wer mutwillig

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 12:44

eine S stemmen kann, kann auch eine R stemmen. Punkt.

Falsch!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 16. September 2009 - 13:28

…schon allein, weil da sehr genaue Überlegungen hinter diesem taktischen Schritt stecken; also keine Mutwilligkeit. Und Leica hat – auch wenn es unverschämt ist von mir, es offen auszuprechen – einfach mehr davon, einen Fuss in der Mode- und Werbefotografie zu haben, als eine Truppe von rüstigen Rentnern mit einem Gehäuse zu bedienen, die sich dank ihrer üppigen Pension den jährlichen Keniaurlaub leisten, um dort mit dem sorgsam gehegten und gepflegten Apo-Telyt das ortsübliche Tierreich festzuhalten, oder mit dem Macro-Elmarit – wieder zu Hause im heimischen Garten – Grashalme abzulichten, um danach mit Traudel – «Eigentlich mochte sie den jungen Heinz Schenk, aber ich war ihr dann auch gut genug!» – den verdienten Käsekuchen zu verspeisen.

Wenn ich meinem Händler Glauben schenken darf

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 14:44

dann wird sich die Kategorie der S2-User nur unwesentlich von den bisheriger Leica-Usern unterscheiden: Rüstige als auch überdurchschnittlich geldige Rentner ...

Auch ein Dummkopf...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 24. September 2009 - 23:57

...hat einen Kopf!

Du willst gehört werden. Alles wird gut.

Warum

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 13:06

vermag man bei Leica nur in ausgelatschten Kategorien darüber zu denken, wie eine digitale R auszusehen habe?

Schnelligkeit und Rauschunterdrückung sind zwar nett - aber in anderen Bereichen haben bislang sämtliche SLR-Anbieter nachhaltig versagt: Mein und auch das Bedürfnis vieler anderer Fotografen geht vor allem dahin, eine SLR in die Hand zu bekommen, die ganz konsequent auf GERÄUSCHLOSIGKEIT und ERSCHÜTTERUNGSFREIHEIT konzipiert ist.

Das bedeutet, dass man zu einer Konstruktion finden müßte, deren Innenleben weitestgehend ohne bewegliche Teile - vorrangig Spiegel und Verschluss - auskommt, aber dennoch nicht auf den wesentlichsten Vorzug einer SLR verzichtet: den OPTISCHEN SUCHER. Konstruktionsprinzipien also, wie sie in der professionellen Filmbranche durchaus geläufig sind ...

Und sage mir keiner, dass Leica nicht nur nicht die Vorraussetzungen mitbrächte, eine solche "Nische" (von der ich eben meine, dass sie keine wäre) zu besetzen - mehr noch glaube ich, dass eine SOLCHE Kleinbild-R-Leica den nötigen Entwicklungsaufwand und auch einen angemessenen Preis mehr als nur rechtfertigte.

Die Nische besetzen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 14:08

Leica besetzt diese Nische längst.

Gast schrieb:

Mein und auch das Bedürfnis vieler anderer Fotografen geht vor allem dahin, eine SLR in die Hand zu bekommen, die ganz konsequent auf GERÄUSCHLOSIGKEIT und ERSCHÜTTERUNGSFREIHEIT konzipiert ist.

Das bedeutet, dass man zu einer Konstruktion finden müßte, deren Innenleben weitestgehend ohne bewegliche Teile - vorrangig Spiegel und Verschluss - auskommt, aber dennoch nicht auf den wesentlichsten Vorzug einer SLR verzichtet: den OPTISCHEN SUCHER.

Sie wollen also einen optischen Sucher - aber keinen beweglichen Spiegel. Da gibt es derzeit drei Optionen:

  • Die Sucher- bzw. Messsucherkamera
    - die hat Leica seit Jahren im Programm.
    Mit der X1 gibt es jetzt auch eine nahezu geräuschlose Kompaktkamera mit AF.
  • Die zweiäugige Spiegelreflexkamera
    - zu klein, diese Nische. Wir wissen, was aus dem Segment der TLR geworden ist.
  • Die SLR mit feststehendem, teildurchlässigen Spiegel
    - hat sich auch nicht durchgesetzt. Daran haben sich schon größere Firmen als Leica versucht.
  • Aber warum unbedingt den optischen Sucher? Fordern Sie nicht, die ausgelatschten Kategorien zu verlassen?

Eine Messsucherkamera

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. September 2009 - 14:38

ist nun mal sehr beschränkt in ihrem Einsatzspektrum - dito eine zweiäugige Reflex.

Bleibt - richtig - ein teildurchlässiger Spiegel; oder, und das gab's (leider) bislang nur in der Olympus E-10/20, ein PRISMA ...

Und: Optische Sucher sind keine "ausgelatschten Kategorien", sondern die immer noch überzeugendste Möglichkeit Bilder uneingeschränkt zu betrachten und zu kreieren - und auch schnellstmöglich auf Situationen zu reagieren (und ich weiß, auch eingedenk des fallweise gezielt genutzten LiveViews an meiner Reflex, wovon ich spreche ...).

Durchaus möglich!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Mittwoch, 16. September 2009 - 14:10

…aber es ist nunmal so: Leica muss erst aus den roten Zahlen rauskommen und Geld verdienen. Leica würde schon, wenn es wirklich ginge – und vielleicht sind die Ingenieure auch bereits dran, wenn man den zuversichtlichen Bemerkungen von Stefan Daniel glauben schenken darf. Aber vorerst muss Leica mit dem aktuellen Line-up Geld verdienen. Ich bin mir sicher, dass Leica zur Photokina oder meinetwegen auf den 10.10.10 wirklich Tolles in der Pipeline hat, wenn auch keine R10.

2010 kommt Leica

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. September 2009 - 22:49

mit einer neuen FT auf den Markt.

odysseus schrieb:

…aber es ist nunmal so: Leica muss erst aus den roten Zahlen rauskommen und Geld verdienen. Leica würde schon, wenn es wirklich ginge – und vielleicht sind die Ingenieure auch bereits dran, wenn man den zuversichtlichen Bemerkungen von Stefan Daniel glauben schenken darf. Aber vorerst muss Leica mit dem aktuellen Line-up Geld verdienen. Ich bin mir sicher, dass Leica zur Photokina oder meinetwegen auf den 10.10.10 wirklich Tolles in der Pipeline hat, wenn auch keine R10.

...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 22. September 2009 - 21:15
Gast schrieb:

2010 kommt Leica mit einer neuen FT auf den Markt.

Selber schuld.

Leica-Symposium mit Jim Rakete

Eingetragen von
Gast
am Montag, 22. Februar 2010 - 22:37

Jim Rakete empfiehlt die Leica wegen ihrer Verschlussdichte, er sagt in einem Interview mit der deutschen Welle, "er hat überhaupt keine Verschlusserschütterung, der hat den weichsten Verschluss der Geschichte", dann führt Fabrikant Andreas Kaufmann die Kamera vor und erklärt die Vorteile der Digitaltechnik. Besonders der Umstand, daß das Bild sofort da ist, macht die Digitaltechnik für Kaufmann zum non plus ultra. Wer den DW-Film auf Youtube gesehen hat, hat keinen Zweifen an der Zukunft der deutschen Kameraindustrie. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis Kaufmann auch ein 2000 mm Objetiv auf den Leicaverschluss schraubt. Nicht nur die "S2" ist unübertroffen, auch die angekündigte Leica "10 KW-D" wird ihren Kundenkreis finden. Jim Rakete arbeite übrigens mit zwanzig verschiedenen Leicamodellen, soll aber auch Modelle daheim haben. Leica hat eine grosse Zukunft, besonders im Halbdunkel gibt es keine bessere Kamera. Bleibt zu hoffen das das Mittelformat aus Braunschweig, mit dem schnellsten Zentralverschluss der Geschichte, ebenfalls wieder ein Startup wird.

Geballte

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 23. Februar 2010 - 04:26

Kompetenz. Keine Frage.

Wo das ganze endet...

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Inventar)
am Donnerstag, 06. Januar 2011 - 14:19

http://heidi.picortwo.com/
Schutzbrille bitte!!!

Heidi

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Januar 2011 - 14:31

hat einfach noch nicht auf Leica upgegradet, wahrscheinlich ... 8-)

Das stell ich mir

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Januar 2011 - 14:43

jetzt einfach mal ganz plastisch vor:
Ein spitzer Schrei des Entzückens hallt durchs Restaurant. Dann ein Blitz an einem der hinteren Tische. Und das Schnitzel ist verewigt.
Eine halbe Stunde später dann ein verhaltener Rülpser an eben diesem Tisch. Dann nochmals ein Blitz. Und auch die Knochen von Seals was auch immer sind im Kasten.
:-)))